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Wasserschaden - CosmosDirekt

Wasserschaden:

Wer übernimmt die Kosten und wie verhalten Sie sich richtig

Ein geplatztes Heizungsrohr, ein undichter Ablauf in der Geschirrspülmaschine, oder eine falsch angeschlossene Waschmaschine – ein Wasserschaden kann schnell entstehen.

Jeden Tag passieren circa 3.000 Wasserschäden in Deutschland. Somit entstehen also über 1 Million Schäden jährlich, beispielsweise ein Rohrbruch, die oftmals einen großen Schaden an Hausrat und Gebäude anrichten. Die Schadenbeseitigung kostet Zeit, Nerven und Geld.

In dem Artikel erfahren Sie alles Wichtige rund um das Thema Wasserschaden: Wer zahlt? Welche Pflichten bestehen? Und was ist im Notfall zu tun?


Ist das Thema Mietminderung für Sie als Mieter interessant? In vielen Fällen haben Sie nämlich bei einem Wasserschaden Anspruch auf eine Mietminderung. In unserem exklusiven und kostenlosen Ratgeber haben wir dieses Thema für Sie übersichtlich zusammengestellt.

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Wasserschaden: Welche Versicherung zahlt welchen Schaden?

Wasserschäden gehören zu den häufigsten Schadenfällen in Deutschland. Jeden Tag werden rund 3.000 Wasserschäden bei den Versicherern gemeldet. Ursachen und Wirkungen fallen ganz unterschiedlich aus. Mal ist es ein geplatztes Heizungsrohr, das den Hobbyraum unter Wasser setzt, mal ein Platzregen, der den Keller in einen Swimmingpool verwandelt. Bei den Schadenfällen kommt es immer auf die genauen Umstände an, ob eine Versicherung den Wasserschaden ersetzt. Und welche Versicherung leistet, ist davon abhängig, wie und wo der Schaden entstand.

Grundsätzlich gilt:

  • Einen Wasserschaden am beweglichen Mobiliar und Hausrat ersetzt die Hausratversicherung des Bewohners.
  • Einen Wasserschaden an Wohnung oder Gebäude erstattet die Wohngebäudeversicherung des Eigentümers.
  • Hat ein Nachbar den Wasserschaden verursacht, übernimmt dessen Privathaftpflichtversicherung die Kosten.
Tipp

In vielen Fällen steht Ihnen bei einem Wasserschaden in Ihrer Wohnung eine Mietminderung zu. Hierbei ist jedoch das richtige Vorgehen besonders wichtig. Unser exklusiver Ratgeber hilft Ihnen bei der Einhaltung der richtigen Schritte und zeigt auf, worauf Sie achten sollten.


Das zahlt die Hausratversicherung

Die Hausratversicherung ersetzt Schäden, die am Mobiliar sowie anderen beweglichen Dingen in Ihrer Wohnung entstehen. Doch nicht alle denkbaren Umstände und Risiken sind abgedeckt. Die Wasserschäden müssen in einem direkten Zusammenhang mit folgenden Installationen stehen:

  • Rohre für Trink- und Abwasser
  • Leitungssystem in Haus und Wohnung
  • Angeschlossene Schläuche von Waschmaschine, Geschirrspülmaschine etc.
  • Warmwasser- und Dampfheizungsanlage
  • Klima-, Solar- und Wärmepumpenheizungen
  • Berieselungs- und Sprinkleranlagen

Ein Wasserschaden ist durch die Hausratversicherung versichert, wenn er durch den bestimmungswidrigen Austritt von Leitungswasser entstand. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Der eigentliche Versicherungsfall ist aber nicht das Austreten an sich, sondern die Einwirkungen des Wassers auf den Hausrat am Schadenort. Der Versicherungsschutz erstreckt sich also auch auf solche Fälle, bei denen Leitungswasser von außen in die Wohnung eindringt und einen Wasserschaden am Hausrat bewirkt.

Folgende Wasserschäden sind in der Regel nicht im Versicherungsschutz enthalten:

  • Schäden durch Plansch- und Reinigungswasser
  • Schäden durch aufsteigendes Grundwasser
  • Schäden durch Rückstau in der Kanalisation
  • Schäden, wenn Wasser aus einem Aquarium ausläuft
  • Schäden, wenn Wasser aus einem Wasserbett ausläuft
Tipp

Informieren Sie sich, welche Fälle in Ihrem Vertrag ausgeschlossen sind. Bei CosmosDirekt können Sie bei der Hausratversicherung den Comfort-Schutz mit erweitertem Versicherungsschutz beantragen. So sind Sie auch bei einem Wasserschaden abgesichert, der durch ein ausgelaufenes Aquarium oder Wasserbett verursacht wird.


Das zahlt die Wohngebäudeversicherung

Wird die Immobilie selbst vom Wasserschaden betroffen, deckt die Wohngebäudeversicherung die Kosten für Reparatur und Instandsetzung ab. Das umfasst insbesondere Schäden, die am Gebäude oder dessen fest verbundener Bestandteile z.B. durch die Sanitär- und Heizungsanlagen entstehen: Neben Waschbecken, Wasserhähnen, Toiletten oder Wasseruhren werden auch die Kosten für kaputte Heizkörper, Boiler oder Heizkessel übernommen.

Einen Wasserschaden in einem unbewohnten Haus oder einer wenig genutzten Wohnung übernehmen die Versicherer nur bei Erfüllung bestimmter Kriterien. Generell nicht versichert sind leerstehende Gebäude. Das sind solche Gebäude, die entweder gerade gebaut und noch nicht bezugsfertig sind oder die wegen großer Umbau-Maßnahmen ausgeräumt wurden und momentan nicht bewohnt werden können.

Bei längerer Abwesenheit gilt: Die Versicherung zahlt nur, wenn Sie Ihren Pflichten nachgekommen sind. Das gilt sowohl für Ihre eigenen vier Wände, wenn Sie beispielsweise in einen mehrwöchigen Urlaub fahren, als auch für Gartenlauben und Ferienhäuser, die von Ihnen nur selten genutzt werden. Eine Voraussetzung dafür, dass ein Wasserschaden durch die Versicherung reguliert wird, ist die regelmäßige Überprüfung aller wasserführenden Anlagen.

Tipp

Wenn Sie sich nur selten in Ihrem Ferienhaus aufhalten und der Überwachungspflicht nicht nachkommen können, schließen Sie am besten vor der Abreise alle wasserführenden Anlagen und entleeren diese.


Das zahlt die Privathaftpflichtversicherung

Hat Ihr Nachbar über Ihnen einen Wasserschaden und wirkt sich dieser auf Ihre Wohnung aus, dann muss er Ihnen Schadenersatz leisten. Besitzt der Nachbar eine Privat-Haftpflichtversicherung, übernimmt diese die Zahlung Ihrer Kosten, seinen eigenen Schaden ersetzt die Haftpflichtversicherung aber nicht. Das gilt natürlich auch für Sie, wenn der Wasserschaden von Ihrer Wohnung ausgeht. Sie sollten daher auch über eine entsprechende Absicherung per Haftpflichtversicherung nachdenken.


Der Unterschied zwischen Hausratversicherung und Privathaftpflichtversicherung

Es kann schnell passieren, dass die Hausratversicherung und die Haftpflichtversicherung verwechselt werden, wenn es um einen Wasserschaden geht. Es gilt: Verursache ich selbst einen Wasserschaden in meiner Wohnung, ist die eigene Hausratversicherung anzusprechen. Verursacht der Wasserschaden auch Beschädigungen in benachbarten Wohnungen, dann ist dies ein Fall für die eigene Privathaftpflichtversicherung.

Überprüfen Sie, welche Versicherung für die Schadenregulierung zuständig ist:

Schaden durch
Welche Versicherung zahlt?
Eigenes LeitungswasserHausratversicherung, Wohngebäudeversicherung
Fremdes LeitungswasserPrivathaftpflichtversicherung des Verursachers
AbwasserHausratversicherung, Wohngebäudeversicherung
(nur bei Schaden in Haus oder Wohnung)
RückstauElementarschadenversicherung
HochwasserElementarschadenversicherung

Elementarschadenversicherung: Zusatzschutz gegen Elementarschäden

Auch als Naturereignis kann Wasser eine zerstörerische Kraft entwickeln. Bei dem Rekordhochwasser im Juni 2013 waren zehntausende Haushalte betroffen. Allein in Deutschland wurden den Versicherern mehr als 180.000 Schadenfälle gemeldet. Kostenfaktor: knapp 2 Milliarden Euro. Die Bundes­regierung bezifferte später den Gesamtschaden auf rund 6,7 Milliarden Euro.

Führt eine Überschwemmung dazu, dass der Keller voller Wasser läuft, zahlen weder Gebäude- noch Hausratversicherung für diesen Wasserschaden. Für solch einen extremen Schadenfall ist eine spezielle Zusatz-Versicherung notwendig: die Elementarschadenversicherung. Sie übernimmt zum Beispiel nach einer Überschwemmung oder Starkregen die Reparaturkosten im und am Haus, zahlt die Sanierung des Gebäudes oder erstattet den Wiederbeschaffungspreis für zerstörtes Hab und Gut.

Mit der Elementarschadenversicherung können Sie sich gegen zahlreiche Naturereignisse absichern:

  • Überschwemmung
  • Erdbeben
  • Erdrutsch
  • Schneedruck und Lawinen
  • Rückstau

Die Elementarschadenversicherung ist als Zusatz zur Hausrat- und zur Wohngebäudeversicherung möglich. Separat können Sie diese Versicherung nicht abschließen.


Wasserschaden: Was tun?

Eben noch die Waschmaschine angestellt – und plötzlich steht die ganze Küche unter Wasser. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt:

1. Wasserzufuhr abdrehen

Bei einem Rohrbruch oder Ähnlichem müssen Sie sofort die Wasserzufuhr unterbrechen, damit der Schaden nicht noch größer wird, als er schon ist. Das bedeutet, die entsprechenden Absperrhähne zu schließen. Hilft das nicht, drehen Sie im Notfall den Hauptwasserhahn zu. Hinweis: Den Wasser­hahn im Uhrzeigersinn schließen.

2. Strom abstellen

Wasser leitet hervorragend elektrischen Strom. Um einen Kurzschluss und mögliche Folgebrände zu verhindern, schalten Sie – wenn möglich – die Stromversorgung im betroffenen Bereich ab. Dafür legen Sie entweder den entsprechenden Kippschalter Ihrer Sicherung um oder drehen die jeweilige Schraubsicherung heraus.

3. Wasser beseitigen

Sobald die Schadenstelle gesichert ist, können Sie sich an die Aufräumarbeiten machen. Dazu gehört zunächst, das ausgetretene Wasser zu beseitigen. Dies können Sie beispielsweise mit Hilfe von trockenen Tüchern aufnehmen. Bei größeren Wassermengen ist es ratsam, einen sogenannten Nasssauger zu verwenden. Ist das ausgetretene Wasservolumen sehr groß, sollten Sie die örtliche Feuerwehr verständigen. Mit speziellen Pumpen kann diese beispielsweise das Wasser aus einem vollgelaufenen Kellerraum absaugen. Hinweis: Kontaktieren Sie im Notfall ein Fachunternehmen, um eine Schadenminderung einzuleiten und die ersten Maßnahmen, wie eine Notreparatur, durchzuführen.

4. Hausrat retten

Wenn Sie das Wasser so gut wie möglich entfernt haben, sollten Sie gefährdeten Hausrat aus dem Schadenbereich bringen. Das betrifft insbesondere Teppiche, Stühle, Tische, Schränke und weitere Möbel oder Einrichtungsgegenstände. So verhindern Sie, dass beispielsweise Ihre Küchenmöbel am Sockel aufquellen, wenn ein kaputter Schlauch der Geschirrspülmaschine die Küche unter Wasser gesetzt hat. Lassen sich bestimme Möbel nicht transportieren, sollten Sie diese zumindest erhöhen. Bewährt haben sich improvisierte Füße aus Styroporplatten oder Kunststoffteilen, da diese Materialien wasserfest sind. Von Holz oder Pappe ist abzuraten. Werden diese Werkstoffe nass, quellen sie ebenfalls auf – auf diese Weise wird nicht nur der Schaden größer, sondern es droht auch eine zusätzliche Schimmelgefahr!

5. Schaden dokumentieren

Für die nachfolgende Schadenabwicklung empfiehlt es sich eine Dokumentation zu führen. Spätestens nach Beseitigung des ausgetretenen Wassers und der Sicherung des Hausrats sollten Sie die eigentliche Schadenstelle fotografieren. Auch alle Schäden an Gegenständen sollten ausführlich dokumentiert werden. Wichtig: Alle Gegenstände aus verschiedenen Blickwinkeln fotografieren, damit die Versicherung später einen authentischen Eindruck vom Wasserschaden bekommt. Auch für Sie ist es wichtig, dass wirklich alle Schäden erfasst sind. Wird während der späteren Trocknungsphase etwas weggeworfen, haben Sie keinen Beweis mehr, dass der Gegenstand wirklich vom Wasserschaden betroffen war.

6. Mietminderung in Anspruch nehmen

Der Ärger, der mit dem Wasserschaden einhergeht, ist in vielen Fällen groß genug. Eine Mietminderung seitens Ihres Vermieters ist in vielen Fällen legitim und lindert eventuelle Unannehmlichkeiten. Ob Sie Anspruch auf eine Mietminderung haben, erfahren Sie in unserem kostenlosen Ratgeber zur Mietminderung.

PDF-Checkliste zum Verhalten nach einem Wasserschaden herunterladen.


Professionelle Wasserschadensanierung

Für die Reparatur des Wasserschadens sollten unbedingt Fachleute hinzugezogen werden. Neben dem Know-how der Wasserschadensanierung verfügen sie über die moderne Technik, die eine genaue Leckageortung erst ermöglicht. Das früher eingesetzte, großflächige Abschlagen von Fliesen ist damit heutzutage überflüssig. Art und Umfang des Wasserschadens können auf diese Weise ebenfalls genau analysiert werden.

Gleichzeitig kann der professionelle Wasserschaden-Sanierer auch gezielt modernste technische Methoden wie das Überdruck- oder Unterdruck-Verfahren zur Trocknung einsetzen. Der Profi verfügt über die notwendigen Gerätschaften, um feuchte Räume so schnell wie möglich wieder trocken zu bekommen: angefangen von großen Luftentfeuchtern und Bautrocknern über Hochleistungs-Ventilatoren zur Verbesserung der Luftzirkulation bis hin zu Elektro-Heizern, die die Raumtemperatur hoch halten.

Auch Folgeschäden an Putz und Mauerwerk wie die Verunreinigung mit Salzen oder Schlamm, die beispielsweise durch Überflutung oder Hochwasser entstehen, lassen sich nur mit einer professionellen Wasserschadensanierung beseitigen. Zudem können so mögliche Spätfolgen verhindert werden, denn wird der Wasserschaden nicht restlos beseitigt, bilden sich an den verbliebenen Feuchtigkeitsstellen Schimmelpilze, die oftmals verdeckt und nur schwer zu lokalisieren sind. Diese bedrohen dann die Gesundheit der Bewohner – insbesondere für Menschen mit geschwächtem Immunsystem stellen Schimmelpilze eine erhebliche Gefahr dar.


Jetzt wechseln lohnt sich

Wer bereits über eine Hausratversicherung verfügt, sollte seine Versicherungsunterlagen genau studieren. Denn in den letzten Jahren haben viele Versicherer den Versicherungsschutz der Hausratversicherung erweitert, so dass jetzt auch zum Beispiel Wasserschäden durch ausgelaufene Aquarien oder Wasserbetten abgedeckt werden können. Zudem sollten Sie überprüfen, ob Sie nicht zu viel für Ihre Hausratversicherung zahlen. Machen Sie den Preisvergleich: Gerade bei einem Direktversicherer wie CosmosDirekt profitieren Sie von umfassenden Leistungen und sparen unter Umständen einen erheblichen Betrag bei der Versicherungsprämie.


Fazit

Der wichtigste Tipp bei einem Wasserschaden, egal welcher Art: Bewahren Sie Ruhe! Sichern Sie sofort die Schadenstelle, unterbinden Sie weiteren Wasseraustritt und nehmen Sie – so gut es geht – das Wasser auf. Teilen Sie dann den Wasserschaden der Versicherung mit. Dokumentieren Sie am besten alles bereits so frühzeitig und so umfassend wie möglich, damit Ihre Versicherung sich ein Bild vom beschädigten Hausrat und den betroffenen Gebäudeteilen machen kann.

Bei einem Wasserschaden in einer Mietwohnung oder einem gemieteten Haus müssen Sie umgehend den Vermieter oder die jeweilige Hausverwaltung über den Vorfall informieren. Dieser wird dann entsprechende Fachleute mit der Wasserschadensanierung beauftragen. Dies ist auch notwendig, da bei einem derartigen Schadenfall schnell Gebäudeteile durchnässen und Spätfolgen für die Gesundheit der Bewohner drohen. Als Eigentümer einer Immobilie empfiehlt es sich, eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen. Nur so werden Instandhaltungs- und Sanierungskosten am Gebäude ersetzt, da in der Gebäudeversicherung auch Wasserschäden abgedeckt sind.


Hausratversicherung - Sichern Sie ihr Hab und Gut ab

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