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Saisonkennzeichen

Saisonkennzeichen: So sparen Sie Geld und Zeit

Für Cabrios, Motorräder und Wohn­mobile ist das Saison­kennzeichen ideal: Die Zulassung gilt für den vereinbarten Zeitraum (Saison), der Weg zur Zulas­sungs­stelle zwecks An- und Abmeldung entfällt. Der folgende Ratgeber erklärt, was beim Saison­kennzeichen zu beachten ist, welche Kosten entstehen und wie das Fahrzeug während und außer­halb der Saison versichert ist.

Diese Versicherungsbegriffe spielen im Artikel eine Rolle
Begriff
Erklärung
Schadenfreiheits­klasse (SF-Klasse)Abkürzung für Schadenfreiheitsklasse. Wird in der Kfz Versicherung benutzt, um langjähriges unfallfreies und sorgfältiges Fahren zu belohnen. Je länger der Versicherungsnehmer keinen Schaden gemeldet hat, desto höher der Rabatt, den die Versicherung gewährt. SF-Klassen gibt es in der Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung.

Was ist ein Saisonkennzeichen?

Der Begriff „Saison“ ist bei dieser Kennzeichen-Art nicht auf eine oder mehrere Jahreszeiten begrenzt. Vielmehr wird damit der Zulassungszeitraum bezeichnet, für den das Saisonkennzeichen gilt. Im Unterschied zu einem normalen Kennzeichen ist ein Saisonkennzeichen nicht ganzjährig gültig, sondern nur für den festgelegten Zeitraum. Er beträgt mindestens 2 Monate und höchstens 11 Monate. Im Prinzip kann die Saison mit jedem Monatsersten beginnen, in der Praxis wird das Kennzeichen überwiegend für 7 Monate - von April bis Oktober - beantragt.

Wie lange das Saisonkennzeichen gültig ist, ist an seinem rechten Rand ersichtlich. Dort sind Anfangs- und Endmonat aufgeprägt. Die Zahl oberhalb der Linie gibt den Monat an, in dem die Zulassung beginnt. Gezählt wird ab dem ersten Tag des Monats. Die Zahl unterhalb der Linie bezeichnet den Monat, in dem die Zulassung endet – hier ist der letzte Tag des Monats der Stichtag. Die Zulassung gilt nur für zusammenhängende Monate. Eine Aufsplittung auf mehrere saisonale Abschnitte ist nicht möglich.

Saisonkennzeichen
Info

Der Zulassungszeitraum wird nicht nur auf dem Kennzeichen, sondern auch in der Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugschein) und im Versicherungsschein vermerkt.


Für welche Fahrzeuge eignen sich Saisonkennzeichen besonders?

  • Cabrios
  • Motorräder
  • Wohnmobile
  • Quads

Vorteile und Nachteile des Saisonkennzeichens

Das größte Plus eines Saisonkennzeichens: Die Zulassung und die Abmeldung des Autos erfolgen automatisch. Man spart den Weg und die Zeit, zweimal im Jahr bei der örtlichen Zulassungsstelle vorstellig werden zu müssen. Und man spart beim Saisonkennzeichen die dazugehörigen Kosten, weil die Anmelde- und Abmeldegebühr von jeweils rund 17 Euro pro Jahr entfällt. Dafür zahlt man einmalig eine Zulassungsgebühr von rund 27 Euro. Bei einem Saisonkennzeichen wird zudem nur anteilig Kfz-Steuer fällig. Wer sein Fahrzeug also nur einige Monate im Jahr nutzt, fährt mit einem Saisonkennzeichen somit bequemer und günstiger.

Allerdings können Sie ein bestehendes Saisonkennzeichen nicht verlängern. Verändert sich die Zeitspanne, in der Sie Ihr Fahrzeug nutzen möchten, müssen Sie ein neues und entsprechend verändertes Saisonkennzeichen beantragen. Denn außerhalb der zugelassenen Saison dürfen Sie Ihr Fahrzeug nicht bewegen – auch nicht, wenn Sie einen Termin für die Hauptuntersuchung haben. Sie können erst mit dem Anfangstag des Zulassungszeitraums – zum Beispiel am 1. April – zu TÜV oder Dekra fahren. Ansonsten drohen ein Bußgeld von 40 Euro und hohe Abschleppkosten.

Info

Seit der Einführung des neuen Punktesystems zum Mai 2014 werden bei Verstößen im Zusammenhang mit Saisonkennzeichen keine Punkte mehr vergeben. Bestehende Punkte wurden gelöscht.

Nach Ablauf des Saisonkennzeichens gilt absolutes Fahrverbot, sonst drohen Strafen

Mit Auslaufen der Saison ist auch das Parken auf öffentlichen Straßen nicht mehr gestattet. Das bedeutet, dass Sie zum Beispiel Ihr Wohnmobil mit Saisonkennzeichen nicht am Straßenrand vor dem Haus überwintern lassen dürfen. Entweder bringen Sie das Fahrzeug auf Ihrem Grundstück auf einem abschließbaren Stellplatz (Garage, Carport, eingezäunte Stellfläche) unter oder Sie mieten einen geeigneten Winterstellplatz. Auch für das Parken ohne Zulassung droht ein Bußgeld von 40 Euro.

Tipp

Für viele ist das Wohnmobil das ultimative Freiheitsversprechen. Welche Vorteile eine spezielle Wohnmobilversicherung gegenüber einer normalen Kfz Versicherung hat, erfahren Sie im Ratgeber Wohnmobil-Versicherung.

Fahren Sie mit dem Fahrzeug außerhalb des Zulassungszeitraums auf öffentlichen Straßen, besteht außerdem kein Versicherungsschutz. Betroffen sind sowohl die Kfz-Haftpflichtversicherung als auch die Kaskoversicherungen. Das heißt, wenn Sie einen Unfall verursachen, müssen Sie für den Schaden am gegnerischen Fahrzeug in voller Höhe selbst haften. Die Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt zwar die Kosten, nimmt Sie dann aber in Regress. Teil- und Vollkaskoversicherung übernehmen nichts. Schäden am eigenen Fahrzeug müssen Sie in diesem Fall aus eigener Tasche bezahlen.

Vorteile des Saisonkennzeichens auf einen Blick
  • Beim Saisonkennzeichen entstehen weniger Kosten als bei einer ganzjährigen Zulassung.
  • Das Fahrzeug wird jedes Jahr automatisch an- und abgemeldet; dafür fallen keine Extra-Kosten an, der Gang zur Zulassungsstelle entfällt ebenfalls.
  • Beim Saisonkennzeichen werden Steuer und Versicherung anteilig berechnet – entsprechend der Nutzungsdauer.
  • Für den Zulassungszeitraum besteht automatisch voller Versicherungsschutz.
  • Eingeschränkter Versicherungsschutz für die Ruhezeit.

Welche Kosten entstehen, wenn ich ein Saisonkennzeichen beantrage?

Die Gebühr für Sonderkennzeichen ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Die meisten Zulassungsstellen verlangen circa 26,80 Euro. Es gibt aber auch teurere bzw. günstigere Zulassungsbezirke. In Hamburg muss man beispielsweise 28,10 Euro, in Magdeburg dagegen nur 26,30 Euro für ein Saisonkennzeichen zahlen. Hinzu kommen die Kosten für das Prägen eines Schilderpaares. Dafür müssen Sie mit einem Betrag von 15 bis 25 Euro rechnen. Wollen Sie den Nutzungszeitraum für ein bestehendes Saisonkennzeichen verlängern, muss das Fahrzeug neu zugelassen werden. Damit wird auch die entsprechende Zulassungsgebühr erneut fällig.

