Die staatliche Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybride


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Geld vom Staat beim Kauf eines Neuwagens? Das kannte man nur von der 2009 ausgezahlten „Abwrackprämie“. Seit Juli 2016 können Autofahrer wieder einen Zuschuss beim Kauf eines Neuwagens beantragen: den Umweltbonus. Dieser steht allerdings nur für die Förderung von Elektro­autos zur Verfügung. Die Bundes­regierung möchte damit Anschub­hilfe für die Verbreitung der Elektro­mobilität im Straßenverkehr leisten. Ob die alternative Antriebs­form durch den Umwelt­bonus für Auto­fahrer rentabel wird – unser Artikel erklärt die Zusammen­hänge.


Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklä­rung
Listen­preisDas Bundes­amt für Wirtschaft und Ausfuhr­kontrolle bezeichnet als Listen­preis den Netto-Listen­preis des Basis­modells. Sonder­aus­stattungen und Extras des Fahrzeugs werden nicht berücksichtigt.
Plug-in-Hybrid (PHEV)Diese Hybrid­fahrzeuge sind sowohl mit einem konven­tionellen Kraft­stoff­tank als auch mit einer wieder­auflad­baren Batterie aus­gestattet. Die Bezeichnung „Plug-in“ weist darauf hin, dass der Akku von außen – beispiels­weise an einer Lade­station – aufgeladen werden kann. PHEV steht für „Plug-in Hybrid Electric Vehicle“.
Brennstoff­zellen­fahrzeug (FCEV)

Die Fahrzeuge gewinnen mittels einer Brenn­stoff­zelle elektrische Antriebs­energie aus Wasser­stoff.


So fördert der Staat den Kauf von Elek­tro­autos

Käufer von Elektroautos bekommen jetzt mehr Geld vom Staat. Der sogenannte Umweltbonus wurde ab dem 18.02.2020 zunächst rückwirkend für alle Fahrzeuge angehoben, die ab dem 5. November 2019 zugelassen wurden, und sollte bis Ende 2025 gelten. Staat und Autohersteller übernahmen jeweils die Hälfte der Fördersumme. Der Umweltbonus galt sowohl für rein elektrische Fahrzeuge als auch für Plug-in-Hybride.

Im Rahmen des Konjunkturpakets zur Bewältigung der Corona-Krise, das der Koalitionsausschuss am 3. Juni 2020 beschlossen hat, wurde die Förderung noch einmal angehoben. Die Erhöhung des Bundesanteils (Innovationsprämie) ist bis zum 31.12.2021 befristet und wird rückwirkend für alle Fahrzeuge gewährt, die ab dem 4. Juni 2020 zugelassen wurden. Der Herstelleranteil bleibt gleich.

Neben Privatpersonen dürfen Unternehmen, Vereine, Stiftungen und Körperschaften Anträge stellen. Auch das Leasing neuer Elektroautos wird bezuschusst. Dabei muss das Auto 6 Monate auf den oder die Halter zugelassen bleiben. Wie hoch die Fördersumme ausfällt, hängt von der Art des gekauften Elektroautos ab:

Fahr­zeugtyp
Listen­preisFörder­betragHersteller­anteil

Batterie­elektrische Fahrzeuge

Bis 40.000 € 6.000 €
(bisher 3.000)
3.000 €

Batterie­elektrische Fahrzeuge

Über 40.000 €

5.000 €
(bisher 2.500)
2.500 €

Plug-in-Hybride

Bis 40.000 €

4.500 €
(bisher 2.250)
2.250 €

Plug-in-Hybride

Über 40.000 €

3.750 €
(bisher 1.875)
1.875 €
  • Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Die unterschiedlichen Förderbeträge begründet das Bundes­amt für Wirtschaft und Ausfuhr­kontrolle (BAFA) mit dem CO2-Ausstoß der Fahrzeug­arten. Für reine Elektro­autos gibt es die volle Förderung, weil diese während der Fahrt kein CO2 emittieren, Hybrid­fahrzeuge dagegen schon.

Info

In unserem Ratgeber zu Elektroautos finden Sie umfassende Informationen zur Funktionsweise, der Umweltbilanz, den Reichweiten und zu verschiedenen Steckersystemen.

Die Förderung ist von der Art des Autos und vom Listenpreis abhängig

Für batterieelektrische Fahrzeuge bis zu einem Listenpreis von 40.000 Euro steigt die Förderung durch die Innovationsprämie insgesamt von 6.000 Euro auf 9.000 Euro. Für Autos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro liegt der Zuschuss künftig bei 7.500 Euro. Für Plug-in-Hybride unter 40.000 Euro sind es 6.750 Euro (statt 4.500); bei einem Listenpreis über 40.000 Euro bekommen Käufer noch 5.625 Euro.

Die Kaufprämie kann unter bestimmten Voraussetzungen auch für junge gebrauchte E-Autos beantragt werden. Sie dürfen dafür allerdings weder beim Ersterwerb noch als Firmenwagen eine staatliche Förderung erhalten haben. Außerdem dürfen sie nicht länger als 12 Monate zugelassen gewesen sein. Das früheste Zulassungsdatum ist der 05.11.2019. Ebenfalls wichtig: Sie dürfen nicht mehr als 15.000 Kilometer gelaufen sein. Dann gibt es für gebrauchte Elektroautos 5.000 Euro, für gebrauchte Hybride 3.750 Euro.


Der Staat fördert nicht jedes Elek­tro­auto

Es gibt Kriterien, welche Elektroautos förderfähig sind und welche nicht. Zu den förderfähigen Fahrzeugen gehören beispielsweise (Stand: Juli 2020):

Reine Elektrofahrzeuge (BEV)
  • BMW i3
  • Citroën C-Zero
  • KIA e-Niro 136 Spirit
  • Nissan Leaf (ZE1)
  • Peugeot i-On
  • Renault Zeo Intens
  • Tesla Model S
  • Volkswagen e-GolfE (PHEV)
Brennstoffzellenfahrzeug (FCEV)
  • Hyundai NEXO
Plug-in-Hybrid (PHEV)
  • Audi A3 Sportback 40 e-tron
  • BMW 225xe
  • Ford Kuga Vignale
  • Hyundai IONIQ Plug-in-Hybrid
  • Kia Niro Plug-in-Hybrid Spirit
  • Mercedes Benz C 300 e T-Modell
  • Toyota Prius Plug-in-Hybrid
  • Volkswagen Golf GTE
Info

Haben Sie bereits ein Elektroauto im Auge? Wenn Sie sichergehen möchten, dass dieser wirklich bezuschusst wird, empfehlen wir Ihnen, einen Blick auf die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu werfen.

Warum gewährt der Staat überhaupt einen Zuschuss für Elektroautos?

Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, dass 2020 eine Million Pkw mit Elektroantrieb auf Deutschlands Straßen unterwegs sein sollen. Das soll dazu beitragen, den CO2-Ausstoß im Straßenverkehr zu verringern. Im Gegensatz zu konventionellen Verbrennungsmotoren setzen Elektroautos keine gesundheits- und umweltschädlichen Gase und Partikel frei. Zudem ist ein Elektromotor mit einem Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent weitaus effizienter als Verbrennungsmotoren. Bei Letzteren werden nur etwa 40 Prozent der eingesetzten Energie tatsächlich genutzt. Der Rest geht als Wärme und Abgase verloren. Wirklich „grün“ sind Elektroautos allerdings nur dann, wenn auch der Strom, mit dem die Batterie aufgeladen wird, aus regenerativen Quellen stammt.


So werden Anträge zur Förde­rung von Elek­tro­autos gestellt

Einen Antrag können Sie online auf der Website des BAFA stellen. Der Postweg ist ausgeschlossen. Wichtig: Vor der Antragstellung muss das Fahrzeug bereits gekauft und zugelassen sein. Bei der Antragstellung für einen Neuwagen benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Rechnung
  • Zulassungsbescheinigung Teil II

Bei einem Gebrauchtwagen werden zusätzlich ein Nachweis über den Listenpreis des Neufahrzeugs sowie ein Nachweispaket benötigt. Letzteres ist ein Formular, das Sie auf der Internetseite des BAFA herunterladen können.

Möchten Sie den Umweltbonus für einen Leasingwagen beantragen, sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Leasingvertrag
  • verbindliche Bestellung
  • Kalkulation der Leasingrate
  • Zulassungsbescheinigung Teil II

Haben Sie alles parat, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Füllen Sie den Antrag und die Bestätigung der wahrheitsgemäßen Angaben aus und speichern Sie die Formulare.
  2. Drucken Sie die Erklärung der wahrheitsgemäßen Angaben aus, unterscheiben Sie und laden Sie sie über das Online-Portal des BAFA hoch.

Nach ein paar Minuten erhalten Sie eine Eingangsbestätigung per E-Mail mit Ihrer Vorgangsnummer und dem Link zum Portal. Nach der Bewilligung erhalten Sie einen Zuwendungsbescheid. Die Auszahlung des Bundesanteils am Umweltbonus erfolgt anschließend auf das im Antragsformular angegebene Konto.

Übrigens: Nicht gefördert werden Hybridautos, die sich nicht von außen an einer Station aufladen lassen. Bei diesen Fahrzeugen wird der Akku nur während der Fahrt (beispielsweise durch das Rekuperationsverfahren) aufgeladen.

