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Haftpflichtversicherung Steuererklärung

Haftpflichtversicherung und Steuererklärung

Wer Steuern zahlt, hat jedes Jahr die Möglichkeit, mit der Steuer­erklärung seine zu zahlenden Steuern zu senken und einen Teil der gezahlten Steuern zurückzuholen. Wer keinen Steuerberater hat, muss sich selbst über die Möglichkeiten und Besonder­heiten informieren. Für Steuer­pflichtige ist es interessant, die Beiträge für Versicherungen steuerlich geltend zu machen. Somit können ganz einfach Steuern gespart werden.

Eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder haben. Mit den Haft­pflicht­versicherungen können Sie sich gegen unter­schiedliche Risiken absichern, die selbst nicht tragbar sind. Der Gesetz­geber kommt den Versicherten daher entgegen: Beiträge für Haft­pflicht­versicherungen sind steuerlich absetzbar. Wie Sie am besten vorgehen und was Sie beachten müssen, erfahren Sie im Ratgeber.


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Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklärung
BeiträgeDie Zahlungen, die der Versicherungsnehmer an den Versicherer zu entrichten hat. Diese können in den meisten Fällen einmal im Jahr, halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich entrichtet werden.
VersicherterDie Person, die gegen die Bezahlung von Beiträgen den Versicherungsschutz einer Versicherungsgesellschaft in Anspruch nimmt, um sich gegen Risiken abzusichern. Oftmals wird der Versicherte auch Versicherungsnehmer genannt.

Beiträge zur Haftpflichtversicherung als Vorsorgeaufwendungen absetzen

Auto, Grundstück und der geliebte Vierbeiner – all diese Dinge können mit einer Haftpflichtversicherung abgesichert werden. Eine Privathaftpflicht sollte jeder haben. Die private Haftpflichtversicherung bewahrt Sie davor, sich wegen einer kurzen Unachtsamkeit ein Leben lang finanziell einschränken zu müssen. Der Gesetzgeber erkennt Haftpflicht­versicherungen als Vorsorgeaufwendung in der Steuererklärung an. Damit unterstützt er seine Bürger dabei, sich gegen Risiken im Leben abzusichern. Neben den Haftpflichtversicherungen können Sie in der Steuererklärung auch andere Versicherungen als Vorsorgemaßnahmen angeben.

Die Ausgaben für die folgenden Versicherungen können steuerlich geltend gemacht werden:

  • Altersvorsorge
  • Arbeitslosenversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Erwerbsunfähigkeitsversicherung
  • Haftpflichtversicherung (zum Beispiel Privathaftpflicht, Kfz-Haftpflicht)
  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Unfallversicherung
  • Risiko-Lebensversicherung
Tipp

Wenn Sie mehr erfahren möchten, warum eine Haftpflicht so wichtig ist, was alles abgesichert ist und wie Sie sich am besten absichern, empfehlen wir Ihnen den Ratgeber:


Die private Haftpflichtversicherung in der Steuererklärung geltend machen

Die Beiträge zur Privathaftpflicht können als sonstige Vorsorgeaufwendung steuerlich abgesetzt werden. Ihre Beiträge tragen Sie in der "Anlage Vorsorgeaufwände" (Zeile 46 - 50) Ihrer Einkommenssteuererklärung ein. Hier können auch alle weiteren Beiträge für sonstige Vorsorge­aufwendungen eingetragen werden, wie zum Beispiel Beiträge zur Kfz-Haftpflichtversicherung. Neben der Privat­haftpflicht können Sie weitere Haftpflicht­versicherungen als Vorsorge­aufwendungen in der Einkommens­steuer­erklärung geltend machen:

  • Tierhalterhaftpflicht für Hunde und Pferde
  • Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht
  • Bauherrenhaftpflicht
  • Jagdhaftpflicht
  • Bootshaftpflicht
  • Gewässerschaden-Haftpflicht
Hinweis

Ab 2019 wird die Frist zur Abgabe der Steuererklärung um zwei Monate verlängert. Wer die Formulare selbst ausfüllt, muss sie künftig erst Ende Juli des Folgejahres einreichen. Bisher musste die Steuererklärung bis Ende Mai fertig sein.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/steuererklaerung-fiskus-gewaehrt-mehr-zeit-a-1091874.html, 11.05.2016

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Die grundlegende Voraussetzung, um in Ihrer Steuererklärung die Beiträge der Haftpflicht absetzen zu können: Sie müssen steuerpflichtige Einnahmen haben. Ist dies erfüllt, müssen Sie vor allem folgendes beachten: Der Gesetzgeber hat Höchstgrenzen festgelegt, bis zu denen Vorsorgeaufwendungen steuerlich berücksichtigt werden können.

  • Höchstgrenze für Angestellte, Beamte, Rentner und Pensionäre: Beträge bis zu einem Höchstbetrag von 1.900 Euro sind absetzbar.
  • Höchstgrenze für Selbstständige: Selbstständigen wird eine höhere Höchstgrenze für Vorsorgeaufwände eingeräumt. Da Selbständige die Krankenkassenbeiträge komplett selbst aufbringen, wird ihnen ein Höchstbetrag von 2.800 Euro pro Steuerjahr gewährt.
  • Höchstgrenze für Ehepaare: Für Ehepaare, die ihr Einkommen zusammen veranlagen, ergibt sich der gemeinsame Höchstbetrag aus der Summe der zustehenden Höchstbeträge jedes Ehegatten. Wer viele Vorsorgeaufwendungen sein Eigen nennt, kann faktisch nur wenige oder keine Beiträge bestimmter Versicherungen wie der Haftpflicht in der Steuererklärung geltend machen.
Tipp

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Der Sonderfall: die Kfz-Haftpflichtversicherung

Ein Auto kann die Haushaltskasse ziemlich belasten. Ein großer Kostenfaktor sind die Versicherungen zur Unterhaltung des Wagens. Daher ist es erfreulich, dass ein Teil der Kosten für die Kfz Versicherung über die Steuererklärung absetzbar sind.

Welche Kosten können geltend gemacht werden?

Es ist ratsam, neben einer Haftpflicht, eine Teil- oder Vollkaskoversicherung für ein Auto abzuschließen. Allerdings werden nicht alle Versicherungsarten vom Finanzamt berücksichtigt. Nur die Kfz-Haftpflicht ist steuerlich absetzbar. Sie gilt als Vorsorgemaßnahme, weil man mit ihr gegen etwaige Schadenleistungen gegenüber Dritten abgesichert ist. Die Kfz-Haftpflicht ist vom Gesetzgeber zwingend vorgeschrieben. Demnach kommt der Staat seinen Bürgern entgegen, indem die Kfz-Haftpflicht in der Steuererklärung - alternativ - gleich an mehreren Stellen geltend machen können.

Als sonstige Vorsorgeaufwendung gilt die Kfz-Haftpflicht in der Steuererklärung, wenn es sich bei ihr nicht um Betriebskosten oder Werbungskosten handelt. Als Betriebskosten ist die Kfz-Haftpflichtversicherung von der Steuer absetzbar, wenn Sie ein eigenes Unternehmen besitzen.

Fahrten zur Arbeit können in der Steuererklärung über die Entfernungspauschale meist bis zu einem Betrag von 4.500 Euro im Jahr als Werbungskosten angeführt werden. Wer diesen Vorteil nutzen kann, profitiert häufig stärker, als wenn er die Beiträge unter den sonstigen Vorsorgeaufwendungen absetzt.

Tipp

Wenn Sie nicht nur bei der Steuer sparen möchten, sondern auch sonst die Kosten Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung überprüfen möchten, empfiehlt sich ein Vergleich der verschiedenen Anbieter. Wenn Ihre Versicherung zu teuer ist, können Sie die Checkliste "So funktioniert der Kfz-Versicherungswechsel" nutzen.


Welche Unterlagen benötigen Sie?

Die Möglichkeit, die Beiträge der Kfz- und Privat-Haftpflicht in der Steuererklärung anzugeben, wird meistens im Rahmen der Absetzbarkeit der sonstigen Vorsorgeaufwendungen genutzt. Neben den notwendigen Formularen vom Finanzamt benötigen Sie einen Nachweis über die geleisteten Beiträge in dem entsprechenden Steuerjahr. Wenn Ihr Versicherer Ihnen nicht automatisch einen Beitragsnachweis zugeschickt hat, sollten Sie diesen anfordern. In den meisten Fällen reicht bereits eine Kopie des Versicherungsvertrages und der Kontoauszüge, aus denen hervorgeht, dass die Zahlungen getätigt wurden. Oftmals reicht es auch, wenn Sie einmal eine Kopie des Versicherungsvertrages einreichen und in den Folgejahren nur die Zahlungen nachweisen.

Checkliste: Ist Meine Haftpflichtversicherung absetzbar?
  • Steuerpflichtiges Einkommen im Steuerjahr gehabt?
  • Haftpflichtversicherungen abgeschlossen?
  • Höchstgrenze mit sonstigen Vorsorgemaßnahmen noch nicht erreicht?
  • Sonderfall Kfz-Haftpflicht: Betriebskosten, Werbekosten oder Vorsorgeaufwand?
  • Nachweise vorhanden?

Tipp: Lassen Sie sich beraten!

Es ist ratsam, sich bei der Steuererklärung beraten zu lassen, wenn man unsicher ist, was man absetzen kann. Das sieht der Gesetzgeber so, weshalb nur Menschen mit entsprechender Ausbildung Geld für die steuerliche Beratung nehmen dürfen. Das können Steuerberater, Anwälte und Beratungs­stellen­leiter in Lohn­steuer­hilfevereinen sein. Damit wird sichergestellt, dass die Unterstützung in Steuersachen fachgerecht und von Qualität ist. Sichern Sie sich auch unseren exklusiven Ratgeber mit wertvollen Infos unserer Steuerfachleute per E-Mail.


Fazit: Haftpflichtversicherung absetzen kann sich lohnen

Es kann sich für Steuerpflichtige lohnen zu prüfen, ob ihre Haftpflichtversicherung absetzbar ist. Es kann aber keine Garantie darüber gegeben werden, dass jeder Bürger mit einer Haftpflichtversicherung steuerliche Vorteile genießen kann. Viele erreichen schon durch die Angabe der Ausgaben für die Krankenversicherung die Höchstgrenze beim Vorsorgeaufwand. Deshalb sollte genau geprüft werden, ob es möglich ist, die Kosten für die Kfz-Haftpflicht mit der Entfernungs­pauschale abzufangen. Auch wenn der Fall eintritt, dass es sich nicht lohnt oder durch das Überschreiten von Höchstgrenzen nicht möglich ist, die Haftpflicht steuerlich geltend zu machen, sollte auf diesen Versicherungs­schutz nicht verzichtet werden. Zu groß ist das Risiko, durch eine Unachtsamkeit im Alltag einen so großen Schaden anzurichten, für den ohne Haftpflicht­versicherung ein Leben lang gezahlt werden müsste.



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