Die Renteninformation

Alles was Sie wissen müssen


Die Ratgeber bieten allgemeine Informationen. Produktdetails finden Sie hier.


Jeder Versicherte in der Deutschen Renten­versicherung erhält einmal im Jahr eine Renten­information – wenn er mindestens 27 Jahre alt ist und fünf Beitragsjahre hat. Diese gibt einen Überblick über die gesetzliche Renten­versicherungs­situation: Den Stand Ihres Rentenkontos, die bisher erworbenen Renten­ansprüche und eine Hochrechnung der voraussichtlichen Rente. So können Sie kontrollieren, ob alles korrekt erfasst ist.


Ihre Renten­in­for­ma­tion auf einen Blick


Was sind Entgelt­punkte?

Ihre beitragspflichtigen Jahresverdienste werden in sogenannte Entgeltpunkte umgerechnet. Diese sind Grundlage für die Berechnung Ihrer späteren Rente. Wenn Sie in einem Jahr genauso viel wie der Durchschnitt aller Rentenversicherten (Arbeitnehmer) verdient haben, erhalten Sie einen Entgeltpunkt. Bei einem höheren oder geringeren Verdienst gibt es entsprechend mehr oder weniger Entgeltpunkte.


Was bedeutet Erwerbs­min­de­rung?

Bezeichnet den Verlust der Fähigkeit den Lebensunterhalt durch die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit zu verdienen. Diese bezieht sich dabei ausschließlich auf die Leistungsfähigkeit im Berufsleben und nicht auf andere Lebensbereiche.


Was bedeutet Regel­al­ters­grenze?

Unter der Regelaltersgrenze versteht man das Datum, ab wann Sie planmäßig nach den gesetzlichen Bestimmungen in Rente gehen. Aktuell liegt die Regelaltersgrenze bei Vollendung des 67. Lebensjahres. Die Regelaltersgrenze wird im Zeitraum von 2012 bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1947 erfolgt die Anhebung seit 2012 in 1-Monatsschritten und von 2025 an in 2-Monatsschritten. Das bedeutet für Versicherte ab dem Jahrgang 1964 gilt in der Regel die Regel­altersgrenze von 67 Jahren. Ausgenommen von der Anhebung der Alters­grenze ist, wer vor dem 1. Januar 1955 geboren ist und vor dem 1. Januar 2007 Alters­teil­zeitarbeit verbindlich vereinbart hat oder wer Anpassungs­geld für entlassene Arbeitnehmer des Bergbaus bezogen hat.

Geburts­jahr
Renten­ein­tritts­alter

bis 1946

65 + 0 Monate

1947

65 + 1 Monate

1948

65 + 2 Monate

1949

65 + 3 Monate

1950

65 + 4 Monate

1951

65 + 5 Monate

1952

65 + 6 Monate

1953

65 + 7 Monate

1954

65 + 8 Monate

1955

65 + 9 Monate

1956

65 + 10 Monate

1957

65 + 11 Monate

1958

66

1959

66 + 2 Monate

1960

66 + 4 Monate

1961

66 + 6 Monate

1962

66 + 8 Monate

1963

66 + 10 Monate

ab 1964

67

  • Quelle: Deutsche Rentenversicherung
    Link: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/rente_mit_67.pdf


Die Rente wegen voller Erwerbs­min­de­rung

Neben der finanziellen Absicherung Ihres Ruhestandes ist auch der Schutz bei Erwerbsminderung eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung. Können Sie aus gesundheitlichen Gründen keiner Arbeit mehr nachgehen, trägt eine Rente wegen Erwerbsminderung zu Ihrem Lebensunterhalt bei. Als Erwerbsminderung gilt, wenn Sie weniger als drei Stunden am Tag einer Erwerbstätigkeit nachgehen können. Können Sie mehr als drei Stunden, aber weniger als sechs Stunden am Tag einer Erwerbstätigkeit nachgehen, erhalten Sie die halbe Erwerbsminderungsrente.

Die Renteninformation zeigt Ihnen die Höhe Ihrer Erwerbsminderungsrente, wenn Sie diese heute in Anspruch nehmen müssten. Sie errechnet sich nicht nur aus Ihren bereits gesammelten Entgeltpunkten, sondern wird vielmehr so gerechnet, als hätten Sie weiterhin bis zum 60. Geburtstag gearbeitet und Beiträge eingezahlt.

Eine Rente wegen voller Erwerbsminderung können Sie grundsätzlich nur erhalten, wenn in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre Pflichtbeitragszeiten in Ihrem Konto gespeichert sind. Tritt die volle Erwerbsminderung durch einen Arbeitsunfall oder innerhalb von sechs Jahren nach Beendigung einer Ausbildung ein, können auch weniger Pflichtbeitragszeiten für einen Anspruch ausreichen.

Hinweis

Die Telematik-Daten dienen allein der Bewertung des Fahrverhaltens. Auf die Schadenregulierung oder andere Versicherungen haben die Fahrdaten keinen Einfluss.


Höhe Ihrer künf­tigen Regel­al­ters­rente

Unter diesem Punkt bekommen Sie zwei Beträge ausgewiesen. Zum einen den Betrag, den Sie nach dem heutigem Stand bekommen würden, wenn sich bis zur Rente nichts mehr ändern würde – also auch keine Einzahlungen mehr vorgenommen würden. Zum anderen wird eine Hochrechnung Ihrer voraussichtlichen Altersrente vorgenommen. Diese Berechnung hat die vergangenen fünf Jahre als Grundlage und rechnet die in dieser Zeit durchschnittlich geleisteten Rentenbeiträge bis zu Ihrer Regelaltersgrenze hoch.


Wie wird die künf­tige Regel­al­ters­rente berechnet?

Zur Berechnung Ihrer derzeit erworbenen Rentenansprüche werden die ermittelten Entgeltpunkte, die Sie mit Ihren und den Einzahlungen Ihres Arbeitgebers erworben haben, mit dem aktuellen Rentenwert vervielfältigt. Im ersten Halbjahr 2014 betrug dieser 28,14 € in den alten und 25,74 € in den neuen Bundesländern. In der Renteninformation sehen Sie Ihre bisher erreichte Anzahl an Entgeltpunkten. Dabei werden nicht nur Ihre Beitragszeiten, sondern auch alle weiteren bekannten Versicherungszeiten sowie freiwillige Beitragszahlungen berücksichtigt.

Mit jeder neuen Renteninformation wird Ihnen Ihr aktueller Stand an Entgeltpunkten mitgeteilt. Die Entgeltpunkte sind die Grundlage für die Berechnung Ihrer späteren Altersrente.

Tipp

Kontrollieren Sie Ihren Rentenbescheid sowie die darin vermerkten Zeiten und Entgeltpunkte. Unstimmigkeiten oder Fehler können Sie im Alter um Teile Ihrer Rente bringen. Sollte aus Ihrer Sicht etwas nicht korrekt vermerkt sein, können Sie einen "Antrag auf Kontenklärung" stellen oder in einer Filiale Ihres Rentenversicherungsträgers die Korrektur veranlassen.


Eine Hoch­rech­nung der Höhe Ihrer voraus­sicht­li­chen Alters­rente

Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, wie hoch Ihre Altersrente dann sein könnte, enthält die Renteninformation auch hierzu eine Berechnung. Ihre Rentenversicherung geht dabei davon aus, dass Sie in den Jahren bis zu Ihrer Regelaltersgrenze – im Verhältnis zum Durchschnittsentgelt aller Versicherten – so verdienen werden wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

Die Renteninformation soll Ihnen nicht nur einen groben Überblick verschaffen. Sie bietet Ihnen vielmehr wichtige Informationen und Daten, die bei der Planung Ihrer zusätzlichen privaten oder betrieblichen Altersvorsorge von Bedeutung sind.


Renten­an­pas­sung

Eine Vorhersage über die Rentenanpassungen der näheren und ferneren Zukunft ist sehr unsicher. In der Renteninformation finden Sie zunächst eine Berechnung der Regelaltersrente, bei der keine Rentenanpassungen berücksichtigt werden. Dann werden für die Jahrgänge ab 1952 zwei mögliche Varianten berechnet. Zum einen wird eine jährliche Anpassung von einem Prozent, zum anderen eine von zwei Prozent angenommen. Diese beiden Werte stützen sich auf Annahmen der Bundesregierung zur mittel- und langfristigen Lohnentwicklung. Ändern sich die Vorgaben, werden die Werte angepasst, damit Sie sich einen möglichst realistischen Überblick über Ihre Altersvorsorge verschaffen können.


Was ist Kauf­kraft­ver­lust?

Mit dem Begriff Kaufkraftverlust oder auch Inflation wird im Allgemeinen ein steigendes Preisniveau beschrieben. Steigen die Preise, können Sie sich als Konsument weniger von Ihrem verfügbaren Geld leisten.

Beispiel

Die Kaufkraftverlust führt über die Jahre dazu, dass beispielsweise ein heutiges Einkommen in Höhe von 1.000 € in 20 Jahren – bei einer unterstellten Inflationsrate von 1,5 % pro Jahr – nur noch eine Kaufkraft von rund 740 € haben wird.

In Ihrer Renteninformation erfahren Sie, wie viel 100 € wert sein werden, wenn Sie die Regelaltersgrenze erreichen. Diese Angabe soll Ihnen helfen, wenn Sie eine zusätzliche Altersvorsorge aufbauen wollen. Sie ermöglicht Ihnen auch, die Leistungen der zusätzlichen Altersvorsorge mit Ihrer heutigen Einkommenssituation zu vergleichen.


Wie kann mir die jähr­liche Renten­in­for­ma­tion bei der Planung meiner privaten Alters­vor­sorge helfen?

Zwei wesentliche Informationen sollten Sie für Ihre private Vorsorge berücksichtigen:

Die Höhe der Leis­tung bei voller Erwerbs­min­de­rung

Ihr Lebensunterhalt wird in der Regel von Ihrer Arbeitskraft getragen. Steht Ihnen diese nicht oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung, ist Ihr Lebensunterhalt nicht mehr gesichert. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist hierbei nur eine kleine Hilfe, da sie nur bei nahezu vollständiger Erwerbsunfähigkeit leistet und mit ihrer Leistungshöhe nicht dazu geeignet ist, Ihren Einkommensausfall auszugleichen.

Die Höhe Ihrer zukünf­tigen Alters­rente

Dieser Wert hilft Ihnen dabei, Ihren Bedarf für eine zusätzliche Altersvorsorge zu ermitteln. Wir empfehlen hierbei den Wert ohne weitere Rentenanpassung zu Grunde zu legen, da die gesetzliche Rentenversicherung selbst eine Vorhersage über künftige Rentenanpassungen für unsicher einschätzt. Da somit auch kein Ausgleich für den schleichenden Kaufkraftverlust berücksichtigt ist, empfehlen wir in Ihrer zusätzlichen Altersvorsorge eine Option zum Inflationsausgleich mit zu vereinbaren. Diese Möglichkeit wird in der Regel als Dynamikoption angeboten und ermöglicht Ihnen bei Bedarf eine jährliche Anpassung Ihres Beitrags und Ihrer späteren Leistung. Zusammen mit Ihrer jährlichen Renteninformation und den Wertmitteilungen Ihrer privaten Vorsorge können Sie jährlich den Wert Ihrer späteren Renteneinkünfte überprüfen.