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Die Förderung von Elektrofahrzeugen wird nach dem Kauf fortgesetzt

Der Staat versucht, Autofahrer auch durch Steuervorteile vom Kauf eines Elektroautos zu überzeugen. Bisher galt: „Stromer“, die bis zum 31. Dezember 2020 zugelassen wurden, sind für 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Im Rahmen des Konjunkturprogramms wird diese Frist um 5 Jahre erweitert (31. Dezember 2025). Zudem wird die Steuerbefreiung bis zum 31. Dezember 2030 verlängert. Auch wer ein gebrauchtes Elektroauto kauft, kann von der Förderung profitieren, denn bei einem Halterwechsel innerhalb dieser 10 Jahre geht die Steuerbefreiung für die verbliebene Zeit auf den neuen Halter über.

Und auch wenn die Befreiung ausgelaufen ist, zahlt der Halter eines Elektroautos nur 50 Prozent des Steuersatzes. Anders als bei Pkw mit konventionellem Antrieb wird dieser nach dem Zulassungsgewicht des Autos und nicht nach CO2-Ausstoß und Hubraum berechnet. Halter von hybriden Elektroautos müssen dagegen die Steuer in voller Höhe zahlen.

Zuschuss zu Ladestationen

Während der Umweltbonus beziehungsweise die Innovationsprämie und die Befreiung der Kfz-Steuer bundesweit einheitlich geregelt sind, subventionieren einige Städte und Bundesländer auch die Anschaffung von Ladestationen. Nordrhein-Westfalen fördert private Ladestationen mit bis zu 2.500 Euro. Richten Unternehmen öffentlich zugängliche Ladepunkte ein, können sie einen Zuschuss von bis zu 6.000 Euro erhalten. Die Förderung ist jedoch an gewisse Vorgaben gebunden: Die Ladestationen müssen von einem Fachbetrieb installiert werden und mit Ökostrom betrieben werden. Wichtig: Maximal die Hälfte der Anschaffungskosten werden übernommen.


Werden andere alter­na­tive Kraft­stoffe geför­dert?

Neben Elektroautos profitieren Fahrzeuge mit Erdgas-Antrieb(CNG) von Zuschüssen. Regionale Energieversorger unterstützen sowohl den Kauf als auch die Umrüstung der Fahrzeuge. Wie hoch die Förderung ausfällt, hängt vom Einzelfall ab; bis zu 1.000 Euro sind möglich. Auch die Modalitäten der Förderung unterscheiden sich voneinander. Während einige den Kauf bzw. die Umrüstungskosten bezuschussen, stellen andere Tankgutscheine aus. Auch der Staat stellt Erdgasfahrer besser. Dies macht sich an der Zapfsäule bemerkbar: Die Energiesteuer auf Erdgas ist bis zum 31. Dezember 2026 ermäßigt und für Autogas bis zum 31. Dezember 2022.

Info

In unseren Ratgebern erhalten Sie weitere Informationen zu Erdgas und Autogas. Erfahren Sie mehr über Aspekte wie Sicherheit, Förderung und Umweltverträglichkeit.


Fazit: Das Wich­tigste zur Förde­rung von Elek­tro­mo­bi­lität im Überblick

Mit dem Umweltbonus möchte der Staat Elektroautos zum Durchbruch verhelfen. „Stromer“ sollen dazu beitragen, die Emissionen an klimaschädlichem CO2 zu verringern.

Die wichtigsten Fakten zur Förderung

  • 9.000 Euro Umweltbonus und Innovationsprämie beim Kauf eines reinen Elektroautos bei einem Listenpreis bis 40.000 Euro
  • 7.500 Euro Umweltbonus und Innovationsprämie beim Kauf eines reinen Elektroautos bei einem Listenpreis über 40.000 Euro
  • 6.750 Euro Umweltbonus und Innovationsprämie beim Kauf eines Plug-in-Hybriden bei einem Listenpreis bis 40.000 Euro
  • 5.625 Euro Umweltbonus und Innovationsprämie beim Kauf eines Plug-in-Hybriden bei einem Listenpreis über 40.000 Euro
  • Die Innovationsprämie ist bis zum 31.12.2021 befristet.
  • Der Umweltbonus ist bis zum 31.12.2025 befristet.

Voraussetzungen für den Käufer

  • Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Stiftungen und Körperschaften sind berechtigt, einen Antrag zu stellen.
  • Es wird der Erwerb (Kauf und Leasing) von Neuwagen bezuschusst.
  • Der Umweltbonus kann unter bestimmten Voraussetzungen auch für junge gebrauchte E-Autos beantragt werden.

Voraussetzung für das Fahrzeug

  • Gefördert werden reine Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge und Plug-in-Hybride.
  • Fahrzeuge, die nach dem 4. November 2019 zugelassen wurden, erhalten diese Förderung.

Antragsstellung und Ausschüttung des Umweltbonus

  • Der Umweltbonus wird zu je 50 Prozent vom Bund und den Autobauern ausgezahlt.
  • Das Antragsverfahren erfolgt online über das Portal des BAFA.
  • Die Autobauer verrechnen ihren Anteil des Umweltbonus mit dem Kauf- bzw. Leasingpreis.


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