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Unterschätzte Gefahren: Deutsche Radfahrer vernachlässigen ihre Sicherheit

15.09.2015 - Pressemitteilung

Der Abdruck des Fotos ist nur in direktem Zusammenhang mit CosmosDirekt und unter Angabe der Bildquelle Thinkstock_Ingram Publishing gestattet.

  • Zwei Drittel aller Erwachsenen in Deutschland sind regelmäßig mit dem Rad unterwegs.
  • Sicherheitsrelevante Pflichtausstattung und Schutzzubehör werden oft vernachlässigt.
  • Viele Radfahrer warten und pflegen ihren Drahtesel nicht immer ausreichend.

Der Trend zum Radfahren ist in Deutschland ungebrochen: Zwei Drittel aller erwachsenen Bundesbürger (67 Prozent) sind mit dem Drahtesel unterwegs und beinahe jeder vierte Radfahrer (23 Prozent) schwingt sich sogar fast täglich auf den Sattel. Zudem wird für das Fahrrad tief in die Tasche gegriffen: Jeder Zehnte (10 Prozent) hat sich die Anschaffung des Gefährts mindestens 1.000 Euro kosten lassen.1 Investitionen in die Sicherheit werden jedoch nicht immer groß geschrieben, wie eine repräsentative forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt zeigt.

Ohne Helm und Warnweste unterwegs
Der Fahrradhelm – ein ungeliebtes Accessoires!? Noch immer sind Helme bei Radfahrern wenig beliebt: Nur jeder Dritte (33 Prozent) trägt zumindest meistens einen Kopfschutz, bei weiteren 13 Prozent kommt dieser nur selten zum Einsatz und über die Hälfte der Radler (54 Prozent) trägt nie einen Helm. Auch reflektierende Kleidung oder eine Warnweste, die für gute Sichtbarkeit sorgen, werden auf dem Fahrrad nur selten genutzt: 70 Prozent sind nach eigener Aussage ohne dieses aktive Schutzzubehör unterwegs. Ferner wird passiver Schutz durch Körperprotektoren, die schwere Verletzungen am Bewegungsapparat verhindern können, nur vereinzelt genutzt: Gerade 1 Prozent der deutschen Fahrradfahrer tragen sie immer, 94 Prozent dagegen nie. „Dabei kann Schutzzubehör bei einem Sturz oder Unfall vor schweren Verletzungen schützen“, sagt Bernd Kaiser, Versicherungsexperte von CosmosDirekt. „Gerade derartige Verletzungen können schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen und ohne entsprechende Absicherung zur finanziellen Belastung werden.“

Sicherheitsrelevante (Pflicht-)Ausstattung fehlt mitunter
Um Fahrradunfällen präventiv entgegenzuwirken, ist nicht nur aktives Schutzzubehör wichtig. Zweirädrige Verkehrsteilnehmer sollten auch auf eine komplette technische Sicherheitsausstattung gemäß Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) achten. Immerhin verfügt ein Großteil der Räder nach Angabe ihrer Besitzer über die vorgeschriebenen zwei unabhängig voneinander wirkenden Bremsen (95 Prozent) sowie Rücklicht (90 Prozent) und Frontscheinwerfer (85 Prozent). Indes fehlt der weiße Rückstrahler nach vorn bei mehr als einem Drittel der Fahrräder (34 Prozent).

Jeder Zweite kontrolliert Bremsen nicht
Auch in puncto Wartung und Pflege nehmen es die Radler in Deutschland nicht immer genau. Zwar kontrollieren vier von fünf Befragten (82 Prozent) regelmäßig den Luftdruck ihrer Fahrräder, jedoch nur 57 Prozent ihre Bremsen. Einen umfassenden Check in der Werkstatt lässt nur jeder Dritte (32 Prozent) regelmäßig durchführen. Pflegearbeiten, die indirekt zur Verkehrssicherheit beitragen – zum Beispiel Kette ölen (60 Prozent) oder Schaltung justieren (30 Prozent) – erfreuen sich nicht bei jedem Radfahrer großer Beliebtheit. Auffällig: 7 Prozent der Fahrräder werden weder gewartet noch gepflegt. „Um Unfällen vorzubeugen, sollte jeder Fahrradbesitzer sein Velo regelmäßig warten bzw. pflegen (lassen)“, rät CosmosDirekt-Versicherungsexperte Bernd Kaiser. „Stellt sich heraus, dass das Rad nicht verkehrstauglich war und es deshalb zu einem Unfall kam, kann dem Fahrer eine Teilschuld auferlegt werden.“

  • 1 Repräsentative forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt unter 1.500 Bundesbürgern ab 18 Jahren, die ein Fahrrad besitzen und es auch selbst nutzen; März 2015


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel