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Angst vorm Autofahren

Angst vorm Autofahren

Autofahren ist in Deutschland, dem Geburtsland des Automobils, fast schon ein Grundbedürfnis. Auch wenn das Auto für junge Leute in Ballungszentren an Stellenwert verliert, besitzen doch über 56 Millionen Deutsche einen Pkw-Führerschein. Unabhängig vom Alter ist aber die Angst vorm Autofahren. Viele Menschen haben Angst, wenn sie als Fahrer oder Beifahrer im Straßenverkehr unterwegs sind. Wir beleuchten das Thema Fahrangst näher und geben Hilfestellung für Betroffene.

Sind Sie schon mal mit mulmigem Gefühl im Auto gesessen? Auch männliche Zeitgenossen mit hohem Selbstbewusstsein in puncto Autofahren kennen dieses Gefühl. Es tritt nämlich meist dann ein, wenn sie das Lenkrad nicht selbst in der Hand halten und nach den Pedalen treten können. Unwohlsein kommt auch auf, wenn man neben einem zu waghalsigen Steuermann sitzt und sich fragt, ob er beim rasanten Beschleunigen, flotten Kurvenfahren und knappem Überholen das Auto tatsächlich voll unter Kontrolle hat.


Angst vorm Autofahren: Millionen Menschen sind betroffen

Angst vorm Autofahren ist real, in der Bevölkerung verbreitet und ein nicht zu unterschätzendes Problem. Das Magazin Focus führte 2013 eine Umfrage durch, bei der Menschen in Deutschland zu ihren Ängsten befragt wurden. Spitzenpositionen nahmen dabei die Angst vor öffentlichem Reden, großen Höhen und Geldmangel ein. Erst auf Position zehn der Umfrage taucht die Angst vorm Autofahren auf, die 9 % aller Befragten angeben. Rechnet man diesen Wert auf die Gesamtbevölkerung um, haben rund 7 Millionen Menschen in Deutschland ein Angstproblem beim Autofahren.

Dabei spielt es keine Rolle, ob man als Fahrer oder Mitfahrer Schwierigkeiten im Straßenverkehr hat, denn die Angst bleibt als solche ein konstantes Element. Durch Untersuchungen ist belegt, dass in der Mehrzahl Frauen Opfer von Fahrangst werden. In der Fachsprache wird die Angst vorm Autofahren als Amaxophobie bezeichnet. Sie kann jeden treffen, egal ob es sich um Berufskraftfahrer, routinierte oder auch weniger routinierte Fahrer handelt. Auch als Beifahrer kann einen diese Art der Phobie betreffen.

Im Fall des aktiven Fahrers hinter dem Steuer gibt es zwei mögliche Angstauslöser: das Auto selbst und das Autofahren. Bei der ersten Variante fühlt sich der Fahrzeugführer der komplexen Maschine Auto nicht gewachsen. Er fürchtet sich davor, dass sein Fahrzeug unberechenbar ist und nicht mehr sicher von ihm beherrscht werden kann. Bei Variante zwei fühlt sich der Fahrer hilflos und bedroht, wenn Situationen auftreten, die einen Informations-Überfluss im Straßenverkehr verursachen.

Dies können Dinge sein, die ein angstfreier Autofahrer als profan und ganz normal empfindet: Schlechte Sicht, Fahren in Dunkelheit, unbekannte oder neue Strecken, dichter Berufsverkehr, schnelles Fahren auf Autobahnen, unübersichtliche Baustellen sind Beispiele dafür. Beim Fahrer mit Angst führen solche Situationen zu starkem Stress, der körperlich spürbar wird und sich verstärken kann. Meidet der Betroffene nämlich für ihn grenzwertige Erfahrungen im Auto, potenziert sich die Angst. Schließlich fehlt dann die Routine im Umgang mit diesen Herausforderungen.


CosmosDirekt-Umfrage zeigt: Die Angst im Straßenverkehr fährt mit

Im Jahr 2013 hat die CosmosDirekt eine Umfrage durchgeführt, bei der über 1.000 Führerschein­besitzer zu Situationen befragt wurden, die beim Autofahren Angst oder mulmige Gefühle erzeugen. Fast zwei Drittel der Befragten fühlen sich bei schlechten Sichtverhältnissen unwohl, über ein Drittel hat Angst bei Autobahnbaustellen. Auch die Fahrt durch große Städte mit viel Verkehr und das Durchfahren von Tunneln zählt zu den unbehaglichen Szenarien.

Manche Situationen lassen sich einfach entschärfen:

  • Bei schlechter Sicht und Nebel reduziert man konsequent die Geschwindigkeit, stellt das Radio leise und wechselt bei Autobahnfahrt auf die rechte Spur.
  • Auch bei Baustellen auf der Autobahn empfiehlt sich immer die rechte Fahrbahn, da dort der meiste Platz ist und am langsamsten gefahren wird.
  • Auf unbekannten Routen oder in großen Städten sollte man sich auf sein Navigationsgerät verlassen und den Anweisungen folgen. Sollten Sie sich dennoch verfahren, so ist das nicht schlimm, das Navi lotst sie wieder auf den richtigen Weg.

Autofahren als Angstverstärker

Ängste im Straßenverkehr können auch andere Gründe haben, bei denen das Auto nur die Plattform darstellt. Die Angst vor dem Umgang mit dem Fahrzeug und vor gefährlichen Situationen ist durch Übung und Fahrtrainings oft gut in den Griff zu bekommen. Dagegen sind Ängste, die auf die Persönlichkeit eines Menschen zurückgehen, schwierig zu behandeln. Das Auftreten dieser Ängste wird im Auto gefördert. Zahlreiche stresserzeugende Fakten beim Autofahren machen dies deutlich:

  • Es besteht immer eine Unfallgefahr durch andere Verkehrsteilnehmer und die eigene Fahrweise. Dies erzeugt den Druck schnell zu reagieren.
  • Das Auto ist ein geschlossener und verhältnismäßig enger Raum, in dem man angegurtet und fixiert sitzt.
  • Schlechte Witterung beansprucht mehr Aufmerksamkeit und verursacht eine höhere Stressbelastung beim Fahren.
  • Eine anspruchsvolle Strecke erhöht den Stressfaktor.
  • Hohe Geschwindigkeiten verlangen eine hohe Konzentration.
  • Staus und dichter Verkehr sind bekannt dafür, Ärger und Frustration zu erzeugen. Eine Dekra-Studie aus dem Jahr 2013 bestätigt dies: Je 63 % der Befragen fühlen sich von Staus und hoher Verkehrsdichte sowie aggressiver Fahrweise anderer Autofahrer gestört.

Agoraphobie: Angst vor Orten und auf Reisen

Wenden wir uns zunächst der Angst zu, die auf die unmittelbare räumliche Umgebung beim Autofahren zurückzuführen ist. Die Agoraphobie ist eine psychische Störung, die Ängste aufkommen lässt, wenn ein Mensch auf Reisen oder an bestimmten Orten ist, von denen er nicht flüchten kann. Betroffene geraten zum Beispiel in Panik, weil sie auf Autofahrten nicht einfach anhalten und das Auto verlassen können. Dies ist beispielsweise bei schneller Fahrt auf Autobahn oder Schnellstraße, auf Brücken und in Tunneln der Fall. Menschen mit Agoraphobie meiden daher solche Strecken, lassen sich nur als Beifahrer oder unter Ängsten darauf ein.

Soziale Angst: tiefe Selbstzweifel

Menschen mit sozialer Angst nehmen den Straßenverkehr persönlich. Egal, ob ein anderer Verkehrsteilnehmer hupt, aus dem Fenster brüllt, oder der Beifahrer den Fahrstil kritisiert: Man nimmt die Schuld auf sich, fühlt sich als Fahrer inkompetent, verzweifelt am Verkehr. Logischerweise fürchten sich Menschen mit sozialer Angst vor diesen Situationen und versuchen sie zu meiden. Der Selbstzweifel kann tief gehen und sogar die Lebensqualität verringern.


Unfallangst: Wann kracht es das nächste Mal?

