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GENDER PENSION GAP

Der Gender Pension Gap beschreibt die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern. Er betrifft Millionen von Frauen in Deutschland. Schon in den ersten Jahren des Erwerbslebens entwickelt sich ein finanzielles Ungleichgewicht, das vor allem im Ruhestand spürbar wird. Hier erfährst Du, wie diese Lücke entsteht und was Du als Frau tun kannst, um Deine Zukunft finanziell abzusichern.

Große Rentenlücke bei Frauen

  • Risiko Altersarmut steigt
  • Ursache: Care- und Teilzeit
  • Frühzeitige Altersvorsorge schützt

Das Wichtigste in Kürze zum Gender Pension Gap

  • Der Gender Pension Gap beschreibt die geschlechtsspezifische Rentenlücke. 2024 lag diese in Deutschland bei 25,8 %. Er entsteht durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen.
  • Ohne Berücksichtigung von Hinterbliebenenrenten vergrößert sich die Rentenlücke von Frauen sogar auf 36,9 %.
  • Teil- und Elternzeit, nicht sozialversicherungspflichtige Minijobs und unbezahlte Care-Arbeit wirken sich langfristig negativ auf die Rentenansprüche von Frauen aus.
  • Eine frühzeitige private Altersvorsorge, faire Arbeitsbedingungen und gleichberechtigte Partnerschaftsmodelle reduzieren den Gender Pension Gap.
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Gender Pension Gap einfach erklärt

Der Gender Pension Gap beschreibt den durchschnittlichen Unterschied in der Rentenhöhe zwischen den Geschlechtern. Bei der gesetzlichen Rente zeigt sich in Deutschland ein geschlechtsspezifisches Rentengefälle. Frauen ab 65 Jahren mit Rente oder Pension bekommen durchschnittlich 1.720 Euro brutto pro Monat. Männer erhalten rund 2.320 Euro.2 Damit erhalten Frauen durchschnittlich ein Viertel weniger Rente als Männer: Der Gender Pension Gap beträgt 25,8 % (unter Betrachtung der individuellen privaten Altersvorsorge mit Hinterbliebenenrenten und -pensionen).

Während der Gender Pay Gap Einkommensunterschiede im Erwerbsleben misst, zeigt der Gender Pension Gap die langfristigen Effekte dieser finanziellen Ungleichheiten im Alter. Dieser Unterschied stellt mehr als nur einen statistischen Wert dar und wirkt sich direkt auf die Lebensqualität von Frauen im Ruhestand aus.

Hinterbliebenenrenten und -pensionen sind abgeleitete Ansprüche, weil sie von der Erwerbstätigkeit des Ehepartners abhängen. Werden diese Ansprüche aus der Betrachtung ausgeschlossen, ergibt sich ein noch drastischeres Bild: Der Gender Pension Gap steigt ohne Hinterbliebenenrenten und -pensionen auf 36,9 %.

Alterseinkommen zeigt große Rentenlücke bei Frauen

Welche Folgen hat der Gender Pension Gap?

Der Gender Pension Gap unterscheidet sich je nach nationalem Rentensystem. Deutschland nutzt ein Äquivalenzprinzip. Das bedeutet, dass höhere Beiträge während Deines Erwerbslebens höhere Rentenansprüche zur Folge haben. Auslöser des Gender Pension Gaps ist demnach der Gender Pay Gap. Er beschreibt die Differenz des durchschnittlichen Bruttostundenlohns zwischen Frauen und Männern. Diese lag 2024 bei 16 % (unbereinigt).3 Da Frauen in Deutschland durchschnittlich weniger verdienen als Männer, sind ihre Chancen auf eine gleichgestellte Rente niedrig.

Der Gender Pension Gap hat nicht nur schwerwiegende Folgen für betroffene Frauen, sondern stellt auch eine gesellschaftliche Herausforderung dar:

  • Ungleichgewicht in der Altersvorsorge
  • Größeres Risiko von Altersarmut
  • Verstärkt soziale Ungerechtigkeiten

Geringe Rentenhöhe

Frauen erhalten im Durchschnitt deutlich weniger gesetzliche, betriebliche und private Renten. Das Ergebnis: Ihr finanzieller Spielraum im Ruhestand ist kleiner. Das ist vor allem vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden durchschnittlichen Lebenserwartung bedenklich. Denn Frauen leben im Schnitt länger als Männer. Sie benötigen daher eine stabilere finanzielle Basis für die längere Rentenbezugszeit.

Erhöhtes Risiko für Altersarmut

Viele Frauen erleben im Alter finanzielle Unsicherheit, da sie weniger Rente erhalten als Männer. Dies erhöht ihr Armutsrisiko. Besonders betroffen sind Frauen mit geringen Rentenansprüchen, bedingt durch lange Familienphasen oder niedrige Einkommen.

Weniger Einkommen geht häufig mit Einbußen in folgenden Bereichen einher:

  • Unerwartete Ausgaben (notwendige Reparaturen oder Anschaffungen)
  • Freizeitgestaltung
  • Gesundheit

Psychosoziale Folgen

Der Gender Pension Gap betrifft Frauen im Alter finanziell, sozial und psychisch. Geringe Altersbezüge schränken Frauen in der sozialen Teilhabe ein, was Isolation und Einsamkeit fördert. Finanzielle Abhängigkeit von Partnern, Verwandten oder staatlicher Unterstützung beeinträchtigt das Selbstwertgefühl und die Lebenszufriedenheit. Aufgrund des Machtgefälles kann der Gender Pension Gap innerhalb von Beziehungen zu Spannungen führen.

Gesellschaftliche Auswirkungen

Der Gender Pension Gap wirkt sich auch auf die Gesellschaft aus. Dass viele Frauen im Alter von Armut bedroht sind, belastet den Staat. Wenn Frauen wegen niedriger Renten auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind, entsteht eine zusätzliche finanzielle Belastung für das Sozialsystem.

Ein weiterer gesellschaftlicher Effekt ist die fehlende Gleichberechtigung im Alter. Die Rentenlücke zeigt, dass Frauen im Ruhestand strukturell benachteiligt sind. Das widerspricht den Prinzipien der Geschlechtergerechtigkeit. Um diesen Missstand zu beseitigen, sind Reformen im Rentensystem sowie tiefgreifende Veränderungen im Arbeitsmarkt und in der Familienpolitik erforderlich.

Zusätzlich können die finanziellen Schwierigkeiten älterer Frauen generationsübergreifende Auswirkungen haben. Denn wenn Frauen im Ruhestand finanziell nicht abgesichert sind, sind sie möglicherweise stärker auf die Unterstützung ihrer Kinder oder anderer Familienmitglieder angewiesen.

Was sind die Gründe für den Gender Pension Gap?

Die Gründe für den Gender Pension Gap sind vielfältig. Strukturelle Ungleichheiten, gesellschaftliche Rollenbilder und individuelle Entscheidungen, die äußere Faktoren beeinflussen, sind die Ursachen:

Was kannst Du als Frau tun, um den Gender Pension Gap zu verringern?

Eine sorgsam geplante Altersvorsorge für Frauen ist in Anbetracht des Ungleichgewichts beim Gender Pension Gap nicht wegzudenken. Die Rentenlücke zu schließen ist daher nicht nur eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit, sondern besitzt auch eine wirtschaftliche Bedeutung für die gesamte Gesellschaft. Hier findest Du einige Möglichkeiten, mit denen Du dem Gender Pension Gap entgegenwirken kannst:

1. 3-Schichten-Modell der Altersvorsorge

Mit der gesetzlichen Rente allein wirst Du Deinen Lebensstandard im Alter nicht aufrechterhalten können. Investiere deshalb zusätzlich in weitere Formen der Altersvorsorge: die staatlich geförderte sowie die private Rentenversicherung. Ein Blick in das 3-Schichten-Modell der Altersvorsorge hilft Dir dabei.

2. Faire Rollenverteilung im Haushalt und in der Familie

Das alteingesessene, gesellschaftliche Rollenbild des Mannes als „Ernährer“ und der Frau als „Fürsorgerin“ beeinflusst noch immer die Beziehungen vieler Familien. Es gibt bereits Gesetzesänderungen, die die berufliche Gleichstellung von Frauen fördern:

Wichtig ist in erster Linie jedoch, dass Du und Dein Partner sich auf eine für beide Seiten ausgewogene Rollen- und Arbeitsverteilung einigen. Das betrifft die folgenden Lebensbereiche:

  • Haushalt
  • Elternzeit und Kinderbetreuung
  • Pflege von Angehörigen

3. Lange Erwerbspausen vermeiden

Was einfach klingt, ist eine echte Herausforderung. Versuche, Dein Erwerbsleben so zu gestalten, dass Du lange Erwerbspausen und geringfügige Beschäftigung vermeidest. Lange, sozialversicherungspflichtige Arbeitsphasen mit vielen Wochenstunden sichern Deine Rente. Eine Teilzeitbeschäftigung kann Deine finanzielle Unabhängigkeit gefährden. Sie bedeutet ein geringeres Einkommen, verbunden mit weniger Rentenbeiträgen und somit einer kleineren Rente.

4. Frühzeitig mit dem Sparen anfangen

Als Frau musst Du Deine Altersvorsorge aktiv und frühzeitig planen. Dies beinhaltet das Erkennen der eigenen Rentenlücke und die Entwicklung persönlicher Sparstrategien. Ein erster Schritt liegt in der Analyse Deines Haushaltsgelds: Wie hoch sind Deine monatlichen Ausgaben und welche Lebenshaltungskosten hast Du? Wenn Du Dir diesbezüglich eine Übersicht verschafft hast, kannst Du mithilfe der 50-30-20-Regel Sparziele einfacher umsetzen. Wichtig sind vor allem zwei Dinge: monatlich sparen und Dein Geld sicher anlegen.

5. Gehalt neu verhandeln

Ein höheres Gehalt ist immer auch eine Investition in Deine Altersvorsorge. Als Frau solltest Du Dein Gehalt mit Branchenstandards vergleichen. Liegt es darunter, fordere nachvollziehbar mehr Lohn.

6. Betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente nutzen

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) steht allen gesetzlich Rentenversicherten in Deutschland zu. Viele ignorieren dieses Recht, obwohl die Betriebsrente ein wichtiger Baustein der Altersversorgung ist. Bedenke, dass die Entgeltumwandlung steuer- und sozialabgabenbegünstigt ist. Prüfe vor dem Abschluss des Vertrags, ob Dein Arbeitgeber mehr als den Mindestzuschuss von 15 % zahlt und ob Du langfristig im Unternehmen bleiben wirst. Seit 2022 verbessert die Bundesregierung die Konditionen der betrieblichen Altersvorsorge stetig.

Ebenso kannst Du die Riester-Rente sinnvoll in Deine Altersvorsorge einbinden. Allerdings lohnen sich die staatlichen Zulagen nur unter gewissen Voraussetzungen:

  • Geringes Einkommen
  • Mehrere Kinder

Zahlst Du als Frau 4 % Deines Bruttoeinkommens des Vorjahres in die Riester-Rente ein, erhältst Du eine Grundzulage von 175 Euro jährlich und 300 Euro für jedes nach 2008 geborene Kind. Bei zwei Kindern beträgt die Zulage bereits 775 Euro jährlich. Dadurch fällt der selbst zu zahlende Beitrag für ein hohes Riester-Guthaben gering aus.

Zudem gibt es steuerliche Vorzüge der Riester-Rente, welche auch bei höheren Einkommen interessant sein können. Diese Regelungen gelten noch für das gesamte Jahr 2026.

Dem Gender Pension Gap mit FlexInvest entgegenwirken

Mit FlexInvest hast Du die Möglichkeit, Dich frühzeitig gegen die Rentenlücke abzusichern. Dabei bieten wir Dir volle Flexibilität. Entscheide, ob Du einen monatlichen Mindestbeitrag von 25 Euro oder eine einmalige Zahlung in Höhe von mindestens 1.000 Euro leisten möchtest. Dank FlexInvest hast Du monatlich Zugriff auf Dein Geld.

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Häufige Fragen zum Gender Pension Gap

Hast Du Fragen zu FlexInvest? Wir beraten Dich gerne telefonisch oder per E-Mail.

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  • 1

    Die hier erwähnte Fonds-Rendite stellt den Durchschnitt der bisherigen jährlichen Renditen der aktuellen 3 TOP-Fonds:

    – JPM Europe Strategic Value Fund A.
    – Xtrackers MSCI World ESG UCITS ETF 2C - EUR
    – M&G (Lux) European Strategic Value Fund A

    auf Basis der jeweiligen mittleren Performance-Szenarien aus den Basis­informations­blättern der Fonds bei einem Fonds­anteil von 100 % und unter Berücksichtigung der aktuell festgelegten, nicht garantierten Überschussbeteiligung dar. Das jeweils berücksichtigte mittlere Szenario veranschaulicht die durchschnittliche Wertentwicklung des jeweiligen Fonds über einen ausgewählten Zeitraum (Haltedauer) im Laufe der letzten 10 Jahre. Die Fonds-Rendite dient nur zur Illustration und spiegelt nicht die (Gesamt-)Rendite des Produktes FlexInvest wider. Hieraus können weder bisherige noch künftige Wertsteigerungen abgeleitet werden. Die tatsächlichen Ergebnisse können höher oder niedriger sein als dieser Wert. Alle einkalkulierten Kosten sind schon in dem Wert berücksichtigt. (Stand 17.11.2025)

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  • 2

    Statistisches Bundesamt (Destatis). Jede fünfte Person im Ruhestand hat maximal 1.400 Euro netto pro Monat zur Verfügung, 2. Oktober 2025,
    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/10/D25_N054_12_13.html. Zuletzt aufgerufen am 19. November 2025.

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  • 3

    Statistisches Bundesamt (Destatis). Gender Pay Gap, 2025, https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-GenderPayGap/_inhalt.html. Zuletzt aufgerufen am 19. November 2025.

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