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Risikolebensversicherung und Steuern

COSMOS KONKRET – RISIKOLEBENSVERSICHERUNG
TEIL 4 VON 4

28.11.2016 - Versicherungstipp

  • Die Vorkehrungen zur Existenzsicherung sind vielfältig: 26 Prozent der Deutschen haben eine Risikolebensversicherung abgeschlossen, um ihre Angehörigen versorgt zu wissen, sollte ihnen etwas zustoßen.1
  • In einer vierteiligen Serie beantworten CosmosDirekt-Experten die wichtigsten Fragen rund um die Risikolebensversicherung.

Im vierten Teil der Serie „Cosmos Konkret“ erklärt Michael Greifenberg, Vorsorgeexperte von CosmosDirekt, wie Leistung und Beiträge der Risikolebensversicherung steuerlich behandelt werden: „Die Beiträge zur Risikolebensversicherung gelten als Vorsorgeaufwendungen und können damit als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Die Versicherungsleistung ist für den Empfänger erbschaftsteuerpflichtig. Jedoch steht jedem unbeschränkt Steuerpflichtigen ein Freibetrag zu, auf den keine Steuer anfällt. Bei entsprechender Vertragsgestaltung kann die Erbschaftsteuerpflicht auch entfallen.“

Beiträge steuerlich absetzbar
Grundsätzlich können die Beiträge zu einer Risikolebensversicherung als sogenannte sonstige Vorsorgeaufwendungen in der jährlichen Steuererklärung geltend gemacht werden. Arbeitnehmern steht hierfür pro Jahr ein Betrag von 1.900 Euro (3.800 Euro für Ehepaare) zur Verfügung.2 Freiberufler bzw. Selbstständige können bis zu 2.800 Euro an Sonderausgaben absetzen. Allerdings können die Beiträge nur insoweit steuerlich geltend gemacht werden, als die Höchstbeträge für sonstige Vorsorgeaufwendungen noch nicht durch die Beiträge zur gesetzlichen oder privaten Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft sind.

Versicherungsleistung steuerpflichtig
Kapitalleistungen aus Risikolebensversicherungsverträgen fallen nicht unter die Einkommensteuer, allerdings sind sie erbschaftsteuerpflichtig. Für Ehegatten, eingetragene Lebenspartnerschaften und Kinder gibt es relativ hohe Freibeträge von 500.000 bzw. 400.000 Euro. Dagegen haben unverheiratete Paare nur einen geringen Freibetrag von 20.000 Euro. Je nach Verwandtschaftsgrad und Höhe des erworbenen Vermögens bewegen sich die anzuwendenden Erbschaftsteuersätze zwischen 7 und 50 Prozent.

Risikolebensversicherung über Kreuz
In der Regel sind Versicherungsnehmer, versicherte Person und Beitragszahler ein und dieselbe Person: Das heißt, der Vertragsinhaber versichert sein eigenes Leben und bezahlt die Beiträge dafür. Bei dieser Vertragskonstellation fällt für den Leistungsempfänger Erbschaftsteuer an. Anders sieht es beim Versichern über Kreuz aus. Dabei versichern beispielsweise Paare oder Eheleute als Versicherungsnehmer nicht ihr eigenes Leben, sondern das des Partners. Zudem zahlt der Versicherungsnehmer die Beiträge und ist zugleich Bezugsberechtigter im Leistungsfall. Tritt der Versicherungsfall ein, wird die Versicherungssumme an den Versicherungsnehmer ausgezahlt und ist somit nicht erbschaftsteuerpflichtig.

  • 1 Bevölkerungsrepräsentative Studie „Wer, wenn nicht ich? – Verantwortung in Deutschland“ des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt. Im Juni 2016 wurden in Deutschland 2.000 Personen ab 18 Jahren befragt.

  • 2 Gilt auch für Beamte


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel