Saisonkennzeichen . wichtige Fakten zum Saisonkennzeichen

Saison­kenn­zei­chen

So sparst du Zeit und Geld

Wichtige Fakten zum Saisonkennzeichen im Überblick

  • Beim Saisonkennzeichen entstehen weniger Kosten als bei einer ganzjährigen Zulassung
  • Das Fahrzeug wird automatisch an- und abgemeldet. Dafür fallen keine Extra-Kosten an. Der Gang zur Zulassungsstelle entfällt
  • Beim Saisonkennzeichen werden Steuer und Versicherung anteilig berechnet – entsprechend des Zulassungszeitraums
  • Für den gesamten Zulassungszeitraum besteht automatisch voller Versicherungsschutz

Viele Fahrzeuge stehen über den Winter in der Garage. Für diese Fahrzeuge ist ein Saisonkennzeichen eine günstige Alternative zur ganzjährigen Zulassung. Vor allem für Fahrzeuge, die verstärkt im Sommer gefahren werden, wie Cabrios und Motorräder macht sich das Saisonkennzeichen bezahlt.

Mit welchen Kosten Du für das Saisonkennzeichen und die Kfz-Versicherung rechnen solltest und welche Unterlagen Du für das Saisonkennzeichen benötigst, zeigen wir Dir in diesem Ratgeber.

Der Ratgeber bietet allgemeine Informationen. Produktinformationen zur Autoversicherung von CosmosDirekt findest Du hier.

Was ist ein Saison­kenn­zei­chen?

Beim Saisonkennzeichen handelt es sich um ein Kennzeichen, welches im Unterschied zum normalen Kennzeichen nicht ganzjährig gültig ist. Das Saisonkennzeichen kann nur für einen festgelegten Zeitraum von 2-11 Monaten verwendet werden. Die Gültigkeit des Saisonkennzeichens ist am rechten Rand des Nummernschildes ersichtlich.

Das Saisonkennzeichen kann nur für zusammenhängende Monate beantragt werden – eine Aufsplittung auf mehrere Abschnitte ist nicht möglich. Oftmals wird das Kennzeichen von April bis Oktober, also für 7 Monate, beantragt.

Ein Versicherungsschutz ist Voraussetzung zur Beantragung eines Saisonkennzeichens.
Deine eVB-Nummer erhältst Du unter 0681 / 9 66 6800.

Für welche Fahr­zeuge eignen sich Saison­kenn­zei­chen beson­ders?

Ein Saisonkennzeichen eignet sich vor allem für Fahrzeuge, die Du nicht über das ganze Jahr hinweg nutzen möchtest oder nur im Sommer oder auch im Winter gefahren werden. Das sind hauptsächlich:

  • Zweitwagen
  • Cabrios
  • Motorräder
  • Trikes
  • Wohnmobile

Auch für Oldtimer kann sich ein Saisonkennzeichen lohnen.

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Wie lange ist ein Saison­kenn­zei­chen gültig?

Ein Saisonkennzeichen ist nur für einen bestimmten Zeitraum gültig. Dieser ist auf mindestens zwei Monate ausgelegt und auf höchstens 11 Monate begrenzt. Die Gültigkeit ist bei der Beantragung einmalig festzulegen und beginnt immer am ersten und endet am letzten Tag eines Monats.

Somit ist zum Beispiel eine Zulassung vom 15. April bis zum 15. Oktober nicht möglich. Ist das Saisonkennzeichen abgelaufen, darf das Fahrzeug bis zum Beginn des nächsten Zeitraums nicht mehr bewegt werden. Überziehe das Saisonkennzeichen, werden Bußgelder fällig.

Von wann bis wann das Saison­kennzeichen gültig ist, wird nicht nur auf dem Kennzeichen, sondern auch in der Zulassungs­bescheinigung Teil I (Fahrzeug­schein) und im Versicherungs­schein vermerkt.

Das solltest du nach Ablauf des Saison­kenn­zei­chens beachten

Mit Auslaufen der Saison ist auch das Parken auf öffentlichen Straßen nicht mehr gestattet. Das bedeutet, dass Du zum Beispiel Dein Wohnmobil mit Saisonkennzeichen nicht am Straßenrand vor dem Haus überwintern lassen darfst. Entweder bringst Du das Fahrzeug auf Deinem Grundstück auf einem abschließbaren Stellplatz (Garage, Carport, eingezäunte Stellfläche) unter oder Du mietest einen geeigneten Winterstellplatz. Für das Parken ohne Zulassung droht ein Bußgeld von 40 Euro.

Außerhalb der zugelassenen Saison darfst Du Dein Fahrzeug nicht bewegen – auch nicht, wenn Du einen Termin für die Hauptuntersuchung hast. Du kannst erst mit dem Anfangstag des Zulassungszeitraums vom Saisonkennzeichen zum TÜV oder Dekra fahren. Ansonsten droht ein Bußgeld von 50 Euro!

Fährst Du mit dem Fahrzeug außerhalb des Zulassungszeitraums auf öffentlichen Straßen und überziehst Dein Saisonkennzeichen, besteht außerdem kein Versicherungsschutz. Betroffen sind sowohl die Kfz-Haftpflichtversicherung als auch die Kaskoversicherungen. Das heißt, wenn Du einen Unfall verursachst, musst Du für den Schaden am gegnerischen Fahrzeug in voller Höhe selbst haften. Die Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt zwar die Kosten, muss Dich dann aber in Regress nehmen. Teil- und Vollkaskoversicherung übernehmen nichts. Schäden am eigenen Fahrzeug musst Du in diesem Fall aus eigener Tasche bezahlen.

Ist eine Fahrt unumgänglich, kann die Beantragung eines Kurzzeitkennzeichens Abhilfe schaffen.

Seit der Einführung des neuen Punktesystems zum Mai 2014 werden bei Verstößen im Zusammenhang mit Saisonkennzeichen keine Punkte mehr vergeben. Bestehende Punkte wurden gelöscht.

Wie viel kostet ein Saison­kenn­zei­chen?

Die Gebühr für die Zulassung des Saisonkennzeichens beträgt im Durchschnitt 27 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Prägung der Kennzeichenschilder von 15 bis 25 Euro. Auch die Versicherungskosten sind einzubeziehen. Die Anmelde- und Abmeldegebühr von jeweils rund 17 Euro pro Jahr entfällt.

Die Gebühr für Sonderkennzeichen ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Die meisten Zulassungsstellen verlangen circa 26,80 Euro. Es gibt aber auch teurere bzw. günstigere Zulassungsbezirke. In Hamburg muss man beispielsweise 28,10 Euro, in Magdeburg dagegen nur 26,30 Euro für ein Saisonkennzeichen zahlen.

Hinzu kommen die Kosten für das Prägen eines Schilderpaares. Dafür musst Du mit einem Betrag von 15 bis 25 Euro rechnen. Willst Du den Nutzungszeitraum für ein bestehendes Saisonkennzeichen verlängern, muss das Fahrzeug neu zugelassen werden. Damit wird auch die entsprechende Zulassungsgebühr erneut fällig.

Die Kosten für Saisonkennzeichen erhöhen sich aber, wenn Du es als Wunschkennzeichen beantragst. Dann fallen zusätzlich 10,20 Euro an. Dies ist bundesweit einheitlich geregelt. Bei den meisten Zulassungsstellen kannst Du das gewünschte Kennzeichen über ein Online-Formular im Vorfeld reservieren. Dafür wird ein Aufschlag von 2,60 Euro berechnet. Für deine bevorzugte Kombination musst Du also insgesamt 12,80 Euro zahlen. Ganz frei bist du bei der Wahl Deines Wunschkennzeichens nicht: Die Abkürzung für den Landkreis – das Unterscheidungszeichen – ist vorgegeben, ebenso die Struktur der nachfolgenden Buchstaben- und Zahlenkombination.

Viele Autofahrer möchten ihr Fahrzeug personalisieren. Sehr beliebt ist, die eigenen Initialen oder den Hochzeitstag auf das Kennzeichen zu setzen. Was man dabei beachten muss, erfährst Du im Ratgeber Wunschkennzeichen.

Die Kosten für ein Saison­kenn­zei­chen im Überblick

Saisonkennzeichen

Kosten

Verwaltungca. 27 Euro
Kennzeichen15-25 Euro
Wunschkennzeichen10,20 Euro
Kennzeichen online reservieren2,60 Euro
VersicherungWird anteilig berechnet

Saison­kenn­zei­chen in wenigen Schritten bean­tragen

In drei Schritten zur eVB-Nummer

So einfach kannst Du ein Saisonkennzeichen beantragen:

  1. Versicherung abschließen & eVB-Nummer beantragen
  2. Gehe mit den benötigten Unterlagen zur zustän­digen Zulas­sungs­stelle
  3. Nach der Bestätigung erhältst Du Kennzeichen

Ob Neuzulassung oder Ummeldung: Damit Du das Saisonkennzeichen beantragen kannst, musst Du in jedem Fall eine Versicherung für das Fahrzeug nachweisen. Diese erhältst Du vom gewünschten Versicherer, nachdem Du einen entsprechenden Antrag gestellt hast. Das Versicherungsunternehmen übermittelt Dir dann eine 7-stellige Nummer, die Du bei der Zulassungsstelle vorlegen musst. In der Regel erhältst Du die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) rechtzeitig – falls notwendig, auch am Wochenende, damit du am Montagmorgen bereits dein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen zulassen kannst.

Auf der zuständigen Zulassungsstelle wird Dir nach Prüfung der eVB-Nummer, der Versicherung und den notwendigen Unterlagen ein Schriftstück mit deinem Kennzeichen ausgehändigt. Mit diesem kannst Du das Saisonkennzeichen beim Schilderdienst prägen lassen. Die Kennzeichenschilder müssen anschließend nur noch mit dem Zulassungsstempel versehen werden. Halte die fertigen Nummernschilder in den Händen, müssen diese nur noch ordnungsgemäß am Auto befestigt werden.

Bei einigen Zulassungsbehörden kann man das Saisonkennzeichen mittlerweile auch online beantragen. Dabei kannst Du auch vorab ein Wunschkennzeichen reservieren.

Ein gültiger Versicherungsschutz ist Voraussetzung zur Beantragung eines Saisonkennzeichens. Deine eVB-Nummer erhältst Du im Anschluss an den Online-Abschluss oder unter 0681 / 9 66 6800.

Diese Unter­lagen benö­tigst Du für die Bean­tra­gung

  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I / Fahrzeugbrief
  • Zulassungsbescheinigung Teil II / Fahrzeugschein
  • Nachweis über Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung
  • Bei Ummeldung: bisherige Kennzeichenschilder
  • Ggf. Reservierungsbestätigung eines Wunschkennzeichens
  • Wenn jemand mit der Zulassung beauftragt wird: Vollmacht des Halters sowie die Ausweispapiere des Beauftragten

Tipps & Tricks zum Thema Saisonkennzeichen

Weitere Fragen zum Saison­kenn­zei­chen

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