Rotes Kennzeichen

Das Wechselkennzeichen für Händler und Oldtimer

Nicht-zugelassene Fahrzeuge nehmen durch Probe- oder Überführungsfahrten häufig am öffentlichen Straßenverkehr teil. Möglich ist dies unter bestimmten Voraussetzungen mit einem roten Kennzeichen bzw. Händlerkennzeichen. Als Privatperson können Sie das rote Kennzeichen nicht beantragen – es sei denn, Sie fahren einen Oldtimer, der bestimmte Auflagen erfüllt. Doch was genau ist ein rotes Kennzeichen, wer kann es beantragen und wie hoch sind die Kosten für das Kennzeichen und die Kfz-Versicherung? In unserem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte zu den roten Nummernschildern.

Wichtige Fakten zum roten Kennzeichen im Überblick:

  • Rote Nummernschilder können nur an Gewerbe­treibende und Oldtimer-Besitzer vergeben werden
  • Rote Kennzeichen sind für eine Dauer von einem Jahr gültig, können danach aber meist unbefristet verlängert werden
  • Das Händlerkennzeichen kann von Auto­händlern, Werkstätten und Prüf­organisationen für Probe-, Prüfungs- und Über­führungs­fahrten genutzt werden
  • Als Versicherung für rote Kennzeichen ist mindestens der Ver­sicherungs­schutz einer Kfz-Haft­pflicht­versicherung notwendig

Der Ratgeber bietet allgemeine Informationen. Produktinformationen zur Autoversicherung von CosmosDirekt finden Sie hier.

Produktinformationen

Hinweis

CosmosDirekt bietet die Autoversicherung beziehungsweise Kfz-Versicherung nur für Privatkunden an. Da die roten Kennzeichen nur für Gewerbetreibende und Besitzer von Oldtimern sind, werden diese von uns nicht angeboten.


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Rotes Kennzeichen – was ist das?

Beim roten Kennzeichen handelt es sich um ein Kfz-Kennzeichen, das für nicht-zugelassener Fahrzeuge verwendet wird. Da sie meist von Händlern für Überführungs-, Probe- und Prüfungsfahrten genutzt wird, sind die roten Nummernschilder auch als Händlerkennzeichen bekannt. Neben Händlern können auch Werkstätten oder Prüforganisationen ein rotes Kennzeichen beantragen. Im Gegensatz zu anderen Nummernschildern kann das rote Kennzeichen vom Händler auch für mehrere Kfz genutzt werden.


Händler, Werkstatt & Prüfstellen: Wer bekommt ein rotes Kennzeichen?

Wann und von wem ein rotes Kennzeichen genutzt werden darf, ist in §16, Absatz 1 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) geregelt. Daraus geht hervor, dass gewerbliche Händler nicht-zugelassene Fahrzeuge mit einem roten Kennzeichen für eine Probefahrt, Überführungsfahrt oder Prüfungsfahrten bewegen dürfen. Händler haben es in der Regel mit einem ganzen Fuhrpark an unangemeldeten Fahrzeugen zu tun. Müssten sie jedes einzelne zulassen, hätten sie einen erheblichen Aufwand – finanziell und zeitlich. Da ein rotes Nummernschild nicht fahrzeuggebunden ist, kann es für mehrere Autos verwendet werden. Doch nicht nur gewerbliche Händler wie Autoverkäufer können laut FZV ein rotes Kennzeichen beantragen: Zulassungsbehörden gewähren es auch Kfz-Werkstätten, -Herstellern und -Teileherstellern sowie Sachverständigen und Prüfern.

Wer das rote Kennzeichen beantragt hat, wird über die Erkennungsnummer ersichtlich:

  • Sachverständige bekommen ein rotes Kennzeichen mit der Nummer 05
  • Händler bekommen ein rotes Nummernschild mit der Erkennungsnummer 06
  • Oldtimer bekommen ein rotes Kennzeichen mit der 07

Wofür dürfen rote Nummernschilder verwendet werden?

Rote Kennzeichen dürfen laut Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) nur bei Prüfungs-, Überführungs- und Probefahrten genutzt werden. Aber was genau versteht man darunter?

  • Prüfungsfahrten: Amtlich anerkannte Sachverständige oder Prüfer kontrollieren während der Fahrt die Funktionsweise des Fahrzeugs.
  • Überführungsfahrt: Händler überführen ein Auto zu einem Käufer, der auch in einem anderen Land der Europäischen Union leben kann.
  • Probefahrten: Händler demonstrieren Interessenten mit Kaufabsicht die Funktionsfähigkeit des Autos. Testfahrten, die die Kauflust anregen sollen, gelten nicht als Probefahrt.

Dürfen Privatpersonen rote Kennzeichen nutzen?

Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) erlaubt die Nutzung eines roten Kennzeichens nur für Gewerbetreibende und schließt eine Verwendung durch Privatpersonen aus. Ein rotes Kennzeichen kann privat, unter Einhaltung der entsprechenden Voraussetzungen, nur für einen Oldtimer genutzt werden. Zur Überführung eines Fahrzeugs müssen Käufer ein Kurzzeitkennzeichen beantragen.

Was gibt es bei Fahrten mit roten Kennzeichen zu beachten?

Gewerbetreibende, die rote Kfz-Kennzeichen nutzen, sind dazu verpflichtet, den korrekten Gebrauch des Nummernschilds nachzuweisen. Deshalb muss bei Fahrten mit einem roten Kennzeichen immer ein besonderes Fahrzeugscheinheft mitgeführt werden, das die zuständige Zulassungsbehörde ausstellt. Hier sind sowohl Informationen zu den Fahrzeugen, die mit dem Kennzeichen genutzt werden, als auch zu den jeweiligen Fahrten einzutragen. Das Fahrzeugscheinheft soll gewährleisten, dass die roten Kennzeichen wirklich nur für den vorgesehenen Zweck genutzt und nicht missbräuchlich verwendet werden. Damit die Angaben bei Bedarf geprüft werden können, muss das Fahrzeugscheinheft mindestens ein Jahr lang aufbewahrt werden.

Die Nutzungsbedingungen regelt § 16 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV). Zu den geforderten Angaben gehören unter anderem:

  • Verwendetes Kennzeichen
  • Datum der Fahrt
  • Beginn und Ende der Fahrt
  • Fahrzeughersteller
  • Fahrzeugmarke
  • Fahrzeugtyp
  • Fahrgestell-Nummer
  • Fahrzeugführer
  • Fahrtstrecke (Zweck der Fahrt)

Unter welchen Voraussetzungen bekommt man ein rotes Kennzeichen?

Um ein rotes Kennzeichen zu bekommen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Denn das Ausstellungsverfahren für die roten Nummernschilder ist streng reglementiert. Außerdem besteht kein Rechtsanspruch auf ein Händlerkennzeichen, sondern die Bewilligung des Antrags obliegt dem Sachbearbeiter. Laut § 16 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) ist die Beantragung eines roten Kennzeichens für „zuverlässige Kraftfahrzeughersteller, Kraftfahrzeugteilehersteller, Kraftfahrzeugwerkstätten und Kraftfahrzeughändler“ möglich. Um die geforderte Zuverlässigkeit des Gewerbetreibenden nachzuweisen, wird der Antragssteller genau überprüft. Die Zulassungsstellen verlangen dazu unter anderem die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses sowie einen Auszug aus dem Verkehrszentralregister.

Wer ein rotes Kennzeichen beantragen möchte, braucht dafür die folgenden Unterlagen:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung
  • Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug
  • Nachweis der Zuverlässigkeit des Antragstellers, zu belegen in der Regel durch:
    • Auskunft aus dem Bundeszentralregister (Führungszeugnis)
    • Auskunft aus dem Gewerbezentralregister
    • Auskunft aus dem Verkehrszentralregister beim Kraftfahrt-Bundesamt
  • Einzugsermächtigung für den Kraftfahrzeugsteuereinzug
  • Nachweis der Kfz-Haftpflichtversicherung
  • Begründung für den Bedarf eines roten Kennzeichens
Hinweis

Bei der Ausstellung eines roten Kennzeichens dürfen keine Zahlungsrückstände bei der Zulassungsbehörde oder dem Finanzamt bestehen.


Wie hoch sind die Kosten für ein rotes Kennzeichen?

Bei der Beantragung eines roten Kennzeichens ist mit verschiedenen Kosten zu rechnen. Dazu gehören neben einer Gebühr für die Zulassung auch die Kosten für die Kfz-Versicherung und die Kfz-Steuer. Wer ein rotes Kennzeichen für ein Auto beantragt, sollte zudem wissen, dass z. B. die Kosten für die Zulassung je nach Bundesland unterschiedlich hoch ausfallen.

Die Kosten für ein rotes Kennzeichen im Überblick:

  • Zulassung: 30 bis 200 Euro (Gebühr je nach Zulassungsstelle unterschiedlich)
  • 10 bis 20 Euro für das Nummernschild
  • 191,73 Euro pro Jahr für die Kfz-Steuer
  • Kosten für die Kfz-Versicherung abhängig vom gewählten Versicherer

Das rote Kennzeichen für Oldtimer

Die Nutzung eines roten Kennzeichens ist nicht nur für Autoverkäufer und -händler möglich, sondern auch für Oldtimer kann ein rotes Nummernschild ausgestellt werden. In diesem Fall ist auch die Antragsstellung durch Privatpersonen möglich. Ein rotes Versicherungskennzeichen berechtigt den Besitzer des Oldtimers, an Oldtimer-Veranstaltungen teilzunehmen und die dazugehörigen An- und Abreisewege zu fahren. Außerdem können damit Test- und Probefahrten gemacht werden. Ein rotes Oldtimer-Kennzeichen ist ähnlich aufgebaut wie das Händlerkennzeichen. Allerdings beginnt es mit der Erkennungsnummer „07“. Auch das rote Kennzeichen für Oldtimer ist ein Wechselkennzeichen, das Sie für mehrere Fahrzeuge verwenden können.

Ein 07er Kennzeichen berechtigt allerdings nicht zum Alltagsgebrauch eines Oldtimers. Wer mit seinem Klassiker uneingeschränkt private Fahrten unternehmen möchte, benötigt ein H-Kennzeichen. Rote Oldtimer-Kennzeichen lohnen sich vor allem dann, wenn Sie mehrere Fahrzeuge besitzen, da Sie das Kennzeichen für mehrere Fahrzeuge verwenden können. Allerdings muss jeder Oldtimer bei der Zulassungsstelle angemeldet sein.

Diese Voraussetzungen gelten für ein rotes Kennzeichen für Oldtimer

Das rote Kennzeichen für Oldtimer kann nur für Fahrzeuge beantragt werden, deren Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurückliegt. Nur dann – und wenn sie wie laut § 2 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung definiert der „Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes“ dienen – gelten die Fahrzeuge als echte Oldtimer. Damit geht einher, dass sich ein Oldtimer in einem guten und originalgetreuen Zustand befinden muss.

Die Voraussetzung für die Anerkennung eines Wagens als Oldtimer gemäß § 2 der Fahrzeugzulassungsverordnung im Überblick:

  • Erstzulassung liegt mindestens 30 Jahre zurück
  • Das Fahrzeug ist weitgehend im Originalzustand
  • Das Fahrzeug befindet sich in einem guten Erhaltungszustand
  • Das Fahrzeug dient der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes

So beantragen Sie ein rotes Oldtimer-Kennzeichen

Bei der Beantragung eines roten Kennzeichens für einen Oldtimer wird zunächst von einem Sachverständigen bescheinigt, dass es die oben genannten Voraussetzungen erfüllt. Geprüft wird dabei das Datum der Erstzulassung und ob der Wagen möglichst im Originalzustand ist. Das setzt beispielsweise voraus, dass bei wichtigen Fahrzeugelementen nur Originalersatzteile verbaut sind.

Wie bei dem Händlerkennzeichen wird auch das rote Kennzeichen für Oldtimer nur an zuverlässige Fahrzeughalter vergeben. Deshalb müssen für den Antrag Belege für die Zuverlässigkeit erbracht werden, z. B. durch ein polizeiliches Führungszeugnis.

Diese Unterlagen müssen Sie für die Ausstellung eines roten Versicherungskennzeichens für Oldtimer vorlegen:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung
  • Bestätigung des Oldtimer-Zustands durch ein Gutachten eines anerkannten Sachverständigen
  • Vorlage der originalen Fahrzeugpapiere
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Auszug aus dem Verkehrszentralregister des Kraftfahrt-Bundesamtes
  • Einzugsermächtigung für den Kraftfahrzeugsteuereinzug
  • Nachweis der Kfz-Haftpflichtversicherung (eVB-Nummer)
  • Nachweis der Teilnahme an Oldtimer-Veranstaltungen zur Förderung des kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts
Tipp

Die Anmeldung eines Kfz muss der Fahrzeughalter nicht selbst vornehmen. Es ist aber eine schriftliche Vollmacht erforderlich, damit eine dritte Person das Auto anmelden kann. Alles weitere erfahren Sie im Ratgeber Voll­macht zur Kfz-Zulas­sung.


Wie hoch sind die Kosten für ein rotes Kennzeichen?

Wie beim Händlerkennzeichen muss auch beim roten Kennzeichen für Oldtimer jede Fahrt mit einem Fahrtenbuch dokumentiert werden, um die korrekte Nutzung des Kennzeichens zu belegen. Rote Nummernschilder sind auch bei Oldtimern nicht fahrzeuggebunden und können als Wechselkennzeichen für verschiedene Fahrzeuge genutzt werden. Wer jedoch ein weiteres Fahrzeug für ein rotes Nummernschild eintragen oder ein angemeldetes Fahrzeug verkaufen möchte, muss dies bei der Zulassungsbehörde melden. Nach der Eingangsprüfung müssen die Oldtimer keine Hauptuntersuchungen mehr absolvieren. Auch bei Oldtimern ist es nicht erlaubt, ein rotes Kennzeichen auszuleihen.

