Kids an Bord: So fahren Familien sicher in den Sommerurlaub

04.07.2018 - Versicherungstipp

  • 77 Prozent der Familien, die in die Sommerferien fahren, nehmen das Auto. Das ergab die diesjährige forsa-Trendumfrage1 im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland.
  • Stehen lange Autofahrten mit Kindern an, sollten sich Eltern auf mögliche Stresssituationen und Gefahren vorbereiten.
  • Wie Familien entspannt und sicher an ihr Urlaubsziel kommen, erklärt Frank Bärnhof, Versicherungsexperte bei CosmosDirekt.

Das Urlaubsziel ist noch Hunderte Kilometer entfernt, und schon ertönt von der Rückbank das erste „Wann sind wir endlich da?“. Wer auf langen Autofahrten Kids mit an Bord hat, muss erfinderisch und bestens vorbereitet sein, damit die gute Urlaubslaune die Anreise übersteht. Höchste Priorität sollte dabei die Sicherheit aller Reisenden haben, rät Frank Bärnhof: „Ob der Gurt richtig angelegt, ausreichend gestrafft und der Kindersitz ordnungsgemäß befestigt wurde, kann im Ernstfall über die Folgen eines Unfalls entscheiden.“ Der Versicherungsexperte erklärt, wie Familien entspannt und sicher mit dem Auto in den Urlaub fahren:

AUF DIE PLÄTZE, FERTIG, GURT

Sitzen die Kinder vorschriftsmäßig im Auto? Davon sollten sich Eltern überzeugen – und zwar vor dem Start der Reise. Das bedeutet: Bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr oder bis zu einer Körpergröße von 1,50 Metern gehört der Nachwuchs im Auto grundsätzlich mit einem Kindersitz, der Alter und Größe entspricht, gesichert. Frank Bärnhof: „Den Kindersitz immer ordnungsgemäß im Auto installieren. Er sollte nicht verrutschen und stabil und kippsicher auf der Rückbank befestigt sein.“ Für Kids über 1,50 Metern reicht der Erwachsenen-Dreipunktgurt aus. Wer Kinder ohne vorschriftsmäßige Sicherung im Auto mitnimmt, riskiert ein Verwarngeld in Höhe von 30 Euro – bei mehreren Kindern sind es 35 Euro2.

KINDER BEI LAUNE HALTEN

„Mir ist langweilig!“ Gar nicht so einfach, sich mit kleinen Quälgeistern im Wagen auf den Verkehr zu konzentrieren. Eine vorausschauende Planung sorgt für Entspannung auf längeren Autoreisen. Der Experten-Tipp: Antizyklisch fahren und verkehrsintensive Tage meiden, um Staus zu umgehen. „Für den Fall, dass es doch mal länger dauert, ist es hilfreich, kindgerechte Snacks und Spiele dabei zu haben“, sagt Frank Bärnhof. Die Konzentration des Fahrers sollte unter Dauerbrennern wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder dem Zählen von Automarken nicht leiden. „Wer sich am Steuer ablenken lässt, läuft Gefahr, schwere Unfälle zu verursachen“, warnt der Experte.

MACH MAL PAUSE. AM BESTEN ALLE ZWEI STUNDEN

Kinder, die über einen längeren Zeitraum im Auto sitzen müssen, werden unruhig. Jede Menge Stress ersparen sich Eltern, die genügend Pausen einplanen, in denen die Kids draußen toben und sich die Erwachsenen entspannen können. Frank Bärnhof: „Je nach Alter, Ansprüchen und Bewegungsdrang der kleinen Mitreisenden sollten Familien alle zwei Stunden eine Pause machen. Zur Mittagszeit bietet sich ein längerer Stopp an, zum Beispiel auf einem Rasthof mit Kinderspielplatz.“ Idealerweise werden die Pausen auf die Essens- und Schlafgewohnheiten der Kinder abgestimmt.

ICH PACKE MEIN AUTO… ABER RICHTIG

Was viele unterschätzen: Auch Koffer und Co. müssen sorgfältig verstaut werden, damit sie bei einer Vollbremsung oder einem Unfall nicht zum gefährlichen Geschoss für die Reisenden werden. Die richtige Beladung der Familienkutsche ist laut Frank Bärnhof eine Frage des Gewichts: „Schwere Koffer und Gegenstände sollten Urlauber immer nach unten packen und wenn möglich direkt an die Rücksitzlehne schieben. Leichtes Gepäck kann darüber verstaut werden.“ Wer ein Gepäcknetz nutzt, das in der Decke und im Kofferraumboden verankert ist, geht bei abrupten Bremsmanövern auf Nummer sicher.

  • 1 Repräsentative Trendumfrage „Sommerreisezeit 2018“ des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt. Im April und Mai 2018 wurden in Deutschland 1.510 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt, darunter 377 Personen mit Kindern im Haushalt.

  • 2 Bußgeldkatalog Kindersitzpflicht


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel


Sabine Gemballa