forsa-Umfrage: Das sind die größten Sorgen der Deutschen

06.03.2019 - Faktencheck

  • Laut einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt1 machen sich 69 Prozent der Deutschen große oder sehr große Sorgen über schwere oder lebensbedrohliche Krankheiten in der Familie.
  • In Bezug auf den eigenen Tod machen sich 24 Prozent der Befragten große Sorgen, dass Angehörige finanziell unter dem Verlust leiden.
  • CosmosDirekt hat untersucht, was die größten Sorgen im Leben der Deutschen sind.

Gesundheit, Finanzen, Privates: Welche Dinge beunruhigen die Deutschen am meisten? Wie eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland, belegt, ist eine schwere oder lebensbedrohliche Krankheit von Familienangehörigen die größte Sorge der Deutschen. Auch dass die Angehörigen finanziell leiden, wenn der Hauptverdiener der Familie stirbt, macht vielen Angst. Karina Hauser, Vorsorgeexpertin bei CosmosDirekt erklärt, warum insbesondere die Risikolebensversicherung bei der Absicherung von Lebensrisiken ein wichtiges Instrument ist – und manche Sorgentreiber des Alltags im Ernstfall zumindest finanziell abfedern kann.

DIE GRÖßTE SORGE: SCHWERE KRANKHEITEN VON FAMILIEN-ANGEHÖRIGEN

Die Gedanken der Deutschen sind bei ihren Liebsten: Neben einer möglichen schweren oder lebensbedrohlichen Krankheit in der Familie (69 Prozent) beunruhigt sie besonders ein Todesfall in der eigenen Familie (67 Prozent). Frauen führen ein sorgenvolleres Leben als Männer, sie bewegen Schicksalsschläge stärker: 77 Prozent sorgen sich davor, dass der Partner oder ein anderer enger Angehöriger ernsthaft krank wird (Männer 61 Prozent) und 75 Prozent fürchten einen Todesfall in der Familie (Männer 59 Prozent). Natürlich treiben die Menschen sehr konkrete Ängste um, wenn es um den eigenen Tod geht. 68 Prozent der Deutschen haben etwa Angst, dass sie vor dem Tod lange leiden und Schmerzen haben.

NICHTS VERPASST – UND ALLES GEREGELT

Aber was passiert eigentlich am Ende des Lebens? Natürlich wissen wir sicher, dass wir irgendwann einmal sterben werden. Der Tod ist natürlicher Teil jeden Lebens. Nicht zu wissen, was danach kommt, davor hat gut ein Fünftel der Deutschen Angst (21 Prozent). Und immerhin 24 Prozent fürchten, dass sie das Leben nicht in vollen Zügen genossen und etwas verpasst haben. Dass sie ihr Erbe aber vernünftig geregelt haben, da sind sich die meisten sicher. Nur sieben Prozent der Befragten gaben an, dass sie fürchten, ihre Hinterbliebenen streiten sich ums Erbe.

FINANZIELLE ABSICHERUNG IM ERNSTFALL

Eine weitere Angst ist es, selbst pflegebedürftig zu werden oder dass ein Familienangehöriger zum Pflegefall wird (jeweils 65 Prozent). Das belastet Familien nicht nur seelisch, sondern oft auch finanziell. „Gut die Hälfte unserer Befragten fürchtet sich vor solch ernsten Schicksalsschlägen in der Familie, oder beispielsweise gar selbst schwer zu erkranken“, sagt Karina Hauser. Doch insbesondere in Bezug auf den eigenen Tod machen sich 24 Prozent der Befragten große Sorgen, dass Angehörige finanziell unter dem Verlust leiden. „Es ist deshalb wichtig, dass sich jeder einmal mit dem Thema und der Versorgungssituation seiner Familie beschäftigt und sich dann um eine entsprechende Absicherung kümmert. Bei einer Risikolebensversicherung beispielsweise kann die Höhe der Absicherung nach den eigenen Bedürfnissen festgelegt werden: Dabei sollte man grundsätzlich auch an die laufenden Kosten denken, wie zum Beispiel Miete oder Darlehensraten.“

RISIKEN FÜR EIN VORZEITIGES LEBENSENDE

Als größte Risikofaktoren für einen frühzeitigen Tod nennen knapp drei Viertel der Befragten (72 Prozent) lebensbedrohliche Erkrankungen sowie eine allgemein ungesunde Lebensführung (59 Prozent). Jeder Zweite (52 Prozent) sieht zudem das Rauchen als Risikofaktor an, frühzeitig zu versterben. Von tödlichen Unfällen im Haushalt, beim Sport, im Straßenverkehr oder bei der Arbeit glauben das 51 Prozent der Befragten, von übermäßigem Alkoholkonsum 47 Prozent.

