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Hundehaftpflicht

Hundehaftpflicht:

Versicherungsschutz für Ihren Hund

Vom kaputten Sofa bis zum Autounfall – Haustiere können große Schäden hervorrufen. Selbst friedfertige Hunde können in Stresssituationen ein unberechenbares Verhalten zeigen. Als Hundehalter haften Sie in voller Höhe für entstandene Schäden. Eine Hunde­haftpflicht übernimmt solche Schadenersatzforderungen.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, warum und für wen eine Hundehaftpflicht sinnvoll ist. Welche Leistungen diese Haftpflicht umfasst und warum sie für jeden Hund Pflicht sein sollte.

Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklärung
PersonenschadenAlle Schäden, die eine Verletzung, gesundheitliche Beeinträchtigung oder den Tod eines Menschen zur Folge haben.
SachschadenAlle Schäden, die die Substanz eines Gegenstands oder einer Sache beschädigen oder vernichten.
VermögensschadenAlle finanziellen Verluste, die in Folge eines Personen- oder Sachschadens entstehen.

Max, ein ausgelassener Golden Retriever, tobt gern herum. Wenn sein Frauchen Sandra mit ihm auf der Wiese im Park spielt, muss sie die Tennisbälle immer extra weit werfen und Max holt sie dann zurück. Doch neulich hat er ein Mädchen auf Inline-Skates übersehen und überrannt. Das Mädchen stürzte, fiel unglücklich aufs Knie und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die private Haftpflichtversicherung übernimmt in diesem Fall nicht die Kosten. Ohne Hundehaftpflicht müsste Sandra als sein Frauchen nun tief in die Tasche greifen.


Warum ist eine Hundehaftpflichtversicherung sinnvoll?

Schäden durch Hunde sind schnell passiert. Durch die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) im § 823 (Schadensersatzhaftpflicht) ist Sandra grundsätzlich verpflichtet, für alle Schäden zu haften, die Max, als Ihr Hund, verursacht. Das hat erhebliche Konsequenzen, denn sie muss den Schaden in voller Höhe ersetzen. Eine Haftungsobergrenze gibt es nicht. Dafür wird nicht nur ihr derzeitiges, sondern auch alles zukünftige Vermögen herangezogen. Das kann weitreichende finanzielle Folgen haben, insbesondere wenn wie in diesem Fall eine Person zu Schaden kommt. Die Ansprüche auf Schadenersatz, die sich aus medizinischen und therapeutischen Maßnahmen, Verdienstausfall und Schmerzensgeld summieren, können schnell in die Millionenhöhe gehen.

Was ist die Gefährdungshaftung?

Sandra trägt als Hundehalterin die Verantwortung für ihr Tier und hat somit auch die Aufsichtspflicht. Doch selbst gut erzogene Hunde wie Max zeigen unter besonderen Umständen manchmal ein unberechenbares Verhalten. Also bleibt ein Restrisiko bestehen, dass es zu einer Gefährdung von Passanten, Autos, Fahrradfahrern etc. kommt. Entsteht dann ein Schaden, haftet Sandra im Rahmen der Gefährdungshaftung. Dies ist in § 833 BGB geregelt. Auch wenn Sandra den Schaden nicht persönlich verschuldet hat, so muss sie doch für die Taten ihres Hundes einstehen.

Warum eine Privathaftpflichtversicherung nicht ausreicht

Die Privathaftpflichtversicherung deckt Schäden durch den eigenen Hund nicht ab. Abgesichert sind bei einer Privathaftpflicht unter Umständen Freundschaftsdienste wie das Hüten fremder Hunde. Dieser Fall ist beispielsweise gegeben, wenn Sandra mit der Familie in den Urlaub fährt und die Nachbarn für einige Tage auf Max aufpassen. In diesem Fall besteht durch die Haftpflicht ein Versicherungsschutz, falls der Hund ihnen beim Gassi gehen entwischt und beispielsweise einen Fahrradfahrer zu Fall bringt.

Allerdings muss die Privathaftpflicht der Nachbarn diese Leistung enthalten, ansonsten stehen sie ohne Versicherungsschutz da. Anstatt darauf zu vertrauen, dass die Privathaftpflichtversicherungen aller Freunde, Bekannten und Nachbarn eine entsprechende Leistung abdecken, ist die Hunde­haftpflicht die bessere Alternative: So stellen Sie sicher, dass Ihr soziales Umfeld nicht das finanzielle Risiko eines Freund­schafts­dienstes trägt.


Für wen ist die Hundehaftpflicht sinnvoll?

