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Ruhepause auf Rädern: 35 Prozent der Autofahrer dösen im Stau

24.06.2013 - Versicherungstipp

Umfrage Stau stehen dösen

Bildquelle: iStockphoto-Thinkstock

Stundenlanges Warten im Stau ist lästig. Vor allem auf dem Weg in die Ferien. Statt sinnlos herumzusitzen, nutzen deutsche Autofahrer die Zeit auf vielfältige Weise – jeder Dritte gar für ein Nickerchen. Das ergab eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt.1 Doch auch bei Stillstand auf der Straße ist Aufmerksamkeit gefragt.

Rund zwei Drittel der deutschen Urlauber (65 Prozent) wollen laut forsa-Umfrage in diesem Jahr mit dem Auto verreisen. Zum Ferienbeginn sind Staus vorprogrammiert. Eine solche Pause nutzen deutsche Autofahrer sehr unterschiedlich. So gaben 86 Prozent der Befragten an, sich im Stau mit ihrem Mitfahrer zu unterhalten. Mit Musik und Hörbüchern vertreiben sich 80 Prozent die Zeit. Wenn alle Räder stillstehen, macht es sich mancher gemütlich: 73 Prozent greifen zu Snack und Getränk. In Zeitung oder Buch schmökert gut ein Drittel (34 Prozent). 35 Prozent der Befragten lehnen sich gar zum Dösen in den Sitz zurück.

Wie Jung und Alt die Zwangspause nutzen
Zwischen jüngeren und älteren Staugeplagten zeichnen sich unterschiedliche Vorlieben ab. Kommt der Verkehr zum Stillstand, greift fast die Hälfte (49 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen zum Handy, um SMS zu schreiben und zu lesen. Wichtig: Das Mobiltelefon darf stets nur bei ausgeschaltetem Motor bedient werden – auch im Stau. Andernfalls riskiert der Fahrer ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Bei den über 60-Jährigen nutzen nur 15 Prozent die Zeit im Stau für SMS. Sie überbrücken die Wartezeit gerne mit „Flirten“: Ein Drittel der Senioren nimmt im Stau Kontakt mit anderen Autofahren auf (31 Prozent).
Tipps für sicheres Fahren trotz Stau
„Mangelnde Konzentration im Straßenverkehr kann gefährlich werden“, sagt Frank Bärnhof. „Ist die Aufmerksamkeit nicht mehr zu 100 Prozent auf das Fahren gerichtet, steigt die Unfallgefahr.“ Auch wenn es nur im Schritttempo vorwärts geht, sollten Autofahrer auf den Verkehr achten: „Auch wer im Stau einen Unfall verursacht, weil er abgelenkt war, handelt grob fahrlässig.“ Der Vollkasko-Schutz steht dann auf dem Spiel, auch Bußgeld oder Punkte in Flensburg drohen. Frank Bärnhof gibt Tipps, wie Autofahrer sicher durch den Stau kommen:

  • Abstand zum Vordermann halten: Weil die Grenzen zwischen zäh fließendem Verkehr und Stau verschwimmen, sollte man immer genügend Abstand zum Vordermann halten. Denn der kann schnell mal abrupt bremsen. Damit auch die Nachfolger Acht geben, Warnblinkanlage nicht vergessen. „Wer die Lichtzeichen nicht nutzt, kann im Falle eines Auffahrunfalls für einen Teil des Schadens haftbar gemacht werden“, so Bärnhof.
  • Platz für Rettungsfahrzeuge lassen: Bei Stau auf mehrspurigen Straßen müssen Autofahrer eine Rettungsgasse bilden. Im Ernstfall können so Krankenwagen, Polizei sowie Bergungs- und Abschleppfahrzeuge schneller zur Unfallstelle vordringen. Neben Deutschland ist eine solche Gasse bereits in Österreich, der Schweiz, Tschechien und auch Slowenien Pflicht. Fahrer, die die Rettungsgasse blockieren, müssen mit einem Bußgeld von mindestens 20 Euro rechnen. Wichtig: Bei zwei- und vierspurigen Fahrbahnen muss in der Mitte Platz für Rettungsfahrzeuge gelassen werden. Was viele Autofahrer nicht wissen: „Bei dreispurigen Autobahnen liegt die Rettungsgasse zwischen der linken und der mittleren Spur“, so Bärnhof.
  • Bei langen Autofahrten Pausen nicht vergessen: Übermüdung erhöht die Unfallgefahr. Anzeichen sind zum Beispiel schwere Augenlider oder häufiges Blinzeln. „Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollte ausgeruht starten und alle zwei bis drei Stunden eine Pause machen“, rät Frank Bärnhof. Der Experte warnt davor, Staus zum Ausruhen oder Dösen zu nutzen: „Gerade bei stockendem oder zäh fließendem Verkehr ist die Unfallgefahr hoch. Hier ist die volle Aufmerksamkeit des Fahrers gefragt."
  • 1 Quelle: Repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt, März 2013. Bundesweit wurden 1.001 Personen befragt, die in diesem Jahr verreisen wollen. Angaben zum Zeitvertreib im Stau machten die Teilnehmer, die mit dem Auto in den Urlaub fahren und dabei auch längere Strecken zurücklegen. Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich.


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel