Das Elek­tro­auto

Vorteile und Nachteile


Der Ratgeber bietet allgemeine Informationen. Produktinformationen zur Autoversicherung von CosmosDirekt finden Sie hier.


Elektroautos gelten als Mobilitätslösung der Zukunft. Befürworter verweisen auf die geringere Umweltbelastung, da E-Autos nicht unmittelbar Abgase ausstoßen. Für ihre Kritiker sind sie jedoch wegen des hohen Preises und der oftmals geringen Reichweite nur bedingt alltagstauglich. Welche Vor- und Nachteile Elektroautos haben, wie die Technologie funktioniert und was bei der Autoversicherung zu beachten ist – unser Artikel informiert Sie darüber.


Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklä­rung
ElektroautoElektroautos werden von einem oder mehreren Elektromotoren angetrieben. Die benötigte elektrische Energie stammt in der Regel aus einer wieder aufladbaren Batterie (Akkumulator).
RekuperationBezeichnet ein technisches Verfahren, mit dem sich Energie zurückgewinnen lässt. Bei Elektroautos wird beim Bremsen Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt. Mit dieser wird die Batterie aufgeladen.

Elektroautos auf dem Vormarsch

Bisher hat sich nur ein kleiner Teil der Autofahrer für die elektrische Alternative zum Verbrennungsmotor entschieden. Doch langsam, aber sicher gewinnt die Elektromobilität an Schwung. Laut Kraftfahrtbundesamt sind in Deutschland fast 140.000 Elektroautos zugelassen (Stand: 1. Januar 2020). Das ist zwar ein verschwindend geringer Anteil angesichts von rund 48 Millionen zugelassenen Pkw. Allerdings stieg der Bestand an E-Autos zwischen 2015 und 2020 um rund 117.000 Fahrzeuge. Innerhalb von fünf Jahren hat sich ihre Anzahl damit mehr als versechsfacht. Allein 2019 wurden rund 83.000 neue Elektroautos zugelassen, mehr als doppelt so viele wie 2017 (ca. 34.000).

Auch die Politik will die Verbreitung der Elektromobilität weiter vorantreiben und subventioniert den Kauf der Elektroautos verstärkt. Am 18. Februar 2020 ist die Erhöhung des sogenannten Umweltbonus in Kraft getreten. Er sollte bis Ende 2025 gelten. Das Ziel: Mehr schadstoffarme E-Autos auf die Straßen zu bringen, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und den Autoverkehr klima- und umweltfreundlicher zu gestalten.

Im Rahmen des Anti-Corona-Konjunkturpakets wurde der Umweltbonus sogar noch einmal angehoben – zunächst befristet bis zum 31. Dezember 2021. Nähere Informationen finden Sie weiter unten.


Die Funk­ti­ons­weise des Elek­tro­an­triebs

Seit Jahrzehnten werden Autos fast ausschließlich mit Verbrennungsmotoren angetrieben. Diese gewinnen Energie aus Benzin oder Diesel, mitunter auch aus alternativen Kraftstoffen wie Erdgas oder Biodiesel.

Bei Diesel- und Benzinmotoren kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz: Während Benziner einen Zündfunken benötigen, entzündet sich bei einem Diesel das Kraftstoff-Luft-Gemisch durch die hohe Verdichtung von allein.

Info

Wie wird Biodiesel hergestellt und lohnt sich ein Erdgasfahrzeug? Dies und mehr erfahren Sie in den Ratgebern Erdgas und Biodiesel.

In einem Elektromotor kommt dagegen ein vollkommen anderes Verfahren zum Einsatz. Das Prinzip lässt sich vereinfacht so beschreiben: Die Hauptkomponenten des E-Motors sind ein Stator und ein Rotor. Durch die Wicklungen des Stators wird Wechselstrom geleitet, wodurch ein Magnetfeld entsteht. Dieses Magnetfeld wirkt auf den ebenfalls magnetischen, drehbaren Rotor ein. Da sich die Polung des Stators durch den Wechselstrom permanent verändert, wird der Rotor in kurzen Intervallen angezogen und abgestoßen. Durch diese Rotation entsteht die für den Antrieb des Autos notwendige Bewegungsenergie.

Info

Elektromotoren spielten bereits in der Frühphase des Auto­mobil­baus eine wichtige Rolle. So überschritt 1899 ein Elektro­fahrzeug als erstes überhaupt die Geschwindigkeits­marke von 100 Stunden­kilometern.

Der Strom für den Elektromotor wird heute meist in einem Lithium-Ionen-Akku gespeichert. Dieser kann vergleichsweise große Energiemengen aufnehmen. Durch Rekuperation ist es möglich, den Akku während der Fahrt zu laden. Beim Bremsen wird Bewegungsenergie wieder in elektrische Energie umgewandelt und gespeichert. Solche Systeme sind mitunter auch in konventionellen Autos zu finden. Bei diesen lädt sich allerdings nicht der Akku, sondern die Starterbatterie auf. Die Rekuperation kann den Energieverbrauch des E-Motors allerdings nicht kompensieren.

Hybridantriebe kombinieren Elektro- und Verbrenner-Motoren

Neben reinen Elektroautos fertigen Automobilhersteller auch sogenannte Hybridautos. Ein Hybridantrieb kombiniert zwei verschiedene Energiequellen. Konkret bezieht sich der Begriff auf solche Antriebe, in denen sowohl ein Elektro- als auch ein Verbrennungsmotor neben- bzw. miteinander arbeiten. Denn die beiden Antriebsarten werden nicht parallel, sondern in der Regel abwechselnd eingesetzt. Eine intelligente Verknüpfung sorgt dafür, dass in jeder Fahrsituation der jeweils beste Antrieb verwendet wird. Bei Stadtfahrten ist dies meist der Elektromotor; bei Überholvorgängen wird für zusätzlichen Schub der Verbrenner zugeschaltet. Die Leistung des E-Motors ist häufig begrenzt, da sein Akku nur während der Fahrt mit dem Verbrennungsmotor wieder aufgeladen wird.

Info

Der Plug-in-Hybrid ist eine Variante des Hybridantriebs. Er ist mit einer zusätzlichen Lademöglichkeit versehen, was die Kapazität des E-Motors erhöht. Dadurch können Plug-in-Hybride längere Strecken im rein elektrischen Betrieb zurücklegen.

Anzahl der in Deutsch­land zuge­las­senen Elek­tro­autos

Quelle: https://de.statista.com/infografik/4733/anzahl-von-elektroautos


Wie umwelt­freund­lich sind Elek­tro­autos?

Die Frage, wie gut E-Autos tatsächlich für die Umwelt sind, wird von der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Für Elektroautos spricht, dass sie während der Fahrt keine Schadstoffe ausstoßen und bedeutend weniger Lärm erzeugen. Außerdem ist der Wirkungsgrad des Elektromotors höher als der eines Verbrennungsmotors: Der E-Motor wandelt rund 90 Prozent des eingesetzten Stroms in Bewegungsenergie um, während der Verbrennungsmotor nur etwa ein Drittel der Kraftstoffenergie in Bewegung umsetzen kann. Der Rest geht in Form von Wärme und nicht nutzbaren Abgasen verloren.

Allerdings wäre es zu kurz gegriffen, nur auf den Betrieb des Fahrzeugs zu schauen. Um die Umweltbilanz zu erfassen, muss der gesamte Prozess von der Gewinnung der verbauten Rohstoffe über die Stromerzeugung bis hin zum Fahrbetrieb berücksichtigt werden. Hierbei kommt es vor allem auf zwei Faktoren an:

  1. Wie wird der Strom erzeugt: Die Aussage, dass Elektroautos kein klimaschädliches CO2 und andere schädliche Abgase wie Stickoxide ausstoßen würden, stimmt nur dann, wenn der Strom, mit dem sie angetrieben werden, aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Wird der Strom dagegen in Kohlekraftwerken erzeugt, verlagert sich der Ausstoß lediglich vom Fahrzeugbetrieb auf die Stromproduktion. Kohlekraftwerke stoßen nicht nur Abgase aus, sondern sie arbeiten auch ineffizient. Sie können nur 30 bis 40 Prozent der potenziell zur Verfügung stehenden Energie nutzen.
  2. Welche Ressourcen werden eingesetzt: Für die Batterien von Elektroautos werden seltene Metalle wie Gallium, Lithium und Kobalt benötigt. Wenn die Zahl der Elektroautos steigen soll, muss auch der Abbau dieser Rohstoffe ausgeweitet werden – und das geht zwangsläufig mit Umweltschäden einher. Da auch die Herstellung der Akkus CO2 freisetzt, muss dieser Anteil ebenfalls berücksichtigt werden. Entscheidend wird sein, dass das Recycling alter Fahrzeuge effizient abläuft, sodass sich auf diesem Wege kostbare Rohstoffe zurückgewinnen lassen.

Der Befund der Wissenschaft ist eindeutig: Im direkten Vergleich zeigt sich, dass Elektroautos nach ungefähr drei Jahren klimafreundlicher als Diesel oder Benziner sind. Das entspricht einer Gesamtlaufleistung von rund 50.000 Kilometern. Je mehr das E-Auto bewegt wird, desto positiver ist seine Bilanz. Lädt man sein Elektroauto mit Ökostrom, verbessert sich das Ergebnis weiter. Da weltweit der Anteil an erneuerbaren Energien steigt, verursacht der Strommix insgesamt auch weniger CO2-Emissionen. Dadurch können E-Autos in der Gesamtbilanz auch sparsame Verbrenner abhängen.


Reich­weite des Elek­tro­an­triebs

Die relativ geringe Reichweite ist ein gewichtiges Argument gegen E-Autos: Mit einer Akkuladung kommt man bisher längst nicht so weit wie mit einer Tankfüllung. Die meisten Modelle können mit einer Akkuladung 200 bis 350 Kilometer zurücklegen. Das ist allerdings auch ausreichend, da die meisten Autos vorwiegend auf kurzen Strecken (Arbeitsweg, Einkäufe etc.) eingesetzt werden. Damit sie aber nicht nur als sparsamer Zweitwagen taugen, sondern auch für längere Strecken oder den Familienurlaub, müssen E-Autos für höhere Reichweiten geeignet sein. Fahrzeuge wie das Tesla Model S beweisen, dass die Reichweite von E-Autos der von Verbrennern angeglichen werden kann. So schafft beispielsweise das Tesla Model S jetzt bis zu 610 Kilometer und der KIA e-Niro 455 Km, wenn die Batterie voll aufgeladen ist (Stand: Juli 2020).

Die Reichweite ist von einer Reihe von Faktoren abhängig. Ähnlich wie beim Verbrenner erhöht sie sich zum Beispiel, wenn man mit niedrigerer Geschwindigkeit unterwegs ist. Eine eingeschaltete Heizung oder Klimaanlage lässt den Energiestand schneller sinken. Ein wichtiger Faktor ist außerdem die Außentemperatur, denn bei niedrigen Temperaturen ist die Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien eingeschränkt. Allerdings ist die Reichweitenangabe allein nur bedingt aussagekräftig: Bei einem dichten Ladenetz und schnellen Aufladezeiten kann man jede Pause dazu nutzen, genug Energie für die nächste Teilstrecke zu laden.

Strom tanken: Lade­sta­tion statt Zapf­säule

Wer sein Elektroauto zu Hause auflädt und sich innerhalb eines Radius von 50 Kilometern bewegt, kommt schon heute mit dem E-Auto problemlos durch den Alltag. Eine umfassende Umstellung auf Elektromobilität lässt sich dagegen ohne eine flächendeckende Versorgung mit öffentlich zugänglichen Ladestationen nicht umsetzen. Daher schreitet auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur voran. Aktuell umfasst das öffentliche Netz mehr als 17.500 Ladestationen mit rund 55.000 Anschlüssen (Stand: 31.12.2019). Damit hat sich ihre Anzahl innerhalb der letzten zwei Jahre fast verdreifacht. Bei jedem achten Ladepunkt handelt es sich um einen Schnelllader, an dem man das E-Auto innerhalb von 30 Minuten auf bis zu 80 Prozent der Akku-Kapazität aufladen kann.

Häufig sind Ladestationen an Parkplätzen, in Tiefgaragen und auf Autobahnraststätten zu finden. Auch Unternehmen, Hotels, Supermärkte und viele weitere Betreiber haben Ladestationen installiert. So können Mitarbeiter während der Arbeitszeit, Kunden beim Einkauf oder Hotelgäste während ihres Aufenthalts ihre E-Autos aufladen.

Problematisch kann die Versorgung mit öffentlich zugänglichen Ladestationen vor allem in ländlichen Gebieten werden. Dort ist das Versorgungsnetz noch grobmaschig. Bundesregierung und Autoindustrie planen indes die Errichtung zusätzlicher 65.000 Ladepunkte bis 2022. Allein die Politik investiert mit dem „Masterplan Ladeinfrastruktur“ 3 Milliarden Euro in den weiteren Ausbau des Ladenetzes. Bis 2030 soll die Anzahl öffentlich zugänglicher Ladepunkte dadurch bis auf 1 Million steigen.

International ist man schon viel weiter: Die E-Mobilität ist in Ländern wie Norwegen oder den Niederlanden auch deshalb so erfolgreich, weil dort bereits ein dichtes Netz an Ladestationen existiert.

Quelle: https://de.statista.com/infografik/11950/wo-stehen-die-meisten-e-tankstellen/

Die verschie­denen Steck­sys­teme in der Übersicht

Abhängig vom Hersteller kommen bei Elektroautos für das Aufladen unterschiedliche Stecker zum Einsatz. Weitverbreitet in Europa ist der Typ-2-Stecker für Wechselstrom, er ist mittlerweile an den meisten Ladestationen der Standardanschluss. An Schnellladestationen wird dagegen das CSS-System verwendet. Es stellt eine Variante des Typ-2-Steckers dar, die um zwei Leitungskontakte erweitert ist. Neue E-Autos sind in der Regel mit einem CSS-Stecker ausgerüstet, auch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur setzt man auf dieses System. Mit dem Tesla Supercharger existiert noch eine weitere Variante, sie kann jedoch nur für Autos dieses Herstellers verwendet werden.

Steck­system
Beschrei­bung
Haushalts-
Steckdose
Herkömmliche Schuko-Steck­dosen können mit dem ent­sprechenden Kabel als Lade­stationen eingesetzt werden. Das Auto lässt sich so über Nacht aufladen. Diese Zeit ist auch einzuplanen, denn der Lade­vorgang kann bis zu 13 Stunden in Anspruch nehmen. Auch CEE-Stecker können als Lade­stationen eingesetzt werden.
WandstationenFür Haushalte werden Wand-Ladestationen (Wall-Boxes) angeboten. Diese verkürzen die Ladezeit gegen­über Haus­halts­steck­dosen. Die ver­brauchte Energie wird dabei über den Strom­anbieter abgerechnet.
Typ-2-SteckerDie EU-Kommission hat Stecker des Typs 2 (EN 62196) als Standard für öffentliche Lade­stationen fest­gelegt. Diese erreichen eine Lade­leistung von 43 kW (400 Volt). Es dauert damit etwa 6 bis 8 Stunden, einen Akku aufzuladen.
CCS-LadestationenCCS-Ladestationen (CCS steht für „Combined Charging System“) bzw. Schnell-Ladestationen arbeiten mit Gleich­strom. Weil dabei höhere Lade­ströme möglich sind als bei Wechsel­strom, erfolgt das Aufladen bedeutend schneller. Beim VW e-Golf können so beispiels­weise 80 % der Akku­kapazität in 30 Minuten geladen werden.
Tesla SuperchargerTesla Motors hat mit dem Tesla Supercharger eine eigene Stecker­variante entwickelt. Auch sie arbeitet mit Gleich­strom und erreicht schnelle Lade­zeiten.

Förderung beim Kauf eines Elektroautos bzw. Plug-in-Hybrids

Der Kauf eines Elektroautos wird mit einem Umweltbonus gefördert. Dabei handelt es sich um eine Kooperation zwischen der Bundesregierung und der Autoindustrie mit dem Ziel, mehr E-Autos auf deutsche Straßen zu bringen. Seit November 2019 betrug der Umweltbonus max. 6.000 Euro für reine E-Autos und max. 4.500 Euro für Plug-in-Hybride.

Erhöhung des Umweltbonus mit dem Corona-Konjunkturpaket

Am 3. Juni 2020 hat der Koalitionsausschuss von CDU und SPD ein Konjunkturpaket für 2020 und 2021 beschlossen. Dieses beinhaltet auch eine Verdopplung der Kaufprämie für Elektroautos. Die Erhöhung betrifft den Bundesanteil, der Herstelleranteil bleibt davon unberührt. Der erhöhte Umweltbonus wird rückwirkend für alle Fahrzeuge gewährt, die ab dem 4. Juni 2020 zugelassen wurden, und ist bis zum 31. Dezember 2021 befristet.

Netto-ListenpreisAnteil BundAnteil HerstellerUmwelt­bonus
Batterie­fahr­zeug

bis 40.000 €

6.000 € (vorher 3.000)3.000 €9.000 € (vorher 6.000)
Batterie­fahr­zeug

über 40.000 €

5.000 € (vorher 2.500)2.500 €7.500 € (vorher 5.000)
Plug-in-Hybrid

bis 40.000 €

4.500 € (vorher 2.250)2.250 €6.750 € (vorher 4.500)
Plug-in-Hybrid

über 40.000 €

3.750 € (vorher 1.875)1.875 €5.625 € (vorher 3.750)
  • Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle


Elektroautos sind jetzt noch länger von der Kfz-Steuer befreit

Elektroautos werden auch steuerlich gefördert. Die Halter eines Elektroautos profitieren von einem steuerfreien Zeitraum. Bisher war für reine E-Autos zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer fällig. Dafür musste die Erstzulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2020 liegen. Auch nach einem Halterwechsel galt die Steuerbefreiung weiter.

Das bereits erwähnte Konjunkturprogramm greift auch hier. Die Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge wird bis zu einer Erstzulassung am 31. Dezember 2015 gewährt und bis zum 31. Dezember 2030 verlängert. Läuft die Befreiung aus, sollen E-Autos nach ihrem Gewicht besteuert werden. Allerdings wird nur die Hälfte des Steuerbetrags erhoben, den man für einen vergleichbaren Verbrenner bezahlen müsste. Hybridfahrzeuge profitieren nicht von der Steuerbefreiung; sie werden wie konventionelle Autos besteuert.

Seit 2019 sind auch Dienstwagen mit E-Motor bzw. Hybridantrieb steuerlich begünstigt. Rein elektrische Dienstwagen werden pauschal mit 0,25 Prozent des Kaufpreises besteuert. Die Kaufpreisgrenze wird von 40.000 auf 60.000 Euro angehoben, sodass auch Käufer von teureren Elektroautos davon profitieren. Plug-in-Hybride werden nach wie vor mit 0,5 Prozent des Listenpreises versteuert. Bei Verbrennern beträgt die Pauschale 1 Prozent.

