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Riestern mit Fonds: DAX-Allzeithoch weckt die Lust auf Fondssparen

26.03.2015 - Versicherungstipp

  • Mit der fondsgebundenen Riester-Rente können Vorsorgesparer die Rendite-Chancen der Wertpapiermärkte nutzen und das bei überschaubarem Risiko.
  • Vor allem für jüngere Anleger mit ausreichend Zeit bis zur Rente ist Fonds-Riester eine attraktive Alternative zur klassischen Riester-Rente und gleichermaßen staatlich gefördert.

Der Deutsche Aktienindex (DAX) im Höhenflug: Ein Allzeithoch folgt auf das nächste. Wer nicht direkt in Aktien investiert, kann als Fondssparer von den Entwicklungen an den Aktienmärkten profitieren. Bereits jeder Fünfte der rund 16 Millionen Riester-Sparer hat sich für die fondsgebundene Variante entschieden. Michael Greifenberg, Versicherungsexperte bei CosmosDirekt, beantwortet wichtige Fragen zum Thema.

Welche Vorteile bietet die fondsgebundene Riester-Rente?
Staatliche Zulagen und Steuervorteile gibt es für die klassische und für die fondsgebundene Variante gleichermaßen. Der Unterschied zwischen den beiden Modellen: Bei der Variante auf Fondsbasis nimmt der Sparer die Anlage seiner Altersvorsorge selbst in die Hand und bestimmt durch Auswahl von Investmentfonds selbst, wo sein Geld angelegt werden soll. Statt Garantiezins und Überschussbeteiligung besteht hier die Chance auf eine deutlich höhere Rendite. Und das bei gleichzeitigem Schutz vor Kapitalverlust. Denn der Gesetzgeber schreibt den Anbietern von Riesterrenten ein „Sicherheitsnetz“ vor, das die eingezahlten Beiträge sowie die vom Staat gezahlten Zulagen bei Rentenbeginn zu 100 Prozent garantiert.

Wie sieht die staatliche Förderung aus?
Riester-Sparer können sich bis zu 154 Euro staatliche Zulagen im Jahr sichern, indem sie mindestens vier Prozent ihres Brutto-Vorjahreseinkommens einzahlen – abzüglich Zulagen. Erhalten sie als Eltern außerdem Kindergeld, wächst ihr Zulagenanspruch um bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr und der Eigenbeitrag sinkt entsprechend. Förderberechtigt ist jeder Arbeitnehmer, der Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenkasse einzahlt. Wer keine Pflichtbeiträge zahlt, kann oftmals dennoch von den staatlichen Zulagen profitieren – etwa über den Partner. „Ist zumindest einer der Partner sozialversicherungspflichtig beschäftigt und hat dieser eine Riester-Rente abgeschlossen, hat auch der nicht versicherte Partner Anspruch auf die Zulagen“, sagt Versicherungsexperte Greifenberg.

Für Beamte gilt eine Ausnahme: Obwohl sie nicht gesetzlich rentenversichert sind, können auch sie eine Riester-Rente abschließen.
Auch bei der Einkommenssteuerklärung gibt es Vorteile: Bis zu 2.100 Euro inklusive Zulagen können als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Dabei werden die Zulagen auf den Steuervorteil angerechnet.

Wem nutzt die fondsgebundene Lösung – wem ist davon eher abzuraten?
Vor allem für Sparer unter 45 Jahren ist das „Fonds-Riestern“ wegen den langen Laufzeiten eine attraktive Alternative. Bei Laufzeiten von mehr als 20 Jahren können Anleger gut von den Ertragschancen an den Börsen profitieren. Die Aussicht auf eine höhere Rendite erfordert allerdings Mut und Durchhaltevermögen, da Kursschwankungen dazugehören. Vorübergehende Kursrückgänge sorgen sogar auf lange Sicht für ein Renditeplus, da bei gleichbleibendem Anlagebetrag in Zeiten niedrigerer Kurse mehr Anteile eingekauft werden (Cost-Average-Effekt). Der Eintritt in die Auszahlungsphase der Riester-Rente ist im Alter zwischen 62 und 67 Jahren übrigens flexibel möglich. Tipp: Beim Riester-Vertrag auf Flexibilität beim Vertragsablauf achten, sei es in Form einer variablen Abrufphase oder der Möglichkeit einer Übertragung der Fondsanteile in ein privates Depot.


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel