Schadenregulierung

Schaden der Kfz-Versicherung melden und Zahlung erhalten

Die richtige Vorgehensweise zur Schadenregulierung

  • Beweise des Schadens oder Unfalls sammeln
  • Schadenmeldung bei der Versicherung
  • Beauftragung eines Sachverständigen
  • Anspruch der Schadenregulierung geltend machen

Wer viel Auto fährt, weiß, dass stets ein grundsätzliches Risiko für einen Unfall mit Schaden besteht. Umso besser fühlt man sich daher, wenn man eine gute Kfz-Versicherung hat. Die Schaden­regulierung ist für die Auswahl Ihrer Kfz-Versicherung wohl eines der wichtigsten Stichwörter und sollte daher schon vor Abschluss eines Vertrages mit dem Versicherer durchgespielt werden. Dies gilt prinzipiell für jeden Versicherungsnehmer: Sowohl Geschädigter als auch Unfallgegner profitieren von einer schnellen Unfallregulierung und können sich mit der richtigen Versicherung schnell wieder im Straßenverkehr bewegen. Zur Auswahl Ihres Versicherers sollten Sie daher auf grundsätzliche Service-Merkmale achten.

Der Ratgeber bietet allgemeine Informationen zur Schadenregulierung. Produktinformationen zur Autoversicherung von CosmosDirekt finden Sie hier.

Produktinformationen

Was ist nach einem Unfall zu tun?

Sind Sie als Autofahrer in einen Verkehrsunfall verwickelt, ist es zunächst wichtig, Ruhe zu bewahren. Sowohl als Geschädigter wie auch als Unfallverursacher sollten Sie außerdem keinesfalls den Unfallort verlassen. Möchten Sie die Schadensregulierung der Versicherung bei einem Schaden in Anspruch nehmen, sollten Sie sich anschließend an folgende Schritte halten:

1. Sichern Sie den Unfallort ab
Gab es Unfallgeschädigte, hat man so die Chance, diese besser erreichen zu können. Darüber hinaus kann eine derartige Absicherung der Unfallstelle Folge-Unfälle vermeiden und sorgt für eine unkomplizierte Aufnahme der Beweise.

2. Sehen Sie nach, ob es verletzte Personen gibt
Im Ernstfall kann für verletzte Personen nach einem Unfall jede Minute zählen. Schauen Sie daher unverzüglich nach, ob alle Unfallbeteiligten wohlauf sind. Ist dies nicht der Fall – wählen Sie den Notruf unter 112 und leiten Sie gegebenenfalls Erste-Hilfe-Maßnahmen ein.

3. Verständigen Sie die Polizei
Auch das Wählen der 110 und die verbundene Schilderung des Unfalls für den zuständigen Beamten sollte keinesfalls außer Acht gelassen werden. Wurde die Polizei nicht über den Unfall sowie den verbundenen Schaden informiert, kann der Anspruch auf Schadensregulierung nur schwer erfolgen.

4. Dokumentieren Sie den Unfall mit Beweisen
Nachdem Sie die Polizei verständigt haben, sollten Sie die Wartezeit zur Dokumentation aller Schäden nutzen. Auch der Unfallablauf muss genau erfasst werden. Fotografieren Sie sowohl den Unfallort als auch die Schäden an beiden Fahrzeugen. Auch sonstige Sachschäden sollten nicht geprüft werden. Um den Unfallbericht abzurunden, nehmen Sie den vollständigen Namen, die Anschrift sowie die Telefonnummer Ihres Unfallgegners auf. Das Kennzeichen und die Versicherung werden ebenfalls benötigt.
Achtung! Vergessen Sie nicht, auch potenzielle Zeugen zu befragen und lassen Sie sich nach Möglichkeit die Personalien dieser Personen geben. Gerade dann, wenn es zum Streitfall zwischen den Unfallbeteiligten kommt, können Zeugen bedeutend zur Aufklärung beitragen.

5. Machen Sie eine Schadenmeldung bei der Versicherung
Ob Sie nun Unfallverursacher oder Geschädigter sind – ein Unfall sollte stets unverzüglich der Haftpflichtversicherung gemeldet werden. Als Verursacher müssen Sie den Schaden innerhalb einer Woche schriftlich anzeigen. Als Unfallgeschädigter können Sie sicherheitshalber davon ausgehen, dass die Schuldfrage womöglich offensteht und sich daher ebenso durch die Absprache mit Ihrer Versicherung absichern.

Tipp

Um immer bestmöglich vorbereitet zu sein, sollten Sie sich ein Standard-Muster eines Unfallberichts ins Handschuhfach legen. So vergessen Sie garantiert keine wichtigen Punkte bei der Unfallaufnahme.

Die richtige Schadenmeldung

Um eine Schadenregulierung bei der Kfz-Versicherung beantragen zu können, ist die richtige Schadenmeldung besonders bedeutend. Sie sollte daher unverzüglich nach der Aufnahme des Unfalls und der Verständigung der Polizei erfolgen. Dies hat für Sie als Unfallbeteiligten nicht nur den Vorteil, dass Ihre Kfz-Versicherung früh Bescheid weiß und so schnell agieren kann. Zusätzlich können Versicherungsansprechpartner Ihnen oftmals auch am Telefon Auskunft über Ihre Rechte oder weitere Tipps zum richtigen Verhalten am Unfallort geben. Die schriftliche Schadensmeldung darf trotz Telefonat aber nicht ausbleiben. Möchten Sie die Schadensregulierung für den Verkehrsunfall schnellstmöglich abwickeln, sollte die Schadenmeldung möglichst umfangreich sein und gewisse Daten beinhalten:

  • Tag und Uhrzeit des Unfalls
  • Genauen Unfallort
  • Name, Anschrift und Versicherung der Unfallbeteiligten
  • Detaillierter Unfallbericht
  • Fotos der Unfallstelle und aller Schäden
  • Unterschriften der Unfallgegner
  • Unterschriften möglicher Zeugen
  • Unfallskizze

Unfallgegner unbekannt – was nun?

Obwohl es sich hierbei um eine Straftat handelt, kommt es immer wieder vor, dass Fahrerflucht vom Unfallort begangen wird. Dies bringt den Geschädigten natürlich in eine unangenehme Lage. Gerade dann, wenn kein Kennzeichen erkannt wurde, ist sogar die Polizei oftmals machtlos. Mit einer Schadensregulierung durch die gegnerische Kfz-Versicherung ist somit nicht zu rechnen. Dies gilt übrigens auch dann, wenn der Unfallgegner mit einem Fahrzeug unterwegs ist, auf das keine Haftpflichtversicherung angemeldet wurde. Als Unfallgeschädigter haben Sie nun allerdings die Möglichkeit, sich an zwei Institutionen zu wenden: die Verkehrsopferhilfe e.V. oder das Deutsche Büro Grüne Karte e.V..

Die Verkehrsopferhilfe greift gerade dann ein, wenn Fahrerflucht begangen wurde und ein schwerer Personen- und Sachschaden vorliegt, der von keiner Kfz-Haftpflichtversicherung übernommen wird. Das Deutsche Büro Grüne Karte e.V. kann sogar kontaktiert werden, wenn das gegnerische Fahrzeug im Ausland angemeldet ist. Der Unfallort muss sich allerdings dennoch in Deutschland befinden. Beide Vereine bieten dem Geschädigten die Chance auf eine Regulierung seines Schadens – auch ohne offiziellen Unfallgegner.

Wenn Sie einen Schaden besser selbst zahlen

Wer einen Autounfall verschuldet muss meistens mehr für seine Kfz Versicherung zahlen. Die Versicherung kürzt den Schaden­freiheits­rabatt und erhöht den Beitrag für das folgende Jahr. Manchmal lohnt es sich daher, den Schaden selbst zu zahlen. Der Rechner der Stiftung Warentest zur Rückstufung im Schadenfall hilft bei der Entscheidung.


Wie wird ein Schaden von der Kfz-Versicherung reguliert?

Generell übernimmt die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers Schäden, die er Dritten und deren Eigentum selbstverschuldet zugefügt hat. Es werden alle Kosten in Höhe der vertraglich vereinbarten Deckungssumme der Versicherung übernommen.

Haben Sie als Versicherungsnehmer eine korrekte Schadensmeldung vorgenommen, liegt der Ball nun also bei der Versicherung. Die Kfz-Versicherung prüft, welche Schadenansprüche tatsächlich bestehen. Hierbei kann es durchaus auch mal vorkommen, dass bestimmte Schäden nicht berücksichtigt werden können. In der Regel wird die Schadenregulierung durch die Haftpflicht des Unfallgegners vorgenommen. Anders verhält es sich allerdings, wenn Sie mit einer Teilschuld am Unfall beteiligt waren. Nun müssen die Kfz-Versicherungen beider Unfallbeteiligten eingreifen, um die Ansprüche gegebenenfalls aufzuteilen und nochmals genau abzuwägen. Zur besseren Übersicht erstellen Versicherungen einzelne Schadenpositionen, die es dann individuell zu betrachten gilt. Dies gibt sowohl dem Geschädigten als auch der Haftpflichtversicherung die Möglichkeit, detaillierte Kosten einzeln absprechen zu können.

Absicherung des Geschädigten: Sachverständigen beauftragen

Gerade im Kfz-Bereich gibt es eine Vielzahl von Sachverständigen und Gutachtern, die bedeutend zur Einschätzung der Kosten nach einem Unfall beitragen können. Dem Geschädigten steht es daher frei, einen Gutachter mit der Sichtung sämtlicher Schäden zu beauftragen. Auch die gegnerische Haftpflichtversicherung wird in der Regel einen Sachverständigen beauftragen. Die beiden Unfallgutachten können jedoch völlig unabhängig voneinander erstellt werden. Die Kosten für einen Sachverständigen werden von der Versicherung als feste Schadenposition eingeordnet und müssen daher in jedem Fall erstattet werden. Um die Schadenregulierung unkompliziert für Sie zu halten, sollten Sie einen Gutachter mit möglichst guten Qualifikationen auswählen. Sollte es zum Streitfall mit dem Unfallgegner kommen, so wird der Sachverständige vor Gericht womöglich als Zeuge befragt. Umso mehr Expertise er aufweisen kann, desto stärker wird seine Aussage gewichtet.

Diese Schadenspositionen werden bei der Regulierung berücksichtigt

Die Schadenregulierung nach einem Kfz-Unfall erfolgt vor allem anhand fest definierter Schadenpositionen. Diese decken sowohl Personen- als auch Sachschäden ab. Je nachdem, wie die Schuldfrage des Unfalls ausfällt, wird die Übernahme der einzelnen Kosten angepasst.

Schadenpostion
Leistungsumfang

Reparaturkosten

Kosten von über 100 % des Wiederbeschaffungswertes des beschädigten Fahrzeugs werden übernommen. Liegen die Reparaturkosten über 130 % des Wiederbeschaffungswertes, erstattet die Versicherung stattdessen die Kosten für die Anschaffung eines gleichwertigen Fahrzeuges. Der Betrag über die Höhe der Kosten kann entweder direkt in die Reparatur fließen oder ausgezahlt werden.

Wertminderung

Die Wertminderung des Fahrzeugs wird im Unfallgutachten eines Sachverständigen festgestellt und abhängig vom geminderten Marktwert des Autos ausgezahlt. Die Erstattung der Minderung gilt auch dann, wenn eine Reparatur durchgeführt wurde, da es sich jetzt dennoch um ein Unfallfahrzeug handelt und der Wert somit gesunken ist.

Schmerzensgeld

Wurde der Geschädigte körperlich verletzt, zahlt die Versicherung hierfür Schadenersatz. Der genaue Betrag hängt vom Umfang der gesundheitlichen Beeinträchtigung ab. Einstufung und Bescheinigung der Verletzungen erfolgen durch einen Arzt.

Nutzungsentschädigung

Während der Reparatur des Fahrzeugs muss die gegnerische Haftpflichtversicherung die fehlende Mobilität ausgleichen. Somit wird entweder ein Mietwagen gestellt oder ein Nutzungsausgleich fürs Fahrzeug bezahlt.

Gutachter-Kosten

Wählt der Geschädigte einen Gutachter zur Prüfung seiner Schäden, werden die verbundenen Kosten übernommen.

Abschlepp- und Verbringungskosten

Übernahme der Kosten für den Transport des beschädigten Autos zur normalen Kfz- und Spezial-Werkstatt.

Rechtsanwaltskosten

Die Kosten für einen Anwalt werden erstattet, wenn seine Beauftragung unbedingt erforderlich war.

Heilungskosten

Gab es Geschädigte mit körperlichen Verletzungen, haben sie einen Anspruch auf die Rückerstattung der Kosten für ihre Heilung.

Beerdigungskosten

Kam beim Unfall jemand zu Tode, übernimmt die Versicherung des Unfallverursachers sämtliche Kosten für die Beerdigung. Kosten für die Pflege und Instandhaltung des Grabes sind ausgeschlossen.

Unterhaltungsleistungen

Ist eine unterhaltspflichtige Person verschoben, erhalten die Hinterbliebenen eine Entschädigung für den ausstehenden Unterhalt.

HaushaltsführungskostenHausarbeiten, die aufgrund des Mobilitätsverlusts nicht erledigt werden können, werden von der Versicherung nach den fiktiven Kosten für eine Hilfskraft erstattet.

Wie lange dauert die Schadenregulierung nach einem Kfz-Unfall?

Die Dauer einer Schadensregulierung liegt meist bei 4 bis 6 Wochen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die Schuldfrage eines Unfalls bereits gänzlich abgeklärt wurde. Ist das nicht der Fall, kann die Schadensregulierung sogar mehrere Monate dauern.

Die Geschwindigkeit der Kfz-Versicherung bei einer Bearbeitung von Schäden kann mitunter einen deutlichen Qualitätsunterschied aufzeigen. Arbeitet Ihre Versicherung schnell und präzise, fokussiert sie sich auf eine gute Kundenbetreuung. Die Dauer der Schadensregulierung kann von Ihnen als Versicherungsnehmer zudem nicht beeinflusst werden. Haben Sie Ihre Schadensmeldung abgegeben, prüft die Versicherung anschließend selbstständig mögliche Schadenspositionen und leitet eine Regulierung ein. Beeinflusst wird die Geschwindigkeit vor allem von Faktoren wie der Schuldfrage, den ausstehenden Unfallgutachten oder auch Absprachen mit der Polizei. Dauert die Schadensregulierung der Kfz-Versicherung länger als 2-3 Wochen, kann ein Geschädigter unter Umständen schon jetzt erste Entschädigungen erhalten. Lässt sich eine Versicherung zudem unverhältnismäßig viel Zeit bei der Regulierung, hat der Geschädigte auch die Möglichkeit zu klagen.

Mit schnellem Service zur unkomplizierten Schadenregulierung

Bei der Auswahl eines Kfz-Versicherers sollte nicht nur der Preis entscheiden, sondern auch die Leistung der Versicherung. Auf Deutschlands Straßen kommt es immer wieder zu Unfällen, die Schäden mit entsprechend hohen Kosten nach sich ziehen können. Ihre Kfz-Versicherung sollte daher einen bestmöglichen Schaden-Service bieten und eine Regulierung schnell und unkompliziert abwickeln. Erstrebenswert ist für Sie als Versicherungsnehmer vor allem eine Direktregulierung. Diese kann nicht immer gewährleistet werden, schafft für alle Unfallbeteiligten aber oft die beste Lösung. CosmosDirekt steht Ihnen gerne jederzeit schnellstmöglich als Versicherer zur Seite und übernimmt jede Schadenregulierung gewissenhaft. Wir wissen um Ihren Bedarf an Mobilität und unterstützen Sie daher mit individuellem Support in jedem Schadenfall.

  • Ihre Vorteile bei der Handy­ver­si­che­rung

    Erreichbarkeit rund um die Uhr
    Wenn es kracht, ist Soforthilfe am wichtigsten. Ihr persönlicher Ansprechpartner ist rund um die Uhr erreichbar. Er kümmert sich umgehend um Ihren Schadenfall und leitet erste Schritte zur Schadenregulierung ein. Wir bieten schnelle Hilfe am Telefon und eine rasche Beantwortung aller Fragen.

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    Soforthilfe per Smartphone
    In wenigen Schritten können Sie einen Unfall melden, erhalten Verhaltenstipps für den Unfallort und werden über alle wichtigen Notrufnummern informiert. Auf Wunsch erhalten unsere Kunden auch Nachrichten über den aktuellen Stand der Regulierung Ihres Schadens.

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