Motorrad-Frühjahrscheck

Motorrad-Frühjahrscheck:

Sicherer Start in die Saison

Die Ratgeber bieten allgemeine Informationen. Produktdetails von CosmosDirekt finden Sie auf den jeweiligen Produktseiten.

Der Frühling steht vor der Tür, und mit ihm der Beginn der Motor­rad­saison. Besonders für Motor­rad­fahrer, die ihre Maschinen nicht das gesamte Jahr über nutzen; ist der alljährliche Motor­rad-Früh­jahrs­check wichtig. Neben der Fahr­tüchtig­keit der Maschine sollte dabei auch die eigene Fahr­tüchtig­keit geprüft werden, denn wer ein halbes Jahr nicht gefahren ist, dem mangelt es schnell an Übung.

Diese Versicherungsbegriffe spielen im Artikel eine Rolle
Begriff
Erläuterung
VersicherungsbeiträgePrämie, die für die abgeschlossene Versicherung vom Versicherungsnehmer in monatlichen, vierteljährlichen, halbjährlichen oder jährlichen Zahlungen entrichtet wird.
ABSABS steht für Antiblockiersystem. Es verhindert beim Bremsen ein Blockieren der Räder durch das intervallmäßige Vermindern des Bremsdrucks. Motoradexperten empfehlen den serienmäßigen Einbau in allen neuen Modellen für mehr Fahrsicherheit auf den Straßen.

Für Biker ist das Motorradfahren keine reine Fortbewegungsart, sondern ein Lifestyle oder sogar eine Lebensphilosophie. Trotzdem müssen die meisten Motorradfahrer einige Monate im Jahr jahreszeitbedingt auf ihr Gefährt verzichten: Bei niedrigen Temperaturen macht das Fahren keinen Spaß mehr und nasse oder vereiste Fahrbahnen werden zu einem großen Sicherheitsrisiko. Aus diesem Grund motten viele Besitzer ihre Bikes von November bis März ein. Wer das Motorrad im Frühjahr wieder rausholt, sollte auf keinen Fall aufsteigen und gleich wieder losfahren. Vor der ersten Ausfahrt sollte unbedingt ein gründlicher Check der Technik erfolgen – der eigenen Sicherheit und jener der anderen Verkehrsteilnehmer zuliebe.


Frühjahrscheck beim Motorrad: Diese Dinge sollten Sie überprüfen

Bevor die erste Tour mit dem Motorrad unternommen wird, müssen Sie die Betriebsflüssigkeiten kontrollieren: Motoröl, Bremsflüssigkeit, Kühlmittel und gegebenenfalls das Kardanöl sollten nicht zu alt sein und die Füllstände ausreichend hoch sein. Während einer ordentlichen Reinigung des Bikes kommt man Lecks auf die Spur. Selbstverständlich sollte vor dem Start auch der Füllstand des Benzintanks gecheckt werden. Optimaler Weise wurde im Herbst nach der letzten Fahrt nochmal vollgetankt. Dies verhindert wirksam Rost im Tank.

Zum Motorrad-Frühjahrscheck gehört auch, die Batterie auf ihren Zustand zu prüfen, sie zu laden und nach allen Kontrollen wieder einzubauen. Wer ein Vergasermodell hat, sollte immer noch die Finger vom Startknopf lassen. Damit der Motor nach längerer Standzeit problemlos wieder anspringt, sind eine paar Handgriffe notwendig. Die Schwimmerkammer/-n des Vergasers muss über die Ablassschraube von alten Spritresten befreit werden. Danach wird der Benzinhahn geöffnet und frischer Kraftstoff eingelassen. Tipp: Wer beim einmotten des Motorrads bei laufendem Motor den Benzinhahn schließt, entleert die Schwimmerkammer/-n auf einfachere Weise. Wenn der Motor läuft, sollte die elektrische Anlage geprüft werden. Scheinwerfer, Rückleuchte, Blinker, Hupe sowie Bremslicht müssen einwandfrei funktionieren.

Für eine unfallfreie Fahrt müssen die üblichen Sicherheitssysteme unbedingt fehlerfrei laufen. Der Kill-Schalter am Lenker sollte den Motor sofort abschalten. Das Gleiche gilt für das Einlegen eines Gangs, solange der Seitenständer ausgeklappt ist. Danach wird die Mechanik inspiziert: Der Luftfilter sollte bei Bedarf gereinigt werden. Die Kette muss unter Umständen neu gespannt und gefettet werden. Die Räder müssen sich leicht drehen und keine Schleifgeräusche von sich geben. Die Bowdenzüge am Gasgriff sollten ebenfalls leichtgängig sein.

Besonders wichtig beim Motorradcheck im Frühjahr ist die Überprüfung der Bremsbeläge auf ihren Zustand und der Bremsen auf ihren Druckpunkt und ihre Wirkung. Das Reifenprofil sollte mindesten noch 2 Millimeter, am besten 3 Millimeter Tiefe aufweisen. Die Gummis sollten zudem gründlich auf Beulen und Risse untersucht werden. Dass die Pneus über den Winter etwas Luft verloren haben, ist normal und lässt sich leicht wieder beheben. Nicht vergessen sollten Sie, Ihre Schutzkleidung und Ihren Helm gründlich zu prüfen, denn in einer Unfallsituation kann diese Ausrüstung schlimmere Verletzungen verhindern.

Tipp

Wer mit einem Saisonkennzeichen fährt, sollte sich unbedingt an den angegebenen Zeitraum halten. Wird das Motorrad außerhalb des Zulassungszeitraums bewegt, besteht kein Versicherungsschutz! Trotzdem kann man als Saisonfahrer bares Geld sparen. Wie das geht, erfahren Sie im Ratgeber Saisonkennzeichen.


Motorrad-Checkliste-Frühling

  • Betriebsflüssigkeiten prüfen
  • Batterie laden und kontrollieren
  • Luftfilter reinigen
  • Kette fetten und spannen
  • Mechanik der Räder überprüfen
  • Sicherheitssysteme und elektrische Anlagen überprüfen
  • Reifenprofil messen
  • Reifenluftdruck überprüfen
  • Reifengummi auf Beschädigungen untersuchen
  • Bremsbeläge und Bremse testen
  • Benzinstand überprüfen
  • Maschine gründlich reinigen
  • Schutzkleidung und Helm auf Schäden untersuchen
  • TÜV/AUK und Zulassung checken

Nutzen Sie die Frühjahrs-Checkliste für einen sicheren Saisonstart.


Der Frühjahrscheck in der Werkstatt

Wer sich nicht zutraut, den Motorradcheck im Frühjahr selber durchzuführen, vereinbart einfach einen Termin in der Werkstatt seines Vertrauens. Vielerorts bieten Werkstätten kostengünstige Frühjahrschecks an. In der Werkstatt wird Ihr Zweirad umfassend und gewissenhaft auf alle Punkte hin überprüft und es werden alle Mängel notiert und behoben.

Die durch den Motorrad-Frühjahrscheck verursachten Kosten halten sich im Rahmen: Sie liegen je nach Umfang zwischen 10 und 50 Euro. Die Wartezeit liegt meist nur zwischen 20 bis 45 Minuten. Häufig lohnt es sich, die Angebote für den Motorrad-Frühjahrscheck zu vergleichen.

Wenn Sie sich dazu entschließen, den Motorrad-Frühjahrscheck in der Werkstatt durchführen zu lassen, profitieren Sie von einigen Vorteilen: Notwendige Reparaturen können oftmals sofort erledigt werden. Außerdem verfügen die Mechaniker über viel Fachwissen und jahrelange Erfahrung im Reparieren und Prüfen. Sie können Sie auch umfassend beraten, mit welchen Maßnahmen sich Folgeschäden verhindern lassen.

Tipp

Vereinbaren Sie frühzeitig einen Termin in der Werkstatt. Bei vielen Motorrad-Werkstätten bekommt man nur noch schwer einen Termin, wenn die Saison erst einmal angelaufen ist.


