Alkohol am Steuer unter 21

Alkohol am Steuer unter 21: Grundsätzlich verboten

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Wer Alkohol trinkt und Auto fährt, bringt sich und andere in Gefahr. Hunderte Tote und Tausende Verletzte belegen das jedes Jahr.

Die Autoversicherung (Kfz-Haftpflicht und Kasko) greift zwar bei Alkohol­konsum im Schaden­fall, aber die Versicherung kann den alkoholisierten Unfall­verursacher in Regress nehmen.

Für Fahranfänger in der Probezeit sowie für alle Autofahrer unter 21 Jahren gilt absolutes Alkohol­verbot.

In diesem Artikel erfahren Sie, mit welchen Konse­quenzen beim Verstoß gegen die Null-Promille-Grenze zu rechnen ist.

Diese Fachbegriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklärung
Promille

Maßeinheit für die Blutalkohol-Konzentration und Maßstab für die Verhängung von Strafpunkten, Bußgeldern und Fahrverboten. 1 Promille = 1 Gramm Alkohol pro Kilogramm Blut.

Punkte in FlensburgStrafpunktesystem des Kraftfahrt-Bundesamtes (Sitz in Flensburg) zur Verkehrserziehung. Ordnungswidrigkeiten und Straftaten im Straßenverkehr werden mit Punkten geahndet. 8 Punkte bedeuten Führerschein-Entzug. Die Punkte verfallen oder verjähren je nach Schwere des Verstoßes unterschiedlich schnell.
FahruntüchtigkeitSituativer Zustand, der die Fähigkeit einschränkt, ein Fahrzeug sicher zu führen; hervorgerufen unter anderem durch Alkohol und/oder andere Drogen.
MPUDie Medizinisch-Psychologische Untersuchung zur Feststellung der Fahreignung; umgangssprachlich auch „Idiotentest“ genannt.
LeberzirrhoseAuch: Schrumpfleber. Lebergewebe wandelt sich in Narben- und Bindegewebe um. Die Leber verhärtet und schrumpft. Leberfunktionen nehmen ab. Ursachen: z. B. chronischer Alkoholkonsum, Hepatitis und andere Erkrankungen.

Welche Gefahren birgt das alkoholisierte Führen eines Fahrzeugs?

Ein betrunkener Fahrer kann nicht mehr auf unvorhersehbare Situationen im Straßenverkehr reagieren. Wildwechsel, schlechte Witterungsbedingungen wie Schnee und Eis oder das unerwartete Bremsen eines anderen Fahrzeuges werden plötzlich zu unüberwindbaren Herausforderungen. Hinzukommt, dass Menschen unter Alkoholeinfluss zur Selbstüberschätzung und damit zu unvernünftigen Fahrmanövern neigen. Die Folgen eines Unfalls, der unter Alkoholeinfluss verursacht wurde, geht in vielen Fällen über einen Sachschaden hinaus. Wer sich betrunken hinter das Steuer setzt, riskiert leichtfertig seinen Führerschein und bringt alle Fahrzeuginsassen sowie andere Verkehrsteilnehmer in Lebensgefahr.


Wie wirkt sich Alkohol am Steuer aus?

Bereits ab einem Alkoholwert von 0,2 Promille ist der menschliche Körper nicht mehr im gewohnten Umfang belastbar. Schon in diesem vermeintlich ungefährlichen Bereich können Schmerzempfinden und Sehvermögen eingeschränkt sein. Spätestens ab 0,5 Promille ist auch die Reaktionsfähigkeit enorm beeinträchtigt. Durch den sogenannten „Tunnelblick“ kann auf unvorhergesehene Zwischenfälle auf der Straße in diesem Zustand nur noch stark verzögert reagiert werden. Bei über 1,0 Promille ist mit einer erheblichen Einschränkung des aktiven Gesichtsfeldes und der allgemeinen Koordination zu rechnen. Mit Erreichen dieser Schwelle gilt der Mensch im Straßenverkehr als „absolut fahruntüchtig“.


Wann ist Alkohol am Steuer erlaubt?

Fahranfänger und junge Fahrer sind überdurchschnittlich oft in alkoholbedingte Unfälle verwickelt. Um sie zu schützen und zu sensibilisieren, ist Alkohol am Steuer unter 21 Jahren generell verboten. Viele glauben irrtümlich, dass die zweijährige Probezeit allein der Maßstab für das Alkoholverbot am Steuer sei. Das ist jedoch nicht der Fall. Für Unter-21-Jährige gilt auch nach der Probezeit weiterhin die Null-Promille-Grenze!

Alkohol am Steuer ist erst erlaubt, wenn die Probezeit vorüber ist und man 21 Jahre alt ist. Die folgenden wichtigen Einschränkungen und Risiken sollten Sie zudem unbedingt kennen und beachten.


Wie viel Alkohol ist am Steuer erlaubt?

Wer über 21 Jahre alt ist und die Probezeit hinter sich hat, darf theoretisch mit bis zu 0,49 Promille Alkohol im Blut ein Kraftfahrzeug lenken, ohne dafür bestraft zu werden – doch Vorsicht: Das gilt nur, solange nichts passiert! Ein Blutalkoholwert von 0,3 Promille reicht oft schon aus, damit eine Straftat vorliegt; und zwar dann, wenn der Fahrer einen Unfall verursacht oder den Verkehr durch alkoholbedingte Ausfallerscheinungen bzw. Fahrfehler gefährdet (zum Beispiel Schlangenlinien oder zu dichtes Auffahren). Man nennt dies eine relative Fahruntüchtigkeit. Da Alkohol bei jedem Menschen anders wirkt, genügt im Extremfall ggf. schon ein Glas Sekt für einen Führerscheinentzug samt Geld- oder sogar Freiheitsstrafe. Generell lässt sich sagen:

  • Ab 0,5 und bis zu 1,09 Promille liegt eine Ordnungswidrigkeit, aber noch keine Straftat vor, sofern keine alkoholbedingten Ausfallerscheinungen auftreten und der Fahrer unfallfrei bleibt.
  • Ab 1,1 Promille liegt rechtlich die absolute Fahruntüchtigkeit für alle Kraftfahrzeuge vor – und somit immer eine Straftat. Das gilt auch dann, wenn sonst keine Anzeichen für eine unsichere Fahrweise bestehen.
Info
  • Pro Stunde baut der Körper nur rund 0,1 Promille Alkohol im Blut ab.
  • 1,1 Promille bedeutet absolute Fahruntüchtigkeit
Hinweis

Auch Radfahrern droht ab 0,3 Promille Alkohol im Blut der Führerschein-Entzug, wenn sie einen Unfall verursachen. Die absolute Fahruntüchtigkeit gilt auf dem Fahrrad jedoch erst ab 1,6 Promille, zieht aber ebenfalls ein Strafverfahren nach sich – egal, ob der Radfahrer einen Führerschein besitzt oder nicht.


Welche Strafen drohen bei Verstößen?

Für das Fahren unter Alkoholeinfluss gelten hohe Strafen. Wer unter 21 ist und mit Alkohol am Steuer erwischt wird, begeht zumindest eine Ordnungswidrigkeit.

Folgende Strafen gelten unter 0,5 Promille:

  • 250 Euro Bußgeld
  • 1 Punkt in Flensburg
  • Verlängerung der Probezeit um weitere 2 Jahre
  • ggf. die Verpflichtung, ein spezielles Aufbauseminar zu besuchen

Ab 0,5 Promille gilt für alle:

  • mindestens 500 Euro Bußgeld
  • 2 Punkte in Flensburg
  • mindestens 1 Monat Fahrverbot

Wer wiederholt mit 0,5 bis 1,09 Promille am Steuer angehalten wird, muss beim Bußgeld deutlich tiefer in die Tasche greifen und ebenso mit längeren Fahrverboten leben.

Ab 1,1 Promille gilt:

  • Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren (§§ 315c, 316 Strafgesetzbuch – StGB)
  • 3 Punkte in Flensburg
  • Führerscheinentzug

Zu den genannten Strafen muss bei einem Promillewert ab 1,6 zusätzlich eine Medizinisch-Psycholgische Untersuchung (MPU) zur Feststellung der Fahreignung abgelegt werden, wenn man eine erneute Fahrerlaubnis beantragt. Neben der generellen Eignung steht dabei vor allem die Einschätzung einer möglichen Wiederholungsgefahr im Fokus.

In jedem Fall gilt: Wer Alkohol trinkt und fährt, gefährdet seinen Führerschein – egal ob 21 Jahre oder älter. Um ihn zurückzubekommen, ist ein Antrag bei der Straßen­verkehrs­behörde zu stellen. Auch wer wiederholt mit mehr als 0,5 Promille fährt, muss zur MPU.

Tatbestand
BußgeldPunkteFahrverbotBemerkung
Verstoß gegen die 0,0 Promillegrenze bei weniger als 0,5 Promille250 €1
Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze
beim ersten mal500 €21 Monat
beim zweiten mal1.000 €23 Monate
beim dritten mal1.500 €23 Monate
Straßenverkehrsgefährdung unter Alkoholeinfluss3Entziehung der Fahrerlaubnis, Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.
Tipp

Wer freiwillig an einem Fahreignungsseminar – auch Punkteabbauseminar genannt – teilnimmt, kann Punkte aus dem Fahreignungsregister (umgangssprachlich: „Verkehrssünderkartei“) des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg löschen. Hierbei sollten Autofahrer mit Punkten allerdings beachten, dass sie nur bis zu einem Stand von fünf Punkten jeweils einen Punkt abbauen können.


Zahlt die Versicherung bei Unfällen durch Alkohol?

Die Versicherung prüft genau, wie viel Schuld den Fahrer am Zustandekommen des Unfalles trifft. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt: Hätte der Unfall verhindert werden können, wenn der Fahrer nüchtern gewesen wäre?

Nach gesetzlicher Regelung darf der Versicherer, bei einem Wert zwischen 0,5 und 1,09 Promille, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des Versicherten entsprechenden Verhältnis kürzen. Hier ist stets der Einzelfall zu prüfen.

Ab 1,1 Promille wird von einer absoluten Fahruntüchtigkeit gesprochen. Ab diesem Wert wird die Alkoholisierung des Fahrers als Ursache des Unfalles unterstellt.

Diese Folgen ergeben sich aus dieser Regelung:

Wer unter Alkoholeinfluss einen Unfall mit dem Kraftfahrzeug verschuldet, steht somit schlimmstenfalls ganz oder teilweise ohne Kaskoschutz da. Es wird unterstellt, dass er grob fahrlässig gehandelt hat.

Im Fall der Kfz-Haftpflicht muss der Versicherte ggf. mit einem Rückgriff auf ihn rechnen, wenn die Versicherung für die verursachten Sach- und Personenschäden des Unfallgegners aufkommt: Bis zu einem Betrag von 5.000 Euro kann der Versicherer seine Leistung zurückverlangen.

Zu finden sind diese Regelungen innerhalb der Versicherungsbedingungen unter dem Punkt: Alkohol und andere berauschende Mittel. Für berauschende Mittel gilt damit die gleiche Regelung wie für eine Alkoholfahrt.

Info

Wer zu einem Betrunkenen ins Fahrzeug steigt, riskiert nicht nur Leib und Leben. Im Schadenfall muss er oder sie ebenso mit einer Minderung etwaiger Ansprüche auf Schadenersatz gegenüber dem Fahrer rechnen. Die Rechtsprechung unterstellt dem Beifahrer in diesem Fall, sich selbst gefährdet und die Folgen dadurch mitverursacht zu haben.

Warum ist Alkohol gefährlich?

Alkohol ist ein Zell- und Nervengift und kann bereits in kleinen Mengen der Gesundheit schaden. Über die Mundschleimhaut und den Dünndarm gelangt der Alkohol ins Blut. Dort wird er absorbiert und gelangt zur Leber, die für die Entgiftung des Körpers zuständig ist. Alkohol-Missbrauch kann eine Vielzahl von Erkrankungen nach sich ziehen oder verschlimmern; darunter Organschäden und viele Krebsarten, zum Beispiel Darmkrebs, Speiseröhren- und Leberkrebs. Er kann zu Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche führen sowie Gehirnzellen schwinden lassen, bis das Gedächtnis leidet. Nahezu jedes Organ kann durch Alkohol dauerhaft Schaden nehmen. Außerdem kann er zu seelischer und körperlicher Abhängigkeit führen. Ein Alkoholentzug geht dann üblicherweise mit Entzugserscheinungen einher.

Die Wirkung von Alkohol ist vielfältig und individuell. Er kann enthemmend oder ermüdend wirken, depressiv, risikobereit und aggressiv machen, zu Rauschzuständen und zur Bewusstlosigkeit führen. Alkohol schränkt die Wahrnehmung ein, verringert stark die Reaktionsfähigkeit und Bewegungskoordination. Dazu reichen oft schon geringe Mengen aus. Dass sich all dies nicht mit dem Lenken eines Fahrzeugs verträgt, liegt auf der Hand. Alkohol am Steuer ist auch ab 21 keine gute Idee.

Warum vertragen manche mehr Alkohol als andere?

Jeder Mensch hat eine individuelle Alkoholtoleranz. Das bedeutet, manche vertragen mehr als andere, bevor die typischen Ausfallerscheinungen (Lallen, Torkeln, Bewusstlosigkeit etc.) auftreten. Auch genetische Faktoren beeinflussen die Toleranz – vor allem aber der Gewöhnungseffekt. Je mehr Alkohol eine Person verträgt, desto wahrscheinlicher hat sie bereits ein Alkoholproblem. Folgende Faktoren sind für die individuelle Alkoholtoleranz relevant:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Gewicht
  • Körperfett
  • Körpergröße
  • Flüssigkeitsmenge im Körper
  • Trinkgeschwindigkeit
  • Mageninhalt

Wer schnell und auf leeren Magen trinkt, hat auch den Alkohol sehr schnell im Blut. Viele unterschätzen zudem die Menge, weil die höchste Alkoholkonzentration im Blut oft erst nach einer Stunde erreicht ist.


Wieviel Promille hat ein Bier?

Diese Frage ist pauschal nicht zu beantworten, denn Bier ist nicht gleich Bier und verschiedene alkoholische Getränke haben ganz unterschiedliche Alkoholanteile (gemessen in Volumenprozent). Zudem ist der Alkoholgehalt nur einer der Faktoren, die beeinflussen, wieviel Promille Alkohol sich nach dem Konsum im Blut befinden. Auch die oben genannten individuellen Toleranz-Faktoren spielen eine wichtige Rolle.

Alkohol im Auto mit unter 21 ist zwar tabu – doch schadet es nicht zu wissen, wie sich der Alkoholgehalt im Blut berechnen lässt. Mit der sogenannten Widmark-Formel (aufgestellt vom schwedischen Chemiker Erik Widmark) lässt sich zumindest ein ungefährer Promille-Wert bestimmen, der sich aus der konsumierten Alkoholmenge und der Flüssigkeitsmenge im Körper des Konsumenten ergibt. Je schwerer der Konsument ist, desto mehr Wasser enthält sein Körper, und Alkohol löst sich vor allem in Wasser, aber nur schlecht in Fett. Die Widmark-Formel lautet:

Promille = zugeführte Alkoholmenge (in Gramm) : Flüssigkeitsmenge (in Kilogramm)

Für ein Standardglas von 0,25 Litern Bier legt man durchschnittlich einen Alkoholgehalt von 5 Volumenprozent zugrunde. Der genaue Wert des Alkoholgehalts ist üblicherweise auf dem Etikett vermerkt. Die Alkoholmenge in Gramm bestimmt man so:

Menge des Getränks (in ml) x Alkoholgehalt (in Vol.-%) : 100 x 0,8

Bei den 0,8 (g/cm3) handelt es sich um das spezifische Gewicht von Alkohol, denn 1 Liter Alkohol wiegt rund 800 Gramm und 1 Liter entspricht 1.000 Kubikzentimetern (cm3). Ein Standardglas von 0,25 Litern Bier mit einem Alkoholgehalt von 5 Volumenprozent enthält nach obiger Formel also 10 Gramm Alkohol (250 x 5 : 100 x 0,8 = 10).

