Frauensachen

Finanziell stabil trotz Trennung? Wir sagen: ja!

Anna und Cosima treffen sich zum Kaffeetrinken. Anna ist nach 14 Jahren Ehe verlassen worden, Cosima hat bereits eine Scheidung hinter sich. Deswegen will sich Anna mit Cosima über die nächsten Schritte unterhalten. Ein Gespräch über die Lasten der Scheidung.

Hilfe bei Trennung? Cosima kennt Anlaufstellen

Anna: Du, Cosima, ich muss Dir was sagen … Ich weiß, es kommt irgendwie plötzlich, aber … Erik und ich haben uns getrennt.

Cosima: Oje, da bin ich ja sprachlos! Vor Kurzem erst?

Anna: Ja, vor drei Wochen. Erik ist auf mich zugekommen und meinte, er hat keine Gefühle mehr für mich. Und mir geht es genauso. Wir haben nur noch nebeneinanderher gelebt. Er hat es sich wohl lange durch den Kopf gehen lassen, wollte sich aber wegen der Kinder nicht trennen. Naja, jetzt sind die Teenager und verkraften das schon irgendwie. Es ging dann doch recht schnell. Eine Woche nachdem er die Trennung verkündet hat, ist er auch schon ausgezogen. Das musste ich erst mal emotional verarbeiten.

Trennung: Erste wichtige Schritte

  1. Sichere Deine persönlichen Unterlagen (Personalausweis, Heirats- und Geburtsurkunde, Grundbuchauszüge etc.).
  2. Eröffne gegebenenfalls ein eigenes Bankkonto und gib Deinem Arbeitgeber Deine neuen Kontodaten durch.
  3. Kontaktiere einen Anwalt oder Rechtsanwalt.
  4. Dokumentiere das Datum der Trennung, am besten als schriftliche Übermittlung an Deinen Partner oder über einen Scheidungsantrag.

Cosima: Das verstehe ich absolut. Der Schock bei sowas sitzt natürlich tief, vor allem nach 14 gemeinsamen Ehejahren. Aber so hart das klingt: Du musst auch einen kühlen Kopf bewahren. Immerhin bist Du jetzt praktisch auf Dich allein gestellt. Wenn Dir das über den Kopf wächst, geh zur Caritas oder zu Pro Familia. Die haben kostenlose Beratungsstellen für Leute, die sich trennen und scheiden lassen wollen. Da kannst Du mit allen Fragen hingehen, egal ob es um seelischen Beistand geht oder um Fragen zu Deiner finanziellen Zukunft. Am besten meldest Du Dich telefonisch oder per Mail und fragst, welche Dokumente und Unterlagen Du am besten zu den Terminen mitbringen sollst.

Scheidungskosten? Kann man geringhalten

Anna: Echt? Ich dachte zuerst an einen Scheidungsanwalt.

Cosima: Den brauchst Du nur, wenn Ihr Euch vor Gericht über Unterhalt, Sorgerecht und Eigentum streitet. Ist Eure Scheidung einvernehmlich, reicht es, wenn Ihr gemeinsam einen Anwalt für Familienrecht nehmt. So spart Ihr Euch immense Kosten, die sonst für einen Scheidungsanwalt anfallen würden. Ihr teilt Euch nämlich die Anwaltskosten. Aber: Ihr müsst dazu auf einen grünen Zweig kommen und bestenfalls eine Scheidungsfolgenvereinbarung aufsetzen. So haben Tim und ich das damals gemacht.

Anna: Das heißt, wir müssten uns über alles sowieso schon einig sein? Also auch darüber, wie das mit den Kindern und der Wohnung weitergeht?

Cosima: Ja, und das müsst Ihr alles schriftlich mit dem Anwalt festhalten. Der kann Euch dann auch sagen, wie teuer Euer Verfahren wird. Im Durchschnitt kostet eine einvernehmliche Scheidung etwa 2.000 Euro. Es gibt im Netz auch Scheidungskostenrechner. Die würde ich zwar nicht für bare Münze nehmen, aber so Pi mal Daumen gibt das, glaube ich, einen groben Überblick. Tim und ich kamen damals pro Nase mit knapp 3.000 hin mit allem Drum und Dran.