Hinweis

Bei Oldtimer-Veranstaltungen im Ausland sollten Sie sich im Vorfeld informieren, welche Zulassungsregeln im Zielland gelten und ob die Einreise mit einem roten Kennzeichen problemlos möglich ist.


Fazit: Rote Kennzeichen – sinnvoll für Händler und Oldtimer-Besitzer

Rote Kennzeichen sind nur in einem engen Einsatzbereich verwendbar und daher im alltäglichen Gebrauch nur für Gewerbetreibende zulässig und sinnvoll. Sie berechtigen Händler, Werkstätten und Prüfstellen zu Probe-, Prüfungs- und Überführungsfahrten von Autos ohne Zulassung. Dabei sind die Kennzeichen nicht an ein bestimmtes Fahrzeug gebunden. Die Benutzung ist streng reglementiert und Inhaber sind verpflichtet, alle Fahrten in ein spezielles Fahrzeugscheinheft einzutragen. Privatpersonen, die ein Fahrzeug nach dem Kauf überführen möchten, müssen für diesen Zweck ein Kurzzeitkennzeichen beantragen. Das Leihen von roten Kennzeichen ist in diesem Fall absolut nicht ratsam, da es strafbar ist und für die verleihende Werkstatt bzw. den Händler weitreichende Konsequenzen haben kann. Für Privatpersonen ist ein rotes Versicherungskennzeichen nur dann sinnvoll, wenn sie einen Oldtimer besitzen und damit die Hin- und Rückfahrt bei Oldtimer-Veranstaltungen realisieren möchten.


Häufige Fragen zum roten Kennzeichen

Auf den roten Kennzeichen sind ein Unterscheidungszeichen und eine Erkennungsnummer aufgeprägt. Das Unterscheidungszeichen ist abhängig vom Sitz der Zulassungsstelle (z. B. „SB“ für Saarbrücken). Anders als bei normalen Kfz-Kennzeichen besteht bei roten Nummernschildern die Erkennungsnummer nur aus Ziffern. Die Buchstaben in der Mitte entfallen. Die Erkennungsnummer beginnt entweder mit „05“ (für Prüf- und Überwachungsorganisationen), „06“ (für Händler und Gewerbetreibende) oder „07“ (für Oldtimer).

Beim ersten Antrag hat das rote Kennzeichen eine Gültigkeit von einem Jahr. Zum Ende der Laufzeit kann der Händler eine Verlängerung beantragen. Dazu müssen wieder der Versicherungsschutz sowie ordnungsgemäß geführte Unterlagen vorgewiesen werden. Hat sich der Antragssteller als zuverlässig erwiesen, wird die Verlängerung meist genehmigt. Da die Verlängerung des roten Versicherungskennzeichens auch dauerhaft sein kann, wird das Kennzeichen oft auch als Dauerkennzeichen bezeichnet. Wichtig: Die Zulassungsbehörde kann das Fahrzeugscheinheft jederzeit prüfen.

Ein rotes Kennzeichen kann bei der örtlichen Zulassungsstelle beantragt werden. Für den Antrag müssen in der Regel diese Unterlagen vorgelegt werden:

  • Gültiger Personalausweis (oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung)
  • Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug
  • Führungszeugnis
  • Auszug aus dem Verkehrszentralregister beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)
  • Auskunft aus dem Gewerbezentralregister

Im Gegensatz zum roten Kennzeichen kann das Kurzzeitkennzeichen auch von Privatpersonen für Überführungsfahrten beantragt werden. Das Kurzzeitkennzeichen ist maximal 5 Tage gültig und kann am Wohnort des Fahrzeughalters oder am Standort des Fahrzeugs beantragt werden. Im Gegensatz zu den roten Kennzeichen dürfen sie nur für ein Fahrzeug genutzt werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zum Kurzzeitkennzeichen.

Nein, das Ausleihen von roten Kennzeichen an Privatpersonen ist verboten und stellt eine Straftat dar. Wird ein rotes Kennzeichen geliehen und privat zur Überführung eines Fahrzeugs genutzt, besteht kein Versicherungsschutz. Der Händler oder die Werkstatt, die ein solches Nummernschild verleiht, riskiert zudem, alle roten Kennzeichen zu verlieren.

Da Fahrzeuge mit rotem Kennzeichen bei Probefahrten oder Überführungsfahrten auch im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden, müssen sie entsprechend versichert werden. Als Versicherung für rote Kennzeichen wird mindestens eine Haftpflichtversicherung benötigt.

Rote Kennzeichen sind grundsätzlich nicht fahrzeuggebunden. Hat ein Händler ein rotes Nummernschild beantragt und bekommen, kann er dieses für alle seine Fahrzeuge nutzen. Das gilt nicht nur für Überführungsfahrten, sondern auch für Probefahrten.

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