Wildunfall: Richtig absichern für den Ernstfall

08.11.2017 - Versicherungstipp

  • Noch nie wurden so viele Wildunfälle gemeldet wie im Jahr 2016.
  • Wie Autofahrer den Zusammenstoß mit Wildtieren vermeiden, was im Ernstfall zu tun ist und welche Versicherung hilft, erklärt Frank Bärnhof, Kfz-Versicherungsexperte von CosmosDirekt.

Rechnerisch gesehen kommt es auf deutschen Straßen täglich zu mehr als 720 Wildunfällen. Das ist die traurige Rekordbilanz des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für das Jahr 2016.1 Damit stieg die Zahl der Unfälle mit Rehen, Wildschweinen und anderem Wild im Vergleich zu 2015 von 263.000 auf 264.000 an. Wie sich ein Zusammenstoß vermeiden lässt und welche Versicherung im Fall eines Wildunfalls einspringt, erklärt Frank Bärnhof, Versicherungsexperte von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland.

Wie man Wildunfälle vermeiden kann
Gerade im Herbst, wenn die Tiere in den Feldern weniger Nahrung und Deckung finden, kreuzen sie Straßen besonders häufig. Dann ist in der Nähe von Wald und Feldern Vorsicht geboten – vor allem in der Dunkelheit oder bei Dämmerung. Um rechtzeitig reagieren zu können, empfiehlt Frank Bärnhof, die Geschwindigkeit zu reduzieren und vorausschauend zu fahren: „Bleiben Tiere reglos auf der Fahrbahn stehen, empfiehlt es sich, kontrolliert zu bremsen, abzublenden und zu hupen, um sie zu vertreiben.“

Wenn der Zusammenstoß unvermeidbar ist
Bleibt das Tier trotz Licht und Hupe reglos auf der Fahrbahn stehen und der Bremsweg ist zu lang: „Dann hilft nur noch, das Lenkrad festzuhalten und möglichst geradeaus zu fahren. Von Ausweichmanövern ist dagegen abzuraten: Zwar können sie die Tiere retten – für den Menschen aber bergen sie das Risiko eines noch gefährlicheren Zusammenstoßes, etwa mit einem entgegenkommenden Fahrzeug oder einem Baum“, sagt Frank Bärnhof.

Auf der sicheren Seite mit dem Wildschaden-Schutz
Ist es zu einem Wildunfall gekommen, springt die Teilkaskoversicherung ein: Sie kommt für Schäden am eigenen Auto auf, wenn sie durch eine Kollision mit sogenanntem Haarwild – also Wildschweinen, Rehen, Hirschen, Füchsen oder Hasen – entstanden sind. Unfälle mit Rindern, Pferden, Schafen oder Ziegen sind jedoch nicht durch jede Teilkasko abgedeckt. „Versicherte sollten nachprüfen, wann ihre Police greift“, rät Frank Bärnhof. „Gut geschützt sind sie mit einem erweiterten Wildschaden-Schutz, der beim Zusammenstoß mit Tieren aller Art greift.“

Richtig handeln nach einem Wildunfall

  • Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage einschalten und Warndreieck aufstellen.
  • Polizei benachrichtigen.
  • Verletztes oder getötetes Tier nicht anfassen.
  • Wildunfallbescheinigung für die Versicherung ausstellen lassen, entweder vom Förster oder Jagdpächter.
  • Versicherung informieren: Fotos von Unfallort, Tier und Fahrzeug unterstützen die rasche Schadensregulierung.

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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel