Das Wichtigste in Kürze zur Aktivrente
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Aktivrente: Was ist das?
Die Aktivrente ist ein neues Modell, mit dem die Bundesregierung einen Anreiz schaffen möchte, länger im Erwerbsleben zu bleiben. Die Aktivrente ist ein Baustein, mit dem das deutsche Rentensystem an die demografischen Veränderungen angepasst werden soll.
Das Gesetz zur Aktivrente sieht vor, dass Personen, die über die gesetzliche Regelaltersgrenze hinaus arbeiten, monatlich bis zu 2.000 Euro steuerfrei dazuverdienen dürfen.
Was erhofft man sich von der Aktivrente?
Von der Aktivrente mit 2.000 Euro Steuerfreibetrag erhofft sich die Politik:
- Verlängerung der Erwerbstätigkeit und damit eine Stärkung des Arbeitsmarktes, da Fachkräfte länger im Berufsleben blieben.
- Entlastung der Rentenkasse, da arbeitende Rentner weiterhin in die Rentenkasse einzahlen und ein vorgezogener Rentenbeginn weniger attraktiv werden soll.
- Soziale Effekte, da Ältere nicht nur finanziell von ihrer Arbeit, sondern auch von sozialen Kontakten und gesellschaftlicher Teilhabe profitieren.
Wie funktioniert die Aktivrente?
- Personen, welche die gesetzliche Regelaltersgrenze erreicht haben, dürfen zusätzlich zu ihrer Rente bis zu 2.000 Euro steuerfrei monatlich dazuverdienen. Die Grenze von 2.000 Euro gilt pro Monat. Ungenutzte Freibeträge können nicht in den Folgemonat übertragen werden.
- Regelaltersgrenze: Das reguläre Renteneintrittsalter muss erreicht sein. Personen in einer vorgezogenen Altersrente (z. B. "Rente mit 63") sind bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze ausgeschlossen.
- Die Aktivrente ist freiwillig. Laut dem Statistischen Bundesamt arbeiten 13 % der Rentner zwischen 65 und 74 Jahren1.
- Sozialabgaben (Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung) müssen bei der Aktivrente weiter gezahlt werden.
- Rentenversicherung: Der Arbeitgeber zahlt weiterhin den vollen Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung. Arbeitnehmer können freiwillig eigene Beiträge leisten, um ihre zukünftige Rente weiter zu erhöhen.
- Arbeitslosenversicherung: Rentner, die über der Regelaltersgrenze arbeiten, zahlen keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.
- Keine Rentenkürzung: Die reguläre Altersrente wird durch den Aktivrenten-Verdienst nicht gemindert.
- Kein Antrag nötig: Beschäftigte müssen die Aktivrente nicht extra beim Finanzamt beantragen.
- Automatische Abrechnung: Der Arbeitgeber berücksichtigt den Freibetrag automatisch direkt beim monatlichen Lohnsteuerabzug.
Wer kann die Aktivrente nutzen? Und wer nicht?
Die Aktivrente gilt nur für sozialversicherungspflichtige Beschäftigte über der Regelaltersgrenze.
Die Aktivrente kann nicht genutzt werden von:
- Selbstständigen
- Freiberuflern
- Beamten
- Reinen Minijobbern
Häufige Fragen zur Aktivrente
Muss man mit der Aktivrente länger arbeiten?
Muss man mit der Aktivrente länger arbeiten?
Nein, die Aktivrente ist freiwillig. Sie ermöglicht Rentnern nach dem regulären Renteneintritt bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuzuverdienen.
Bleibt der gesetzliche Rentenanspruch mit der Aktivrente ungekürzt?
Bleibt der gesetzliche Rentenanspruch mit der Aktivrente ungekürzt?
Ja, die gesetzliche Rente bleibt davon unberührt.
Im Gegenteil: Mit Inanspruchnahme der Aktivrente kannst Du noch nach Renteneintritt in die gesetzliche Rente einzahlen und könntest später von höheren Auszahlungen profitieren.
Ist die Aktivrente auch für Selbstständige und Beamte?
Ist die Aktivrente auch für Selbstständige und Beamte?
Nein, für Selbstständige und Beamte ist die Aktivrente nicht möglich.
Aktivrente: Ab wann gibt es sie?
Aktivrente: Ab wann gibt es sie?
Die Aktivrente gibt es seit dem 1. Januar 2026.
Wird die Aktivrente direkt bei der Lohnabrechnung berücksichtigt?
Wird die Aktivrente direkt bei der Lohnabrechnung berücksichtigt?
Beschäftigte müssen die Aktivrente nicht extra beim Finanzamt beantragen.
Der Arbeitgeber berücksichtigt den Freibetrag automatisch direkt beim monatlichen Lohnsteuerabzug.
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Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/10/PD24_N050_12_13.html
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