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Fahrradfahren in Deutschland: So radeln die Hamburger

20.07.2015 - Faktencheck

  • Ausflüge, Arbeit, Einkaufen – gern mit dem Rad.
  • Hamburger radeln, um frische Luft zu schnappen.

Hamburger sind nicht nur auf dem Wasser, sondern auch zu Land unterwegs. Kein Wunder, denn Elbpanorama und Alsterblick laden zu ausgiebigen Fahrradtouren ein. Die Ergebnisse der aktuellen forsa-Studie „Fahrradnutzung in Deutschland“ im Auftrag von CosmosDirekt zeigen jedoch: Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ticken die Hansestadt-Radler ein wenig anders. Dieser Faktencheck gibt einen Einblick.

Im Rahmen der Untersuchung wurden im März dieses Jahres 1.500 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt, die ein Fahrrad besitzen und es auch selbst nutzen. In Berlin, Hamburg und München wurden jeweils 150 Radfahrer befragt. Für das repräsentative Gesamtergebnis wurde der Anteil der Befragten in diesen drei Großstädten ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung entsprechend gewichtet.

Ausflüge, Arbeit, Einkaufen – gerne mit dem Rad
Jeder zweite Hamburger Radler (56 Prozent) schwingt sich mehrmals pro Woche oder sogar täglich auf den Sattel. Im Bundesdurchschnitt ergibt sich ein ähnliches Bild: Für 52 Prozent gehört Radfahren zum Alltag. Am häufigsten treten die Radfahrer der Hafenstadt im Rahmen von Ausflügen und anderen Freizeitaktivitäten in die Pedale (81 Prozent). In Berlin und München schwingen sich aus diesem Grund 71 Prozent der Radler auf den Sattel, deutschlandweit sind es 78 Prozent. 47 Prozent der Radfahrer in Hamburg erledigen ihre Einkäufe mit dem Velo und jeder Dritte (34 Prozent) radelt zur Arbeit. Deutschlandweit tun dies 22 Prozent.

Hamburger radeln, um frische Luft zu schnappen
Für den Großteil der Velophilen in der Elbmetropole (74 Prozent) ist das Radfahren die perfekte Gelegenheit, Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Damit heben sie sich vom Bundesdurchschnitt (66 Prozent) ab. Deutschlandweit wird hauptsächlich wegen des Spaßfaktors in die Pedale getreten (72 Prozent). „Nur“ für 60 Prozent der Radler in der Hansestadt ist dies ein Grund, sich in den Sattel zu schwingen. 48 Prozent bahnen sich auf dem Rad den Weg durch Hamburg, weil sie damit schneller am Ziel sind. Deutschlandweit ist dies lediglich für 36 Prozent ein Anreiz, auf Auto oder Bahn zu verzichten.

Störfaktoren für Hamburger Radfahrer
Radfahrer brauchen nicht nur genug Puste, sondern auch starke Nerven – auch in der Elbmetropole. Vor allem stören sich Hamburger Fahrradfahrer an rücksichtslosen Autofahrern (73 Prozent). Berliner (64 Prozent) und Münchner (62 Prozent) Fahrradfahrer sehen darüber wie alle deutschen Radler (67 Prozent) vergleichsweise gelassener hinweg. Auch unvorsichtige Fußgänger nerven die Nordlichter auf dem Rad stärker als den Bundesdurchschnitt: 57 Prozent versus 43 Prozent. Außerdem klagen die Hansestadt-Radler über unvorsichtige Fahrradfahrer und fehlende Radwege – jeweils 61 Prozent.

Alkohol am Lenker
Mit den Verkehrsregeln nimmt es mancher Fahrradfahrer nicht so genau – 27 Prozent der Hamburger Radler sogar häufig bis sehr häufig. Damit liegen sie deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 19 Prozent. Alkohol am Lenker kommt noch häufiger vor: 42 Prozent der Fahrradfahrer aus Hamburg treten nach dem Genuss von Alkohol noch in die Pedale. In München schwingt sich sogar über die Hälfte der Radler (54 Prozent) nach dem einen oder anderen alkoholischen Getränk noch auf den Sattel. Deutschlandweit räumten dies 39 Prozent der Befragten ein.

Vorbildlich: Mehr als die Hälfte der Hamburger Räder sind versichert
Der Großteil der Hamburger Radfahrer (62 Prozent) verwahrt sein Fahrrad in einem abschließbaren Abstellraum. Dieser Wert wird bundesweit sogar noch getoppt: Drei Viertel (76 Prozent) der deutschen Radler wählen diese Möglichkeit, um ihren fahrbaren Untersatz vor Kettenknackern zu schützen. Dennoch wurde bereits jeder zweite Radfahrer in Hamburg (51 Prozent) ein- oder mehrmals Opfer eines Fahrraddiebstahls – bundesweit gerade einmal jeder Vierte (27 Prozent). 37 Prozent der Münchner und 54 Prozent der Berliner Radfahrer wurde schon einmal der fahrbare Untersatz geklaut. Möglich, dass Hamburger ihre Räder wegen des höheren Risikos besonders oft versichern: Mehr als die Hälfte (57 Prozent) hat ihr Fahrrad gegen Diebstahl versichert. Das sind 6 Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt (51 Prozent) – ein Spitzenwert auch im Vergleich zu Berlin (42 Prozent) und München (43 Prozent).


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel