Vorsorge für den Ernstfall? So sichern Deutsche ihre Existenz

12.02.2019 - Faktencheck

  • Die private Haftpflichtversicherung (81 Prozent) und
    Hausratversicherung (74 Prozent) sind die beliebtesten freiwilligen
    Versicherungen. Das ergab eine forsa-Umfrage1 im Auftrag von
    CosmosDirekt.
  • Für das Risiko des eigenen Todes hat nur jeder sechste Deutsche (16
    Prozent) eine Risikolebensversicherung abgeschlossen.
  • CosmosDirekt hat unterschiedliche Vorsorgemaßnahmen der
    Deutschen in allen Lebensbereichen untersucht – und erklärt, warum
    insbesondere die Risikolebensversicherung eine wichtige Rolle spielt.

Unvorhergesehene Schicksalsereignisse wie ein Todesfall oder
Einschränkungen der Gesundheit können plötzlich das Leben von heute auf
morgen ändern. Die finanziellen Absicherungsmöglichkeiten für derartige Risiken
sind vielfältig – und teilweise unverzichtbar, denn schnell können Unglücksfälle
zur Existenzfrage werden. Die repräsentative forsa-Studie „Sorge und Vorsorge
der Deutschen“ im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der
Generali in Deutschland, zeigt, mit welchen Versicherungen die Deutschen
vorsorgen.

FINANZIELLE VORSORGE FÜR DIE LIEBSTEN

Das Wohl der eigenen Familie steht über allem – darin sind sich die meisten
Deutschen einig. Bei einem Schicksalsschlag kann eine unzureichende
Existenzsicherung für die Angehörigen zu einem Problem werden. Und zwar
dann, wenn der Verlust eines Menschen die Familie auch in finanzielle
Schwierigkeiten bringt. Um seine Liebsten abzusichern, treffen die Bundesbürger
unterschiedliche Vorsorgemaßnahmen: Jeder fünfte Deutsche (20 Prozent)
besitzt eine Kapitallebensversicherung, jeder sechste Deutsche (16 Prozent) eine
Risikolebensversicherung. Insbesondere Eltern minderjähriger Kinder denken an
die Hinterbliebenenabsicherung durch eine Kapitallebens- oder
Risikolebensversicherung (je 31 Prozent). 12 Prozent der Deutschen haben
außerdem eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen. „Damit die Familie durch
einen Todesfall nicht auch noch in finanzielle Nöte gerät, ist eine entsprechende
Vorsorge von wichtiger Bedeutung“
, sagt Karina Hauser, Vorsorgeexpertin bei
CosmosDirekt
: „Eine Risikolebensversicherung kann in einem solchen Fall
zumindest für finanzielle Sicherheit sorgen. Wichtig dabei ist, dass beide Partner
abgesichert sind und der Schutz in ausreichender Höhe besteht.“
Eine
bedarfsgerechte Absicherung hängt meist von mehreren Faktoren ab, so zum
Beispiel der individuellen Lebenssituation, den bestehenden Verbindlichkeiten
und den laufenden Kosten.

RICHTIG ABGESICHERT IM KRANKHEITSFALL

Ganz egal, ob jung oder alt, ob für die berufliche Leistung, ein glückliches
Familienleben oder das eigene Wohlbefinden – leidet die eigene Gesundheit,
leidet das ganze Leben. So können ein plötzlicher Unfall oder eine schwere
Krankheit das Leben beeinträchtigen. Um sich gegen solche Risiken
abzusichern, hat knapp die Hälfte aller Deutschen (47 Prozent) eine private
Unfallversicherung abgeschlossen, 26 Prozent der Befragten besitzen eine
Berufsunfähigkeitsversicherung. Um in puncto Gesundheitskosten beim Arzt,
Zahnarzt oder im Krankheitsfall bei Auslandsreisen nicht selbst tief in die Tasche
greifen zu müssen, sorgt rund ein Drittel aller Deutschen mit einer
Krankenzusatzversicherung (27 Prozent), einer Zahnzusatz- (32 Prozent) und
Reisekrankenpolice (38 Prozent) vor.

RUNDUM ABGESICHERT BEI SACH- UND PERSONENSCHÄDEN

Ein Missgeschick ist schnell passiert und kann unter Umständen große Folgen
nach sich ziehen und zu einer finanziellen Belastung werden. Denn wer einem
anderen schuldhaft einen Schaden zufügt, ist gesetzlich verpflichtet, Ersatz zu
leisten. Unbegrenzt und ein Leben lang. Daher zählt die private
Haftpflichtversicherung zu den wichtigsten Absicherungen überhaupt. Laut forsa-
Umfrage hat die Mehrheit der Deutschen (81 Prozent) gegen dieses Risiko
vorgesorgt. Gegen weitere mögliche Risiken haben die Bundesbürger folgende
Absicherung getroffen: 74 Prozent haben eine Hausratversicherung
abgeschlossen. Insbesondere die über 60-Jährigen (89 Prozent) sowie
Eigenheimbesitzer (83 Prozent) schützen ihre Habseligkeiten damit. Nicht nur in
den eigenen vier Wänden, auch im Straßenverkehr geht die Mehrheit (71
Prozent) auf Nummer sicher und besitzt eine Autoversicherung.

Es haben folgende Versicherungen gegen mögliche persönliche Risiken
abgeschlossen:

Ges.

M

W

18–29 Jahre

30–44 Jahre

45–59 Jahre

+60 Jahre

Private Haftpflicht-

versicherung

81 %

83 %

80 %

67 %

82 %

85 %

86 %

Hausratversicherung

74 %

74 %

73 %

44 %

68 %

79 %

89 %

Autoversicherung

71 %

75 %

68 %

53 %

69 %

77 %

78 %

Rechtsschutz-
versicherung

52 %

56 %

49 %

34 %

47 %

61 %

58 %

Private Unfall-
versicherung

47 %

50 %

45 %

29 %

56 %

57 %

44 %

Reisekranken-
versicherung

38 %

38 %

38 %

38 %

38 %

39 %

37 %

Private Renten-
versicherung

33 %

36 %

31 %

31 %

48 %

48 %

13 %

Zahnzusatz-
versicherung

32 %

31 %

34 %

22 %

34 %

34 %

35 %

Krankenzusatz-
versicherung

27 %

28 %

25 %

16 %

26 %

29 %

30 %

Berufsunfähigkeits-
versicherung

26 %

32 %

21 %

34 %

45 %

34 %

4 %

Kapitallebens-
versicherung

20 %

23 %

17 %

4 %

27 %

35 %

12 %

Risikolebens-
versicherung

16 %

18 %

14 %

7 %

22 %

27 %

8 %

Sterbegeld-
versicherung

12 %

13 %

12 %

1 %

5 %

12 %

24 %

Motorradversicherung

5 %

8 %

2 %

4 %

5 %

8 %

3 %

Kindererwerbs-
unfähigkeits-
versicherung

3 %

2 %

4 %

0 %

7 %

4 %

2 %

keine, weiß nicht

6 %

6 %

6 %

16 %

5 %

3 %

3 %


Weitere Informationen zum Thema
  • 1 Bevölkerungsrepräsentative Umfrage „Sorge und Vorsorge der Deutschen“ des
    Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt. Im Oktober 2018 wurden in Deutschland 1.506 Personen ab 18 Jahren befragt.