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Zum Christopher Street Day 2012: Versicherungstipps für gleichgeschlechtliche Paare

28.06.2012 - Versicherungstipp

Christopher Street Day

Bildquelle: iStockphoto-Thinkstock

Der Sommer wird bunt: Tausende von Menschen feiern in 2012 wieder den Christopher Street Day. Laut Mikrozensus 2010 leben in Deutschland rund 63.000 gleichgeschlechtliche Paare zusammen in einem gemeinsamen Haushalt. 23.000 von ihnen haben eine Lebenspartnerschaft geschlossen.1 Den Partner und sich selbst abzusichern, ist für viele von ihnen besonders wichtig. Versicherungstipps für homosexuelle Paare gibt CosmosDirekt.

Ob in Köln am 8. Juli oder in Hamburg und Wiesbaden am 4. August – an fast jedem Sommerwochenende findet in Deutschland ein Christopher Street Day, kurz CSD, statt. Bei den schrill-bunten Paraden engagieren sich viele Singles, aber auch gleichgeschlechtliche Paare, gemeinsam für mehr Toleranz und die Vielfalt von Beziehungen. Zurück im Alltag mischt sich dann wieder Grau ins Bunte, denn homosexuelle Paare stehen vor genauso vielen Herausforderungen wie jedes andere Paar. Gerade wenn es um die Absicherung des Partners, die Altersvorsorge oder gemeinsame Versicherungen geht, herrscht vielerorts Unsicherheit.

Tipp: Verträge zusammenlegen

Für gleichgeschlechtliche Paare, die einen gemeinsamen Haushalt führen, lohnt es sich, Versicherungen zusammenzulegen und günstige Tarife zu nutzen. Unabhängig davon, ob eine eingetragene Lebenspartnerschaft besteht oder nicht, ist beispielsweise nur eine Hausratversicherung notwendig. Wichtig ist nur, dass die Versicherungssumme bei der Bündelung der Verträge an die Größe des gemeinsamen Hausstandes angepasst wird. Bei Haftpflicht-, Reise- und Unfallversicherungen können zusammenlebende Paare in der Regel Paar- oder Fami-lientarife nutzen und damit bares Geld sparen.

Tipp: Partner absichern

Seit 2005 haben auch Paare mit eingetragener Lebenspartnerschaft Anspruch auf eine gesetzliche Hinterbliebenenrente, falls der Partner stirbt. Doch diese reicht im Ernstfall meist nicht aus. Daher ist eine Risiko-Lebensversicherung praktisch Pflicht, sofern ein Partner wirtschaftlich abhängig ist oder ein Kredit finanziert werden muss. Die Versicherungssumme sollte sich am Drei- bis Fünffachen des aktuellen Jahresbruttogehalts des Hauptverdieners orientieren.

Für Männer und Frauen mit eingetragener Lebenspartnerschaft gilt für die Leistungen aus der Risiko-Lebensversicherung dasselbe Erbrecht wie für Ehepaare, das heißt der Steuerfreibetrag liegt bei 500.000 Euro. Nicht so bei Paaren, die keine Partnerschaft geschlossen haben. Hier dürfen so wie bei anderen Paaren in „wilder Ehe“ nur 20.000 Euro ohne Erbschaftssteuer vererbt werden.

Wer seine Partnerschaft nicht offiziell bestätigt hat, sollte bei Abschluss des Risikoschutzes daher das Bezugsrecht besonders aufmerksam hinterfragen und Verträge unbedingt über Kreuz abschließen: Ist ein Partner Ver-sicherungsnehmer, Bezugsberechtigter und Beitragszahler, und der Partner die versicherte Person, fällt die Versicherungssumme im Ernstfall nicht unter die Erbschaftssteuerpflicht.

Tipp: Vorsorge gemeinsam planen

Die Bedeutung privater Altersvorsorge wird mit Blick auf die sinkende gesetzliche Rente für alle Bundesbürger immer wichtiger. Grundsätzlich gilt: Damit beide Partner im Alter umfassend abgesichert sind, sollten Paare ihre Altersvorsorge zwar miteinander abstimmen, jedoch eigene Verträge abschließen. Ein Mix verschiedener Produkte ist dabei sinnvoll.

Als guter Einstieg in die langfristige Altersvorsorge gelten zum Beispiel Riester-Versicherungen, die eine attraktive staatliche Förderung beinhalten. Auch flexible Vorsorgelösungen, mit denen je nach Lebenslage mal mehr, mal weniger gespart werden kann, bieten sich an. Wer eine Hinterbliebenenabsicherung zur Altersvorsorge vereinbaren möchte, sollte die jeweiligen Versicherungsbedingungen genau lesen. Staatlich geförderte Lösungen bieten diesen Schutz meist nur für Ehepaare.

Tipp: Bei Trauung im Ausland umfassend informieren

Die Rechte und Pflichten gleichgeschlechtlicher Paare unterscheiden sich von Land zu Land. So ist zum Beispiel die Heirat zwischen zwei Frauen oder zwei Männern in Norwegen und Schweden der klassischen Ehe komplett gleichgestellt. Wer im Ausland den Bund fürs Leben geschlossen hat, erfährt beim zuständigen Standesamt, welche Rechte in Deutschland anerkannt werden, und welche nicht.


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel