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Rentenreform: Altersvorsorgedepot

Ab dem 01. Januar 2027 wird es eine Reform der privaten Altersvorsorge geben. Das Altersvorsorgedepot wird die Riester-Rente ablösen und moderne, transparente und kostengünstige Lösungen schaffen. Hier erfährst Du, was sich ändert und wie Du profitieren kannst.

Renditeorientiertes Altersvorsorgedepot

  • Lebenslange Rente oder Auszahlplan
  • Beitragsproportionale Zulagen
  • Transparente Produktstandards

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Altersvorsorgedepot: Das Wichtigste in Kürze

  • Das Altersvorsorgedepot startet ab dem 01.01.2027 und ergänzt die umlagefinanzierte gesetzliche Rente.
  • Es wird das Garantieprodukt, das Standarddepot und das Altersvorsorgeprodukt geben. Je nach Variante investierst Du staatlich gefördert unter anderem in Fonds, ETFs und Anleihen.
  • Die staatliche Förderung des Altersvorsorgedepots mit Zulagen ist unabhängig vom Einkommen. Sie liegt maximal bei 540 Euro und richtet sich nach der Höhe der Einzahlung. Zusätzlich sind eine jährliche Kinderzulage und ein einmaliger Berufseinsteigerbonus möglich.
  • Kapitalgewinne des AV-Depots bleiben in der Ansparphase steuerfrei.
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Was ändert sich durch die neue Renten­reform der pri­vaten Alters­vor­sorge?

Am 29. Mai 2026 wurde die neue Altersvorsorge im Bundesgesetzblatt verkündet. Die Altersvorsorgereform strebt ein „renditestärkeres, kostengünstiges, einfaches und flexibles Angebot“1 neuer privater Altersvorsorgeprodukte an. Diese ersetzt die Riester-Rente, deren Vertragsabschlüsse seit Jahren rückläufig sind. Hohe Gebühren und geringe Renditen gelten derzeit als die größten Schwachstellen der staatlich geförderten Riester-Rente.

Das soll sich mit der Altersvorsorgereform ändern. Sie überarbeitet die private Altersvorsorge der zweiten Schicht des 3-Schichten-Modells der Altersvorsorge. Der Gesetzgeber hat folgende Neuerungen aufgenommen:

  • Einführung neuer Altersvorsorgeprodukte (mit und ohne Garantien)
  • Beitragsproportionale Zulagen statt starrer Grundzulage
  • Wahl zwischen lebenslanger Rente oder Auszahlungsplan

Ziel ist es, mit dem Altersvorsorgedepot im Vergleich zur Riester-Rente, einfachere, kapitalmarktorientierte Produkte mit mehr Flexibilität anzubieten, um Deine Rentenlücke zu schließen. Anders als die Riester-Rente ist das Altersvorsorgedepot auch für Selbstständige und Freiberufler abschließbar. Zudem soll für Beamte der Abschluss mit weniger Bürokratie möglich sein.

Wie sieht das Alters­vorsorge­depot aus?

Es wird ab Januar 2027 möglich sein, die folgenden drei Varianten des Alters­vorsorge­depots abzuschließen. Das Garantie­produkt, das Standard­produkt und das Alters­vorsorge­produkt.

Renditeorientiertes Alters­vor­sorge­depot ohne Garantie

Das Altersvorsorgedepot ohne Beitragsgarantie ermöglicht es Dir, in geeignete, aktiv gemanagte Fonds oder passiv gemanagte Fonds, zum Beispiel ETFs, zu investieren. Voraussetzung: Sie müssen in der Risikoklasse 1 bis 5 eingestuft sein.

Sei Dir der Kapitalmarktrisiken bewusst: Der Wert Deines Altersvorsorgedepots kann je nach Entwicklung der Märkte steigen oder fallen. Mit dieser Reform der Riester-Rente geht ein Verzicht auf eine Mindestgarantie einher. Dafür bieten sich langfristig höhere Renditechancen. Diese flexible, kapitalmarktorientierte Anlagestrategie eignet sich besonders, weil die langen Vertragslaufzeiten in der Altersvorsorge die temporären Kapitalmarktschwankungen meist relativieren. Das gilt auch für das Standardprodukt.

Die Anlagestrategie ist flexibel: Du kannst Dir Dein Portfolio selbst zusammenstellen oder dieses professionell verwalten lassen. Das renditeorientierte Altersvorsorgedepot eignet sich, wie das Standardprodukt, wenn Du langfristig am Kapitalmarkt parti­zi­pieren möchtest.

Standardprodukt mit Kostendeckel

Das Standarddepot, auch Standardprodukt genannt, ist eine standardisierte Version des Altersvorsorgedepots mit gesetzlichen Vorgaben zur Kosteneffizienz und ver­ein­fachter Anlageausrichtung. Das Standard­depot verfügt über Standard­einstellungen, sodass Du in der Anspar­phase keine weiteren Anlage­entscheidungen treffen musst. Während der Anspar­phase investierst Du über einen Fondssparplan in lediglich zwei Fonds, die vom Anbieter festgelegt werden. Du entscheidest dann über die prozentuale Aufteilung der beiden Fonds in Deinem Depot:

  • Renditeorientierter Fonds mit hohem Aktienanteil
  • Sicherheitsorientierter Fonds mit vielen Anleihen

Mit dem Standarddepot bestimmst Du selbst den Rendite- und Sicherheitsanteil Deines Altersvorsorgedepots. Triffst Du keine Wahl, entscheidet der Anbieter über die Aufteilung. Später folgt die Aufteilung einem standardisierten Lebens­zyklus­modell, auch Ablauf­management genannt. Je näher Du dem Ruhestand kommst, desto mehr Geld fließt vom rendite- in den sicher­heits­orientierten Fonds. Fünf Jahre vor Ende der Anspar­phase darf der Anteil des rendite­orientierten Fonds höchstens 50 % des gebildeten Kapitals betragen, zwei Jahre vor Ende und am Beginn der Aus­zahlungs­phase nur noch 30 %. So sollen große Verluste kurz vor dem Ruhestand verhindert werden. Die effek­tiven Gesamt­kosten für das Standard­depot dürfen maximal 1,0 % pro Jahr betragen.

Ziel des Standardprodukts ist es, ein leicht verständliches, kosten­günstiges Alters­vorsorge­produkt bereitzustellen, das Du auch digital ohne Beratung abschließen kannst. Es richtet sich an Einsteiger oder weniger erfahrene Anleger, die langfristig am Kapitalmarkt teilnehmen wollen.

Garantieprodukte mit zwei möglichen Garan­tie­stufen

Garantieprodukte ändern die bisher verpflichtende Beitragserhaltungszusage während der Ansparphase. Zwei mögliche Garantieniveaus ersetzen diese Zusage. Wenn Du sicherheitsorientiert investieren möchtest, stehen Dir weiterhin Garantieprodukte mit 100 %-iger Beitragsgarantie zu Beginn der Auszahlungsphase zur Verfügung. Darüber hinaus kannst Du jetzt auch geförderte Garantieprodukte wählen, die zu Beginn der Auszahlungsphase 80 % Deiner eingezahlten Beiträge garantieren. Auch dieses Altersvorsorgeprodukt richtet sich an sicherheitsbewusste Sparer, Du profitierst jedoch stärker von Renditevorteilen kapitalmarktorientierter Anlagen.

Altersvorsorgedepot: Staatliche Förderung

Bisher war die staatliche Förderung an Dein Einkommen geknüpft. Mit der aktuellen Altersvorsorgereform ändert sich das. Die zukünftige Förderung bemisst sich an eingezahlten Beiträgen. Der Staat unterstützt Sparbemühungen bis zu einem maximalen Eigenbeitrag von 1.800 Euro mit einer beitragsproportionalen Grundzulage in zwei Förderstufen. Maximal ist eine Grundzulage von 540 Euro jährlich möglich:

  • 50 Cent Zulage auf jeden eingezahlten Euro bis 360 Euro pro Jahr (maximal 180 Euro Förderung)
  • 25 Cent Zulage auf jeden eingezahlten Euro ab 360 Euro bis 1.800 Euro pro Jahr (maximal 360 Euro Förderung)

Um eine staatliche Förderung zu erhalten, musst Du einen Mindesteigenbeitrag von 120 Euro pro Jahr (10 Euro im Monat) leisten. Willst Du die Förderung maximal ausreizen, solltest Du jährlich 1.800 Euro Eigenbeitrag für Deine private Altersvorsorge ansparen. Darüberhinausgehende Einzahlungen sind je nach Anbieter möglich, die Zulage erhöht sich dadurch jedoch nicht.

Zudem gewährt der Staat zwei weitere Zulagen:

  • Kinderzulage: 1 Euro Zulage auf jeden eingezahlten Euro bis 300 Euro pro Jahr (maximal 300 Euro) pro kindergeldberechtigtem Kind.
  • Startzulage für Berufseinsteiger: Unter 25-Jährige erhalten einmalig 200 Euro (im ersten Beitragsjahr) zusätzlich zur Grundzulage im Jahr.

Bestehende Riester-Verträge können fortgeführt oder (oft kostenfrei) in das neue Altersvorsorgedepot übertragen werden.

Auszahlungsphase des Altersvorsorgedepots

Mit der Reform der Riester-Rente erhältst Du flexiblere Wahlmöglichkeiten, wie Du Dein gebildetes Kapital im Alter aufbrauchen möchtest. Bisher zahlte der Anbieter das angesparte Riester-Vermögen als lebenslange Rente aus. Eine Teilauszahlung von 30 % des Guthabens zu Rentenbeginn war möglich.

Mit der Reform der Riester-Rente hast Du beim Altersvorsorgedepot die Wahl zwischen

  • Lebenslanger Rente
  • Auszahlungsplan bis mindestens zum 85. Lebensjahr

Bei der lebenslangen Rente, erhältst Du monatliche Rentenzahlungen bis zum Tod. Das Altersvorsorgedepot hat den frühestmöglichen Beginn der Auszahlungsphase auf das vollendete 65. Lebensjahr festgelegt.

Mit einem Auszahlungsplan, auch Entnahmeplan genannt, riskierst Du dagegen, dass Dein angespartes Guthaben nicht bis zum Lebensende ausreicht. Du trägst in diesem Fall das Langlebigkeitsrisiko selbst. In Summe erlauben Dir die zwei Auszahloptionen mehr Flexibilität und weniger Garantiezwang als bei bisherigen Riester-Verträgen. Du kannst mit dem Anbieter weiterhin vereinbaren, dass zu Beginn der Auszahlungsphase eine Einmalauszahlung von bis zu 30 % des gebildeten Kapitals außerhalb der monatlichen Leistungen möglich ist.

Besteuerung des Altersvorsorgedepots

Zusätzlich zur Zulage existiert zudem eine steuerliche Förderung des Alters­vorsorge­depots. Deine Einzahlungen inklusive erhaltener Zulagen werden als Sonderausgaben in Deiner Einkommen­steuer­erklärung berücksichtigt. Das Finanzamt prüft automatisch durch die Günstiger­prüfung, ob die Zulage oder die Steuer­er­mäßigung vorteilhafter wirkt.

Auch mit dem Altersvorsorgedepot bleiben Kapitalerträge in der Anspar­phase steuerfrei. Der Steuerstundungseffekt ermöglicht dem Zinseszinseffekt seine volle Entfaltung. Wie die Riester- oder Rürup-Rente unterliegen Auszahlungen aus dem Alters­vorsorge­depot einer nachge­lagerten Besteuerung.

