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Sicheres Silvester: So kommen Sie gut ins neue Jahr!

27.12.2011 - Versicherungstipp

Ob Raketen, Böller oder Partyknaller: Zum Jahreswechsel lassen es viele richtig krachen. Allein in Deutschland fliegen an Silvester Feuerwerkskörper im Wert von über 100 Millionen Euro in die Luft.1 Nicht immer läuft das glimpflich ab. Ob nun eine Rakete die Hausfassade beschädigt oder man sich beim Abfeuern eines Knallers verletzt – viele Schäden können vermieden werde.

Traditionell werden zu Silvester Feuerwerkskörper und Böller entzündet, um das neue Jahr zu begrüßen. Ein erhebliches Gefahrenpotenzial – vor allem leichtsinniges und unsachgemäßes Verhalten im Umgang mit Raketen & Co. führt jedes Jahr zu Unfällen und Verletzungen. CosmosDirekt erklärt, welche Versicherung im Ernstfall für den Schaden aufkommt und welche Tipps man in der Silvesternacht beachten sollte.

Die häufigsten Silvesterschäden - und wann die Versicherung zahlt

Eigene Verletzungen durch Raketen oder Böller:

Das Hantieren mit Feuerwerkskörpern ist gefährlich: Bei Verletzungen, die zu einem dauerhaften Schaden führen, tritt die Unfallversicherung ein. Sollte der Schaden allerdings durch den Umgang mit selbst gebastelten oder illegalen Böllern verursacht worden sein, kann die Versicherung die Zahlung verweigern.

Verletzung Dritter durch Feuerwerkskörper:

Wenn eine Rakete in die falsche Richtung geht und eine umstehende Person zu Schaden kommt, ist die Privat-Haftpflichtversicherung wichtig, denn ein Personenschaden kann schnell teuer werden. Die Versicherung zahlt, wenn der Schaden durch den fahrlässigen Umgang mit Feuerwerkskörpern entstanden ist und wehrt gleichzeitig unberechtigte Forderungen Dritter ab. Bei Vorsatz zahlt sie jedoch nicht!

Schäden am Haus:

Die Wohngebäudeversicherung übernimmt Schäden, die durch explodierende Feuerwerkskörper am eigenen Haus entstehen – beispielsweise wenn eine Rakete den Dachstuhl eines reetgedeckten Hauses in Brand setzt. Folgekosten, die z.B. durch Löschwasser entstehen, sind ebenfalls mitversichert.

Schäden im Haus:

Verirrt sich eine Rakete in die eigenen vier Wände und verbrennt dort das Mobiliar, ersetzt die Hausratversicherung den entstandenen Schaden. Am besten jedoch in der Silvesternacht die Fenster schließen, damit nichts in die Wohnung gelangen kann!

Schäden am Auto:

Sollte es in der Silvesternacht zu Schäden am Fahrzeug kommen, weil eine Rakete nicht korrekt gezündet wurde, haftet der „Absender“ des Feuerwerkskörpers. Ist der Verursacher bekannt, zahlt seine Privat-Haftpflichtversicherung den Schaden. Brand- oder Explosionsschäden am Auto sind bereits über die Teilkaskoversicherung abgedeckt. Die Vollkaskoversicherung springt ein, wenn der Wagen mutwillig beschädigt wurde und der Täter nicht ermittelt werden kann.

Zehn Tipps für einen sicheren Jahreswechsel

  1. Nur solche Feuerwerkskörper verwenden, die von der Bundesanstalt für Materialforschung zugelassen sind. Diese sind am aufgedruckten Zulassungszeichen zu erkennen, das immer mit den Buchstaben „BAM“ beginnt (z.B. BAM-PII-0537).
  2. Silvesterraketen sollten niemals aus der Hand, sondern stets aus standsicheren Rohren oder Flaschen gezündet werden. Am besten einen Getränkekasten mit leeren Flaschen verwenden. Ein Batteriefeuerwerk lässt sich mit zwei Backsteinen gegen Umfallen sichern.
  3. Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhände. Für sie ist nur Kleinstfeuerwerk der Klasse eins zugelassen, wie etwa Wunderkerzen, Knallbonbons und Tischfeuerwerk.
  4. Blitze, Böller, Fontänen, Raketen oder Knallfrösche gehören zu den Feuerwerkskörpern der Klasse zwei. Sie dürfen nur von Personen über 18 Jahre gezündet werden – und das auch nur am Silvesterabend ab 18 Uhr bis zum Neujahrsmorgen um sieben Uhr.
  5. Feuerwerkskörper nie in geschlossenen Räumen zünden – und auch nicht auf dem Balkon!
  6. Vorsicht vor Blindgängern. Den Feuerwerkskörper auf keinen Fall ein zweites Mal zünden.
  7. Um unfallfrei das bunte Treiben am Neujahrshimmel zu beobachten, stets ausreichend Abstand zum Feuerwerk halten und bei der Kleidung auf weite Taschen und Kapuzen verzichten.
  8. Am besten in der Silvesternacht alle Fenster, Dachluken oder Balkontüren schließen und brennbare Gegenstände vom Balkon entfernen.
  9. Autodächer oder Kühlerhauben sollten nicht als „Abschussrampe“ für Raketen, Chinaböller oder ähnliches benutzt werden – denn durch den direkten Kontakt mit der Karosserie können hässliche Schmauchspuren am Lack entstehen.
  10. Das eigene Auto kommt am sichersten in der Garage durch die Neujahrsnacht – oder in einer ruhigen Seitenstraße, in der kaum bis gar keine Feuerwerkskörper gezündet werden.

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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel