Zwei Elektroautos werden an einer Ladestation geladen.

Elektroautos

Vor- und Nachteile

Elektroautos gelten als Mobilitätslösung der Zukunft. Befürworter verweisen auf die geringere Umweltbelastung, da E-Autos nicht unmittelbar Abgase ausstoßen. Für ihre Kritiker sind sie jedoch wegen des hohen Preises und der oftmals geringen Reichweite nur bedingt alltagstauglich. Welche Vor- und Nachteile Elektroautos haben, wie die Technologie funktioniert und was bei der Autoversicherung zu beachten ist – unser Ratgeber informiert Dich darüber.

Der Ratgeber bietet allgemeine Informationen. Produktinformationen zur Autoversicherung von CosmosDirekt findest Du hier.

Elek­tro­autos auf dem Vormarsch

Bisher hat sich nur ein kleiner Teil der Autofahrer für die elektrische Alternative zum Verbrennungsmotor entschieden. Doch langsam, aber sicher gewinnt die Elektromobilität immer mehr an Schwung. Laut Kraftfahrtbundesamt sind in Deutschland rund 439.000 Elektroautos zugelassen (Stand: 01.07.2021). Das ist zwar ein geringer Anteil angesichts von rund 48,25 Mio. zugelassenen Autos. Aber der Bestand an E-Autos hat sich innerhalb von fünf Jahren mehr als versechsfacht. Allein 2019 wurden rund 83.000 neue Elektroautos zugelassen, mehr als doppelt so viele wie 2017 (ca. 34.000). Von 2020 bis 2021 hat sich innerhalb nur eines Jahres die Zahl der zugelassenen Elektroautos nochmal verdreifacht.

Auch die Politik will die Verbreitung der Elektromobilität weiter vorantreiben und subventioniert den Kauf der Elektroautos verstärkt. Am 18.02.2020 ist die Erhöhung des sogenannten Umweltbonus in Kraft getreten. Er sollte bis Ende 2025 gelten. Das Ziel: Mehr schadstoffarme E-Autos auf die Straßen zu bringen, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und den Autoverkehr klima- und umweltfreundlicher zu gestalten. Im Rahmen des Anti-Corona-Konjunkturpakets wurde der Umweltbonus sogar noch einmal angehoben – zunächst befristet bis zum 31.12.2021. Nähere Informationen findest Du weiter unten.

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Die Funk­ti­ons­weise des Elek­tro­an­triebs

Seit Jahrzehnten werden Autos fast ausschließlich mit Verbrennungsmotoren angetrieben. Diese gewinnen Energie aus Benzin oder Diesel, mitunter auch aus alternativen Kraftstoffen wie Erdgas oder Biodiesel. Bei Diesel- und Benzinmotoren kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz: Während Benziner einen Zündfunken benötigen, entzündet sich bei einem Diesel das Kraftstoff-Luft-Gemisch durch die hohe Verdichtung von allein.

Lohnt sich ein Biodiesel- oder ein Erdgasfahrzeug? Dies und mehr erfährst Du in den Ratgebern Erdgas und Biodiesel.

In einem Elektromotor kommt dagegen ein vollkommen anderes Verfahren zum Einsatz. Das Prinzip lässt sich vereinfacht so beschreiben: Die Hauptkomponenten des E-Motors sind ein Stator und ein Rotor. Durch die Wicklungen des Stators wird Wechselstrom geleitet, wodurch ein Magnetfeld entsteht. Dieses Magnetfeld wirkt auf den ebenfalls magnetischen, drehbaren Rotor ein. Da sich die Polung des Stators durch den Wechselstrom permanent verändert, wird der Rotor in kurzen Intervallen angezogen und abgestoßen. Durch diese Rotation entsteht die für den Antrieb des Autos notwendige Bewegungsenergie.

Der Strom für den Elektromotor wird heute meist in einem Lithium-Ionen-Akku gespeichert. Dieser kann vergleichsweise große Energiemengen aufnehmen. Durch Rekuperation ist es möglich, den Akku während der Fahrt zu laden. Beim Bremsen wird Bewegungsenergie wieder in elektrische Energie umgewandelt und gespeichert. Solche Systeme sind mitunter auch in konventionellen Autos zu finden. Bei diesen lädt sich allerdings nicht der Akku, sondern die Starterbatterie auf. Die Rekuperation kann den Energieverbrauch des E-Motors allerdings nicht kompensieren.