Wenn jemand bereits einen Autounfall hatte, bleibt die Erinnerung in der Regel frisch und ist mühelos abrufbar. Sei es ein Unfall mit Personen­schaden oder nur ein Blechschaden: Hat ein Mensch ihn bewusst erlebt, sind die wenigen Sekunden ins Gedächtnis eingebrannt. Ereignet sich ein Unfall unbewusst - zum Beispiel während man als Beifahrer schläft -, wird er genauso in der Erinnerung haften bleiben und Fassungslosigkeit zurücklassen. Die posttraumatische Reaktion belastet Menschen stark, ruft immer wieder die Erinnerung an das Geschehene hervor und erzeugt Ängste vor einer Wiederholung. Ist ein schwerer Unfall an einer Auto­bahn­ausfahrt passiert, erinnern sich viele Geschädigte danach an jeder Ausfahrt daran, manche reagieren darauf mit panikartiger Angst.

Eine weitere Umfrage der CosmosDirekt aus dem Jahr 2013 betrachtet den Aspekt der Unfallangst aus der Perspektive der Unfallopfer. Von allen befragten Autofahrern, die bereits einen Unfall hatten, gaben 17 % an, dass sie danach von Angst geplagt wurden, wieder hinter dem Steuer eines Autos Platz zu nehmen.

Schaut man sich die Statistiken über Nachwirkungen von Verkehrsunfällen an, so bleiben bei rund einem Drittel der leichtverletzten Opfer leichte Reiseängste zurück. Ein Drittel der Schwerverletzten hingegen hat mit posttraumatischen Störungen zu kämpfen. Im Jahr 2013 betraf das rund 100.000 Menschen mit leichten und etwa 20.000 Menschen mit schweren Verletzungen.


Hilfe bei Angst vorm Autofahren

Für die Entstehung von Fahrängsten sind vorwiegend Unfälle (Unfallangst), die persönliche Veranlagung (Soziale Angst) und Phobien (Agoraphobie) verantwortlich. Wenn es darum geht, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wiederherzustellen, können Fahrsicherheits-trainings und das behutsame Herantasten an schwierige Situationen helfen. Beim Training auf einem Übungsgelände darf man Autos gefahrlos im Grenzbereich bewegen und austesten, wie man die Kontrolle über ein ausbrechendes Fahrzeug zurückgewinnt. Manöver wie Vollbremsungen oder Ausweichen auf nasser Fahrbahn können hier geübt werden und festigen das Vertrauen zum Auto und zu den eigenen Fähigkeiten.

Fahrschulen, Therapeuten, Universitäten: Gegen die Fahrangst

Für die Entstehung von Fahrängsten sind vorwiegend Unfälle (Unfallangst), die persönliche Veranlagung (Soziale Angst) und Phobien (Agoraphobie) verantwortlich. Wenn es darum geht, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wiederherzustellen, können Fahrsicherheits-trainings und das behutsame Herantasten an schwierige Situationen helfen. Beim Training auf einem Übungsgelände darf man Autos gefahrlos im Grenzbereich bewegen und testen, wie man die Kontrolle über ein ausbrechendes Fahrzeug zurückgewinnt. Manöver wie Vollbremsungen oder Ausweichen auf nasser Fahrbahn können hier geübt werden und festigen das Vertrauen zum Auto und zu den eigenen Fähigkeiten.


Im Falle eines Falles: Ihre Versicherung kümmert sich darum

Auch wenn wir Betroffenen mit ausgeprägter Fahrangst leider nicht jede Angst nehmen können: Auf CosmosDirekt können Sie sich im Falle eines Unfalles verlassen! Wir kümmern uns kompetent und schnell um die Regulierung Ihres Schadens. Die Kfz-Haftpflichtversicherung in der Autoversicherung kommt für alle Schäden auf, die ein Fahrer anderen Personen, Fahrzeugen und Gegenständen bei einem Unfall zufügt. Das eigene Auto ist mit einer Vollkasko gegen selbstverschuldete Schäden und Vandalismus versichert. Neuwagen sollten die ersten Jahre vollkaskoversichert sein. Wer einen hohen Schadenfreiheitsrabatt hat, fährt teilweise mit der Vollkasko sogar günstiger als mit der Teilkasko.



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