forsa-Umfrage: Die größten Sicherheitsprobleme im Straßenverkehr

17.10.2018 - Faktencheck

  • Für 43 Prozent der deutschen Autofahrer ist überhöhte Geschwindigkeit das mit Abstand größte Sicherheitsproblem im Straßenverkehr. Das belegt eine repräsentative forsa-Umfrage1 im Auftrag von CosmosDirekt.
  • Rasen ist nur eines von zahlreichen Risiken, die Autofahrer auf der Straße beunruhigen.
  • Frank Bärnhof, Kfz-Versicherungsexperte von CosmosDirekt, erläutert mögliche Gefahrenquellen und erklärt, wie Autofahrer sicher unterwegs sein können.

Dem Vordermann auf die Stoßstange rücken, am Steuer Smartphone-Nachrichten schreiben oder das Tempolimit ignorieren: Schlechte Angewohnheiten im Straßenverkehr werden von vielen unterschätzt. Denn sie können schnell zur Gefahr für einen selbst, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer werden und zu schweren Unfällen führen. Frank Bärnhof, Kfz-Versicherungsexperte von CosmosDirekt: „Meist bringen sich die Verkehrsteilnehmer durch ihr eigenes Verhalten in Gefahr. Jedem Autofahrer sollte klar sein: Wer gegen die Verkehrsregeln verstößt, gefährdet nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die der anderen.“ Der Versicherungsexperte erklärt, welches Verhalten deutsche Autofahrer als besonders riskant einschätzen und gibt Tipps für eine sichere Fahrt.

DIE GRÖßTEN SICHERHEITSPROBLEME IM STRAßENVERKEHR

  • Bleifuß – kein Kavaliersdelikt: 43 Prozent der deutschen Autofahrer halten zu schnelles Fahren für die mit Abstand größte Gefährdung im Straßenverkehr, so die forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland.
  • Auf Platz zwei: Egoisten am Steuer. Mehr als jeder vierte deutsche Autofahrer (28 Prozent) meint, dass ein rücksichtsloser Fahrstil besonders gefährlich für alle Beteiligten ist.
  • Freisprechanlage? Brauche ich nicht! Sich während der Fahrt von seinem Smartphone ablenken zu lassen, erhöht das Unfallrisiko: So sehen es 27 Prozent der Befragten – und schätzen Handy-Nutzung am Steuer als größtes Sicherheitsproblem ein. Frank Bärnhof: „Mit Handy am Ohr riskieren Autofahrer nicht nur ein Bußgeld, sondern können auch einen schweren Unfall verursachen. Schon eine kurze Ablenkung, wie das Lesen von Nachrichten, kann zur Gefahr werden.“
  • Sein Tipp für alle, die auch unterwegs nicht auf ihr Handy verzichten wollen: Mit Head-up-Displays, Freisprecheinrichtung oder Sprachsteuerung können Smartphones am Steuer sicher bedient werden.

KLEINES ÜBEL IM STRAßENVERKEHR – NICHT WENIGER GEFÄHRLICH

  • Mach Platz! Knapp jeder fünfte deutsche Autofahrer (19 Prozent) hält zu geringen Sicherheitsabstand bzw. dichtes Auffahren für das größte Sicherheitsrisiko. Frank Bärnhof: „Zu dichtes Auffahren kann schnell zu einem Auffahrunfall führen. Um dies zu vermeiden, sollte man immer vorausschauend fahren und einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum Vordermann einhalten.“
  • Auch Fahrradfahrer, die sich nicht an die Regeln halten, können die Sicherheit gefährden: 11 Prozent der Autofahrer sehen Radler in diesem Fall als größtes Sicherheitsproblem. Frank Bärnhof: „Vor dem Abbiegen unbedingt an den Schulterblick denken, damit man Fahrradfahrer mit ihrer schmalen Silhouette nicht im toten Winkel übersieht.“

Ergebnisse der forsa-Umfrage im Detail (Auszug)

Die größten Sicherheitsprobleme im Straßenverkehr:
Gesamt *)MännerFrauen18–29 30–44 45–59 60+

überhöhte Geschwindigkeit

43 %

40 %

47 %

27 %

41 %

44 %

52 %

Rücksichtslosigkeit/

Egoismus

28 %

26 %

30 %

23 %

28 %

31 %

28 %

Smartphone-Nutzung am Steuer

27 %

22 %

32 %

25 %

28 %

32 %

25 %

geringe Sicherheits-abstände/ dichtes Auffahren/ Drängelei

19 %

17 %

20 %

14 %

15 %

19 %

23 %

mangelnde Aufmerksamkeit/ Unachtsamkeit/ Ablenkung

18 %

15 %

20 %

26 %

20 %

16 %

14 %

Alkohol/Drogen

12 %

12 %

13 %

9 %

10 %

16 %

12 %

Fahrradfahrer (die Verkehrsregeln missachten)

11 %

11 %

12 %

12 %

10 %

11 %

12 %

LKW-/Transport-

verkehr

9 %

9 %

9 %

9 %

9 %

11 %

7 %

Überholmannöver/ riskantes Überholen

9 %

8 %

10 %

8 %

5 %

7 %

14 %

ungeübte Fahrer/ Anfänger/ fehlende Fahrpraxis

8 %

9 %

7 %

14 %

7 %

8 %

5 %

Rentner/Ältere

7 %

7 %

7 %

15 %

12 %

6 %

1 %

zu langsames Fahren/Schleichen

6 %

7 %

5 %

10 %

5 %

6 %

5 %

fehlendes Blinken/ Richtungs-/Spur-

wechsel anzeigen

5 %

4 %

6 %

4 %

3 %

5 %

7 %

Motorradfahrer (die sich durchschlängeln)

5 %

4 %

5 %

8 %

5 %

3 %

5 %

Straßenverhältnisse/-

führung

4 %

3 %

5 %

5 %

5 %

5 %

2 %

verwirrende/zu viel Beschilderung/ Verkehrsregeln

4 %

3 %

4 %

6 %

1 %

3 %

4 %

Missachtung des Rechtsfahrgebots

3 %

4 %

3 %

4 %

2 %

4 %

2 %

keine voraus-schauende/ mitdenkende Fahrweise

3 %

4 %

3 %

4 %

4 %

3 %

3 %

schlechte Sicht/ Wetterverhältnisse/ nicht dem Wetter angepasste Fahrweise

3 %

3 %

3 %

3 %

2 %

5 %

3 %

hohes Verkehrs-aufkommen

3 %

3 %

3 %

1 %

4 %

3 %

3 %

Baustellen

3 %

3 %

3 %

2 %

3 %

4 %

2 %

Fußgänger (die Verkehrsregeln missachten

3 %

3 %

2 %

3 %

1 %

3 %

3 %

  • *) Offene Abfrage, dargestellt sind Nennungen ab 3 Prozent

  • 1 Repräsentative Umfrage „Kfz-Sicherheit 2018“ des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt. Im April und Mai 2018 wurden 1.506 Autofahrer ab 18 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland befragt.


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel


Sabine Gemballa