Anna: Das geht gerade noch so. Meine Cousine damals hatte einen bitterbösen Rosenkrieg. Ich weiß nicht, wie viel sie dafür ausgegeben hat, aber sie meinte, sie wäre finanziell ausgebrannt. Sie hat dafür sogar die Sparkonten ihrer Kinder angreifen müssen …

Finanzielle Beratung bei der Trennung? Besser zum Profi gehen

Cosima: Hand aufs Herz: Würdest Du denn auch in so eine Lage kommen, wenn bei Euch Querelen entstehen?

Anna: Ich denke nicht. Ich habe immer noch mein altes Tagesgeldkonto, auf das ich immer etwas gespart habe. Da sind keine Unsummen drauf, aber es ist ein kleines Polster.

Cosima: Bleiben Jonas und Nicki bei Dir?

Anna: Ja, ich will mit den Kindern in der großen Wohnung bleiben. Erik hat sich eine kleine Wohnung in der Nähe seines Büros genommen. Aber ich weiß auf Dauer nicht, wie ich die große Wohnung bezahlt bekomme. Die Miete ist doch ziemlich hoch.

Cosima: Erik ist aber zum Trennungsunterhalt verpflichtet. Im Trennungsjahr vor der Scheidung steht der besser verdienende Partner immer noch für den schlechter verdienenden ein. Wie hoch der Trennungsunterhalt ist, muss Euer Anwalt ausrechnen. Je nach Wohnort unterscheidet sich das nämlich. Eines ist aber sicher: Erik kann Dich nicht einfach mit einer teuren Wohnung und zwei Kindern zurücklassen, wenn er deutlich mehr verdient als Du. Und das tut er doch, Du arbeitest immerhin Teilzeit, oder?

Anna: Genau, als Nicki damals zur Welt kam, war Jonas ja erst drei Jahre alt. Da wollte ich nicht mehr Vollzeit arbeiten. Wäre auch überhaupt nicht gegangen, mit zwei kleinen Kindern. Jetzt sind sie langsam aus dem Gröbsten raus und ich würde ganz gern wieder Stunden aufstocken. Aber bis das anläuft und ich wieder richtig Geld verdiene, dauert es bestimmt noch ein paar Monate.

72,6 % der Mütter in Deutschland arbeiteten 2019 Teilzeit. Bei den Vätern waren es nur 6,9 %.

Cosima: Sicher, bis das alles bei Deinem Arbeitgeber durch ist und so ... Und Du hast trotzdem eine nicht zu unterschätzende Einkommenslücke aus der Vergangenheit. Die Teilzeit tut ja auch nicht viel für Deine Rente. Das ist eine Falle für Altersarmut, gerade für alleinerziehende Mütter. Ich will Dir keine Angst machen, versteh mich nicht falsch.

Anna: Ganz und gar nicht, manchmal muss man das hören, um es zu realisieren. Die Rentenbeträge, die ich die letzten Jahre von der Deutschen Rentenversicherung vorhergesagt bekommen habe, sind eher mau. Erik und ich hatten allerdings schon als junges Paar angefangen, privat etwas zur Seite zu legen. Mir ist aber nicht klar, wie das aufgeteilt wird.

Cosima: Bei Tim und mir war das auch ein großes Thema – diese ganzen Spareinlagen und Altersabsicherungen. Generell wird das vom Staat als Zugewinngemeinschaft gesehen und bei einer Scheidung Hälfte-Hälfte geteilt, aber auch da gibt es Ausnahmen und Sonderregelungen, alles sehr kompliziert. Wir sind damals zu unserer Bank gegangen und haben uns beraten lassen, wie wir das angehen. Unser Vermögensberater war da sehr aufgeschlossen und hat uns top informiert. Habt ihr das selbst geregelt oder auch über einen Berater?

Anna: Erik hatte sich da immer drum gekümmert, mit einem externen Berater. Ich hatte da nie wirklich Interesse dran und hab mich mehr mit Kindererziehung, Haushalt und Teilzeitjob beschäftigt.

Altersarmut aufgrund von Teilzeit: 2018 galten 12,7 Prozent aller Männer von Armut in der Rente gefährdet. Bei den Frauen waren es mit 16,4 Prozent deutlich mehr. Gründe dafür: Elternzeit, Teilzeit, Gender Pay Gap und eine höhere Lebenserwartung für Frauen.

Cosima: Das bleibt in der Regel immer an uns Frauen hängen. Und um Versicherungen und Absicherung kümmern sich meist die Männer. Da musst Du das Gespräch mit Erik ganz offen suchen und um einen gemeinsamen Termin mit seinem Berater bitten. Falls es da Schwierigkeiten gibt, bleibt wohl doch nur der Gang zum Rechtsanwalt.

Anna: Ich denke nicht, dass er sich da verschließen wird. Er ist schon ein sehr fairer Mann und gerade das Wohl der Kinder liegt ihm sehr am Herzen. Wir wollen uns das Sorgerecht teilen, im Moment sieht es so aus, dass die Kinder abwechselnd zwei Wochen am Stück bei mir sind und eine Woche bei ihm.

Selber absichern und vorsorgen

Selber absichern und vorsorgen

Cosima: Dann müsst Ihr Euch vom Anwalt berechnen lassen, wie viel Unterhalt er Dir und den Kindern zahlen muss. Du wirst ja auch weiterhin weniger verdienen als er, hast aber dafür mehr Ausgaben durch die Kinder. Und denk auch daran, dass Du aus den Familienversicherungen, die auf ihn laufen, ausscheidest. Privathaftpflicht und Hausrat solltest Du so schnell wie möglich selbst abschließen. Meist passiert ja genau dann etwas, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.

Anna: Stimmt, daran habe ich auch gar nicht gedacht! Tatsächlich laufen fast alle Versicherungen auf ihn!

Cosima: Typisch, so läuft das meistens. Aber Versicherungen wie Privathaftpflicht und Hausrat kannst Du ganz einfach und unkompliziert bei einem Direktversicherer wie CosmosDirekt online abschließen. Das geht schnell, die sind immer per Telefon erreichbar und Du kannst über die App alles selbst steuern, Tarife anpassen, Schäden melden und solche Sachen.

Anna: Cosima, Du kennst Dich da ja viel besser aus, als ich gedacht hätte. Bist richtig auf Zack!

Cosima: Als alleinstehende Frau muss man da so sein. Man sollte sich nie von einem Mann abhängig machen, besonders finanziell nicht. Du hattest gesagt, Du hast ein Tagesgeldkonto – also hast Du ja zumindest ein bisschen was angespart, unabhängig von ihm. Das ist super. Wenn Ihr Eure privaten Spareinlagen und Altersvorsorge-Depots aufteilt, würde ich die an Deiner Stelle direkt für mich selbst weiterführen und investieren.

Anna: … ich weiß ja nicht, das klingt nach ganz schön viel Arbeit. Und das in so einem Scheidungsprozess und den ganzen Änderungen im Leben …

Cosima: Ach, so viel ist das gar nicht. Du kannst zum Beispiel über einen Flexiblen VorsorgePlan mit garantierten Zinsen Dein Polster weiter ausbauen. Oder mit einem Kinder-SparPlan für Jonas und Nicki vorsorgen, falls Erik sich da doch mal querstellt.

Anna: Muss ich dann nicht immer hinter der Entwicklung am Finanzmarkt her sein und mich mit Kursen beschäftigen?

Cosima: Eben nicht. Das sind sichere Geldanlagen, Du brauchst kein Finanzwissen dazu. Du legst jeden Monat Deinen Betrag zur Seite und bekommst Zinsen für die Anlage.

Anna: Hört sich gar nicht so schlecht an.

Cosima: Anna, das ist alles machbar. Es gibt Beratungsstellen und Familienanwälte, die Dir helfen. Erik ist kein Unmensch und wird Dich nicht in der Luft hängen lassen. Und ich bin ja auch immer da.

Anna: Danke, finde es wirklich schön, dass ich mit Dir über solche Themen sprechen kann.

Cosima: Immer gern. Und jetzt zu den schöneren Dingen im Leben: Wo bleibt eigentlich unser Kuchen? … Entschuldigung, denken Sie bitte an unsere zwei Stücke Schokotorte? Ja? Danke!

Anna: Haha, genau das brauche ich jetzt, nach so einem schweren Gespräch: eine Portion leckere Schokolade.

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Über die Autorin
Sarah

Sarah ist nach der Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation in den Bereich Suchmaschinenoptimierung (auch SEO genannt) eingestiegen. Bei der CosmosDirekt hat sie 2012 den Bereich SEO aufgebaut und ist jetzt für die Contenterstellung verantwortlich, unter anderem auch für CosmosCreators.

Persönliche Einblicke: Mädchenmama, braucht neue Herausforderungen und lacht gerne.