Grundsätzlich schützt die Hundehaftpflichtversicherung den Halter des jeweiligen Hundes. Abgesichert sind aber auch alle, die sich zeitweise um den Hund kümmern. Geht die Nachbarin gelegentlich mit dem Hund Gassi, wäre sie für alle Schäden, die der Hund in dieser Zeit verursacht, haftbar zu machen. Daher sichert eine Haftpflichtversicherung für Hunde auch Familienmitglieder, Freunde, Bekannte und Nachbarn ab, die den Hund gelegentlich in Obhut nehmen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn deren Privathaftpflicht das Hüten fremder Hunde nicht abdeckt. Andernfalls besteht für diese Personen kein Versicherungsschutz.

Die gesetzliche Pflicht zur Hundehaftpflicht

In einigen Bundesländern gibt es die gesetzliche Regelung, dass jeder Hundehalter eine Hundehalterversicherung haben muss. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen kleinen oder großen Hund handelt.Egal, ob Chihuahua, Französische Bulldogge, Mops, Yorkshire Terrier oder Labrador, Deutscher Schäferhund oder Berner Sennenhund: hier ist Hund gleich Hund.

Zudem gelten spezifische Vorschriften für bestimmte, als besonders gefährlich angesehene Hunderassen. Dann ist nicht nur eine Haftpflichtversicherung für diese Hunde Pflicht, sondern auch ein Maulkorb und eine Leine. Dadurch soll die Gefahr verringert werden, dass der Hund zubeißt oder sich unberechenbar in der Öffentlichkeit bewegt.

In diesen Bundesländern ist die Hundehaftpflicht gesetzliche Pflicht:

  • Berlin
  • Hamburg
  • Niedersachen
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen

Hundehaftpflicht: Was ist versichert?

Eine Hundehaftpflichtversicherung deckt in der Regel Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab, die der Hund verursacht.

Welche zusätzlichen Leistungen abgesichert werden, hängt von der jeweiligen Police ab:

  • Mietsachschäden: Die Kosten für Beschädigungen an gemieteten Objekten
  • Auslandsaufenthalt: Schadenfälle, die Ihr Hund im Auslandsurlaub verursacht
  • Flurschäden: Beispielsweise Schäden in Gärten, Vorgärten, Feldern, Wäldern und Friedhöfen
  • Ungewollte Deckaktschäden
  • Mitversicherung des Nachwuchses: Welpen sind nach der Geburt für einige Monate kostenlos mitversichert

Ungewollte Deckaktschäden passieren leicht

Auch bei der Absicherung ungewollter Deckaktschäden lohnt der genaue Blick in die Vertragsbedingungen. Gemeint sind damit Kosten, die entstehen, wenn ein weibliches Tier ungewollt von einem Rüden gedeckt wurde. Hundebesitzer, deren Hunde Deckschäden verursacht haben, sind gesetzlich verpflichtet, die damit verbundenen Kosten zu tragen. So muss möglicherweise die Abtreibung oder die Aufzucht eigentlich nicht eingeplanter Welpen bezahlt werden. Eventuell steht eine Zuchthündin zudem für einen geraumen Zeitraum nicht zur Verfügung, wodurch weitere Folgekosten drohen, wenn dem Besitzer der Hündin Einnahmen aus Zuchterfolgen ausfallen.

Was ist bei einer Haftpflichtversicherung für einen Hund nicht versichert?

Nicht abgedeckt sind grundsätzlich Schäden am eigenen Hab und Gut. Reißt Ihr Hund die Polster Ihres Sofas auf, springt die Hundehaftpflicht nicht ein. Das Gleiche gilt für alle Schäden an Angehörigen, die im selben Haushalt leben. Wenn Ihr Dackel Ihr Kind beißt und es im Krankenhaus längere Zeit behandelt werden muss, übernimmt Ihre Hundehaftpflicht nicht die Kosten. Auch Schäden, die durch Vorsatz verursacht wurden, werden nicht ersetzt.

Für gewerblich genutzte Hunde besteht in der Regel eine Ausschlussklausel. Jagdhunde, Hütehunde, Wachhunde etc. müssen über eine separate Betriebshaftpflichtversicherung abgesichert werden.

Halter von Kampfhunden werden es zudem schwer haben, eine Haftpflicht für ihren Hund zu finden. Viele Versicherer haben eine Liste von Hunderassen, die sie nicht versichern. Kampfhunde gelten als besonders gefährlich, und das Risiko, dass sie einen Schaden verursachen, wird als hoch bewertet. Einige Versicherer haben darauf reagiert: Gegen einen Selbstbehalt übernehmen sie den Versicherungsschutz. Andere Unternehmen bieten eine spezielle Kampfhunde-Haftpflicht an.

