Unter­schiede zwischen Voll­kasko und Teil­kasko

Vollkasko oder Teilkasko

Unterschiede der Versicherungsarten

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Vollkasko- und Teilkaskoversicherung decken Schäden am eigenen Auto
  • Bei beiden Versicherungen kann eine Selbstbeteiligung abgeschlossen werden
  • Während die Kfz-Haftpflicht vorgeschrieben ist, sind Teilkasko oder Vollkasko optional
  • Die Vollkaskoversicherung lohnt sich nicht bei jedem Fahrzeug

Ein Risiko für Unfälle besteht im Verkehr prinzipiell immer. Daher möchte man sowohl sich als auch sein Auto bestmöglich abgesichert wissen. Die Kfz-Versicherer bieten drei Arten von Kfz-Versicherungen an: die Kfz-Haftpflicht, die Teilkasko und die Vollkasko. Doch welche Versicherung übernimmt eigentlich welche Leistungen? Plötzlich steht man als Fahrzeughalter vor der Frage: Sind die Reparaturkosten für Vandalismus oder auch Diebstahl durch meinen Versicherungsschutz abgesichert? Mit der richtigen Kfz-Versicherung musst Du Dir keine Sorgen im Falle eines Schadens machen! Wir erklären Dir, wo die Unterschiede zwischen Teilkasko und Vollkasko liegen und worauf Du vor dem Abschluss einer Autoversicherung achten solltest.

Unser Ratgeber bietet Dir allgemeine Informationen zu den Unterschieden zwischen Vollkasko und Teilkasko. Hast Du Dich für das richtige Versicherungsprodukt entschieden, findest Du hier alle Informationen zu unserer Kfz-Versicherung.

Voll­kasko, Teil­kasko, Haft­pflicht: Unterschiede

Während die Haftpflichtversicherung Schäden am Fahrzeug des Unfall­gegners zahlt, kommen Kasko­versicherungen für Reparatur­kosten am eigenen Auto auf. Die Teilkasko übernimmt Schäden, die durch höhere Gewalt, Diebstahl oder auch Tiere entstehen. Eine Vollkasko deckt zusätzlich selbst­verschuldete Schäden und Vandalismus am eigenen Fahrzeug ab.

Der Unterschied zwischen Haftpflicht, Vollkasko und Teilkasko liegt aber nicht nur im Leistungsumfang. Während die Kfz-Haftpflichtversicherung zwingend von allen Fahrzeughaltern abgeschlossen werden muss, können Vollkasko oder Teilkasko optional abgeschlossen werden. Kaskoversicherungen sind somit keine Pflicht.

Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist für alle Fahrzeughalter gesetzlich vorgeschrieben. Ohne Haftpflicht darf in Deutschland kein Fahrzeug auf öffentlichen Straßen geführt werden. Sie soll garantieren, dass Dritte, die durch das Führen eines Autos im Straßenverkehr geschädigt werden, Schadenersatz erhalten. Die Leistungen der Versicherung umfassen Personen-, Sach- und Vermögensschäden.

Im Rahmen der Kfz-Haftpflicht hat der Gesetzgeber Mindestdeckungssummen für Schäden festgelegt:

  • Personenschäden: 7,5 Millionen Euro
  • Sachschäden: 1,22 Millionen Euro
  • Vermögensschäden: 50.000 Euro

Folgende Leistungen könnten unter anderem über eine Kfz-Haftpflichtversicherung erstattet werden:

  • Reparaturen am Fahrzeug des Unfallgegners
  • Anfallende Kosten für einen Mietwagen
  • Schmerzensgeld
  • Zahlung einer Rente

Die Kfz Haftpflichtversicherung schützt auch den Fahrzeughalter: Unbegründete oder überzogene Schadenersatzansprüche Dritter können mit der Haftpflichtversicherung abgewehrt werden.

Teil­kas­ko­ver­si­che­rung

Die Teilkaskoversicherung sichert Schäden am eigenen Fahrzeug ab, für die niemand haftbar gemacht werden kann. Die Teilkasko reguliert Schäden im Falle eines Brands, einer Explosion, eines Diebstahls, eines Glasbruchs oder eines Kurzschlusses. Auch höhere Gewalt wie Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung ist versichert. Zudem sind auch Zusammenstöße mit Haarwild abgesichert.

Voll­kas­ko­ver­si­che­rung

Die Vollkaskoversicherung bietet Fahrzeughaltern einen vollumfassenden Schutz. Neben den Leistungen der Teilkasko deckt die Vollkasko auch selbstverschuldete Schäden am eigenen Auto. Zudem sind Beschädigungen durch fremde Personen (Vandalismus) und Schäden nach Fahrerflucht abgesichert. Im Unterschied zur Teilkasko bietet dieser Kasko-Schutz auch dann Hilfe, wenn der Grund für eine Beschädigung am Auto nicht nachgewiesen werden kann. Der Umfang der Leistungen von Vollkasko oder Teilkasko fällt bei verschiedenen Versicherern allerdings unterschiedlich aus.

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Welche Kasko­ver­si­che­rung deckt welche Schäden ab?

Eine Teilkaskoversicherung leistet grundsätzlich bei Glasschäden, Diebstahl, Wildschäden oder auch Schäden durch Brand und Explosion sowie höhere Gewalt. Bei bestimmten Versicherern werden außerdem auch Tierbisse wie zum Beispiel Marderschäden und erweiterte Leistungen abgesichert. Die Vollkasko deckt alle Leistungen der Teilkasko sowie Schäden durch Vandalismus und Selbstverschulden ab.

versichertes Risiko

Teilkasko

Vollkasko

versichertes Risiko
Dieb­stahl
Dieb­stahl
Schäden durch Hagel, Sturm, Blitz­schlag, Überschwem­mung, Erdrutsch/-​​senkung und Lawinen (an Berg­hängen nieder­ge­hende Schnee- oder Eismassen)
Schäden durch Hagel, Sturm, Blitz­schlag, Überschwem­mung, Erdrutsch/-​​senkung und Lawinen (an Berg­hängen nieder­ge­hende Schnee- oder Eismassen)
Schäden durch Dach­la­winen, Erdbeben und Vulkan­aus­brüche
Schäden durch Dach­la­winen, Erdbeben und Vulkan­aus­brüche-
Brand und Explo­sion
Brand und Explo­sion
Kabel­schäden durch Kurz­schluss
Kabel­schäden durch Kurz­schluss
Bruch­schäden an der Vergla­sung
Bruch­schäden an der Vergla­sung
Erwei­terter Wild­schaden-Schutz
Erwei­terter Wild­schaden-Schutz
Tier­biss-Schäden inklu­sive Folge­schäden
Tier­biss-Schäden inklu­sive Folge­schäden
Unfall­schäden am eigenen Fahr­zeug
Unfall­schäden am eigenen Fahr­zeug -
Schäden durch Vanda­lismus
Schäden durch Vanda­lismus -

Wie wird der Beitrag für die Kfz-Versi­che­rung berechnet?

Auch bei der Berechnung des Beitrages gibt es Unterschiede zwischen Vollkasko, Teilkasko und Haftpflicht. Die Höhe der Beiträge zu den Versicherungen wird nach bestimmten Merkmalen berechnet:

Objektive Merkmale

Subjektive Merkmale

  • Typklassen
  • Regionalklassen
  • Verwendungszweck
  • Erstzulassung
  • Schadenfreiheitsklasse
  • Beruf
  • Wohnort
  • Dauer Führerscheinbesitz

Die Typklasse Deines Autos

Die Typklasse wirkt sich deutlich auf den Beitrag aller drei Versicherungen aus. Wer beim Kauf eines Fahrzeugs auf eine niedrige Typklasse achtet, kann dadurch beim Beitrag sparen. Sie wird anhand der Schadens- und Unfall-Statistik vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ermittelt. Aber Achtung – es gibt verschiedene Typklassen für Haftpflicht und Voll- oder Teilkasko. Die Typklasse Deines Autos kannst Du mit Hilfe des allgemeinen Typklassenverzeichnis ermitteln. Je niedriger sie angesetzt ist, umso geringer fällt die Prämie bei Deinem Versicherer aus.

Ausführliche Informationen findest Du in unserem Ratgeber zu Typklassen.

Die Regio­nal­klasse

Die Regionalklasse ist davon abhängig, in welcher Region Du Dein Fahrzeug angemeldet hast. Zur Berechnung der Regionalklassen wird die Anzahl der Schäden im Verhältnis zu den dort zugelassenen Fahrzeugen und dem Durchschnitt der Schadenhöhe verwendet. Bei Teil- oder Vollkasko werden zusätzlich örtliche Besonderheiten berücksichtigt. Hierzu zählen zum Beispiel das Auftreten von Naturgewalten sowie auch Diebstahl- und Wildunfall-Häufigkeit in Deinem Umkreis. Die Regionalklasse kann über die Regionalklassen-Abfrage ermittelt werden. Auch hier gilt: Je geringer die Regionalklasse, desto günstiger der Beitrag für die Kfz-Versicherung.

Ausführliche Informationen findest Du in unserem Ratgeber zu Regionalklassen.

Dein Scha­den­frei­heits­ra­batt

Bei der Kfz-Haftpflicht und der Vollkasko wirkt sich auch der Schadenfreiheitsrabatt auf den Beitrag aus. Bei der Teilkasko gibt es diesen nicht. Wer über lange Zeit unfall- und schadenfrei fährt, kann hiermit viel Geld sparen. Denn jedes Jahr, in dem Du schadenfrei unterwegs warst, wird Dir in Form von Schadenfreiheitsklassen angerechnet. Die jeweiligen Schadenfreiheitsklassen sind mit Beitragssätzen hinterlegt, die je nach Versicherer unterschiedlich angesetzt werden. Das System des Schadenfreiheitsrabatts kann Deinen Beitrag bei schadenfreiem Fahren langfristig deutlich senken. Im Gegenzug führt eine hohe Schadenhäufigkeit allerdings zu einer ungünstigen Einstufung, die den Beitrag für Deine Vollkasko- oder Haftpflichtversicherung sehr teuer machen kann.

Die verein­barte Selbst­be­tei­li­gung

Für die Haftpflichtversicherung entfällt die Option einer Selbstbeteiligung. Bei der Teil- und Vollkaskoversicherung ist jeweils eine Selbstbeteiligung möglich. Durch eine Selbstbeteiligung kann man den Beitrag der Kaskoversicherung erheblich reduzieren. In diesem Fall entscheidest Du selbst wie viel Du sparen möchtest: Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger fällt der Beitrag aus. Die meisten Versicherer bieten die Selbstbeteiligung in festen Schritten an – zum Beispiel 150 Euro, 300 Euro, 500 Euro, 1.000 Euro und höher.

CosmosDirekt empfiehlt bei der Teilkasko eine Selbstbeteiligung von mindestens 150 Euro und bei der Vollkasko 300 Euro.

Bei der Vollkasko von CosmosDirekt kannst Du zusätzlich sparen. Im Comfort-Schutz erhältst Du für jedes schaden­freie Kalender­jahr in der Voll- und Teilkasko eine Gutschrift von 50 Euro auf Deine Selbst­beteiligung – maximal bis zur vereinbarten Selbst­­beteiligung.

Indi­vi­du­elle Tarif­merk­male

Um die Beiträge für den Versicherungsnehmer zu kalkulieren, nutzen viele Versicherer neben der Selbstbeteiligung sowie der Typ- und Regionalklasse noch weitere Informationen. So kann der Beitrag für Teil- und Vollkasko bei den Versicherern sehr unterschiedlich ausfallen. Zu den häufigsten individuellen Tarifmerkmalen zählen:

  • Alter des Fahrzeughalters oder Fahrer
  • Alter des Fahrzeugs bei der ersten Zulassung auf den Versicherungsnehmer
  • Zeitwert oder Neuwert des Fahrzeugs
  • Regelmäßiger Abstellplatz des Fahrzeugs
  • Jährliche Fahrleistung, d.h. wie viele Kilometer gefahren werden
  • Berufliche Tätigkeit
  • Wohneigentum
  • Punktestand im Fahreignungsregister in Flensburg
  • Anzahl im Haushalt lebender Kinder unter 15 Jahren
  • Beschränkungen in Bezug auf den Fahrer: Mindest- und Höchstalter

Für welches Auto lohnt sich eine Voll­kasko oder eine Teil­kasko?

Die Vollkaskoversicherung lohnt sich auf jeden Fall für alle Neuwagen. Bei Gebrauchtwagen kommt es auf den Wert des Fahrzeugs oder auch den Schadenfreiheits-Rabatt an. Ob man Vollkasko oder Teilkasko wählt, ist aber eine persönliche Entscheidung. Während es bei der Vollkasko einen Schadenfreiheitsrabatt gibt und sich der Beitrag somit durch schadenfreies Fahren reduziert, bleibt der Beitrag für die Teilkasko stets konstant.