Fahrsicherheitstraining – Ihr Können auf dem Prüfstand

Nur die wenigsten Motorradfahrer bewegen ihre Maschinen das gesamte Jahr hindurch. Die monatelange Pause schadet nicht nur dem Zweirad, sondern auch dem Fahrer: Was vor wenigen Monaten noch Routine war, kann jetzt schon wieder aufregend sein. Verklärte Erinnerungen an genussvolle Ausflüge im Sommer und Herbst oder der rasante Ritt über die Hausstrecke lassen knifflige Situationen im Straßenverkehr vergessen – Situationen, in denen der Biker fit sein und in Sekundenbruchteilen richtig reagieren muss. Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) gibt zu bedenken, dass viele Fahrer unterschätzen, dass es ihnen an Geschicklichkeit und Routine nach einer längeren Praxisunterbrechung fehlt.

Der GTÜ empfiehlt ein Fahrsicherheitstraining unter professioneller Anleitung. Ein solches bieten der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) oder verschiedene Verkehrssicherheitszentren an. Wer zuerst prüfen möchte, wie es um seine fahrerischen Fähigkeiten steht, bevor er ein kostenintensives Fahrsicherheitstraining bucht, dreht am besten ein paar Runden auf einem leeren Parkplatz. Dieser Test kann auch Teil des Motorrad-Frühjahrschecks sein, denn dabei werden die Bremsen durch leichtes Bremsen von Ablagerungen befreit. Nach einigen Kilometern sollte zudem der Ölstand bei geradem Stand der Maschine erneut geprüft werden.

Wer über keine Kegel verfügt, kann ein paar Plastikflaschen zum Slalomfahren aufstellen. Empfohlen wird, mit klassischen Übungen aus der Fahrschule zu beginnen. Eine langsame Fahrt bis zum Stillstand mit Abbremsen und Anfahren, ohne dabei die Füße vom Raster zu nehmen, schult den Gleichgewichtssinn und den Umgang mit dem Gas. Außerdem ist es sinnvoll, das Wenden auf engem Raum und das Fahren von Achten zu üben. Für Slalomfahrten empfiehlt es sich, den Abstand der Hindernisse und das Fahrtempo von Schrittgeschwindigkeit bis 30 km/h zu variieren. Bremsübungen sollten das Aufwärmprogramm für die Saison abschließen. Zwei bis drei kontrollierte Vollbremsungen geben ein Gefühl für die Bremswirkung. Bei Motorrädern ohne ABS sollte die Vorderradbremse zunächst nur dosiert eingesetzt werden.

Tipp

Bei CosmosDirekt lassen sich bei der Motorradversicherung 10 % der Versicherungsbeiträge sparen, wenn Sie über ein mit ABS ausgestattetes Bike verfügen.

Hinweis

Bei den ersten Touren des Jahres sollten Biker es trotz des Übungsprogramms langsam angehen. So können sie sich langsam wieder ans Fahren gewöhnen. Darüber hinaus sind viele Straßen im Frühjahr mit Schlaglöchern und Splitt der Winterstreu übersät. Zudem ist die Haftung der Reifen bei noch kühleren Asphalttemperaturen nicht optimal. Gerade in Kurven kann das gefährlich werden – hier ist also höchste Vorsicht geboten! Wenn Slalom gefahren wird, sollten die Geschwindigkeit und der Ausschlag nur langsam gesteigert werden.


Fazit: Nicht auf den Motorradcheck im Frühjahr verzichten

Frühjahr und Sommer sind die schönsten Jahreszeiten, um mit seinem Bike auf Tour zu gehen. Für die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer, sollte auf den Motorrad-Frühjahrscheck nicht verzichtet werden. Der ADAC und das Institut für Zweiradsicherheit empfehlen nicht nur die regelmäßige Wartung, sondern geben auf ihren Internetseiten detaillierte Hinweise für alle Biker.

Wenn Sie über zwei linke Hände verfügen, was das Schrauben angeht, empfiehlt sich ein Motorrad-Frühjahrscheck in der Werkstatt. Hier steht man Ihnen kompetent zur Seite. Wer Zeit sparen möchte, sollte daran denken, sein Motorrad auch vor der Winterpause kontrollieren zu lassen, und es dann gut geschützt unterzustellen. Und für Saisonfahrer heißt es, sich behutsam wieder ans Motorradfahren zu gewöhnen. Mit jeder Ausfahrt werden die Fahrkünste dann allmählich wieder sicherer.


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