Schneller helfen: Die Rettungskarte sollte in keinem Auto fehlen

05.11.2020 - Blickwinkel

(Fotoquelle: Thinkstock/iStock)

Sie ermöglicht zügige Hilfe für Unfallbeteiligte und schützt die Rettungskräfte bei ihrer Arbeit. CosmosDirekt erklärt die Rettungskarte.

Saarbrücken – Ein Autounfall. Eingeklemmte Verletzte im Wagen. Rettungskräfte im Kampf gegen die Zeit. Auf deutschen Autobahnen, Landstraßen und innerstädtischen Straßen kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Damit Feuerwehr und Notretter möglicherweise eingeklemmte Insassen schnell und sicher bergen können, gibt es die Rettungskarte. Wie dieses Dokument Rettungsdiensten hilft und was Autobesitzer beachten müssen, fasst CosmosDirekt, der Direktversicherer der Generali in Deutschland, zusammen.

WELCHEN ZWECK HAT DIE RETTUNGSKARTE?

Da jedes Fahrzeugmodell seine technischen Eigenheiten hat, müssen Rettungskräfte bei einem Unfallfahrzeug ganz genau wissen, wie sie sich den Weg zu verletzten Insassen bahnen können. Anderenfalls besteht z. B. die Gefahr, einen zusätzlichen Airbag auszulösen oder bei einem Elektroauto in Kontakt mit dem Hochvoltsystem zu kommen. Mithilfe der Rettungskarten des entsprechenden Fahrzeugmodells können sich die Retter einen schnellen und sicheren Weg zu den Verletzten bahnen.

WAS STEHT AUF DER RETTUNGSKARTE?

Die Rettungskarte zeigt, wie und wo Spreizer oder Schere an der Karosserie angebracht werden sollten und wo wichtige Leitungen, Komponenten und heikle Materialien verbaut sind. Damit Helfer die Rettungskarte mit diesen Informationen schnell finden, sollte sie in Farbe ausgedruckt und hinter der Fahrersonnenblende verstaut werden. Zudem sollte man regelmäßig überprüfen, ob die Hersteller die Rettungskarte für das entsprechende Modell zwischenzeitlich aktualisiert haben. In diesem Fall sollte die alte Version ersetzt werden. Um diesen Prozess zu vereinfachen, wird es Rettungskräften in ganz Europa bald möglich sein, sich die nötigen Fahrzeugdaten direkt an eine Unfallstelle senden zu lassen1.

WO BEKOMMT MAN DIE RETTUNGSKARTE?

Alle großen Autohersteller bieten die Rettungskarten für ihre Modelle zum kostenlosen Download an. Eine Übersicht mit entsprechenden Links findet man u. a. beim ADAC. Dabei ist zu beachten, die Rettungskarte für das richtige Modell auszuwählen, da es auch bei ähnlichen Modellen technische Unterschiede geben kann.

WORAN WERDEN AUTOS MIT RETTUNGSKARTE ERKANNT?

Damit Rettungskräfte sofort feststellen können, ob in einem Unfallfahrzeug eine Rettungskarte vorhanden ist, gibt es Sticker, die von außen darauf hinweisen. Diese Aufkleber sind beispielsweise beim ADAC oder TÜV Süd2 erhältlich. Sie werden auf der linken Seite der Windschutzscheibe angebracht. Manche Hinweissticker enthalten mittlerweile auch einen QR-Code. Anstatt die Windschutzscheibe einzuschlagen, um an die Rettungskarte zu kommen, können Rettungskräfte den Code scannen und sich die entsprechenden Hinweise herunterladen.


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Pressekontakt CosmosDirekt