Grob geschätzt lohnt sich die Vollkasko für Autos, die bis zu 5 Jahre alt sind. Das hat vor allem mit dem Zeitwert des Autos zu tun. Beim Abschluss einer Vollkasko sollte man nach der Wirtschaftlichkeit entscheiden. Es kann nicht schaden, sich die Frage zu stellen, wie der Wert bei einem mittelgroßen oder sogar einem Totalschaden in Relation zum Versicherungsbeitrag aussehen würde. Der Abschluss einer Teilkasko sollte neben dem Alter des Fahrzeugs außerdem daran orientiert werden, ob es in Deinem Wohnort oft zu Unwettern, Wildunfällen oder auch Diebstahl kommt.

Tipps vom Versi­che­rungs­ex­perten Roman Wagner

Jeder sollte für sein Fahrzeug prüfen, welcher Versicherungsschutz günstiger ist. In der Teilkasko gibt es keinen Schadenfreiheitsrabatt. Daher kann die Vollkasko günstiger als die Teilkasko sein!

Wie groß sind die Unter­schiede wirk­lich?

Auch wenn der Unterschied von Vollkasko zu Teilkasko auf den ersten Blick nicht allzu groß scheinen mag, wird er gerade bei der Zahlung von Reparaturkosten oder der Abwicklung nach einem Unfall deutlich. Die Vollkaskoversicherung schützt den Versicherungsnehmer vor allen Eventualitäten. Allerdings fällt der Beitrag im Vergleich zur Teilkasko meistens höher aus. Während die Kfz-Haftpflicht vorgeschrieben ist, kann die Wahl eines Kasko-Schutzes immer individuell getroffen werden. Wer Geldbeutel und Auto allerdings stets abgesichert wissen möchte, sollte besser zum umfangreicheren Vollkaskoschutz greifen. Die Wahl der richtigen Kfz-Versicherung hängt von vielen Faktoren ab. Wesentlich für jeden Fahrzeughalter ist es daher abzuwägen, ob die Kosten für den Beitrag auch in Relation zum Wert des Fahrzeugs sinnvoll sind.

Fazit: Wann lohnt sich welche Versi­che­rung?

Die Teilkasko lohnt sich, wenn Fahrzeughalter keine finanziellen Risiken bei Schäden am eigenen Fahrzeug eingehen möchten, für die niemand haftbar gemacht werden kann. Die Vollkasko bietet dagegen neben den Leistungen der Teilkasko auch Versicherungsschutz bei selbstverursachten Schäden am eigenen Fahrzeug.

Die finanzielle Belastung durch zum Beispiel einen Wildunfall, Glasschäden, Brand oder Schäden durch das Auftreten von Naturgewalten kann enorm sein. Deshalb lohnt sich die zusätzliche Absicherung in Form einer Teilkasko häufig. Hat das Fahrzeug allerdings nur noch einen geringen Wert, sollten die Zusatzkosten für den Versicherungsbeitrag abgewogen werden. Bei der Vollkasko sind Fahrzeughalter zusätzlich gegen mutwillige Schäden, die durch Dritte verursacht werden, abgesichert: Vandalismus und Fahrerflucht. Die Vollkasko ist besonders bei Neuwagen und gut erhaltenen älteren Fahrzeugen empfehlenswert. Hast Du einen hohen Schadenfreiheitsrabatt, dann reduziert dieser außerdem den Beitrag für die Versicherung und kann so die Vollkasko sogar günstiger als die Teilkasko machen! Wer sich mit Vollkasko, Teilkasko und den verbundenen Unterschieden beschäftigt, wird schnell merken, welcher Versicherungsschutz der passende ist. Die Teilkasko lohnt sich, wenn Fahrzeughalter keine finanziellen Risiken bei Schäden am eigenen Fahrzeug eingehen möchten, für die niemand haftbar gemacht werden kann. Die Vollkasko bietet dagegen neben den Leistungen der Teilkasko auch Versicherungsschutz bei selbstverursachten Schäden am eigenen Fahrzeug.

Hast Du Fragen zur Kfz-Versicherung? Wir beraten Dich gerne telefonisch oder per E-Mail.

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