Die Kosten für Saisonkennzeichen erhöhen sich aber, wenn Sie es als Wunschkennzeichen beantragen. Dann fallen zusätzlich 10,20 Euro an. Dies ist bundesweit einheitlich geregelt. Bei den meisten Zulassungsstellen können Sie das gewünschte Kennzeichen über ein Online-Formular im Vorfeld reservieren. Dafür wird ein Aufschlag von 2,60 Euro berechnet. Macht insgesamt 12,80 Euro, die Sie für Ihre bevorzugte Kombination zusätzlich zahlen müssen. Ganz frei sind Sie bei der Wahl Ihres Wunschkennzeichens nicht: Die Abkürzung für den Landkreis – das Unterscheidungszeichen – ist vorgegeben, ebenso die Struktur der nachfolgenden Buchstaben- und Zahlenkombination.

Tipp

Viele Autofahrer möchten ihr Fahrzeug personalisieren. Sehr beliebt ist, die eigenen Initialen oder den Hochzeitstag auf das Kennzeichen zu setzen. Was man dabei beachten muss und warum lustige Kombinationen nicht jedermanns Geschmack sind, erfahren Sie im Ratgeber Wunschkennzeichen.


Welche Unterlagen muss ich zur Zulassungsstelle mitbringen?

Folgende Dokumente sind mitzubringen, damit Sie ein Saisonkennzeichen beantragen können:

  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
  • Wenn jemand mit der Zulassung beauftragt wird: Vollmacht des Halters sowie die Ausweispapiere des Beauftragten
  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I / Fahrzeugbrief
  • Zulassungsbescheinigung Teil II / Fahrzeugschein
  • Bei Ummeldung: Kennzeichenschilder
  • Nachweis über Hauptuntersuchung (beinhaltet auch die Abgasuntersuchung)

Wie beeinflusst ein Saisonkennzeichen meine Versicherung?

Ob Neuzulassung oder Ummeldung: Damit Sie das Saisonkennzeichen beantragen können, müssen Sie in jedem Fall eine Versicherung für das Fahrzeug nachweisen. Diese erhalten Sie vom gewünschten Versicherer, nachdem Sie einen entsprechenden Antrag gestellt haben. Das Versicherungsunternehmen übermittelt Ihnen dann eine 7-stellige Nummer, die Sie bei der Zulassungsstelle vorlegen müssen. In der Regel erhalten Sie die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) rechtzeitig – falls notwendig, auch am Wochenende, damit Sie am Montagmorgen bereits Ihr Fahrzeug mit Saisonkennzeichen zulassen können.

Mit Saisonkennzeichen wird die Versicherung günstiger

In der Regel wird die Versicherung günstiger, wenn Sie ein Saisonkennzeichen nutzen. Denn Sie bezahlen nur anteilig für die Monate, für die der Versicherungsschutz vereinbart wurde. Das bedeutet: Wer das Cabrio nur für 6 Monate fährt, zahlt auch nur für 6 Monate Versicherungsprämie. In diesem Zeitraum besteht vollständiger Versicherungsschutz. Wer bislang im Frühjahr das Fahrzeug an- und im Herbst abgemeldet hat, wird womöglich keinen Unterschied bezüglich der Höhe der Versicherungsprämie bemerken: Auch hier wurde anteilig nach Anzahl der zugelassenen Monate bezahlt.

Versicherungsschutz auch in der Ruhezeit

Der große Vorteil der Saisonkennzeichen ist aber, dass die Versicherung auch in den Monaten, in denen das Auto oder das Motorrad Winterschlaf hält, einen Grundschutz bietet. Das bedeutet, dass Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung auch während der Ruhezeit weiterbestehen. Wird zum Beispiel während der Winterferien der geliebte Alfa Romeo Spider Baujahr 1967 aus der Garage entwendet, zahlt die Teilkasko. Ebenso, falls eine Silvesterrakete den Carport samt Wohnmobil in Brand setzt. Dieser Grundschutz wäre bei einer regulären Abmeldung nicht gegeben.