Unbedingt Mietsachschäden einschließen

Nicht immer abgesichert sind Mietsachschäden. Das sind solche Schäden, die der Hund an gemieteten Sachen verursacht. Fehlt dieser Punkt, sind zwei Bereiche ohne Versicherungsschutz: Mietwohnungen und Hotelzimmer. Zerstört der Hund eine Fronttür der Einbauküche in einer Ferienwohnung, werden die Kosten nicht übernommen. Das Gleiche gilt, wenn Ihr Hund den Fernseher in der Ferienanlage herunterreißt, in der Sie mit der ganzen Familie Urlaub machen. Den Schadenersatz müssen Sie dann selbst leisten.


Vorteile einer Hundehalterhaftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung für Hunde trägt nicht nur das finanzielle Risiko für bestimmte Schäden und übernimmt Kosten, für die Sie ansonsten privat gerade stehen müssten. Zu den Versicherungsleistungen gehört auch eine genaue Prüfung der gemeldeten Schadenfälle. Ergibt diese, dass der Anspruch auf Schadenersatz gerechtfertigt ist, wickelt die Hundehaftpflicht die notwendigen Zahlungen an den Geschädigten ab.

Abwehr ungerechtfertigter Ansprüche

Eine Hundehaftpflichtversicherung beinhaltet auch immer den sogenannten „passiven Rechtsschutz“. Das heißt, dass der Versicherer Ansprüche auf Schadenersatz abwehrt, die er für ungerechtfertigt hält. Endet der Streitfall mit einem Geschädigten vor Gericht, übernimmt die Hundehaftpflicht alle Kosten, inklusive der Kosten für Anwälte und Sachverständigen, aber auch die notwendigen Gerichts- und Reisekosten, beispielsweise für Zeugen.


Wie hoch sollte die Versicherungssumme der Haftpflicht für meinen Hund sein?

Die Stiftung Warentest empfiehlt eine Mindest­versicherungs­summe von 5 Millionen Euro bei der Haftpflichtversicherung. Da Personenschäden sehr teuer werden können, ist diejenige Hundehaftpflicht im Vergleich besser, die eine höhere Versicherungssumme beinhaltet. Wir empfehlen auch eine Deckung in Höhe von 5 Millionen Euro, idealerweise 10 Millionen Euro. Die Versicherungssumme sollte als Pauschale vereinbart sein, damit die gesamte Summe im Schadenfall zur Verfügung steht.


Welcher Zeitraum ist für die Hundehaftpflichtversicherung sinnvoll?

Sie benötigen für jeden Hund eine eigene Haftpflichtversicherung. Wenn Sie also einen Hund geschenkt bekommen oder ein Jungtier kaufen, Ihre Kinder einen süßen Strolch aus dem Tierheim mitbringen, brauchen Sie eine Hundehaftpflichtversicherung. Das gilt ab dem Zeitpunkt, an dem Sie Halter werden. Die Haftpflicht sollte dann das ganze Leben des Hundes über bestehen. Mit dem Tod des Hundes erlischt auch die entsprechende Haftpflichtversicherung.

Hinweis

Eine Ausnahme besteht bei Welpen. Diese sind in vielen Versicherungspolicen in den ersten Lebensmonaten in der Hundehaftpflicht des Muttertieres mitinbegriffen. Spätestens ab dem 6. Lebensmonat benötigen die Welpen eine eigene Hundehalterhaftpflichtversicherung.


Fazit: Für alle Begleiter auf vier Pfoten eine Hundehaftpflicht abschließen

Ihr Hund sollte versichert sein! Denn es kann immer etwas passieren, selbst bei den liebsten Familienhunden wie Max, der bis dato als absolut zuverlässig und folgsam galt. Auch der Deutsche Tierschutzbund, die Dach­organisation der deutschen Tierschutz­vereine und Tier­heime, bestärkt eindringlich alle Halter, eine Haftpflicht­versicherung für ihre Hunde abzuschließen.

Mit einer Hundehaftpflicht sind Sie bei allen Schadenfällen abgesichert, die Ihr Hund verursacht. Achten Sie darauf, dass eine Versicherungssumme von mindestens 5 Mio. Euro versichert ist. Die Absicherung von Schäden im Auslandsurlaub oder an gemieteten Sachen ist ebenfalls zu empfehlen. Informieren Sie sich vorher, welche Leistungen enthalten sind und welche Kosten auf Sie zukommen. Die größten Risiken lassen sich mit einem Basis-Tarif bereits absichern. Die Comfort-Tarife umfassen im Vergleich oftmals eine höhere Versicherungssumme und zusätzliche Leistungen wie ungewollte Deckschäden oder die Mitversicherung von Welpen in den ersten Lebensmonaten.

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