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Weihnachtsmärkte laden zur Diebestour

17.12.2014 - Versicherungstipp

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Bildquelle: Thinkstock_iStock_sborisov

Die Zahl der polizeilich gemeldeten Diebstählen auf Weihnachtsmärkten hat 2013 den höchsten Wert seit 1987 erreicht: 135.167 Diebstähle hat die Polizei im vergangenen Jahr registriert.1 Das sind 20.000 mehr als im Vorjahr.

Auf Weihnachtsmärkten und anderen öffentlichen Großveranstaltung bieten sich durch die Menschenmassen gute Gelegenheiten für einen schnellen Coup.

„Klassiker“ der weihnachtlichen Übergriffe:

  1. Der Rempler: Im dichten Treiben auf dem Markt reicht ein kurzer Rempler für geschickte Diebe bereits aus, um unbemerkt in Jacken- oder Handtasche zu greifen.
  2. Die Klemme: Auch hier ist dichtes Gedränge die Voraussetzung für den Diebeserfolg. Eingeklemmt zwischen mehreren Komplizen, greifen Diebe unbemerkt in Taschen oder öffnen mit einem scharfen Gegenstand Rucksäcke und Taschen.
  3. Der Wechsler: Ein Passant bittet um das Wechseln eines Geldscheins, mit dem Argument, Kleingeld für den Parkschein- oder Zigarettenautomaten zu benötigen. Während Angesprochene in ihrem Geldbeutel nach passenden Münzen suchen, kommt der Passant scheinbar zur Hilfe, um so Geldscheine zu stehlen.
  4. Der Ablenker: Ein scheinbar Ortsfremder bittet vorbeigehende Passanten um eine Wegbeschreibung, beispielsweise zum Bahnhof, und reicht eine Stadtkarte zur besseren Orientierung. Sind die Opfer erst durch die Aufgabe abgelenkt, bemächtigt sich der Fragende oder ein Komplize der Wertsachen der hilfsbereiten Opfer.

Weihnachtsmarktbesucher sollten sich an folgende Tipps halten, um Dieben ihr Handwerk so schwer wie möglich zu machen:

  1. Weihnachtsmarktbesucher sollten ihre Wertsachen dicht am Körper tragen und möglichst vermeiden, diese in außen liegenden Taschen aufzubewahren. Gerade Rucksäcke und Handtaschen können im Gedränge unbemerkt geöffnet werden.
  2. Nur die Menge an Bargeld mitnehmen, die wirklich benötigt wird, um sich beispielsweise etwas zu essen oder trinken zu kaufen. Große Scheine sollten möglichst unauffällig beim Zahlen übergeben werden, um nicht unnötige Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
  3. Geldkarten und dazugehörige PINs sollten nie zusammen aufbewahrt werden - auch nicht als Telefonnummer oder andere Zahlenkombination getarnt.
  4. Gerade übertriebene Hilfsbereitschaft oder Remplern sollten Weihnachtsmarktgänger in besondere Aufmerksamkeit versetzen. Die eigenen Wertsachen immer im Blick zu haben und misstrauisch zu bleiben, wenn Fremde einen in Bedrängnis bringen, zahlt sich am Ende aus.

Übrigens:. „Es gibt auch die Möglichkeit, sich gegen finanzielle Schäden abzusichern, die beispielsweise durch den Diebstahl einer Kreditkarte entstehen. Verbraucher sollten die Angebote gut vergleichen und auf eine möglichst breite Absicherung setzen“, rät Bernd Kaiser, Versicherungsexperte von CosmosDirekt.

  • 1 http://de.statista.com/statistik/daten/studie/73678/umfrage/polizeilich-erfasste-faelle-von-taschendiebstahl-in-deutschland/


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel