Tierschäden am Auto: Welche Vorsorge im Ernstfall hilft

08.11.2018 - Versicherungstipp

  • Jeder dritte Autofahrer (31 Prozent) hatte schon einmal einen Schaden durch einen Marderbiss. Das zeigt eine forsa-Umfrage1 im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland.
  • Doch auch Verunreinigungen durch Insekten und Vögel (18 und 16 Prozent) oder die Kollision mit Haarwild (21 Prozent) können kleinere bis größere Schäden am eigenen Wagen verursachen.
  • Wie sich Autofahrer schützen können und wer im Schadensfall die Kosten übernimmt, erklärt Kfz-Versicherungsexperte Frank Bärnhof.

Angeknabbertes Isoliermaterial, demolierter Autolack, verunreinigte
Scheiben und Scheinwerfer oder gar eine eingedrückte Stoßstange: Die
Schäden, die Tiere wie Wild, Vögel und Insekten am Fahrzeug anrichten können,
sind vielfältig – und können Autobesitzer mitunter eine große Portion Nerven und
Geld kosten. Mit welchen Vorsorgemaßnahmen der Fahrspaß ungetrübt bleibt
und was es im Schadensfall zu beachten gilt, erklärt CosmosDirekt-Experte
Frank Bärnhof.

SCHÄDEN DURCH VÖGEL UND INSEKTEN

Die Hinterlassenschaften von Vögeln auf dem eigenen Wagen sind nicht nur
unschön anzusehen – die ätzende Wirkung kann auch sichtbare Schäden auf
dem Autolack hinterlassen. So haben 16 Prozent der Befragten schon einmal
Lackschäden durch Vogelkot am Auto entdecken müssen, 18 Prozent hatten
Beschädigungen oder Verunreinigungen der Lackierung durch Insekten.
„Lackschäden, die durch Vogelkot oder Insektenreste verursacht wurden, werden
nicht von der Teil- bzw. Vollkaskoversicherung übernommen“
, erklärt Frank
Bärnhof
. Daher sollten Autobesitzer starke Verunreinigungen am besten immer
direkt entfernen. Hat man nicht die Möglichkeit, sein Fahrzeug in einer Garage
abzustellen, kann man das Auto auch mit einer entsprechenden Abdeckplane
schützen. Auch das regelmäßige Auftragen einer Wachsschicht nach der
Fahrzeugreinigung kann als Schutzmaßnahme dienen.

ACHTUNG, KOLLISION MIT TIEREN

Besonders in der kälteren Jahreszeit, wenn Reh, Fuchs und Co. in der
Dämmerung auf Nahrungssuche gehen, ist verstärkt mit Wildwechsel zu rechnen.
So hatte jeder fünfte befragte Autofahrer (21 Prozent) bereits einen Schaden am
Auto, der durch die Kollision mit Haarwild verursacht wurde. Frank Bärnhof
weiß, dass der beste Schutz gegen die teils folgenschweren Wildunfälle noch
immer das vorausschauende Fahren und ein erhöhtes Gefahrenbewusstsein ist:
„Vor allem auf Landstraßen, entlang von Feldrändern und Waldgrenzen, sollten
Autofahrer die Geschwindigkeit anpassen und die Aufmerksamkeit erhöhen.“
Bei
einer Kollision mit dem Haarwild kommt in der Regel die Teilkaskoversicherung
für die Reparaturkosten auf. Sie deckt die Schäden am eigenen Fahrzeug ab, die
durch den Wildunfall entstanden sind. Aber Achtung: Nicht alle Zusammenstöße
mit größeren Tieren werden übernommen. Der CosmosDirekt-Experte betont:
„Unfälle mit Rindern, Pferden, Schafen oder Ziegen sind nicht durch jede
Teilkasko abgedeckt. Versicherte sollten deshalb prüfen, wann ihre Police greift.
Gut geschützt sind sie mit einem erweiterten Wildschaden-Schutz, der beim
Zusammenstoß mit Tieren aller Art greift.“

WENN DER MARDER ZUBEISST

Mit ihren scharfen Zähnen haben Marder bereits bei jedem dritten Autofahrer (31
Prozent) für Schäden am Auto gesorgt. „Vor allem in den kälteren Monaten des
Jahres sollten Autofahrer regelmäßig einen prüfenden Blick unter die Motorhaube
werfen, um einen Marderbesuch frühzeitig zu erkennen“
, empfiehlt Frank
Bärnhof
. „Liegt der Verdacht nahe, dass ein Tier bereits im Motorraum gewütet
hat, sorgt ein gezielter Check des Isoliermaterials, der Strom- und Zündkabel
sowie Kühlwasser- und Scheibenwischerschläuche für Klarheit“
, so der Experte.
Die Schäden an Kabeln sind meist über eine Teilkaskoversicherung abgedeckt.
Dagegen können weitere Folgeschäden, wie etwa ein vom Marderbiss
lahmgelegter Katalysator, auf Kosten der Autobesitzer gehen, sofern sie nicht
vorab die Leistungen ihrer Teilkaskoversicherung genau geprüft haben. Frank
Bärnhof
: „Wer eine Teilkaskopolice abschließt, sollte daher genau darauf achten,
dass möglichst alle Reparaturkosten gedeckt sind, die durch einen Marderbiss
entstehen können.“

  • 1 Repräsentative Umfrage „Kfz-Sicherheit 2018“ des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt. Im April und Mai 2018 wurden 1.506 Autofahrer ab 18 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland befragt.


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel


Sabine Gemballa