Angst vorm Auto­fahren

So bestehst du im Stra­ßen­ver­kehr

Viele Menschen haben Angst vorm Autofahren – sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn. Das gilt nicht nur für Fahrer, sondern auch für Beifahrer. Für die Entstehung von Fahrängsten sind meist Panik vor einem Unfall, soziale Ängste und persönliche Phobien verantwortlich. Um das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sicherzustellen, können Kon­fron­tations­übungen auf Verkehrs­übungsplätzen zur vor­bereiten­den Angst­bewältigung in schwierigen Situationen helfen. Gesprächs­kreise, Psychologen und geschulte Fahrlehrer unter­stützen zusätzlich bei der Panik vorm Autofahren.

Unser Ratgeber bietet dir allgemeine Informationen zum richtigen Umgang mit der Angst vorm Autofahren. Trittst du dieser gegenüber und möchtest du dein Auto für den Ernstfall eines Unfalls absichern, findest du außerdem alle Informationen zu unserer Kfz-Versicherung hier.

Angst vorm Auto­fahren: Millionen Menschen sind betroffen

Die Angst vorm Autofahren betrifft nicht nur Fahranfänger – sie ist in der Bevölkerung weit verbreitet und ein nicht zu unterschätzendes Problem. Laut diversen Umfragen leiden rund 7 Millionen Menschen in Deutschland unter Angst hinterm Steuer. Dabei spielt es in der Regel keine Rolle, ob der Betroffene überhaupt Schwierigkeiten im Straßenverkehr hat – denn die Angst bleibt oft auch bei sicherem Fahrstil ein konstantes Element. Durch Untersuchungen ist belegt, dass meist eher Frauen Opfer von der Angst beim Autofahren werden. In der Fachsprache wird diese Panik auch als Amaxophobie bezeichnet. Sie kann jeden treffen, egal ob es sich um Berufskraftfahrer, routinierte oder auch weniger routinierte Fahrer handelt. Auch als Beifahrer kann diese Art der Phobie zum Problem werden.

Betrof­fene leiden auch bei alltäg­li­chen Situa­tionen im Verkehr

Im Jahr 2018 hat das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von CosmosDirekt eine Umfrage zur Kfz-Sicherheit durchgeführt, bei der über 1.500 deutsche Autofahrer befragt wurden. Von riskanten Überholmanövern bis zum plötzlichen Rückstau gibt es eine Vielzahl von Situationen, die größere oder kleinere Panikattacken beim Autofahren auslösen können. So haben bei 79 Prozent der Befragten "Motorradfahrer, die auf Landstraßen riskant überholen" ein unbehagliches Gefühl hinterm Steuer ausgelöst. Gleich im Anschluss folgen schlechte Sichtverhältnisse bei einer Fahrt – mit 78 Prozent. 75 Prozent der Autofahrer geben an, dass das riskante Verhalten eines Fahrradfahrers schon einmal Angst ausgelöst habe. Weiterhin haben bei knapp zwei Dritteln der Fahrer (62 Prozent) Baustellen auf der Autobahn und Motorradfahrer, die sich im Stau zwischen den Fahrspuren durchschlängeln (57 Prozent) eine Art Panik ausgelöst.

Anzei­chen für die Angst vorm Auto­fahren

Empfindet man gewisse Ängste hinter dem Lenkrad, so lässt sich das meist schnell erkennen. Typische Symptome hierfür sind vor allem:

  • Schweißausbrüche
  • Herzrasen
  • Nervosität
  • Augenzucken
  • Unwohlsein
  • Erhöhtes Stressempfinden
  • Panikattacken

Angst vorm Auto­fahren – woher kommt das?

Wie kann ich die Angst vorm Auto­fahren über­winden?

Um der Fahrangst entgegenzuwirken, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hat sich bereits eine Panik verstärkt, hilft es, einen Psychologen aufzusuchen und gemeinsam gegen die Phobie vorzugehen. Hierfür gibt es sogar spezielle Verkehrspsychologen. Oftmals kann die Angst vorm Autofahren aber auch mit Fahrstunden bekämpft werden. In diesem Fall sollte man sich genügend Zeit nehmen und einen geschulten Fahrlehrer auswählen, der mit panischen Situationen des Betroffenen ruhig und bewusst umgehen kann.

Für die Entstehung von Fahrängsten sind vorwiegend Unfälle (Unfallangst), die persönliche Veranlagung (Soziale Angst) und Phobien (Amaxophobie/Agoraphobie) verantwortlich. Wenn es darum geht, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wiederherzustellen, können auch Fahrsicherheitstrainings und sogenannte Konfrontationsübungen auf dem Verkehrsübungsplatz helfen. Das behutsame Herantasten an schwierige Situationen ist hierbei besonders wichtig. Der Vorteil: Beim Training auf einem Übungsgelände darf man Autos gefahrlos im Grenzbereich bewegen und austesten, wie man die Kontrolle über ein ausbrechendes Fahrzeug zurückgewinnt. Manöver wie Vollbremsungen oder Ausweichen auf nasser Fahrbahn können hier problemlos geübt werden und festigen das Vertrauen zum Auto und zu den eigenen Fähigkeiten. Hiervon profitieren sowohl Führerschein-Neulinge als auch Menschen, die ihre eigene Sicherheit, beispielsweise nach einem Unfall, wiedergewinnen möchten.

Angst vorm Auto­fahren in der Fahr­schule ablegen

Die Fahrschule liefert sämtliche Gegebenheiten, um stressigen Situationen und großer Angst beim Autofahren neu zu begegnen. Angefangen bei sicheren, modernen Fahrschulwägen bis hin zu geschulten Fahrlehrern bietet die Fahrschule schon vor und auch nach dem Erwerb des Führerscheins die Chance, Panik vorm Autofahren gar nicht erst entstehen zu lassen. Wer bereits als Fahrschüler mit Ängsten und Unsicherheiten zu kämpfen hat, sollte diese einfach während der Fahrstunden ansprechen. Gemeinsam können Fahrlehrer und Fahrer dann gezielt derartige Situationen trainieren und so ein neues Gefühl der Sicherheit aufbauen. Doch auch nach bestandener Fahrprüfung können Autofahrer sich nochmal in der Fahrschule anmelden. Professionelle Trainer unterstützen Angst-Fahrer bei Theorie und Praxis und ermöglichen es so, sich wieder entspannt am Straßenverkehr beteiligen zu können. Die gezielte Übung einer bestimmten Situation ist dabei kein Problem. Kämpft der Betroffene beispielsweise mit der Angst beim Autofahren auf der Autobahn, wird der Fahrlehrer sein Fahrtraining speziell hierauf ausrichten.

Angst­frei Auto­fahren mit Hilfe von Thera­pien

Sogar Gesprächskreise können in leichten Fällen helfen, die Angst durch den Austausch mit anderen Betroffenen zu mindern. Bei schweren posttraumatischen Angststörungen und Phobien sollte man sich allerdings therapeutische Hilfe suchen. Psychologen, insbesondere Verkehrspsychologen, können dir bei der Bewältigung deiner Ängste im Alltag unter die Arme greifen und so dabei helfen, Panikattacken beim Autofahren zu überwinden. Eine Verhaltenstherapie ist hier meist der beste Weg, seine Ängste in den Griff zu bekommen. Manche Therapeuten arbeiten außerdem mit Fahrschulen zusammen und schaffen so gleich eine optimale Verbindung zwischen Therapie und Konfrontationsübungen.

Panik­at­ta­cken beim Auto­fahren – was hilft sofort?

Verhalte dich ruhig wenn eine Panikattacke näher rückt

  1. Akzeptiere Deine Angst.
  2. Lass keine Panik entstehen.
  3. Kontrolliere Deine Atmung und Gedanken.
  4. Lass durch das Fenster frische Luft ins Auto.
  5. Atme bewusst tief Ein und Aus.
  6. Fokussiere ruhig Dein Ziel – wer wartet dort auf Dich?
  7. Denke an eine positive Situation, in der Du Dich stark gefühlt hast.
  8. Lasse Dich nicht von anderen Verkehrsteilnehmern unter Druck setzen.

Neben der Unterstützung eines Spezialisten kannst Du auch selbst gezielt an deiner Angst arbeiten. Das Erlernen des Umgangs mit stressigen Situation im Auto ist hier besonders wichtig. Solltest Du große Fahrangst vor einer bestimmten Strecke verspüren, kann es außerdem helfen, diese in Gedanken zu üben. Hast Du erst neue Sicherheit gefasst, bist Du nicht nur entspannter im Straßenverkehr unterwegs, sondern vermittelst auch anderen Fahrern und Beifahrern ein ruhiges Gefühl.

Im Falle eines Falles abge­si­chert

Auch wenn wir Menschen mit ausgeprägter Fahrangst leider nicht jede Angst nehmen können: Auf CosmosDirekt kannst du dich im Falle eines Unfalls jederzeit verlassen! Wir kümmern uns kompetent und schnell um die Schadenregulierung am Auto und unterstützen dich so dabei, dass keine Angst vor finanziellen Folgen eines Unfalls entstehen muss.

Mit einem Kfz-Schutzbrief bist du als Autofahrer sorglos unterwegs. Der Rundumschutz sichert zahlreiche Risiken bei Autofahrten im In- und Ausland ab. Dazu gehören auch Pannen und Unfälle.

Hast Du Fragen zur Kfz-Versicherung? Wir beraten Dich gerne telefonisch oder per E-Mail.

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