Oldtimer-Versicherung:

Der richtige Schutz für Ihren Klassiker

Garagengold, Classic Car, Oldtimer – die Bezeichnungen für historische Fahrzeuge sind so vielfältig wie die Gründe, warum man sich einen Klassiker zulegt. Der eine träumt davon, durch die Alpen zu kurven und ein anderer betrachtet den Oldtimer als Kapitalanlage.
Oldtimer haben für ihren Besitzer einen ganz besonderen Wert, weshalb sie richtig abgesichert werden müssen. Eine klassische Kfz-Versicherung kann dem Liebhaberfahrzeug mit all seinen Besonderheiten nicht den Versicherungsschutz bieten, den der Klassiker benötigt. Eine Oldtimer-Versicherung schützt dagegen die Exklusivität des Fahrzeugs.
In diesem Artikel informieren wir Sie, warum Oldtimer richtig abgesichert werden müssen und welche Tarife Versicherungen für historische Fahrzeuge anbieten. Zudem erfahren Sie, wie der Wert eines Oldtimers ermittelt wird und warum Sie regelmäßig Ihren Versicherungsschutz überprüfen sollten.

Wichtige Fakten zur Oldtimer-Versicherung auf einen Blick:

  • Eine Oldtimerversicherung deckt Schäden an historischen Fahrzeugen wie Pkw, Motorräder oder Traktoren ab
  • Eine Oldtimer-Versicherung ist meist deutlich günstiger als die klassische Kfz-Versicherung
  • Bei der Versicherung für Oldtimer spielen Schadenfreiheitsratte sowie Typ- und Regionalklassen keine Rolle ¬– Die Versicherungsprämie wird in Abhängigkeit des Alters und des Wertes berechnet
  • Damit ein Fahrzeug als Oldtimer versichert werden kann, muss es bei einem Großteil der Versicherer mindestens 25 Jahre alt sein

CosmosDirekt führt derzeit keine Oldtimer-Versicherung und bietet mit diesem Artikel lediglich allgemeine Informationen hierzu an. Produktinformationen zur Autoversicherung finden Sie hier.

Produktinformationen

Ab wann ist ein Fahrzeug ein Oldtimer?

Bei Oldtimern handelt es sich um Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind und deren guter, fahrtüchtiger Zustand von einer zugelassenen Prüforganisation wie dem TÜV oder der Dekra bestätigt wurde. Nur dann bekommen diese Fahrzeuge – Pkw, Motorräder oder Wohnmobile – ein H- oder 07-Kennzeichen. 1

Dies ist der amtliche Ritterschlag, dass es sich bei dem Fahrzeug um ein historisch wertvolles Kulturgut handelt. Ein wichtiges Kriterium, damit aus einem alten Pkw ein Oldtimer werden kann, ist folgendes: Es muss sich bei dem Fahrzeug um ein Original handeln. Das bedeutet, dass keine größeren baulichen Veränderungen vorgenommen wurden. Auch bei Reparaturen wurden nur originale bzw. zeitgenössische Ersatzteile verwendet. Gerade beim Motor kommt es auf Korrektheit an. Soll ein Golf I als Oldtimer zugelassen werden, darf kein Motor einer anderen Baureihe (Golf II und später) eingebaut sein.
Den Erhalt klassischer Fahrzeuge unterstützt der Staat mit einer niedrigen Kfz-Steuer und macht beim Oldtimer Zugeständnisse an die Technik: So entfällt die Anschnallpflicht, wenn ursprünglich kein Gurtsystem vorhanden war. Auch der Feinstaub-Ausstoß wird nicht berücksichtigt. Oldtimer mit H-Kennzeichen dürfen in Innenstädte fahren, obwohl sie keine grüne Plakette besitzen.


Warum eine Oldtimer-Versicherung sinnvoll ist

Sollte es trotz pfleglicher Behandlung bei einer Oldtimer-Rallye oder einer Spazierfahrt zu einem Unfall kommen, können die Reparaturkosten schnell sehr hoch sein. Schließlich dürfen nur zeitgenössische Ersatzteile verwendet werden, um den Status als historisch wertvolles Fahrzeug nicht zu gefährden. Kfz-Versicherungen bieten für Oldtimer besondere Tarife an, die im Schadensfall einen Teil oder auch sämtliche Kosten übernehmen.

Tipp

Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung lassen sich fremd- und eigenverschuldete Schäden mit Teil- und Vollkasko-Versicherungen absichern. Das empfiehlt sich gerade bei wertvollen und seltenen Oldtimern.

Arten der Oldtimer-Versi­che­rungen

Je nach Art der Nutzung benötigt man eine andere Kfz-Versicherung. Wird der Oldtimer im Straßenverkehr benutzt, ist eine Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Ob eine und wenn ja, welche Kaskoversicherung notwendig wird, hängt vor allem vom Marktwert Ihres Oldtimers ab. Eine Teilkasko schützt vor den finanziellen Auswirkungen von Bränden, Diebstahl, Sturm und ähnlichen Gefahren. Bei vielen Versicherern sind zusätzlich auch Vandalismus- und Transportschäden abgedeckt. Selbst wer seinen Oldtimer nie fährt, aber gelegentlich zu einer Messe bringen lässt, sollte sich gegen solche Gefahren versichern lassen. Der umfassendere Vollkaskoschutz eignet sich insbesondere für Alltagsoldtimer. Denn neben den Leistungen der Teilkasko sind bei der Vollkasko auch selbstverschuldete Unfälle versichert.


Versicherung für Oldtimer: 07- oder H-Kennzeichen?

Um einen Oldtimer auf der Straße bewegen zu dürfen, braucht man als Besitzer eines von zwei Kennzeichen-Typen:

  • H-Kennzeichen (schwarze Schrift)

    https://www.check24.de/kfz-versicherung/kennzeichen/h-kennzeichen/

  • Sammler-07-Kennzeichen (rote Schrift)

    https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/oldtimer-youngtimer/recht-tipps/oldtimer-zulassung/

Das H-Kennzeichen wird wie ein reguläres Kennzeichen verwendet. Optisches Erkennungsmerkmal: das H am Ende der üblichen Buchstaben-Ziffer-Kombination. Dieses ist selbst nicht Bestandteil der individuellen Erkennungsnummer, signalisiert aber, dass der Wagen als kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut von der Zulassungsstelle anerkannt wurde und von den Vergünstigungen für Oldtimer profitieren darf. Daher ist jede Bewilligung immer eine Einzelfallentscheidung, die vorbehaltlich bis zur nächsten Hauptuntersuchung gilt. Wird dort festgestellt, dass der Oldtimer nicht mehr dem notwendigen Erhaltungszustand entspricht, wird das H-Kennzeichen wieder entzogen. Solange man das Kennzeichen aber hat, gibt es bei der Verwendung des Fahrzeugs keine Einschränkungen. Sie dürfen mit ihm gleichermaßen zur Oldtimer-Messe und für den Wochenend-Einkauf zum Supermarkt fahren.

Beim Sammler-07-Kennzeichen handelt es sich um ein spezielles Wechselkennzeichen für Oldtimer. Sammler dürfen dieses verwenden, um mehrere Fahrzeuge unter einem Kennzeichen zu bewegen – aber immer nur eines, nie zwei oder mehr zugleich. Nach dem Symbol für den Zulassungsbezirk (beispielsweise B für Berlin), beginnt die Erkennungsnummer mit "07".

Im Gegensatz zum H-Kennzeichen ist die Verwendung eingeschränkt. Gestattet sind ausschließlich "Probefahrten, Prüfungsfahrten durch Kfz-Sachverständige, Überführungsfahrten, Fahrten zur Wartung und Reparatur sowie An- und Abfahrten zu sowie die Teilnahme selbst an Veranstaltungen, die der Darstellung von Oldtimerfahrzeugen und der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts dienen" (StVZO, 49. Ausnahmeverordnung).

Hinweis

Bei Oldtimer-Veranstaltungen im Ausland sollten Sie sich im Vorfeld informieren, welche Zulassungsregeln im Zielland gelten und ob die Einreise mit einem roten Kennzeichen problemlos möglich ist.

Was ist der Unterschied von einer Oldtimer-Versicherung zu einer klassischen Kfz-Versicherung?

Im direkten Vergleich einer üblichen Kfz-Versicherung sind spezielle Versicherungen für Oldtimer üblicherweise deutlich günstiger. Auch unterscheiden sich die beiden Versicherungen in den Leistungen und in der Art der Beitragsberechnung.

Im Unterschied zur Autoversicherung gibt es bei der Oldtimer-Versicherung auch keine Einstufung in Schadensfreiheitsklassen – im Schadensfall gibt es auch demnach auch keine Rückstufung.

Der Grund: Oldtimer-Fahrer gelten als vorsichtige und umsichtige Verkehrsteilnehmer. Das Risiko, dass Oldtimer in einen Unfall verwickelt werden, ist geringer als bei anderen Fahrzeugen. Zudem werden historische Fahrzeuge meist gut gepflegt und regelmäßig gewartet. Die Berechnung einer Oldtimer-Versicherung erfolgt immer mit 100 % des Normaltarifs. Manche Versicherer bieten aber auch an, die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) des „Alltagfahrzeugs“ als Grundlage zu nehmen. Sollte es zu einem Unfall kommen, ist es für den Versicherungsnehmer von Vorteil, dass bei einem Oldtimer die Autoversicherung unabhängig vom Schadenfreiheitsrabatt berechnet wird. Da keine Rückstufung erfolgt, sind auch keine höheren Beiträge zu befürchten.


Voraussetzungen für eine Oldtimer-Versicherung

Die Voraussetzung für eine Aufnahme in die Oldtimer-Versicherung bestehen in der Regel darin, dass das Fahrzeug mindestens 25 bis 30 Jahre alt ist und dass der Versicherungsnehmer ein weiteres Fahrzeug für den Alltag besitzt. Auch wenn Fahrzeuge normalerweise erst ab einem Alter von 30 Jahren als Oldtimer gelten, bieten viele Versicherer die Versicherung für Oldtimer auch schon für Autos an, die sogar nur 25 oder 20 Jahre alt (Youngtimer) sind, wenn der Fahrzeugzustand dem eines Oldtimers entspricht.

Um als Oldtimer eingestuft zu werden, muss das Fahrzeug weitestgehend dem Originalzustand entsprechen und in einem guten Erhaltungszustand sein. Der Zustand und der Wert des Fahrzeuges werden mit Hilfe eines Oldtimer-Gutachten nachgewiesen.

Voraussetzungen für die Oldtimer-Versicherung zusammengefasst:

  • Fahrzeug ist mindestens 20 bzw. 30 Jahre alt (Youngtimer oder Oldtimer)
  • Fahrzeug befindet sich weitgehend im Originalzustand
  • Ein zusätzliches Alltagsfahrzeug muss vorhanden sein
  • Mindestalter des Fahrers je nach Versicherer 23 oder 25 Jahre
  • Je nach Police liegt die jährliche Kilometerbegrenzung bei 5.000 oder 10.000 km
  • Bei den meisten Versicherungen ist ein Mindestfahrzeugwert von 5.000 Euro erforderlich

Wert­er­mitt­lung und Scha­den­re­gu­lie­rung

Der Wert eines Oldtimers wird von vielen Faktoren beeinflusst. Bei der Wertermittlung stehen der Kaufpreis und die zu erwartende Kapital­steigerung im Vordergrund. Ein objektiver Wert lässt sich aber nur schwer ermitteln, da Angebot und Nachfrage darüber entscheiden, welchen Marktpreis ein Oldtimer hat.

Zur Berechnung der Versicherung für Oldtimer bildet der aktuelle Wert die Basis. Um gepflegte Klassiker vom schrottreifen Altmetall zu unterscheiden, zählt bei der Wertbestimmung – anders als bei Neuwagen – nicht das Datum der Erstzulassung. Daher ist das wichtigste Kriterium der Erhaltungs- und Pflegezustand. Die meisten Versicherer lassen sich den Zustand durch eine Kurzbewertung durch einen öffentlich vereidigten Sachverständigen bestätigen.

Der Erhal­tungs-/​Pfle­ge­zu­stand wird mit folgenden Zustands­noten ange­geben:
Note (Zustand)
Erklä­rungMögliche­ Mängel
1
(Makellos)
  • Keine Mängel, Gebrauchsspuren oder Beschädigungen zu erkennen.
  • Zustand entspricht der Lieferung durch Hersteller (neu) oder übertrifft den ursprünglichen Zustand (besser).
  • Keine
2
(Gut)
  • Original oder durch fachgerechte Restaurierung wiederhergestellt.
  • Keine Mängel, aber leichte Gebrauchsspuren sind vorhanden.
  • Ausgebesserte Steinschläge
  • Putzspuren im Lack
  • Gebrauchsspuren an Pedalen
3
(Gebraucht)
  • Kleinere Mängel sind erkennbar.
  • Fahrzeug ist verkehrssicher und kann gefahren werden.
  • Kleinere Roststellen an nichttragenden Teilen
4
(Verbraucht)
  • Fahrzeug ist nur eingeschränkt fahrbereit.
  • Instandsetzung ist dringend erforderlich.
  • Strukturelle Rostschäden
  • Innenausstattung verschlissen
  • Motor überholungsbedürftig
5 (Restaurierungsbedürftig)
  • Fahrzeug ist sehr schlecht erhalten und nicht fahrbereit.
  • Nicht in allen Teilen vollständig
  • Quelle: Wikipedia
    Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Oldtimer

Erstellung des Gutachtens

Ein Gutachten dient dazu, den Zustand, den Werterhalt sowie das Vorhandensein von Original- und entsprechenden Nachrüstteilen zu dokumentieren. Um den Wert eines Oldtimers zu ermitteln, ist ein Gutachten durch einen entsprechend zertifizierten Sachverständigen erforderlich. Qualifizierte Experten finden Sie bei bekannten Organisationen wie TÜV und Dekra, aber auch Classic Data verfügt über Sachverständige für Oldtimer.

Es gibt zwei Arten von Oldtimer-Gutachten: Kurzbewertung und Wertgutachten:

Gutach­tenart
Was wird ermit­telt?Wie wird geprüft?Wo wird es verwendet?

Kurzbewertung

  • Technische Daten
  • Sichtprüfung
  • Versicherung für Oldtimer unter 20.000 € Marktwerkt

Wertgutachten

  • Fahrzeug-Historie
  • Äußerer Zustand (Lackierung)
  • Technischer Zustand (Motor, Bauteile)
  • Eingehende Prüfung
  • An- und Verkauf
  • Versicherung für Oldtimer mit Marktwert ab 20.000 €

Für den Abschluss einer Oldtimerversicherung sind Gutachten meistens Pflicht

Auch um eine Versicherung für einen Oldtimer mit H- oder 07-Kennzeichen zu bekommen, sind solche Gutachten in der Regel verpflichtend. Es gibt drei verschiedene Werte, die versicherungsrechtlich von Belang sind:

  • Marktwert: Gegenwärtiger Wert des Oldtimers bei (möglichem) Verkauf. Grundlage sind die durchschnittlich erzielten Preise bei entsprechenden Auktionen und bei dokumentierten Verkäufen. Relevant für die Kaskoversicherung.
  • Wiederbeschaffungswert: Summe, die man aufbringen müsste, um einen gleichwertigen Ersatz für das eigene Fahrzeug zu beschaffen. Relevant für die Haftpflichtversicherung.
  • Wiederherstellungswert: Summe der gesamten Aufwendungen, die ein Eigentümer bislang in den Oldtimer investiert hat. Setzt sich zusammen aus Grundpreis und Restaurationskosten. Nur von Zusatzversicherungen abgedeckt.
Wert
Markt­be­schaf­fungs-WertWieder­be­schaf­fungs-WertWieder­her­stel­lungs-Wert
VersicherungsartKaskoversicherungHaftpflichtversicherungZusatzversicherung

Kaufpreis

Händleraufschlag

Umsatzsteuer

Restaurierungskosten


Geringere Kfz-Steuer für Oldtimer in der Versicherung

Da Oldtimer weniger als andere Fahrzeuge genutzt werden, werden sie auch geringer besteuert als diese. Aktuell beträgt die Kfz-Steuer für Oldtimer mit H- und 07-Kennzeichen in der Versicherung 191,73 Euro pro Jahr.

Für Motorräder werden jährlich 46,02 Euro Kfz-Steuer fällig. In beiden Fällen handelt es sich um einen Pauschalbetrag. Hubraumgröße und CO2-Emissionswerte, die maßgeblich die Höhe der regulären Kfz-Steuer beeinflussen, spielen keine Rolle. Wenn Sie Ihren Oldtimer nur wochen- oder monatsweise zulassen möchten, bezahlen Sie auch nur die anteilige Jahresprämie.

Tipp

Interessant für Sammler: Bei einem 07-Kennzeichen wird die Kfz-Steuer immer nur für einen Oldtimer berechnet. Alle anderen Fahrzeuge, die auf der gleichen 07er-Nummer eingetragen sind, sind steuerfrei. Beispiel: Wer seinen Jaguar XK 150 (Bj. 1958) und seine BMW R51/3 (Bj. 1952) auf die 07 zulässt, zahlt nur für den Sportwagen Steuern, aber nicht für das Motorrad.


Worin unterscheiden sich die angebotenen Oldtimer-Versicherungen?

Oldtimer-Versicherungen gibt es in den drei bekannten Formen: Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung haben alle Anbieter freiwillige Teil- und Vollkaskoversicherungen im Angebot. Trotz einer geringen Schadenquote sollten Sie im Fall der Fälle gut abgesichert sein. Deshalb spielt neben einem günstigen Tarif auch der Leistungsumfang der Oldtimerversicherung eine wichtige Rolle. Ein Vergleich verschiedener Anbieter lohnt sich, gerade um das richtige Preis-Leistungs-Verhältnis zu bestimmen.

Die Höhe der Jahresprämie wird in der Regel durch den Marktwert und das Alter des Fahrzeugs bestimmt. Schon die Einteilung der Altersstufen handhabt jede Oldtimer-Versicherung anders. Während manche Versicherer historische Fahrzeuge in drei verschiedene Klassen eingruppieren (beispielsweise in 20 bis 29 Jahre, 30 bis 44 Jahre, ab 45 Jahre), legen andere Versicherer vier Klassen fest, getrennt nach Baujahren: Youngtimer (Bj. 1980 bis 1984, oft mit Typenliste), Liebhaberfahrzeuge (Bj. 1970 bis 1979), Klassiker (Bj. 1956 bis 1969) und Antike Fahrzeuge und Veteranen (Bj. bis 1955). Einige Spezialversicherer für Oldtimer vergeben nur Individualtarife. Bei diesen spielen dann neben Fahrzeugalter, Marktwert oder Kennzeichen auch das Alter von Fahrer und Versicherungsnehmer eine Rolle.

Aber nicht jede Versicherung nimmt jeden Oldtimer auf. Zu den notwendigen Voraussetzungen bei den Spezialversicherern gehören in der Regel eine 07er-Nummer oder ein H-Kennzeichen sowie ein entsprechendes Gutachten mit mindestens der Zustandsnote 3.

Eine Besonderheit, die es bei normalen Tarifen nicht gibt, ist die sogenannte All Risk-/ Allgefahren-Abdeckung. Diese Zusatz-Versicherung wird für besonders gut erhaltene Oldtimer angeboten (Zustandsnote 2 oder besser). Die All-Risk-Abdeckung erweitert den Vollkasko-Schutz um weitere Schadenarten. Dabei werden zusätzlich bestimmte Betriebsschäden abgedeckt, die bei einer normalen Vollkaskoversicherung außen vor bleiben, beispielsweise wenn die Motorhaube während der Fahrt aufschlägt oder der Lack durch chemische Reaktionen (z. B. saurer Regen) beschädigt wird. Abhängig von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft sind auch Schäden am Oldtimer mitinbegriffen, die aus einer fehlerhaften Bedienung resultieren. Ausgeschlossen bleiben in der Regel aber Schäden aufgrund von Verschleiß, Wasser- oder Ölmangel, Teilnahme an Rennen oder grober Fahrlässigkeit.

Tipp

Wenn der Oldtimer länger als 18 Monate stillgelegt werden soll, erlischt in der Regel die automatische Ruheversicherung. Sinnvoll ist es dann, eine Garagenversicherung abzuschließen. Deren Leistungen sind mit der einer Teilkasko vergleichbar und decken Schäden durch Diebstahl, Brand oder Explosion ab.


Mit welchen Kosten Sie beim Abschluss einer Versicherung für Oldtimer bzw. 07- oder H-Kennzeichen rechnen müssen

Zu den Kosten einer Oldtimer-Versicherung können keine pauschalen Aussagen getroffen werden. Für die Haftpflicht ist vor allem das Fahrzeugalter entscheidend. Im Durchschnitt ist jährlich mit 40-110 Euro zu rechnen.

Die Kosten der Kaskoversicherung orientieren sich am Fahrzeugwert. In einigen Fällen ist auch die Art der Zulassung – H-Kennzeichen oder normale Zulassung – bei der Berechnung der Prämie der Versicherung entscheidend. Für die Prämie der Teilkaskoversicherung wird meist der Marktwert und für die Vollkaskoversicherung auch der Wiederbeschaffungswert zugrunde gelegt. Je nach Versicherer werden zusätzlich 30-70 Euro pro Jahr fällig.

Unterversicherung vermeiden und Oldtimer richtig absichern

Gut gepflegte und restaurierte Oldtimer steigen meist kontinuierlich im Wert. Aufgrund der Wertsteigerung sollte die Versicherung regelmäßig angepasst werden. Wenn keine Anpassung vorgenommen wird, kann es zu einer Unterversicherung kommen. Im Schadensfall kann es so auch zu großen finanziellen Schäden kommen.

Einige Versicherungen für H- oder 07-Kennzeichen enthalten bereits eine kostenlose Wertsteigerung von 10 %. Bei manchen Fahrzeugen übersteigt die Wertentwicklung diese 10 % bereits nach nur wenigen Jahren, weshalb Sie Ihren Fahrzeugwert regelmäßig mit Ihrer Police abgleichen sollten.


Häufige Fragen zur Oldtimer-Versicherung

Um den Wert des Oldtimers zu erhalten, sollten die Fahrzeuge immer als Zweitwagen und nicht als Alltagsfahrzeug genutzt werden. Deshalb ist bei den allermeisten Versicherungen das Vorhandensein eines Erstfahrzeugs Voraussetzung.

Saisonkennzeichen sind auch für Oldtimer, also Fahrzeuge mit einem H-Kennzeichen, möglich. Das rote 07-Kennzeichen lässt sich allerdings nicht mit einem Saisonkennzeichen kombinieren.
In der Regel sind H-Kennzeichen versicherungstechnisch günstiger. Erfüllt das Fahrzeug die Voraussetzungen für ein H-Kennzeichen nicht, kann ein Saisonkennzeichen eine Alternative sein.

Für eine Oldtimer-Versicherung ist nicht immer ein Gutachten notwendig. Einige Versicherer verzichten auf die Prüfung bei Oldtimern unter einem bestimmten Fahrzeugwert.

Voraussetzung für die Zulassung eines Fahrzeugs ist eine eVB-Nummer als Nachweis einer Kfz-Versicherung. Es ist möglich, ein H-Kennzeichen ohne Oldtimerversicherung zu bekommen – dafür müssen Sie dann den Abschluss der üblichen Kfz-Versicherung nachweisen können.

Oldtimer sind sehr wertvoll und sollten in gutem Zustand gehalten werden. Deshalb ist ein sicherer Stellplatz in einer Garage oft eine wichtige Voraussetzung beim Abschluss einer Oldtimer-Versicherung.

Oldtimer sind sehr wertvoll und sollten in gutem Zustand gehalten werden. Deshalb ist ein sicherer Stellplatz in einer Garage oft eine wichtige Voraussetzung beim Abschluss einer Oldtimer-Versicherung.



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