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Fahrradfahren in Deutschland: So radeln die Münchner

20.07.2015 - Faktencheck

  • Jeder dritte Münchner Radler tritt fast täglich in die Pedale.
  • Spitzenreiter in puncto Umweltschutz.

Die Münchner fahren gerne Rad: In der bayrischen Landeshauptstadt finden sich häufiger Fahrradfahrer (77 Prozent) als im Bundesdurchschnitt (67 Prozent). Die Ergebnisse der aktuellen forsa-Studie „Fahrradnutzung in Deutschland“ im Auftrag von CosmosDirekt zeigen aber auch: Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ticken die Radler aus München ein wenig anders. Dieser Faktencheck gibt einen Einblick.

Im Rahmen der Untersuchung wurden im März dieses Jahres 1.500 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt, die ein Fahrrad besitzen und es auch selbst nutzen. In Berlin, Hamburg und München wurden jeweils 150 Radfahrer befragt. Für das repräsentative Gesamtergebnis wurde der Anteil der Befragten in diesen drei Großstädten ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung entsprechend gewichtet.

Jeder dritte Münchner Radler schwingt sich fast täglich auf den Sattel
Mehrmals wöchentlich oder sogar täglich mit dem Rad unterwegs – das ist Alltag für 63 Prozent der Münchner Radler. Deutschlandweit ist dies für lediglich 52 Prozent der Fall. Und zu welchen Anlässen wird in die Pedale getreten? Ausflüge sowie Freizeitaktivitäten sind für Münchner (71 Prozent) wie auch für den Bundesdurchschnitt (78 Prozent) die perfekte Gelegenheit, um sich auf den Fahrradsattel zu schwingen. Die Hälfte der Landeshauptstädter (51 Prozent) erledigt Einkäufe mit dem Rad, ein Drittel (34 Prozent) fährt auf zwei Rädern zur Arbeit.

Spitzenreiter beim Umweltschutz
In der Weltstadt mit Herz schwingt man sich in erster Linie auf den Sattel, weil’s Spaß macht (73 Prozent). Weitere Gründe für viele Münchner, das Fahrrad zu nehmen: Um sich fit zu halten (68 Prozent) und der Umwelt zuliebe (57 Prozent). Im Bundesdurchschnitt treten lediglich 47 Prozent in die Pedale, weil es umweltfreundlich ist. In Metropolen bedeutet Fahrradfahren häufig auch, auf der Überholspur unterwegs zu sein. So entscheidet sich fast die Hälfte der Münchner Befragten (49 Prozent) für das Rad, weil sie so schneller am Ziel sind. Deutschlandweit entscheiden sich aus diesem Grund „lediglich“ 36 Prozent für das Fahrrad.

Störfaktoren im Münchner Straßenverkehr
Radfahrer brauchen oft starke Nerven – auch in der bayerischen Landeshauptstadt. Stressfaktor Nummer eins sind unvorsichtige, rücksichtslose Autofahrer. In dieser Hinsicht weichen die Münchner (62 Prozent) kaum vom Bundesdurchschnitt (67 Prozent) ab. Unvorsichtige Fahrradfahrer sind für viele radelnde Münchner ebenfalls ein Ärgernis: 58 Prozent beklagen sich über ihresgleichen. An fehlenden Fahrradwegen stören sich 49 Prozent. Bundesweit sind es 54 Prozent.

Radeln nach dem Radler
In der Bierhauptstadt schwingen sich die Fahrradfahrer nach einem feucht-fröhlichen Kneipenbesuch so häufig auf den Sattel, wie nirgendwo sonst: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) ist schon einmal alkoholisiert geradelt. Zum Vergleich: 42 Prozent der Berliner und 36 Prozent der Hamburger Radler hält das eine oder andere alkoholische Getränk nicht davon ab, aufs Rad zu steigen. Deutschlandweit räumten dies 39 Prozent der Befragten ein. Auch bei der Straßenverkehrsordnung wird in der bayerischen Landeshauptstadt gern einmal ein Auge zugedrückt. Jeder vierte Radfahrer (26 Prozent) hält sich hier nach eigener Aussage häufig oder gar sehr häufig nicht an die geltenden Verkehrsregeln.

Schutz vor Kettenknackern? Nein danke!
Jeder dritte Münchner Radler (37 Prozent) wurde bereits mindestens einmal Opfer eines Fahrraddiebstahls. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt (27 Prozent) – jedoch deutlich weniger im Vergleich zu Hamburg (51 Prozent) und Berlin (54 Prozent). Möglich, dass in der Isarmetropole deshalb weniger Wert auf den Schutz vor Diebstahl gelegt wird: Lediglich 56 Prozent der Münchner Radler stellen ihren fahrbaren Untersatz in einem eigenen, abschließbaren Raum ab. Im Bundesdurchschnitt nutzen über drei Viertel (76 Prozent) diese Möglichkeit, ihr Rad sicher zu parken. Auch beim Versicherungsschutz gegen Diebstahl ihres Fahrrads sind die Münchner nachlässiger als der Bundesdurchschnitt (51 Prozent): In der bayerischen Landeshauptstadt hat nicht einmal jeder Zweite (43 Prozent) sein Rad gegen Diebstahl versichert.


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel