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Kindersicherung fürs Netz notwendig?

Wie viel Freiheit Eltern ihren Kindern beim Surfen geben

15.05.2015 - Faktencheck

Schon Erstklässler recherchieren für ihre Hausaufgaben im Internet. Damit die Kleinen im Netz sicher surfen, will die Bundesregierung die Medienkompetenz von Kindern mit einer Initiative stärken. Die Ergebnisse einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt1 zeigen: Auch Eltern haben digitalen Nachholbedarf.

Die ersten Schritte im Netz
Was einst das Lexikon im Bücherregal war, ist heute die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Schon Grundschüler recherchieren für ihre Schulaufgaben im Internet.

  • Ob als Vorbereitung für den Unterricht oder als Hilfestellung bei den Hausaufgaben: Gut ein Viertel der Schüler zwischen 6 und 8 Jahren (26 Prozent) sucht im Netz nach unterrichtsrelevanten Informationen. Insgesamt ist die Online-Recherche die zweithäufigste Aktivität (60 Prozent) der jungen User – zumindest laut ihren Eltern.
  • Auf Platz eins liegt das virtuelle Spielen. Mit 70 Prozent ist dies die häufigste Aktivität im Netz. Es zeigt sich: Auch im digitalen Raum bleiben Kinder das, was sie sind Kinder.

Über die Hälfte der Kleinen surft ohne Aufsicht
Auch wenn Mütter und Väter benennen können, was ihre Sprösslinge im Internet scheinbar treiben: Viele Eltern lassen ihren Kleinen freie Hand an internetfähigen Geräten – und wissen so nicht, auf welchen Seiten ihre Kinder wirklich surfen.

  • 56 Prozent der 6- bis 14-jährigen Kinder nutzen das Internet ohne Aufsicht.
  • 83 Prozent derer Eltern geben an, nicht jedes internetfähige Gerät mit einem Kinderschutz-Programm gesichert zu haben. Diese Art von Software stellt sicher, dass Kindern nur Zugang zu bestimmten Inhalten gewährt wird. Damit reduziert sich die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder Inhalte von bedenklichen Seiten sehen, herunterladen und möglicherweise Viren oder andere Schadprogramme einschleusen.

„Viele Erwachsene sind unsicher, wie sie sich vor digitalen Gefahren schützen können“, sagt Patrick Lemens, Online-Experte bei CosmosDirekt. „Es gibt Nachholbedarf, denn nur was Eltern selbst wissen, können sie auch ihrem Nachwuchs vermitteln. CosmosDirekt bietet einen ausführlichen Ratgeber zum Thema Sicherheit im Internet an. Dort können sich Erwachsene ganz leicht informieren und das Wissen dann an ihre Kinder weitergeben.“

Kenntnisse über den Schutz vor Viren und Schadprogrammen nicht selbstverständlich
Es gibt viele Möglichkeiten, internetfähige Geräte für den Alltagsgebrauch sicherer zu machen. Die Umfrage zeigt aber: Fast ein Drittel der Eltern ist von den technischen Möglichkeiten überfordert oder kennt sich nicht gut genug mit dem Sicherheitsangebot aus.

  • 30 Prozent der befragten Mütter und Väter räumen ein, sich selbst nicht gut mit dem Schutz vor Viren und anderen Schadprogrammen auszukennen.
  • Überraschend: Die über 50-Jährigen schätzen ihre diesbezüglichen Kenntnisse besser ein als jüngere Befragte: 81 Prozent der Älteren kennen sich nach eigenen Angaben gut bzw. sehr gut mit dem Schutz vor Schadprogrammen aus. Im Gegensatz dazu beurteilen nur 65 Prozent der unter 40-Jährigen ihre Kenntnisse auf diesem Feld insgesamt mit gut bis sehr gut.
  • Immerhin ein Viertel der Eltern (25 Prozent) traut den eigenen Kindern offenbar zu, selbst Verantwortung zu übernehmen: Sie geben an, der Nachwuchs kenne sich trotz des jungen Alters von 6 bis 14 Jahren schon gut bis sehr gut mit der Sicherung internetfähiger Geräte aus.
  • Selbst in der jüngsten Altersgruppe der 6- bis 8-Jährigen schreiben 8 Prozent der Eltern ihren Sprösslingen solche Kenntnisse zu.

Mehrheit der Eltern sieht für ihre Kinder keine große Gefahr beim Surfen
Obschon viele Eltern angeben, dass sie sich selbst nicht besonders gut mit dem Schutz vor Viren und anderen Schadprogrammen auskennen, macht sich die Mehrheit keine Sorgen, wenn der Nachwuchs in den Weiten des Internets unterwegs ist. Doch können Kinder gefährliche Seiten und Datenanhänge bereits in jungem Alter erkennen?

  • Die Mehrheit der Eltern zeigt sich unbesorgt: 60 Prozent machen sich „weniger große Sorgen“, ihr Kind könnte Opfer eines Cyberbetrugs werden. 17 Prozent der Befragten gaben an, sich überhaupt keine Sorgen zu machen.
  • Bei jüngeren Kindern scheint die Sorge größer: So gaben 23 Prozent der Eltern von Kindern im Alter zwischen 6 und 14 Jahren an, sich große Sorgen zu machen.
  • Dass ihr Kind gefährliche Dateien herunterladen könnte, ist für 19 Prozent Anlass zu großer Sorge. 79 Prozent betrachten diese Gefahr als gering.
  • Die Unbedarftheit birgt auch Risiken: Es kommt zum Beispiel vor, dass nicht geschäftsfähige Kinder im Internet unbemerkt auf „Shoppingtour“ gehen: 8 Prozent der Mütter und Väter gaben an, ihr Kind habe schon einmal oder mehrmals ohne ihre Zustimmung kostenpflichtige Apps oder Dateien erworben.
  • 1 Repräsentative forsa-Umfrage „Sicherheit im Internet“ im Auftrag von CosmosDirekt. Im März und April 2015 wurden 1.007 Eltern mit Kindern zwischen 6 und 14 Jahren befragt, deren Kinder das Internet nutzen.


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel