Eine Fami­li­en­un­fall­ver­si­che­rung

Schutz für Groß und Klein


Die Ratgeber bieten allgemeine Informationen. Produktdetails finden Sie hier.


Kleinere Unfälle gehören zum Familien­alltag. Eine private Unfallversicherung sorgt für den Fall vor, dass eine dauerhafte Schädigung zurückbleibt. Versicherer bieten unterschiedliche Tarife in der privaten Unfall­versicherung an und viele geben Rabatte für mit­versicherte Partner und Kinder. Jede Familie kann damit den Versicherungs­schutz wählen, der am besten zur persönlichen Situation passt. Alles Weitere zur Familien­unfall­versicherung erfahren Sie im Ratgeber.

Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklä­rung
Versicherungspolice

Meint den Versicherungsschein, der dem Versicherungsnehmer übergeben wird. Die Police ist eine Urkunde, die genau aufführt, bei welchen Schadenfällen der Versicherer welche Leistungen erbringt.


Ein Sturz vom Klettergerüst, eine Verbrühung mit heißem Tee oder eine verbrannte Handfläche, weil das Kind auf die Herdplatte fasste. Diese und ähnliche Unfälle passieren schnell – gerade wenn die eigenen Kinder noch klein sind. Aber auch Erwachsene sind nicht gegen Verletzungen durch Stürze, Schnitte oder Quetschungen gefeit. Insbesondere beim Sport und in der Freizeit passieren die meisten Unfälle. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geht davon aus, dass deutschlandweit alle sechs Sekunden ein Heim- oder Freizeitunfall geschieht.

Unfallstatistik 2015
Unfall­ka­te­gorie
Unfall­ver­letzteTödliche Unfälle

Arbeit

0,99 Mio.

480

Verkehr

0,39 Mio.

3.633

Schule

1,30 Mio.

21

Hausbereich

3,15 Mio.

9.816

Freizeit

3,89 Mio.

10.628

Gesamt

9,73 Mio.

24.578

  • Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
    Link: https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Fakten/Unfallstatistik-2015.pdf?__blob=publicationFile&v=7


Warum eine private Unfall­ver­si­che­rung für die ganze Familie abschließen?

Kinder, sind nur während des Aufenthalts in einer Lernstätte, zum Beispiel Kindergarten, Schule oder Universität, durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Dies gilt auch für den direkten Hin- und Rückweg nach Hause. Auch bei den Eltern greift die gesetzliche Absicherung nur für die Arbeitszeit und den unmittelbaren Weg zur Arbeit sowie für den Rückweg von der Arbeit. Unfälle in der Freizeit berücksichtigt die gesetzliche Unfallversicherung nicht.

Wer keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, der ist folglich auch nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Bleibt ein Elternteil dauerhaft zu Hause, um für die Kinder zu sorgen, ist der Erziehungsberechtigte ebenso wenig geschützt wie die kleinen Kinder, die noch keine staatlich anerkannte Einrichtung besuchen.

Aus den genannten Gründen stellt die private Unfallversicherung für jede Familie eine sinnvolle Ergänzung der gesetzlichen Absicherung dar. Nur mit ihr lassen sich Unfälle, die in der Freizeit passieren, absichern. Doch der private Unfallschutz gilt sogar rund um die Uhr, also auch während der Arbeitszeit oder wenn sich die Kinder im Kindergarten oder in der Schule aufhalten. Sollte es hier zu einem Unfall mit schwerwiegenden Folgen kommen, zahlt die gesetzliche Unfallversicherung erst ab einem Invaliditätsgrad von 20 Prozent. Bei einer privaten Unfallversicherung haben Sie meist bereits bei einem Prozent Invalidität Anspruch auf Auszahlung einer entsprechenden Leistung.


Welche Leis­tungen muss die Fami­li­en­un­fall­ver­si­che­rung beinhalten?

Die Familienunfallversicherung versichert die Familie gegen die finanziellen Folgen von Invalidität oder Behinderung. Voraussetzung ist, dass dies auf einen Unfall zurückzuführen ist.

Ein Unfall ist ein Ereignis, das plötzlich, von außen und unerwartet auf den Körper einer Person einwirkt und dabei un­frei­willige Gesund­heits­schäden hervorruft.

Sachschäden sind dadurch ebenso wenig versichert wie Unfälle infolge bestimmter Geistes- oder Bewusstseinsstörungen. Damit die Familie durch die Unfallversicherung ausreichend geschützt wird, müssen die Leistungen sowohl dem jeweiligen Risikopotenzial als auch dem eigenen Sicherheitsbedürfnis entsprechen.

Unfall­schutz nach Bedarf

Die Versicherer bieten unterschiedliche Unfall-Tarife an. Jede Familie kann damit den Unfallschutz wählen, der am besten zur persönlichen Situation passt. Neben einem Basis-Schutz mit einer Invaliditätsleistung oder Unfallrente können Sie auch weitere Leistungen wie Krankenhaustage- und Genesungsgeld oder kosmetische Operationen einschließen. So können Sie Ihre Familien­unfall­versicherung zum Beispiel mit einem Unfall-Assistenten ergänzen, damit Sie im Falle einer dauerhaften Beeinträchtigung bei der Haushaltsführung oder Kinderbetreuung unterstützt werden.

Tarife der Fami­li­en­un­fall­ver­si­che­rung von Cosmos­Di­rekt in der Übersicht

Ihre Leistungen
BasisComfortComfort PLUS
Bergungskosten bei unfallbedingter Bergungbis 5.000 €bis 10.000 €bis 10.000 €
Geringere Berücksichtigung bei Vorerkrankungenbis unter 25 %bis unter 40 %bis unter 40 %
Frist zur ärztlichen Feststellung/Meldung einer Invalidität nach Unfall18 Monate24 Monate24 Monate
Für Kinder zusätzlich: Leistung bei Vergiftungen bis zur Vollendung10. Lebensjahr14. Lebensjahr114. Lebensjahr1
25 % Mehrleistung bei Unfällen in einem bei uns versicherten Pkw
Leistung bei Unfällen durch Herzinfarkt, Schlaganfall, verordnete Medikamente
Leistung bei tauchtypischen Gesundheitsschäden
Leistung bei Ertrinken und Ersticken unter Wasser sowie Erfrierungen
Einmalige Sofortleistung bei bestimmten schweren Verletzungen5.000 €5.000 €
Kosmetische Operationenbis 5.000 €bis 5.000 €
Für Kinder zusätzlich: Rooming in50 € pro Tag50 € pro Tag
Verbesserte Gliedertaxe
Leistung bei Infektionen durch Zeckenbiss (Borreliose, FSME)
Leistung bei Infektionskrankheiten
Unfall-Assistent
Unterbringung im Ein-/Zweibettzimmer
Krankenhaustage- und Genesungsgeld bei ambulanten Operationen
Reha-Beihilfe1.000 €

Welt­weiter Schutz

Neben der Absicherung rund um die Uhr schützt Sie die private Unfallversicherung auch weltweit. So sind Sie und Ihre Familie auch auf Reisen jederzeit abgesichert.

Schutz bei FSME und Borre­liose

Verursachen Zeckenbisse eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME) oder Borreliose, die zu gesundheitlichen Schädigungen führt, gilt dies nach der allgemeinen Definition nicht als Unfall. Gerade Familien mit kleinen Kindern sollten den Versicherungsschutz auf diese beiden gefährlichen Infektionskrankheiten ausweiten – schließlich spielen viele Kinder gern im Grünen und sind daher besonders durch Zeckenbisse gefährdet. Wählen Sie daher ein Angebot, dass diese Risiken mit abgesichert.

Leis­tungen bei Vergif­tungen

Für Kinder wird in der Regel bis zum 10. Lebensjahr bei allen Versicherern ein Versicherungsschutz bei Vergiftungen gewährt. Eine Vergiftung liegt vor, wenn das Kind gesundheits­schädigende Fest­stoffe oder Flüssig­keiten aufnimmt. Als Giftstoffe kommen in Frage: Haushalts­chemikalien, insbesondere Reinigungs- und Putz­mittel, Medikamente, Pflanzen, wie beispiels­weise giftige Beeren, oder Kosmetika. Wer eine umfassendere Absicherung wünscht, kann bei einigen Versicherern den Versicherungs­schutz bis zum 14. Lebensjahr ausweiten. Auch Vergiftungen durch Nahrungs­mittel, bislang oft eine Ausschluss-Kriterium, können inzwischen versichert werden.