SORGENTREIBER DES ALLTAGS

So wertvoll die Gesundheit ist, so wichtig sind die eigenen Finanzen: Jeder Zweite (51 Prozent) hat Angst, den eigenen Lebensstandard nicht halten zu können oder fürchtet um seine finanzielle Unabhängigkeit (41 Prozent). 29 Prozent der Deutschen beunruhigt der mögliche Verlust des eigenen Heims oder die Kündigung des Mietvertrags. Jeder vierte Befragte (25 Prozent), der in einer Beziehung lebt, macht sich große oder sehr große Sorgen über eine Trennung oder Scheidung von seinem Partner. Nicht selten gehen solche unvorhersehbaren Wendepunkte mit finanziellen Engpässen der Betroffenen einher. „Ergeben sich finanzielle Engpässen, sollten wichtige Vorsorgepolicen nicht vorschnell gekündigt werden“, sagt Karina Hauser. „Der Versicherer berät gerne, wie ein bestehender Versicherungsschutz angepasst werden kann, beziehungsweise welche Alternativmöglichkeiten es gibt.“

ERGEBNISSE DER FORSA-UMFRAGE IM DETAIL (AUSZUG)

Es machen sich darüber (sehr) große Sorgen:
GesamtMännerFrauen18–29 Jahre30–44 Jahre45–59 Jahre60 Jahre und älter

schwere bzw. lebensbedrohliche Krankheiten in der Familie

69 %

61 %

77 %

70 %

72 %

69 %

68 %

Todesfall in der Familie

67 %

59 %

75 %

77 %

64 %

67 %

63 %

selbst pflegebedürftig zu werden

65 %

59 %

72 %

39 %

52 %

72 %

82 %

Pflegebedürftigkeit eines Familien-angehörigen

65 %

60 %

69 %

61 %

67 %

66 %

64 %

schwere bzw. lebensbedrohliche Krankheiten bei sich selbst

64 %

59 %

70 %

56 %

56 %

69 %

71 %

darüber, dass sie ihren Lebensstandard nicht mehr halten können (z.B. aufgrund steigender Lebens-haltungskosten oder Wohnungsmieten)

51 %

47 %

54 %

48 %

55 %

57 %

44 %

Erleiden eines (Verkehrs-)Unfalls

48 %

41 %

54 %

52 %

46 %

47 %

48 %

Verlust der finanziellen Unab-hängigkeit (z.B. Privatinsolvenz, Sozialhilfe/Arbeits-losigkeit)

41 %

33 %

48 %

40 %

39 %

50 %

33 %

dass in die Wohnung/Haus eingebrochen wird

40 %

35 %

45 %

36 %

35 %

41 %

45 %

über den eigenen Tod

36 %

29 %

44 %

28 %

34 %

41 %

38 %

dass sie überfallen und bestohlen werden

31 %

25 %

37 %

26 %

28 %

35 %

34 %

Verlust des eigenen Heims bzw. Kündigung des Mietvertrags

29 %

23 %

34 %

26 %

28 %

33 %

27 %

Trennung bzw. Scheidung vom Partner*)

25 %

23 %

28 %

31 %

23 %

28 %

23 %

  • *) Basis: Mit Partner

Die eigenen Sorgen in Bezug auf den eigenen Tod sind sehr/ziemlich groß:
GesamtMännerFrauen18–29 Jahre30–44 Jahre45–59 Jahre60 Jahre und älter

davor, unter Schmerzen oder schwerwiegenden Krankheiten zu leiden

68 %

63 %

72 %

69 %

64 %

68 %

69 %

dass Angehörige finanziell unter dem Verlust leiden

24 %

28 %

21 %

22 %

35 %

26 %

17 %

im Leben etwas verpasst zu haben

24 %

24 %

23 %

49 %

29 %

19 %

11 %

nicht zu wissen, was nach dem Tod kommt

21 %

17 %

24 %

33 %

24 %

20 %

13 %

Dinge nicht geregelt bzw. in Ordnung gebracht zu haben (Versöhnung, Hausverkauf,…)

20 %

19 %

20 %

26 %

18 %

23 %

15 %

dass der Familienzusammen-halt nach dem Tod nachlässt

13 %

9 %

15 %

11 %

13 %

15 %

11 %

den digitalen Nachlass nicht geregelt zu haben

12 %

11 %

13 %

14 %

11 %

14 %

10 %

dass sich die Familie um das Erbe streitet

7 %

7 %

6 %

7 %

4 %

8 %

6 %

Die größten Risikofaktoren dafür, frühzeitig zu versterben, sind:
Gesamt*MännerFrauen18–29 Jahre30–44 Jahre45–59 Jahre60 Jahre und älter

lebensbedrohliche Erkrankungen

72 %

67 %

77 %

68 %

71 %

72 %

75 %

eine allgemein ungesunde Lebensführung, z.B. zu viel Stress, zu hohe Arbeits-belastung, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung

59 %

61 %

57 %

58 %

60 %

63 %

57 %

Rauchen

52 %

55 %

49 %

51 %

51 %

52 %

52 %

tödliche Unfälle im Haushalt, beim Sport, im Straßenverkehr oder bei der Arbeit

51 %

49 %

53 %

59 %

50 %

48 %

49 %

übermäßiger Alkoholkonsum

47 %

45 %

50 %

42 %

41 %

49 %

54 %

chronische Erkrankungen

33 %

30 %

36 %

41 %

31 %

33 %

30 %

andere Ursachen

6 %

4 %

7 %

7 %

8 %

5 %

4 %

weiß nicht

2 %

2 %

2 %

1 %

3 %

2 %

2 %

  • *Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich

  • 1 Bevölkerungsrepräsentative Umfrage „Sorge und Vorsorge der Deutschen“ des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt. Im Oktober 2018 wurden in Deutschland 1.506 Personen ab 18 Jahren befragt.


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel


Sabine Gemballa