Viel Wasser, wenig Freude: Wie man sich vor den Folgen von Starkregen schützen kann

01.07.2021 - Expertentipp

Er kommt schnell und heftig: Starkregen sorgt oft für eine Menge Ärger. Deshalb ist die richtige Vorbereitung am eigenen Haus wichtig. (Fotoquelle: CosmosDirekt/Adobe Stock)

Von einem Moment zum nächsten ist das Wasser da und steht meterhoch. Extremwettersituationen wie Starkregen kommen auch aufgrund des Klimawandels immer häufiger vor. Besonders Süddeutschland war in den vergangenen Tagen und Wochen wieder stark betroffen. Hausbesitzer müssen sich deshalb schon früh Gedanken machen: Ist mein Haus – und alles, was sich darin befindet – sicher? CosmosDirekt gibt Tipps für die Vorbereitung auf Starkregen & Co.

Saarbrücken – Lange heiße Trockenphasen. Mehr Stürme mit hohen Windgeschwindigkeiten. Erst gar kein Regen und dann wahre Sturzfluten. Gefühlt wird das Wetter immer extremer. Und das Gefühl trügt nicht: Der Klimawandel macht sich auf diese Weise auch in Deutschland deutlich bemerkbar. Denn mit starker Hitze steigt fast automatisch die Gefahr von heftigen Unwettern – und damit auch die Gefahr für Haus und Hof. Denn Starkregen gehört zu den problematischen Wetterphänomenen, wodurch 77,5 Prozent der Gebäude in Deutschland mittelmäßig bis stark gefährdet sind1. Geflutete Keller, durchnässte Wände, zerstörter Hausrat: Wie Häuser vor solchen Folgen geschützt werden können, welche Versicherungen helfen und wann man überhaupt von Starkregen spricht, hat CosmosDirekt, der Direktversicherer der Generali in Deutschland, zusammengefasst.

BINDFÄDEN ODER STURZBÄCHE: WAS IST EIGENTLICH STARKREGEN?

Im Wetterbericht warnen Meteorologen bei aufziehenden Unwettern oft vor Starkregen. Aber was genau ist damit gemeint? Wenn innerhalb von einer Stunde 15 bis 25 Liter Wasser pro Quadratmeter fällt – also ungefähr so viel, wie in einen haushaltsüblichen Mülleimer passt – dann spricht man von Starkregen. In dieselbe Kategorie fallen Niederschläge von 20 bis 35 Litern pro Quadratmeter über einen Zeitraum von sechs Stunden.2

HAUSBAU: BIS ZUR FLUTLINIE UND NICHT WEITER

Schon beim Bau eines Hauses sollten sich Bauherren Gedanken über das Gefahrenpotenzial von Starkregen, Sturm & Co. machen. Denn bei derart extremen Wetterphänomenen reicht es nämlich nicht, die eigenen vier Wände kurzfristig nach einer Unwetterwarnung wetterfest zu machen. Um auf große Wassermassen vorbereitet zu sein, sollte grundsätzlich das Erdgeschoss nicht unterhalb der Flutlinie liegen, bis zu der das Wasser bei Starkregen wahrscheinlich steigt. Des Weiteren sollten alle kritischen Bauteile des Hauses nicht wasserdurchlässig sein und mehr Wasserdruck standhalten. Dazu gehören Türen, Wände und Fenster, aber auch Gasleitungen. „Für die Abwasserleitungen ist neben der Abdichtung auch eine Rückstausicherung zu empfehlen,“ sagt Isolde Klein, Versicherungsexpertin bei CosmosDirekt. „Bei Starkregen kann es passieren, dass die Wassermengen nicht schnell genug über die öffentlichen Kanäle abfließen können und das Abwasser durch die Leitungen zurück ins Haus drückt. Eine automatische Rückstausicherung blockiert mit zwei Klappen das zurückfließende Wasser und kann somit Schäden im Haus verhindern – egal ob Neubau oder schon bestehendes Gebäude.”

WERTVOLLES UND LIEBGEWONNENES NACH OBEN

Alte Möbel, Fahrräder, Vorräte und Kartons mit Andenken und Erinnerungsstücken: Der Keller ist ein beliebter Stauraum für all die Dinge, die in den oberen Stockwerken keinen Platz finden. Dennoch sollte man sich genau überlegen, was genau im unteren Stockwerk des Hauses gelagert wird. „Ordner nehmen viel Platz ein und sind nicht immer hübsch anzusehen. Dennoch sollten wichtige Dokumente sicher gelagert werden: über der Flutlinie und daher nicht im Keller. Das gilt natürlich auch für hochwertige Technik. Also lieber das Heimkino in einem der oberen Geschosse einrichten”, meint Isolde Klein. Spätestens bei erwartetem Starkregen sollten alle Wertgegenstände in die höheren Stockwerke gebracht und Fenster sowie Lichtschächte geschlossen werden.

WASSER IST NICHT GLEICH WASSER

Bei Wasserschäden differenzieren Versicherungen klar: Während Leitungswasserschäden, etwa nach einem Rohrbruch, von der Wohngebäudeversicherung oder der Hausratversicherung übernommen werden, gelten die durch Starkregen verursachten Schäden als Elementarschäden. Hierfür gibt es in der Regel Zusatzbausteine, die für die Wohngebäude- oder Hausratversicherung abgeschlossen werden können. In besonders hochwassergefährdeten Gebieten kann es unter Umständen aber schwierig sein, aufgrund des offensichtlichen Risikos eine bezahlbare Elementarschadenversicherung zu finden. Trotzdem sollten es Hausbesitzer versuchen. Isolde Klein erklärt: „Viele Betroffene wenden sich bei großen Hochwasserereignissen Hilfe suchend an den Staat. Dessen Soforthilfe unterstützt aber seit einigen Jahren nur noch die Hausbesitzer, die sich erfolglos um eine Elementarschadenversicherung bemüht haben. Das kann z. B. der Fall sein, wenn das Versicherungsangebot finanziell nicht zu stemmen ist.”


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