Hybrid­an­triebe kombi­nieren Elektro- und Verbrenner-Motoren

Neben reinen Elektroautos fertigen Automobilhersteller auch sogenannte Hybridautos. Ein Hybridantrieb kombiniert zwei verschiedene Energiequellen. Konkret bezieht sich der Begriff auf solche Antriebe, in denen sowohl ein Elektro- als auch ein Verbrennungsmotor neben- bzw. miteinander arbeiten. Denn die beiden Antriebsarten werden nicht parallel, sondern in der Regel abwechselnd eingesetzt. Eine intelligente Verknüpfung sorgt dafür, dass in jeder Fahrsituation der jeweils beste Antrieb verwendet wird. Bei Stadtfahrten ist dies meist der Elektromotor; bei Überholvorgängen wird für zusätzlichen Schub der Verbrenner zugeschaltet. Die Leistung des E-Motors ist häufig begrenzt, da sein Akku nur während der Fahrt mit dem Verbrennungsmotor wieder aufgeladen wird.

Der Plug-in Hybrid ist eine Variante des Hybridantriebs. Er ist mit einer zusätzlichen Lademöglichkeit versehen, was die Kapazität des E-Motors erhöht. Dadurch können Plug-in Hybride längere Strecken im rein elektrischen Betrieb zurücklegen.

Anzahl der in Deutsch­land zuge­las­senen Elek­tro­autos

Ein Blakendiagramm zeigt die Anzahl der in Deutscjland zugelassenen Elektroautos.

Wie umweltfreundlich sind Elektroautos?

Die Frage, wie gut E-Autos tatsächlich für die Umwelt sind, wird von der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Für Elektroautos spricht, dass sie während der Fahrt keine Schadstoffe ausstoßen und bedeutend weniger Lärm erzeugen. Außerdem ist der Wirkungsgrad des Elektromotors höher als der eines Verbrennungsmotors: Der E-Motor wandelt rund 90 % des eingesetzten Stroms in Bewegungsenergie um, während der Verbrennungsmotor nur etwa ein Drittel der Kraftstoffenergie in Bewegung umsetzen kann. Der Rest geht in Form von Wärme und nicht nutzbaren Abgasen verloren. Allerdings wäre es zu kurz gegriffen, nur auf den Betrieb des Fahrzeugs zu schauen. Um die Umweltbilanz zu erfassen, muss der gesamte Prozess von der Gewinnung der verbauten Rohstoffe über die Stromerzeugung bis hin zum Fahrbetrieb berücksichtigt werden. Hierbei kommt es vor allem auf zwei Faktoren an:

1. Wie wird der Strom erzeugt? Elektroautos stoßen nur dann kein klimaschädliches CO2 und andere schädliche Abgase wie Stickoxide aus, wenn der Strom, mit dem sie angetrieben werden, aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Wird der genutzte Strom aber in Kohlekraftwerken erzeugt, verlagert sich der Ausstoß lediglich vom Fahrzeugbetrieb auf die Stromproduktion.

2. Welche Ressourcen werden eingesetzt? Für die Batterien von E-Autos werden seltene Metalle wie Gallium, Lithium und Kobalt benötigt. Wenn die Zahl der Elektroautos steigen soll, muss der Abbau dieser Rohstoffe ausgeweitet werden – und das geht zwangsläufig mit Umweltschäden einher. Zudem setzt auch die Herstellung der Akkus CO2 frei. Entscheidend wird sein, dass das Recycling alter Fahrzeuge effizient abläuft, damit die kostbaren Rohstoffe zurückgewonnen werden.

Der Befund der Wissenschaft ist eindeutig: Im direkten Vergleich zeigt sich, dass Elektroautos nach ungefähr drei Jahren klimafreundlicher als Diesel oder Benziner sind. Das entspricht einer Gesamtlaufleistung von rund 50.000 Kilometern. Je mehr das E-Auto bewegt wird, desto positiver ist seine Bilanz. Lädt man sein Elektroauto mit Ökostrom, verbessert sich das Ergebnis weiter. Da weltweit der Anteil an erneuerbaren Energien steigt, verursacht der Strommix insgesamt auch weniger CO2-Emissionen. Dadurch können E-Autos in der Gesamtbilanz auch sparsame Verbrenner abhängen.

Wie hoch ist die Reichweite von E-Autos?

Die relativ geringe Reichweite ist ein gewichtiges Argument gegen E-Autos: Mit einer Akkuladung kommt man bisher längst nicht so weit wie mit einer Tankfüllung. Die meisten Modelle können mit einer Akkuladung 200 bis 350 Kilometer zurücklegen. Das ist meistens ausreichend, da die E-Autos überwiegend auf kurzen Strecken eingesetzt werden. Damit sie aber nicht nur als sparsamer Zweitwagen taugen, sondern auch für längere Strecken oder den Familienurlaub, müssen E-Autos für höhere Reichweiten geeignet sein. Fahrzeuge wie das Tesla Model S beweisen, dass die Reichweite von E-Autos der von Verbrennern angeglichen werden kann. So schafft z. B. das Tesla Model S Long Range bis zu 663 Kilometer und der VW ID.3 bis zu 550 Km, wenn die Batterie voll aufgeladen ist.Die Reichweite ist von einer Reihe von Faktoren abhängig. Ähnlich wie beim Verbrenner erhöht sie sich zum Beispiel, wenn man mit niedrigerer Geschwindigkeit unterwegs ist. Eine eingeschaltete Heizung oder Klimaanlage lässt den Energiestand schneller sinken. Ein wichtiger Faktor ist außerdem die Außentemperatur, denn bei niedrigen Temperaturen ist die Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien eingeschränkt. Allerdings ist die Reichweitenangabe allein nur bedingt aussagekräftig: Bei einem dichten Ladenetz und schnellen Aufladezeiten kann man jede Pause dazu nutzen, genug Energie für die nächste Teilstrecke zu laden.

Strom tanken: Lade­sta­tion statt Zapf­säule

Wer sein Elektroauto zu Hause auflädt und sich innerhalb eines Radius von 50 Kilometern bewegt, kommt schon heute mit dem E-Auto problemlos durch den Alltag. Eine umfassende Umstellung auf Elektromobilität lässt sich dagegen ohne eine flächendeckende Versorgung mit öffentlich zugänglichen Ladestationen nicht umsetzen. Daher schreitet auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur voran. Aktuell umfasst das Netz in Deutschland in etwa 30.000 öffentliche Ladestationen. Häufig sind Ladestationen an Parkplätzen, in Tiefgaragen und auf Auto­bahn­raststätten zu finden. Auch Unternehmen, Hotels und Super­märkte bieten Ladestationen an. So können Mitarbeiter während der Arbeitszeit, Kunden beim Einkauf oder Hotelgäste während des Aufenthalts aufladen.

Problematisch kann die Versorgung mit öffentlich zugänglichen Ladestationen vor allem in ländlichen Gebieten werden. Dort ist das Versorgungsnetz noch grobmaschig. Allein die Politik investiert mit dem „Masterplan Ladeinfrastruktur“ 3 Milliarden Euro in den weiteren Ausbau des Ladenetzes. Bis 2030 soll die Anzahl öffentlich zugänglicher Ladepunkte dadurch bis auf eine Million steigen.

International ist man schon viel weiter: Die E-Mobilität ist in Ländern wie Norwegen oder den Niederlanden auch deshalb so erfolgreich, weil dort bereits ein dichtes Netz an Ladestationen existiert.

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Die Stecker von E-Autos in der Übersicht

Abhängig vom Hersteller kommen bei Elektroautos für das Aufladen unterschiedliche Stecker zum Einsatz. Weitverbreitet in Europa ist der Typ-2-Stecker für Wechselstrom, er ist mittlerweile an den meisten Ladestationen der Standardanschluss. An Schnellladestationen wird dagegen das CSS-System verwendet. Es stellt eine Variante des Typ-2-Steckers dar, die um zwei Leitungskontakte erweitert ist. Neue E-Autos sind in der Regel mit einem CSS-Stecker ausgerüstet, auch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur setzt man auf dieses System. Mit dem Tesla Supercharger existiert noch eine weitere Variante, sie kann jedoch nur für Autos dieses Herstellers verwendet werden.

Stecksystem

Beschreibung

HaushaltssteckdoseHerkömmliche Schuko-Steck­dosen können mit dem ent­sprechenden Kabel als Lade­stationen eingesetzt werden. Das Auto lässt sich so über Nacht aufladen. Diese Zeit ist auch einzuplanen, denn der Lade­vorgang kann bis zu 13 Stunden in Anspruch nehmen. Auch CEE-Stecker können als Lade­stationen eingesetzt werden.
WandstationenFür Haushalte werden Wand-Ladestationen (Wall-Boxes) angeboten. Diese verkürzen die Ladezeit gegen­über Haus­halts­steck­dosen. Die ver­brauchte Energie wird dabei über den Strom­anbieter abgerechnet.
Typ-2-SteckerDie EU-Kommission hat Stecker des Typs 2 (EN 62196) als Standard für öffentliche Lade­stationen fest­gelegt. Diese erreichen eine Lade­leistung von 43 kW (400 Volt). Es dauert damit etwa 6 bis 8 Stunden, einen Akku aufzuladen.
CCS-LadestationenCCS-Ladestationen (CCS steht für „Combined Charging System“) bzw. Schnell-Ladestationen arbeiten mit Gleich­strom. Weil dabei höhere Lade­ströme möglich sind als bei Wechsel­strom, erfolgt das Aufladen bedeutend schneller. Beim VW e-Golf können so beispiels­weise 80 % der Akku­kapazität in 30 Minuten geladen werden.
Tesla SuperchargerTesla Motors hat mit dem Tesla Supercharger eine eigene Stecker­variante entwickelt. Auch sie arbeitet mit Gleich­strom und erreicht schnelle Lade­zeiten.

Förde­rung beim Kauf eines E-Autos bzw. Plug-in-Hybrids

Der Kauf eines Elektroautos wird mit einem Umweltbonus gefördert. Dabei handelt es sich um eine Kooperation zwischen der Bundesregierung und der Autoindustrie mit dem Ziel, mehr E-Autos auf deutsche Straßen zu bringen. Im Jahr 2021 beträgt der Umweltbonus max. 9.000 Euro für reine E-Autos und max. 6.750 Euro für Plug-in-Hybride.

Erhö­hung des Umwelt­bonus mit dem Corona-Konjunk­tur­paket

Am 3. Juni 2020 hat der Koalitionsausschuss von CDU und SPD ein Konjunkturpaket für 2020 und 2021 beschlossen. Dieses beinhaltet auch eine Verdopplung der Kaufprämie für Elektroautos. Die Erhöhung betrifft den Bundesanteil, der Herstelleranteil bleibt davon unberührt. Der erhöhte Umweltbonus wird rückwirkend für alle Fahrzeuge gewährt, die ab dem 4. Juni 2020 zugelassen wurden, und ist bis zum 31. Dezember 2021 befristet.

Netto-Listenpreis

Anteil Bund

Anteil Hersteller

Umweltbonus

Elektroautobis 40.000 Euro6.000 Euro3.000 Euro9.000 Euro
Elektroauto40.000 bis 65.000 Euro5.000 Euro2.500 Euro7.500 Euro
Plug-in-Hybridbis 40.000 Euro4.500 Euro2.250 Euro6.750 Euro
Plug-in-Hybrid40.000 bis 65.000 Euro3.750 Euro1.875 Euro5.625 Euro
Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Um den Umweltbonus zu bekommen, muss das Modell auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge stehen.

Mehr Informationen zum Umweltbonus, den zu erfüllenden Anforderungen und dem Antragsprozess findest Du im Ratgeber Staatliche Förderung von Elektroautos: So erhalten Sie die E-Auto-Prämie.

E-Autos sind länger von der Kfz-Steuer befreit

Elektroautos werden auch steuerlich gefördert. Die Halter eines Elektroautos profitieren von einem steuerfreien Zeitraum. Bisher war für reine E-Autos zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer fällig. Dafür musste die Erstzulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2020 liegen. Auch nach einem Halterwechsel galt die Steuerbefreiung weiter.

Das bereits erwähnte Konjunkturprogramm greift auch hier. Die Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge wird bis zu einer Erstzulassung am 31. Dezember 2015 gewährt und bis zum 31. Dezember 2030 verlängert. Läuft die Befreiung aus, sollen E-Autos nach ihrem Gewicht besteuert werden. Allerdings wird nur die Hälfte des Steuerbetrags erhoben, den man für einen vergleichbaren Verbrenner bezahlen müsste. Hybridfahrzeuge profitieren nicht von der Steuerbefreiung; sie werden wie konventionelle Autos besteuert.

Seit 2019 sind auch Dienstwagen mit E-Motor bzw. Hybridantrieb steuerlich begünstigt. Rein elektrische Dienstwagen werden pauschal mit 0,25 Prozent des Kaufpreises besteuert. Die Kaufpreisgrenze wird von 40.000 auf 60.000 Euro angehoben, sodass auch Käufer von teureren Elektroautos davon profitieren. Plug-in-Hybride werden nach wie vor mit 0,5 Prozent des Listenpreises versteuert. Bei Verbrennern beträgt die Pauschale 1 Prozent.

Wer sein E-Auto beim Arbeitgeber aufladen darf, profitiert von einer weiteren Steuererleichterung: Seit 2017 muss das Aufladen nicht mehr als geldwerter Vorteil versteuert werden.

E-Autos und Kfz-Versi­che­rung

Auch Elektroautos benötigen eine Kfz Haftpflichtversicherung. Diese ist – wie für alle Fahrzeuge – gesetzlich vorgeschrieben. Die Teil- und die Vollkaskoversicherung sind dagegen freiwillige Bestandteile der Autoversicherung. Gesonderte Tarife für E-Autos bieten die Versicherer in der Regel nicht an. Für die Beitragsberechnung werden ähnliche Kriterien wie für Benziner und Dieselfahrzeuge herangezogen. Dazu gehören vor allem der Leistungsumfang der Police und Faktoren wie die Typ- und Regionalklasse.

Besonders wichtig ist die Absicherung des Akkus. Mit einer Voll- oder Teilkasko ist eine gute Vorsorge getroffen, damit kostspielige Schäden am Akku, beispielsweise im Fall eines Brandes, ausreichend versichert sind. Auch Schäden an der Ladestation oder dem Ladekabel sind im Versicherungsschutz inbegriffen.

CosmosDirekt bietet ein umfassendes Leistungspaket für elektrisch betriebene Pkw bereits in der Teilkasko an. In der Vollkasko ist zusätzlich ein Rundum-Schutz für Akkus inklusive.

Kosten­ver­gleich: Elek­tro­autos oft über­ra­schend günstig

Früher lag der Kaufpreis eines E-Autos deutlich über dem eines vergleichbaren Modells mit Benzin- oder Dieselantrieb. Aufgrund der geringen Reichweite stand für viele Menschen schnell das Urteil fest: E-Autos sind für mich uninteressant. Doch ist der erste Eindruck tatsächlich richtig? In den vergangenen Jahren sind die Preise für viele E-Modelle gefallen, zudem haben einige Hersteller preisgünstige E-Autos für rund 25.000 Euro auf den Markt gebracht. Berücksichtigt man die Umweltprämie von jetzt maximal 9.000 Euro, sieht die Bilanz im Großen und Ganzen positiv aus. Gerade kleine E-Autos mit alltagstauglichen Reichweiten sind damit absolut konkurrenzfähig.

Betrachtet man die gesamte Lebensdauer eines E-Autos, wirken sich die niedrigeren Wartungs- und Energiekosten von Elektrofahrzeugen zusätzlich positiv auf die Gesamtbilanz aus. Bei Berücksichtigung aller Kosten – zum Kaufpreis kommen dann noch die Energie- sowie die Betriebs- und Wartungskosten hinzu; auch die steuerlichen Vorteile und der Wertverlust werden berücksichtigt –, belasten Elektroautos das Portemonnaie sogar weniger als gleichwertig ausgestattete Verbrenner. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine aktuelle Vollkosten-Berechnung des ADAC anhand von acht ausgewählten Elektroautos.

Seit 2015 profitieren E-Autos von einem Sonderkennzeichen, dem „E-Kennzeichen“. Städte und Gemeinden können E-Autos bestimmte Sondererlaubnisse einräumen. Autos mit dem zusätzlichen „E“ am rechten Rand des Nummernschildes dürfen dann exklusiv bestimmte Parkzonen kostenlos nutzen oder auf ausgewiesenen Busspuren fahren.

Die Vor- und Nachteile von Elektroautos

Vorteile

Nachteile

Effiziente Tech­nologie (Wirkungs­grad über 90 %)Hoher Anschaffungs­preis. Ohne Umwelt­bonus oft nicht rentabel
Kein Schadstoff­ausstoß während der FahrtGeringe Reich­weite als Ver­brennungs­motoren
Keine bzw. niedrige Kfz-SteuerNur wenige Lade­stationen im ländlichen Raum
Bis zu 9.000 Euro Umwelt­zuschussUmwelt­bilanz abhängig von Strom­erzeugung
Technische Ent­wicklung führt laufend zu Ver­besserungenVergleichs­weise lange Auflade­zeit

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Fazit: E-Autos – Zukunfts­tech­no­logie für mehr Klima­schutz

Elektromobilität gilt zu Recht als Zukunftstechnologie. Sie verbindet Fortschritte im Klima- und Umweltschutz mit einer geringeren Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Erdöl. Ein entscheidender Vorteil ist der deutlich höhere Wirkungsgrad des E-Motors im Vergleich zu Verbrennern wie Benzin- und Dieselfahrzeugen. Die elektrische Energie wird fast vollständig in Bewegungsenergie umgewandelt, nur ein geringer Teil geht in Form von Wärme verloren. Während der Fahrt werden außerdem keine klima- und umweltschädlichen Schadstoffe ausgestoßen. In Verbindung mit erneuerbaren Energien sind Elektroautos ein entscheidender Schlüssel für eine klimafreundliche Mobilität.

Wegen dieser Vorteile fördern Staat und Autoindustrie die Verbreitung von Elektroautos mit dem Umweltbonus. Batteriebetriebene E-Autos können eine Kaufprämie von bis zu 9.000 Euro, Plug-in-Hybride von bis zu 6.750 Euro erhalten. Dadurch lassen sich die teils höheren Kaufpreise von E-Autos im Vergleich zu konventionellen Antrieben ausgleichen. Gleichzeitig bringen die Hersteller auch vermehrt günstige Modelle auf den Markt. In Verbindung mit weiteren Erleichterungen, etwa der Befreiung von der Kfz-Steuer, rechnen sich E-Autos immer stärker.

Dank der Forschung wird das E-Auto auch im Alltag seine Vorzüge immer öfter ausspielen können. Bislang ist es ein gravierender Nachteil, dass man mit einem E-Auto meist nicht sehr weit kommt. Doch die technische Entwicklung steht gerade erst am Anfang. Schon jetzt führen verbesserte Batterien und kürzere Ladezeiten dazu, dass sich die Reichweite der E-Auto-Batterien kontinuierlich erhöht. Innovative Technologien und der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur sorgen aber nicht nur dafür, dass Elektroautos immer größere Strecken schaffen. Sie machen das E-Auto auch für immer mehr Menschen attraktiver. Das ist wichtig. Denn erst dann ist der Durchbruch zur E-Mobilität geschafft.

Neben dem Elektroantrieb wird auch das selbstfahrende Auto unser Verständnis von Mobilität grundlegend ändern. Welche Rolle diese Technologie in Zukunft spielen könnte, erfährst Du in unserem Ratgeber Autonomes Fahren.

Erklärvideo zur Autoversicherung

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    Verband der Automobilindustrie

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