Schulstart: Wie „Elterntaxis“ ihre Fahrgäste bei der Fahrt zur Schule am besten absichern

28.08.2018 - Versicherungstipp

  • Nach den Sommerferien startet das neue Schuljahr: Laut aktueller forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt werden 20 Prozent der Grundschüler mit dem Auto zum Unterricht gebracht.
  • Kfz-Versicherungsexperte Frank Bärnhof gibt Tipps für einen sicheren Schulweg mit dem Auto und erklärt, was zu beachten ist, wenn das „Elterntaxi“ zur Fahrgemeinschaft wird.

Pünktlich zum Schulstart zeigt sich überall in Deutschland stets das gleiche Bild: An den Schulen sammeln sich die Autos mit Eltern, die ihre kleinen ABC-Schützen hinbringen oder abholen. Jeder fünfte deutsche Grundschüler zwischen sechs und neun Jahren (20 Prozent) wird mit dem Pkw gebracht, zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage1 im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland. Frank Bärnhof, Kfz-Versicherungsexperte bei CosmosDirekt, erklärt, was Eltern bei der Beförderung eigener und fremder Kinder mit dem Pkw beachten sollten.

SICHERHEITSCHECK SCHÜTZT IM ERNSTFALL

Wer sitzt wo und sind alle angeschnallt? Vor der Fahrt sollten Eltern zunächst darauf achten, dass die Kindersitze stabil und kippsicher befestigt sind – idealerweise auf der Rückbank. Die Gurte müssen angelegt werden und dabei eng am Körper liegen. Die unterschiedlichen Bestimmungen für Alter und Größe kennt Frank Bärnhof: „Kinder müssen im Auto bis zum zwölften Geburtstag, falls sie kleiner sind als 1,50 Meter, grundsätzlich mit einem passenden Kindersitz gesichert werden. Danach genügt die Sicherung mit dem normalen Dreipunktgurt.“

VORSORGE SCHONT AUCH DEN GELDBEUTEL

Auf Nummer sicher gehen schützt nicht nur die Gesundheit bei Unfällen, sondern auch die Finanzen bei einer Kontrolle. Sind die Schulkinder nicht ordnungsgemäß gesichert, kann das teuer werden fürs elterliche Portemonnaie. 30 Euro Verwarngeld werden fällig, wenn der Nachwuchs nicht richtig gemäß Alter und Größe gesichert ist. Mit 60 Euro wird es doppelt so teuer, wenn Kinder ganz ohne Sicherung im Auto mitfahren, hinzu kommt außerdem ein Punkt in Flensburg. Sind mehrere Kinder im Auto nicht ordnungsgemäß gesichert, erhöht sich die Strafe nochmal um zehn Euro.2

KLEINER SPAZIERGANG FÜR MEHR SICHERHEIT

„Überall parkende Elterntaxis!“ Gerade wenn „Taxi-Schüler“ zeitgleich zum Unterricht gebracht werden, stauen sich die Wege vor der Schule. Schnell können dabei Fußgänger, Radfahrer oder andere Schüler übersehen werden. Frank Bärnhof rät Autofahrern daher vor Schulen zu erhöhter Aufmerksamkeit und Achtsamkeit: „Vor allem gilt es, Rettungswege wie Feuerwehrzufahrten oder Gehwege freizuhalten. Ist kein Parkplatz direkt vor dem Schultor verfügbar, ist es für Eltern empfehlenswert, ihren Wagen etwas entfernter abzustellen und zum Eingang zu laufen. So kommen alle Schulkinder und auch andere Verkehrsteilnehmer sicher ans Ziel – und es bildet sich kein Stau vor der Schule.“

ABGESICHERT – AUCH BEI FAHRGEMEINSCHAFTEN

Sollte es auf dem Schulweg doch einmal zu einem Zusammenstoß kommen, greift in Deutschland die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtpolice. „Bei einem Unfall sind die eigenen Mitfahrer, der Unfallgegner und dessen Mitfahrer durch die Kfz-Haftpflicht des Unfallverursachers abgesichert. Auch die Kinder, die bei einer Fahrgemeinschaft mitgenommen werden, verfügen somit über einen Versicherungsschutz”, so Frank Bärnhof. Aber: „Die Kfz-Haftpflichtversicherung schützt nicht den Unfallverursacher selbst. In diesem Fall würde eine private Unfallversicherung einspringen.“

  • 1 Repräsentative Umfrage "Schulweg" des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt. Im April und Mai 2018 wurden 502 Eltern von Kindern zwischen 6 und 9 Jahren befragt.

  • 2 Bußgeldkatalog zur Anschnallpflicht


Weitere Informationen zum Thema

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann empfehlen Sie ihn gerne weiter!


Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel


Susanne Paul