Und wie berechnet man die Flüssigkeitsmenge im Körper? Da Muskelzellen Wasser binden und Männer im Durchschnitt mehr Muskelzellen und weniger Fettzellen als Frauen haben, ist der Flüssigkeitsanteil in Männerkörpern oft höher. Männer bestehen durchschnittlich zu 70 Prozent aus Wasser, Frauen zu 60 Prozent. Die durchschnittliche Flüssigkeitsmenge im Körper errechnet sich deshalb wie folgt:

Flüssigkeitsmenge = Körpergewicht (in Kilogramm) : 100 x 70 (Männer)

bzw.:

Flüssigkeitsmenge = Körpergewicht (in Kilogramm) : 100 x 60 (Frauen)

Nach Konsum eines Standardglases von 0,25 Litern Bier mit durchschnittlich 10 Gramm Alkohol ergibt sich für einen 80 Kilogramm schweren Mann demnach durchschnittlich folgender Promille-Wert:

10 g Alkohol : 56 kg Wasser = 0,18 Promille

Eine 55 Kilogramm schwere Frau käme demnach durchschnittlich nach 0,25 Litern Bier mit 10 Gramm Alkohol auf:

10 g Alkohol : 33 kg Wasser = 0,3 Promille

Achtung

Diese Beispielrechnung verdeutlicht zwar einige der Einflussfaktoren und Relationen, jedoch handelt es sich lediglich um eine grobe Orientierung anhand durchschnittlicher Werte, die viele wichtige Faktoren außer Acht lässt!

Hinweis

Auch alkoholfreies Bier enthält Alkohol. In Deutschland darf dessen Alkoholgehalt höchstens 0,5 Volumenprozent betragen.


Wie schnell wird Alkohol im Körper abgebaut?

Als Faustregel gilt: Der Körper baut durchschnittlich 0,1 bis 0,2 Promille Alkohol pro Stunde ab. Auch hier spielen Körpergewicht und Flüssigkeitsgehalt eine entscheidende Rolle. Je niedriger diese sind, desto länger dauert der Abbau. Da Frauen häufig weniger wiegen, dauert der Prozess bei ihnen oft entsprechend länger.

Auch über Lunge, Haut und Nieren scheiden wir in sehr geringem Maße Alkohol aus. 95 bis 98 Prozent des Abbaus finden jedoch über die Leber statt. Je mehr wir trinken, desto länger braucht sie, um die giftigen Stoffe in harmlose zu verwandeln. Darunter leidet nicht nur sie, sondern auch ihre übrigen Aufgaben, die sie währenddessen zwangsläufig vernachlässigt. Zudem baut die Leber beim ersten „Durchlauf“ nicht den gesamten Alkohol ab. Ein Teil gelangt deshalb in andere Organe, zum Beispiel die Bauchspeicheldrüse, aber auch in Muskulatur und Knochen.

Info

Die typischen Symptome wie Kopfschmerzen, Schwäche, Schwindel und Übelkeit, die man gemeinhin „Kater“ nennt, stammen nicht direkt vom Alkohol, sondern von einem Zwischenprodukt aus dessen Abbau in der Leber. Das sogenannte Acetaldehyd ist noch giftiger als der Alkohol und hochschädlich für den Körper. Die Leber wandelt Acetaldehyd durch Enzyme in Essigsäure um. Körperflüssigkeiten transformieren diese schließlich in Kohlendioxid und Wasser, die wir wie als Atem, Schweiß und Urin ausscheiden.


Fazit

Alkohol unter 21 Jahren ist tabu, wenn Sie Auto fahren. Und selbst ab 21 gilt für Alkohol am Steuer: „Better safe than sorry“ – lieber auf Nummer sicher gehen, als es hinterher zu bereuen. Alkohol und Autofahren passen nicht zusammen. Schnell wird es teuer und gefährlich. Auch ohne Verkehrsunfall sind die gesundheitlichen Risiken erheblich, sie werden aber häufig unterschätzt.

Für die Autoversicherung bedeutet ein Unfall durch Alkohol meist: Die Kasko zahlt den entstandenen Schaden nicht oder nur teilweise. Die Kfz-Haftpflicht begleicht zwar Sach- und Personenschäden beim Unfallgegner, holt sich das Geld aber mit großer Wahrscheinlichkeit vom alkoholisierten Verursacher zurück. Wer unter Alkoholeinfluss fährt, muss damit rechnen, dass dies als grobe Fahrlässigkeit bzw. sogar als eine vorsätzliche Herbeiführung des Versicherungsfalls gewertet wird.



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