Mit Selbstbeteiligung, Garagenplatz und Rabatten die Prämie reduzieren

Mehrere Möglichkeiten bieten sich beim Saisonkennzeichen an, um die Kosten der Versicherungsprämie zu reduzieren. Sie können mit der Versicherung zum Beispiel eine Selbstbeteiligung vereinbaren und kleinere Schäden selbst bezahlen. Da das Fahrzeug nur wenige Monate gefahren wird, ist unter Umständen auch ein Rabatt für Wenigfahrer möglich. Alle Versicherungen gewähren auch Vergünstigungen für Garagen oder gesicherte Stellplätze. Dann sind Sie aber auch verpflichtet, diese zu nutzen.

Tipp

Wenn Sie Ihr Fahrzeug mindestens 6 Monate anmelden und versichern, werden Sie bei unfallfreier Fahrt im darauffolgenden Jahr in die nächstbessere Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) heruntergestuft. Die Folge: Die Prämie sinkt. Liegt der Zulassungszeitraum für das Saisonkennzeichen unter 6 Monaten, bleibt die Versicherung auf demselben Preislevel.


Wechselkennzeichen: Eine Alternative zum Saisonkennzeichen?

Wer das Cabrio ausschließlich im Sommer fährt, im Winter dagegen in einem Fahrzeug sitzt, das mit Schneematsch und Nieselregen besser zu Recht kommt, kann auch zum Wechselkennzeichen greifen. Dieses gilt für zwei Fahrzeuge, die abwechselnd betrieben werden – aber nicht gleichzeitig! Beide Fahrzeuge sind zugelassen, doch das Fahrzeug ohne Kennzeichen gilt als „ruhend“ – und darf nur auf dem eigenen Grundstück oder in einer Garage stehen. Der Versicherungsschutz umfasst beide Fahrzeuge: voller Schutz für das bewegte Fahrzeug, eingeschränkter Schutz für das ruhende Fahrzeug.

Doch steuerliche Vorteile wie beim Saisonkennzeichen gibt es keine: Man muss zweimal Kfz-Steuer zahlen. Auch die Versicherungen behandeln zwei Fahrzeuge mit Wechselkennzeichen als Erst- und Zweitfahrzeug. Spezielle Tarife für Wechselkennzeichen gibt es kaum – in der Regel fährt man mit einer günstigen Zweitwagen-Versicherung besser. Zudem gibt es Einschränkungen, welche Fahrzeuge mit einem Wechselkennzeichen kombiniert werden können. Man darf nur innerhalb einer Fahrzeugklasse wechseln: Die Kombinationen Pkw und Motorrad oder Pkw und Anhänger sind zum Beispiel nicht möglich.

Diese Klassen gelten beim Wechselkennzeichen
  • Klasse M: Pkw (bis 8 Personen + Fahrer), Wohnmobil
  • Klasse L: Motorräder, Leichtkrafträder, Quads / Trikes (bis 550 kg und 15 kW)
  • Klasse 01: Anhänger (bis 750 kg Gesamtgewicht)

Fazit: Mit dem Saisonkennzeichen kommen Sie gut durch den Sommer

Ob Wohnmobil, Cabrio oder Motorrad – manche Fahrzeuge lässt man lieber den Winter über in der Garage stehen. Doch naht der Frühling, wird es Zeit, mit dem Liebling eine Spritztour zu machen. Die Zulassung mit dem Saisonkennzeichen ist dabei doppelt sinnvoll: Sie sparen nicht nur Zeit, weil An- und Abmeldung bei der Zulassungsstelle entfallen, sondern auch Geld. Sie zahlen nur einmalig eine Anmeldegebühr, zudem werden beim Saisonkennzeichen Kfz-Steuer und Versicherung anteilig berechnet.

Tipp

Wer noch mehr sparen möchte, sollte – bevor das Saisonkennzeichen beantragt wird – die Versicherung vergleichen: Die Kfz Versicherung von CosmosDirekt überzeugt mit niedrigen Prämien und einem hervorragenden Schadenservice (Kubus Kundenurteil).



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