Begleitetes Fahren

Günstiger versichert durch Begleitetes Fahren

Führer­schein­neulinge sind besonders oft in Unfälle verwickelt. Um sicher unterwegs zu sein, benötigen Auto­fahrer Fahr­praxis. Das "begleitete Fahren" bietet die Möglichkeit, diese zu sammeln. Durch die Begleit­person fühlen sich Fahr­anfänger sicherer und neigen weniger zu Über­mut. Alles Wichtige zum "begleiteten Fahren" und wie es sich bei der Kfz Ver­sicherung beziehungs­weise Auto­ver­sicherung auswirken kann, lesen Sie im folgenden Artikel.


Was bedeutet "begleitetes Fahren"?

"Begleitetes Fahren" mit 17 (BF 17) bedeutet, dass sich Jugendliche bereits mit 16 ½ Jahren in der Fahrschule anmelden und den Führerschein Klasse B oder BE machen können. Dort machen sie den Führerschein, als wenn sie diesen zum 18. Geburtstag machen würden. Nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung bekommen die Fahranfänger die „Prüfungsbescheinigung“ - frühestens am 17. Geburtstag. Zusammen mit dem Personal­ausweis gilt diese als Fahrerlaubnis im "begleiteten Fahren". Bis zu ihrem 18. Geburtstag dürfen sie dann in Begleitung der Personen Auto fahren, die auf der Prüfungs­bescheinigung eingetragen sind (Begleitauflage).


Wer kann Begleiter sein?

Begleiter eines 17-jährigen Fahranfängers kann jeder werden, der mindestens 30 Jahre ist und seit mindestens fünf Jahren ununterbrochen die Fahrerlaubnis der Klasse B (früher: Klasse 3) besitzt. Die Begleitperson darf allerdings nicht mehr als einen Punkt im Fahreignungsregister haben. Während der Fahrten gilt für den Begleiter die 0,5-Promille-Grenze und er darf nicht unter Drogeneinfluss stehen. Verantwortlich dafür, dass diese Auflagen eingehalten werden, ist der Fahranfänger. Dieser hat bis zu seinem 21. Lebensjahr eine Null-Promille-Grenze und darf selbstverständlich nicht unter Drogeneinfluss fahren. Am häufigsten begleitet ein Elternteil die Jugendlichen. Auch Großeltern, Nachbarn oder Arbeitskollegen können Begleiter sein. Voraussetzung ist, dass sie in der Prüfungsbescheinigung des jungen Fahrers eingetragen werden und die Eltern damit einverstanden sind. Es können auch mehrere Begleitpersonen angegeben werden, denn die Anzahl möglicher Begleitpersonen ist nicht begrenzt.

Tipp

Eine spezielle Schulung für die Begleiter ist nicht vorgeschrieben. Es ist jedoch empfehlenswert, dass sie sich gemeinsam mit dem Fahranfänger auf das "begleitete Fahren" vorbereiten. Hierzu eignet sich zum Beispiel ein Informationsabend in der Fahrschule. Er richtet sich insbesondere an die Begleiter, erklärt ihnen ihre Aufgaben und vermittelt, wie sie sich während der Fahrt angemessen verhalten.


Welche Fahrten dürfen unternommen werden?

Hinsichtlich des Fahrens selbst gibt es keine Beschränkungen, etwa wie oft, wohin oder zu welcher Uhrzeit Fahrten unternommen werden dürfen. Fahrten ins Ausland sind allerdings ausgeschlossen.


Mit welchem Fahrzeug darf gefahren werden?

Auch bei der Wahl des Fahrzeugs gibt es keine Einschränkungen. Bei Mietwagen jedoch schliessen die Vermieter oftmals eine Nutzung von Personen unter 21 aus oder verlangen einen Zuschlag auf den Mietwagenpreis.


Welche Vorteile bringt "begleitetes Fahren"?

Der Vorteil des "begleiteten Fahrens" ist wissenschaftlich bestätigt: Es gibt es nur wenige Unfälle und auch nach der Begleitphase fahren Fahranfänger sicherer. Allein unterwegs verursachen Jugendliche etwa 20 % weniger Unfälle als diejenigen Fahranfänger, die zuvor nicht beim begleitenden Fahren mitgemacht haben (Quelle: Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Pressemitteilung Nr. 091 vom 12. Juli 2007). Dieser Vorteil wirkt sich bei der Kfz Versicherung in barer Münze aus, denn die meisten Versicherer gewähren einen deutlichen Rabatt auf den Versicherungsbeitrag, wenn Sie am begleitenden Fahren mit 17 teilgenommen haben.

Tipp

Wer seinen Führerschein mit 17 Jahren gemacht hat und ein Jahr begleiteten Fahrens hinter sich gebracht hat, ohne einen Unfall zu verursachen, kann bei der Kfz Versicherung sparen. Viele Kfz Versicherungen bieten dann einen Rabatt an.


Was kostet "begleitetes Fahren"?

Der Führerschein selbst kostet nicht mehr. Lediglich die Ausfertigung der Prüfungsbescheinigung und die Auskunft aus dem Verkehrszentralregister (Punktestand) für jede Begleitperson verursachen zusätzliche Kosten im Vergleich zum Führerscheinerwerb mit 18 Jahren. Die Höhe dieser Gebühren ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Entsprechende Informationen finden sich meist auf der Internetseite der jeweiligen Führerscheinstelle. Sparpotenziale bei der Fahrschule, wie zum Beispiel die Kombination aus Auto- und Motoradführerschein, sind beim "begleiteten Fahren" nicht möglich. Beim "begleiteten Fahren" ist eine Anmeldung zum Motorradführerschein nicht möglich, da dies frühestens mit 17 ½ Jahren möglich ist.


Soll ich meinem Kind "begleitetes Fahren" ermöglichen?

Derzeit nehmen bereits über 30 % der künftigen Autofahrer am "begleiteten Fahren" teil. Das begleitende Fahren hat viele Vorteile und gibt auch Ihnen als Elternteil die Möglichkeit, sanfter in das Erwachsenwerden Ihrer Kinder einzusteigen und lässt Sie, wenn Ihre Kinder dann mit 18 die ersten eigenen Touren unternehmen, ruhiger schlafen.


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