Was kostet eine Fami­li­en­un­fall­ver­si­che­rung ?

Die Kosten für eine Familienunfallversicherung hängen neben den Leistungen von weiteren Faktoren ab: der Höhe der Versicherungssumme, der vereinbarten Gliedertaxe, der gewählten Progression sowie den Rabatten und Zuschlägen.

Versi­che­rungs­summe bei Inva­li­dität

Die Invaliditätsleistung ist das grundlegende Element der Unfallversicherung. Für die Familie bedeutet dies in der Regel, dass ein einmaliger Kapital­betrag ausgezahlt wird, um notwendige Umbaumaßnahmen oder Neuanschaffungen für die behinderte Person zu finanzieren. Damit bereits bei einem niedrigen Invaliditätsgrad eine angemessene Leistung geleistet wird, sollten Sie die Versicherungssumme nicht zu knapp bemessen. Die Ver­braucher­schützer empfehlen das 5- bis 6-fache des Brutto­jahres­einkommens, mindestens aber eine Grund­invaliditäts­summe von 200.000 Euro, abzuschließen.

Glie­der­taxe

Die Gliedertaxe ist der zweite Faktor, der wesentlichen Einfluss auf die Höhe der ausgezahlten Kapitalleistung hat. Sie gibt an, wie groß die Invalidität bei Verlust oder bei Funktionsuntüchtigkeit eines bestimmten Gliedmaßes ist. Jeder Versicherer kann im Prinzip die Gliedertaxe selbst festlegen. Doch die meisten orientieren sich an den Empfehlungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Wenn Sie für Ihre Familie eine Unfallversicherung suchen, sollten Sie darauf achten, dass die Mindeststandards nicht unterschritten werden. Eine bessere Gliedertaxebietet hingegen die Möglichkeit, im konkreten Invaliditätsfall eine höhere Leistung zu bekommen.

Tarif
Empfeh­lung GDVBasis-SchutzComfort-Schutz
Invaliditätsgrade bei Verlust/Funktionsunfähigkeit in %

Arm

70

70

75

Arm bis oberhalb des Ellenbogengelenks

65

65

70

Arm unterhalb des Ellenbogengelenks

60

60

65

Hand

55

55

60

Daumen

20

20

22

Zeigefinger

10

10

12

anderer Finger

5

5

6

Bein über der Mitte des Oberschenkels

70

70

70

Bein bis zur Mitte des Oberschenkels

60

60

65

Bein bis unterhalb des Knies

50

50

60

Bein bis zur Mitte des Unterschenkels

45

45

50

Fuß

40

40

45

große Zehe

5

5

5

andere Zehe

2

2

2

Sehkraft eines Auges

50

50

50

Gehör auf einem Ohr

30

30

30

Geruchsinn

10

10

10

Geschmacksinn

5

5

5

Niere

20

20

Funktionsverlust der Nieren

100

100

Milz

10

10

  • Quelle: Auszug aus den Versicherungsbedingungen zur Unfallversicherung von CosmosDirekt

Progres­sion

Neben der Versicherungssumme und der Gliedertaxe ist die Progression der dritte Faktor, der darauf Einfluss hat, wie hoch die Prämie für Ihre private Unfallversicherung ausfällt. Dabei gilt: Bei der Unfallversicherung sollte immer eine Progression eingeschlossen werden. Die Progression vervielfacht bei hohen Invaliditätsgraden die Versicherungsleistung. Angeboten werden meistens Progressions-Tarife zwischen 225 % und 1.000 %. Das bedeutet, dass im Fall einer Voll­invalidität zwischen dem 2,25- und dem 10-fachen der Grundsumme ausgezahlt wird.

Info

Dieselbe Progression bedeutet nicht in jedem Fall dieselbe Leistung: Je nach Versicherer können die Progressionskurven im Detail voneinander abweichen. Mehr dazu erfahren Sie im Ratgeber: Was ist eine Unfallversicherung?

Anzahl der Personen

Je mehr Personen in die Familienunfallversicherung aufgenommen werden, desto höher fällt insgesamt die Prämie aus. Doch nicht jedes Familien­mitglied muss gleichviel zahlen. Mitversicherte Partner bekommen – je nach Versicherer – einen Rabatt. Bei Kindern ist der Nachlass sogar noch größer: Bei einem zweiten oder dritten Kind, das mitversichert wird, gewähren Versicherungsgesellschaften oft einen hohen Rabatt. Insgesamt bedeutet dies, dass sich das Preis-Leistungs-Verhältnis gerade für eine Familie deutlich verbessert: Je mehr Mitglieder der Familie in die Unfall­versicherung aufgenommen werden, desto günstiger wird die Police pro Kopf.

Tipp

Bei der Unfallversicherung von CosmosDirekt erhalten Sie 5 % Familienrabatt und 25 % Kinderrabatt für das zweite und jedes weitere versicherte Kind.

Rabatte

Neben dem Preisvorteil durch die gemeinsame Versicherung aller Mitglieder einer Familie gibt es bei der privaten Unfallversicherung eine Reihe von weiteren Möglichkeiten, um Geld zu sparen. Eine davon besteht beispielsweise darin, eine lange Laufzeit zu vereinbaren. Manche Versicherer honorieren eine langfristige Geschäftsbeziehung mit einem Nachlass. Zudem können Sie bei einer jährlichen Zahlung des Beitrags zusätzlich sparen.

Info

Wenn Sie die Familienunfallversicherung mit einer Laufzeit von mehr als drei Jahren vereinbaren, können Sie die Police ab dem dritten Jahr ordentlich kündigen. Weitere Informationen erhalten Sie im Ratgeber: Unfallversicherung kündigen.

Zuschläge

Neben Rabatten können bei besonders riskanten Lebensumständen auch Zuschläge erhoben werden. Dies gilt vor allem für Berufe, die eine erhöhte Unfallgefahr mit sich bringen. Wer zum Beispiel einem Handwerk nachgeht oder berufsbedingt mit ätzenden oder leicht entzündlichen Stoffen zu tun hat, trägt ein erhöhtes Unfallrisiko. Auf der anderen Seite führen bestimmte Freizeitaktivitäten zu einem Aufpreis: beispielsweise Bergsport, Reiten, Tauchen oder Motorradfahren. Wer also zum Beispiel im Gebirge klettert oder an Expeditionen in Hochgebirgen rund um den Globus teilnimmt, muss mit einem Zuschlag rechnen.


Fazit: Die Fami­li­en­un­fall­ver­si­che­rung ist ein sinn­voller Schutz

Mit einer privaten Unfallversicherung sichern Sie Ihre Familie umfassend gegen die finanziellen Folgen einer Invalidität oder Behinderung ab. Wenn Sie eine Familien­unfall­versicherung abschließen möchten, stellen Sie vorher Ihren Bedarf fest: Können Sie genügend Kapital aufbauen, um im Ernstfall die Wohnung oder das Haus behindertengerecht umzubauen? Sind Sie in der Lage, die notwendigen Anschaffungen – zum Beispiel einen Rollstuhl – selbst zu finanzieren? Wenn nicht, sollten Sie für sich und die Familie eine Unfallversicherung abschließen.

Vereinbaren Sie eine entsprechend hohe Versicherungssumme, um einmalig anfallende Kosten bezahlen und Einkommensverluste ausgleichen zu können. Schließen Sie mindestens eine Progression von 225 % ein, um bei einer schweren Invalidität mehr Kapital zur Verfügung zu haben. Nehmen Sie alle Familienmitglieder in die Familienunfallversicherung auf. Denn falls Sie oder Ihr Partner nicht arbeiten, sondern ausschließlich die Kinder betreuen, haben Sie keinen Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Familie lässt sich mit einer gemeinsamen Police zudem günstiger versichern – nutzen Sie die Rabatte der Versicherer.