Info

Wer sein E-Auto beim Arbeitgeber aufladen darf, profitiert von einer weiteren Steuererleichterung: Seit 2017 muss das Aufladen nicht mehr als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Elek­tro­autos in der Kfz Versi­che­rung

Auch Elektroautos benötigen eine Kfz Haftpflichtversicherung. Diese ist – wie für alle Fahrzeuge – gesetzlich vorgeschrieben. Die Teil- und die Vollkaskoversicherung sind dagegen freiwillige Bestandteile der Autoversicherung. Gesonderte Tarife für E-Autos bieten die Versicherer in der Regel nicht an. Für die Beitragsberechnung werden ähnliche Kriterien wie für Benziner und Dieselfahrzeuge herangezogen. Dazu gehören vor allem der Leistungsumfang der Police und Faktoren wie die Typ- und Regionalklasse.

Besonders wichtig ist die Absicherung des Akkus. Mit einer Voll- oder Teilkasko ist eine gute Vorsorge getroffen, damit kostspielige Schäden am Akku, beispielsweise im Fall eines Brandes, ausreichend versichert sind. Auch Schäden an der Ladestation oder dem Ladekabel sind im Versicherungsschutz inbegriffen.

Tipp

CosmosDirekt bietet ein umfassendes Leistungspaket für elektrisch betriebene Pkw (laut Elektromobilitäsgesetz) bereits mit der Teilkaskoversicherung an. In der Vollkaskoversicherung ist zusätzlich ein Rundum-Schutz für Akkus inklusive.

Kosten­ver­gleich: Elek­tro­autos oft über­ra­schend günstig

Früher lag der Kaufpreis eines E-Autos deutlich über dem eines vergleichbaren Modells mit Benzin- oder Dieselantrieb. Aufgrund der geringen Reichweite stand für viele Menschen schnell das Urteil fest: E-Autos sind für mich uninteressant. Doch ist der erste Eindruck tatsächlich richtig? In den vergangenen Jahren sind die Preise für viele E-Modelle gefallen, zudem haben einige Hersteller preisgünstige E-Autos für rund 25.000 Euro auf den Markt gebracht. Berücksichtigt man die Umweltprämie von jetzt maximal 9.000 Euro, sieht die Bilanz im Großen und Ganzen positiv aus. Gerade kleine E-Autos mit alltagstauglichen Reichweiten sind damit absolut konkurrenzfähig.

Betrachtet man die gesamte Lebensdauer eines E-Autos, wirken sich die niedrigeren Wartungs- und Energiekosten von Elektrofahrzeugen zusätzlich positiv auf die Gesamtbilanz aus. Bei Berücksichtigung aller Kosten – zum Kaufpreis kommen dann noch die Energie- sowie die Betriebs- und Wartungskosten hinzu; auch die steuerlichen Vorteile und der Wertverlust werden berücksichtigt –, belasten Elektroautos das Portemonnaie sogar weniger als gleichwertig ausgestattete Verbrenner. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine aktuelle Vollkosten-Berechnung des ADAC anhand von acht ausgewählten Elektroautos.

Info

Seit 2015 profitieren Elektroautos von einem eigenen Sonderkennzeichen, dem „E-Kennzeichen“. Städte und Gemeinden können E-Autos bestimmte Sondererlaubnisse einräumen. Autos mit dem zusätzlichen „E“ am rechten Rand des Nummernschildes dürfen dann exklusiv bestimmte Parkzonen kostenlos nutzen oder auf ausgewiesenen Busspuren fahren.


Fazit: Elektroautos – Zukunftstechnologie für mehr Klimaschutz

Elektromobilität gilt zu Recht als Zukunftstechnologie. Sie verbindet Fortschritte im Klima- und Umweltschutz mit einer geringeren Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Erdöl. Ein entscheidender Vorteil ist der deutlich höhere Wirkungsgrad des E-Motors im Vergleich zu Verbrennern wie Benzin- und Dieselfahrzeugen. Die elektrische Energie wird fast vollständig in Bewegungsenergie umgewandelt, nur ein geringer Teil geht in Form von Wärme verloren. Während der Fahrt werden außerdem keine klima- und umweltschädlichen Schadstoffe ausgestoßen. In Verbindung mit erneuerbaren Energien sind Elektroautos ein entscheidender Schlüssel für eine klimafreundliche Mobilität.

Wegen dieser Vorteile fördern Staat und Autoindustrie die Verbreitung von Elektroautos mit dem Umweltbonus. Batteriebetriebene E-Autos können eine Kaufprämie von bis zu 9.000 Euro, Plug-in-Hybride von bis zu 6.750 Euro erhalten. Dadurch lassen sich die teils höheren Kaufpreise von E-Autos im Vergleich zu konventionellen Antrieben ausgleichen. Gleichzeitig bringen die Hersteller auch vermehrt günstige Modelle auf den Markt. In Verbindung mit weiteren Erleichterungen, etwa der Befreiung von der Kfz-Steuer, rechnen sich E-Autos immer stärker.

Dank der Forschung wird das E-Auto auch im Alltag seine Vorzüge immer öfter ausspielen können. Bislang ist es ein gravierender Nachteil, dass man mit einem E-Auto meist nicht sehr weit kommt. Doch die technische Entwicklung steht gerade erst am Anfang. Schon jetzt führen verbesserte Batterien und kürzere Ladezeiten dazu, dass sich die Reichweite der E-Auto-Batterien kontinuierlich erhöht. Innovative Technologien und der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur sorgen aber nicht nur dafür, dass Elektroautos immer größere Strecken schaffen. Sie machen das E-Auto auch für immer mehr Menschen attraktiver. Das ist wichtig. Denn erst dann ist der Durchbruch zur E-Mobilität geschafft.

Vorteile
Nach­teile

Effiziente Tech­nologie (Wirkungs­grad über 90 %)

Hoher Anschaffungs­preis. Ohne Umwelt­bonus oft nicht rentabel.

Kein Schadstoff­ausstoß während der Fahrt

Geringe Reich­weite als Ver­brennungs­motoren

Keine bzw. niedrige Kfz-Steuer

Nur wenige Lade­stationen im ländlichen Raum.

Bis zu 9.000 Euro Umwelt­zuschuss

Umwelt­bilanz abhängig von Strom­erzeugung.

Technische Ent­wicklung führt laufend zu Ver­besserungen

Vergleichs­weise lange Auflade­zeit

Info

Neben dem Elektroantrieb wird auch das selbstfahrende Auto unser Verständnis von Mobilität grundlegend ändern. Welche Rolle diese Technologie in Zukunft spielen könnte, erfahren Sie in unserem Ratgeber Autonomes Fahren.



Top-Tarif und Zusatz­leis­tungen für elek­trisch betrie­bene Pkw
Autoversicherung

Ihre Vorteile bei Elek­tro­autos und Plug-in Hybriden

  • 10 % Nachlass auf die Kfz-Prämie
  • Viele Zusatzleistungen in der Teilkasko
  • Rundum-Schutz für den Antriebs-Akku in der Vollkasko
Die Autoversicherung vom Testsieger CosmosDirekt. Sparen Sie bis zu 40 % der Beiträge.

Autoversicherung

Jetzt bis zu 40 % sparen1
  • 7 x in Folge beliebtester Kfz Versicherer
  • Bis zu 40 % sparen1
  • eVB-Nummer direkt nach Antragstellung
  • Bis 30.09. mit bis zu 30 € Amazon.de Gutschein*