Du profitierst beim Ansparen von Steuer­vorteilen und zahlst erst im Rentenalter Steuern auf die Auszahlungen. Das Prinzip schützt in der Ansparphase Dein Vermögen und verschiebt die Besteuerung in eine Zeit, in der Du meist einen niedrigeren Steuersatz hast.

Vor- und Nachteile des Altersvorsorgedepots

Das Altersvorsorgedepot bietet Vor- und Nachteile, mit denen Du Dich vor Vertragsabschluss auseinandersetzen solltest.

Vorteile

  1. Höhere Renditechancen durch Kapitalmarkt‑Orientierung
    Mit den Produkten des Altersvorsorgedepots investierst Du in unterschiedliche Anlageklassen. Das können je nach Produkt auch Fonds oder ETFs sein. Langfristig ergibt sich bei den renditeorientierten Produkten, wie dem Standarddepot oder dem Altersvorsorgeprodukt, eine höhere Rendite auf Deine eingezahlten Beiträge.
  2. Staatliche Förderung mit Zulagen
    Die beitragsproportionale Förderung mit Grund‑ und Kinderzulagen sowie der Startzulage für Berufseinsteiger schafft weiterhin staatliche Anreize.
  3. Niedrigere und transparentere Kosten
    Die Abschlusskosten werden künftig über die gesamte Vertragslaufzeit verteilt. Ein Kostendeckel beim Standarddepot von maximal 1,0 % effektiven Gesamtkosten pro Jahr senkt die Kostenbelastung.
  4. Steuerfreiheit
    Kapitalerträge bleiben in der Ansparphase steuerfrei.
  5. Mehr Flexibilität bei Anlage und Auszahlung
  • Freie Wahl zwischen renditeorientiertem Altersvorsorgedepot, Standarddepot oder einem Garantieprodukt (80 oder 100 % Beitragsgarantie)
  • Im Standardprodukt automatisches Ablaufmanagement.
  • Im Vergleich zu Riester bieten sich flexiblere Auszahlungsoptionen (auch Auszahlungspläne, mindestens bis zur Vollendung des 85. Lebensjahrs).

Nachteile

  1. Kurs‑ und Kapitalmarktrisiken
    Entscheidest Du Dich nicht für das Garantieprodukt, sondern für das Alters­vorsorge­produkt oder das Standard­depot, sind Schwankungen am Kapital­markt möglich. Das bedeutet, dass der Wert Deines Kapitals in schwachen Marktphasen fallen kann.
  2. Komplexität und Informationsbedarf
    Investitionen am Kapitalmarkt erfordern Wissen über Anlage­klassen und Risiken. Das bedeutet, dass Du Dich eigen­verantwortlich stärker mit Deiner Anlagestrategie auseinandersetzen solltest, wenn Du Dich für das renditeorientierte Altersvorsorgedepot ohne Garantie entscheidest.

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Bei CosmosDirekt kannst Du ab dem 1.1.2027 das Altersvorsorgedepot Standard abschließen und Dir staatliche Förderung für Deine private Altersvorsorge sichern. Mit dem CosmosDirekt Standarddepot investierst Du in einen sicherheits- und/oder renditeorientierten Fonds und profitierst von fairen Effektivkosten. Variable Einzahlungsmöglichkeiten und verschiedene Formen der Altersleistung geben Dir maximale Flexibilität – so passt Deine Altersvorsorge zu Deinem Leben.

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Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot

Dieser Artikel wurde zuletzt im September 2026 aktualisiert. Neuerungen werden zeitnah berücksichtigt. Informiere Dich darüber hinaus beim Bundesministerium der Finanzen über Änderungen und neue Erkenntnisse.

Hast Du Fragen zum Standarddepot? Wir beraten Dich gerne telefonisch oder per E-Mail.

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