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5. Dezember - Tag des Ehrenamtes

Welchen Versicherungsschutz brauchen freiwillige Helfer?

01.12.2011 - Versicherungstipp

Am 5. Dezember ist Tag des Ehrenamtes. Mehr als 23 Millionen Menschen1 in Deutschland engagieren sich für die gute Sache. Doch ist auch jeder dieser freiwilligen Helfer bei seiner Tätigkeit ausreichend abgesichert? Worauf in puncto Versicherungsschutz zu achten ist, erklärt CosmosDirekt.

Sie trainieren im Fußballverein unentgeltlich den Nachwuchs, sind mit der freiwilligen Feuerwehr zur Stelle, wenn’s brennt, oder unterstützen Alte und Kranke in ihrem Alltag: Rund jeder Vierte in Deutschland ist ehrenamtlich tätig oder engagiert sich im Rahmen einer freiwilligen Tätigkeit für einen guten Zweck. Beim Einsatz für andere vergessen jedoch viele, an den eigenen Versicherungsschutz zu denken. Oft besteht auch Unsicherheit darüber, welche Tätigkeiten gesetzlich abgesichert sind und welche nicht.

Gesetzlicher Schutz im Ehrenamt

Gesetzlich versichert sind nur klassische Ehrenämter. Dazu zählen laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales beispielsweise regelmäßige Tätigkeiten als kommunale Mandatsträger, das Engagement in Immigranten-, Jugend- oder Seniorenbeiräten in der Gemeinde oder gewählte Elternvertretungen. Darüber hinaus sind Tätigkeiten abgesichert, die die Stadt oder die Gemeinde offiziell in Auftrag gegeben hat oder die mit deren Zustimmung erfolgen – etwa der Bau eines Kinderspielplatzes durch Anwohner oder die Renovierung des Klassenzimmers durch den Schulverein.

Abgesichert im freiwilligen Engagement

Sogenannte freiwillige Tätigkeiten (ohne Auftrag der Kommune), etwa die Mitarbeit in einer Selbsthilfegruppe oder das Vorlesen im Kindergarten, sind dagegen nicht automatisch abgesichert. „Ehrenamt ist nicht gleich Ehrenamt“, sagt daher Sandra Kniesigk, Versicherungsexpertin von CosmosDirekt. „Wer sich für andere engagiert, sollte sich genau erkundigen, ob für seine Tätigkeit ein gesetzlicher Schutz besteht oder ob er durch eine Sammelversicherung des Trägers geschützt ist.“ So verfügen Vereine und Initiativen, in denen sich Menschen unentgeltlich engagieren, häufig über eine Vereinshaftpflichtversicherung oder auch eine Gruppenunfallversicherung.

Mit der Unfallversicherung auf der sicheren Seite

Ehrenamtlich Tätige erfahren bei der Berufsgenossenschaft, ob sie durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sind²: Sie springt ein, falls sich der Ehrenamtliche verletzt, etwa bei einer Brandschutzübung, einem Rettungseinsatz oder auch auf dem direkten Weg dorthin. Der gesetzliche Schutz allein reicht jedoch oft nicht aus. „Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich in jedem Fall zusätzlich durch eine private Unfallversicherung schützen“, sagt Sandra Kniesigk. Ein großer Vorteil der privaten Absicherung: Im Gegensatz zur gesetzlichen gilt sie zu jeder Zeit und an jedem Ort – auch wenn der Helfer auf dem Weg zum Einsatzort einen kleinen Umweg macht.

Die Privat-Haftpflichtversicherung – Schutz vor Schadenersatz

Missgeschicke können schnell passieren. Auch im Ehrenamt kann einmal etwas zu Bruch gehen oder ein Dritter zu Schaden kommen. Daher gilt auch hier: Ehrenamtliche sollten sich erkundigen, ob bei möglichen Schäden ein Schutz für sie besteht. Vereine und Organisationen, die Ehrenamtliche beschäftigen, sollten ihre freiwilligen Helfer von der Haftung für Schäden durch Fahrlässigkeit freistellen. Es ist wichtig, dass für den Sportverein, die Selbsthilfegruppe oder auch die Umweltorganisation eine Betriebs- bzw. Vereinshaftpflichtversicherung besteht. „Eine private Absicherung ist dennoch unverzichtbar“, so Kniesigk. „Denn freiwillige Helfer, deren Tätigkeit nicht mit einer besonderen Verantwortung verbunden ist, schützt in der Regel eine Privat-Haftpflichtversicherung.“

  • 1 Bundesministerium für Arbeit und Soziales: „Unfallversichert im freiwilligen Engagement“

  • 2 Servicehotline der Berufsgenossenschaft: 01805 1888088 (12 Cent pro Minute)


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel