Gesundheitsfragen bei der Risikolebensversicherung

Risikolebensversicherung und Gesundheitsfragen:

Welche Bedeutung haben sie bei der Antragstellung?

Vor Abschluss einer Risikolebensversicherung wird der Gesundheitszustand der zu versichernden Person mittels Gesundheitsfragen im Antragsprozess abgefragt.

Um den Beitrag zur Risikolebensversicherung zu berechnen, ist die Versicherungssumme, das Alter der versicherten Person und die Laufzeit erheblich.

Anhand der Fragen zum Gesundheitszustand, Beruf und Lebensstil wird festgestellt ob ein Mehrbeitrag erforderlich ist. Lesen Sie alles Wichtige hier.



Warum ist es sinnvoll, bei einer Risikolebensversicherung Fragen zur Gesundheit zu stellen?

Eine Risikolebensversicherung wird grundsätzlich immer von einer Versichertengemeinschaft getragen. Durch die individuelle Gesundheitsprüfung wird verhindert, dass die Risikoaufschläge von allen Versicherten geteilt werden müssen. Insgesamt zahlt so die Gemeinschaft weniger, der Mehrbetrag ist
von denen zu leisten, die ein erhöhtes Risiko in die Gemeinschaft einbringen.

Versicherungen, die keine Fragen zu Erkrankungen und Störungen stellen, kalkulieren dagegen oft Pauschalbeiträge. In diesen Fällen wird jeder Versicherte gleichgestellt. Die Beiträge, die für eine entsprechende Risikolebensversicherung verlangt werden, sind in der Regel höher als für eine, bei der die Gesundheit aller Antragsteller vorher überprüft wird. Wer gesund ist und keine zusätzlichen Risiken einbringt, zahlt so den günstigsten Beitrag.

In unserem Beitragsrechner können Sie sich von den finanziellen Vorteilen gleich überzeugen. Geben Sie dazu einfach folgende Daten ein:

  • Höhe der Versicherungssumme
  • Laufzeit des Vertrags
  • Vertragsbeginn
  • Eintrittsalter

Der Basis-Tarif bietet einen umfassenden Grundschutz inklusive einer Nachversicherungsgarantie und vorläufigen Versicherungsschutzes ab Antragseingang. Viele Extras für eine Top-Absicherung erhalten Sie im Comfort-Tarif. Dieser umfasst zusätzlich Optionen wie eine vorgezogene Todesfall-Leistung bei besonderen Umständen, einen Kinder-Bonus, einen Kinder-Zusatz-Schutz und einen Bau-Bonus.

Wenn Sie den Tarif der Risikolebensversicherung gewählt haben, können Sie jede Gesundheitsfrage anschließend online beantworten. Nachdem Sie alle Daten in die entsprechenden Felder eingetragen haben, kalkuliert unser System Ihren individuellen Beitragssatz – inklusive einer Online-Sofortzusage. Besondere Mehrbeiträge für Freizeitrisiken oder Rauchen, werden gesondert ausgewiesen.


Die Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung gibt es nicht mehr! Was steckt also hinter den Werbemaßnahmen mit diesem Slogan?

Einige Versicherer werben mit dem Slogan „Risikolebensversicherungen ohne Gesundheitsprüfung“. In der Regel bieten diese Versicherer jedoch anstelle der Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsfragen eine Kombination aus Altersvorsorgeprodukt mit Hinterbliebenenschutz oder die Sterbegeldversicherung an. Diese zahlt beim Ableben jedoch eine deutlich geringere Summe. Mehr Informationen dazu in unserem Ratgeber zur Todesfallabsicherung.

Einige Versicherungen aus dem Ausland werben mit einer Risikolebensversicherung ohne Gesundheitsfragen. Hier gilt es aber zu bedenken: Für eine Risikolebensversicherung, bei der der Versicherer auf die Überprüfung der Gesundheit verzichtet, sind in der Regel hohe Beiträge zu zahlen. Der Grund liegt in der notwendigen Mischkalkulation. Denn als Versicherungsnehmer zahlen Sie die Erkrankungen der anderen Versicherten mit. Zudem fallen die Leistungen, für die Sie mit Ihrem Tarif einen Anspruch erwerben, geringer aus. Auch die Versicherungssumme ist oftmals niedriger.

Tipp

Trotz der Gesundheitsprüfung lohnt sich eine Risikolebensversicherung mit Gesundheitsprüfung für viele. Die Risikoaufschläge sind meist niedriger als die der Mischkalkulation für Risikolebensversicherungen ohne Gesundheitsprüfung. Informieren Sie sich sich schnell und online – hier geht´s zur Angebotserstellung einer Risikolebensversicherung.


Welche Gesundheitsfragen werden mir gestellt?

Wenn Sie den Antrag für die Risikolebensversicherung bei CosmosDirekt online ausfüllen, kommen Sie unter dem Punkt „Gesundheitserklärung“ zu den einzelnen Gesundheitsfragen. Hier müssen Sie wahrheitsgemäß Fragen zu diesen Bereichen beantworten:

  • Erkrankungen, Gesundheitsstörungen und sonstige Beschwerden, die innerhalb der letzten fünf Jahre einen Besuch bzw. eine Behandlung bei einem Arzt erforderlich machten
  • Gesundheitsstörungen oder Beschwerden, die in den letzten drei Monaten aufgetreten sind – auch ohne dass Sie einen Arzt konsultiert haben
  • Amtlich festgestellte Beeinträchtigungen: Grad der Behinderung (GdB), Minderung der Erwerbstätigkeit (MdE), Wehrdienstbeschädigung (WDB)
  • Alle Behandlungen im Krankenhaus, Rehabilitations- bzw. Kur-Maßnahmen in den vergangenen 10 Jahren
  • Sucht und Abhängigkeit: Alkohol, Drogen, Betäubungsmittel

Wenn Sie die Risikolebensversicherung beantragen, gehen Sie bitte sorgfältig Gesundheitsfrage für Gesundheitsfrage durch.


Kann der Versicherer direkt Informationen vom Arzt einfordern?

Lebensversicherer haben ein Interesse daran, bei unklaren Gesundheitsangaben, Informationen zur gesundheitlichen Verfassung der zu versichernden Person aus erster Hand zu erhalten – also vom Arzt. Das ist jedoch nicht ohne Weiteres möglich, denn die ärztliche Pflicht zur Verschwiegenheit gilt auch gegenüber Versicherungsgesellschaften.

Einwilligung zur Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht

Ärzte und Krankenhäuser können aber durch eine Erklärung des Patienten von der Schweigepflicht entbunden werden. In der Regel wird eine solche Erklärung bei der Antragsstellung vom Versicherer auch gefordert. Liefert der Antragssteller diese Erklärung nicht, hat die Versicherung das Recht, den Abschluss der Lebensversicherung abzulehnen. Erteilt er aber seine Einwilligung, haben Versicherungsgesellschaften vor Vertragsabschluss die Möglichkeit, seine Angaben zu überprüfen bzw. konkretisieren zu lassen. Das wird aber nur gemacht, wenn die Angaben hierzu einen Anlass geben.

Zu einer Prüfung der Versichertenangaben kann es allerdings auch kommen, wenn die versicherte Person während der Vertragslaufzeit stirbt und die Hinterbliebenen die Auszahlung der Versicherungssumme beantragen. Wird dabei festgestellt, dass der Versicherte Krankheiten verschwiegen oder deren Schwere nicht wahrheitsgemäß angegeben hat, kann die Versicherung gegebenenfalls die Auszahlung der Versicherungsleistung verweigern.

Das gilt vor allem dann, wenn die Krankheit im Zusammenhang mit der Todesursache steht. Wegen eines bei der Antragstellung verschwiegenen Herzinfarktes könnte bei einem Tod durch Herzversagen eine Versicherung beispielsweise die Zahlung verweigern. Umso wichtiger ist es, bei der Antragsstellung alle relevanten Daten aus der Krankenakte zu berücksichtigen.

Wie weit führt die Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht?

Wie die Einwilligung zur Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht formuliert und geregelt ist, kann sich je nach Gesellschaft unterscheiden. Häufig sind die Formulare in zwei Abschnitte unterteilt: Darin stimmt der Antragssteller der

  • Abfrage von Gesundheitsdaten zur Risikobestimmung bei der Antragsstellung sowie
  • Abfragen im Todesfall

zu.

Die Versicherungsgesellschaften bieten ihren Kunden bei der Antragsprüfung meist zwei Varianten der Einwilligung an: die pauschale Aufhebung und die eingeschränkte Aufhebung.

Die pauschale Aufhebung der ärztlichen Schweigepflicht

Bei dieser Variante ermächtigt der Versicherungsnehmer die Versicherungsgesellschaft, alle Ärzte, Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen nach seinen medizinischen und gesundheitlichen Verhältnissen zu befragen. Damit kann der Versicherer in die gesamte Patientenakte Einsicht nehmen und auch Informationen zu Krankheiten erhalten, die bei einem Leistungsfall in keinem Zusammenhang zu der Todesursache stehen. In der Regel wird der Versicherungsnehmer jedes Mal informiert, wenn eine Abfrage durchgeführt werden soll.

Die eingeschränkte Aufhebung der ärztlichen Schweigepflicht

Hierbei ist das Informationsrecht des Versicherers vom Einzelfall abhängig. Der Versicherte wird vor jeder Anfrage von seiner Versicherungsgesellschaft befragt, und die Einwilligung von der Schweigepflicht erfolgt immer nur für den jeweiligen Einzelfall.


Häufig gestellte Fragen zu Risikolebensversicherung und Gesundheit

Welche Auswirkungen bestehen, wenn ich die Gesundheitsfragen falsch beantworte?

Machen Sie falsche Angaben bei der Gesundheitserklärung, gefährden Sie Ihren Versicherungsschutz. Das bedeutet: Gegebenenfalls besteht kein Schutz durch die Risikolebensversicherung für Ihre Hinterbliebenen, wenn Sie die Fragen nicht wahrheitsgemäß beantworten.

Muss ich informieren, wenn sich während der Vertragslaufzeit mein Gesundheitszustand ändert?

Nein. Ob und wie sich Ihr Gesundheitszustand während der Vertragslaufzeit ändert, beeinflusst Ihre Risikolebensversicherung nicht. Dieses Risiko trägt der Versicherer, in diesem Fall CosmosDirekt. Für Sie besteht auch keine Nachmeldepflicht bei Erkrankungen.

Kann ich meine Risikolebensversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung verlängern?

Ja. Sie können die Vertragslaufzeit Ihrer Risikolebensversicherung um bis zu 15 Jahre verlängern, ohne dass Ihre Gesundheit erneut überprüft wird. Dabei lässt sich die ursprünglich vereinbarte Laufzeit maximal verdoppeln. Allerdings darf dabei bei dem gewünschten neuen Vertragsende das 75. Lebensjahr der versicherten Person nicht überschritten werden. Sie können die Option zur Verlängerung einmal in Anspruch nehmen – aber nur dann, wenn der Vertrag noch länger als drei Jahre läuft.

Warum muss ich in den Gesundheitsfragen angeben, ob ich Raucher bin?

Raucher haben im Durchschnitt eine geringere Lebenserwartung als Nicht-Raucher. Daher zahlen Erstere auch einen höheren Beitrag als Nicht-Raucher. Um Ihren Beitrag für die Risikolebensversicherung korrekt bemessen zu können, gibt es die Gesundheitsfrage zum Rauchen. Im Rahmen der Gesundheitserklärung ist aber nur das Rauchen folgender Tabakwaren relevant:

  • Zigaretten
  • E-Zigaretten
  • Shisha
  • Zigarillos

Haben Sie innerhalb der letzten 12 Monate Zigarre oder Pfeife geraucht, müssen Sie das nicht angeben. Auch ob und wie häufig Sie Schnupftabak zu sich nehmen, spielt keine Rolle.

Ab wann gelte ich für den Versicherer nicht mehr als Raucher?

Der Risikozuschlag für Raucher kann entfallen, wenn Sie 12 Monate lang weder Zigaretten noch Zigarillos konsumiert haben, dies in Zukunft auch nicht mehr vorhaben und uns dies schriftlich bestätigen. Oftmals wird zusätzlich eine erneute Gesundheitsprüfung verlangt.

Welche Sportarten gelten als Risikosportarten?

Neben den Gesundheitsfragen müssen Sie bei der Beantragung der Risikolebensversicherung auch angeben, ob Sie extremen Sportarten nachgehen, die Ihre Gesundheit oder Lebenserwartung beeinträchtigen können. Unter Risikosportarten sind solche sportlichen Aktivitäten zu verstehen, die ein erhöhtes Verletzungs- und Sterberisiko zur Folge haben. Eine genaue Abgrenzung von Extrem- und Risikosportarten lässt sich pauschal nur schwer treffen. Ein paar Faktoren, die Risikosportarten auszeichnen, lassen sich aber benennen:

  • Die körperlichen Strapazen fallen außerordentlich hoch aus
  • Der Sportler ist mit sehr widrigen Naturkräften konfrontiert
  • Der Körper des Sportlers wird in ungewohnte Lagen oder Zustände gebracht: freier Fall, hohe Geschwindigkeiten, starke Beschleunigungskräfte, aber auch Rotationskräfte und ähnliches

Nicht alle Faktoren müssen gleichzeitig zutreffen, sofern aber mehrere Eigenschaften auf die sportliche Aktivität zutreffen, spricht man von einer Risikosportart.

Hier einige Beispiele von Risikosportarten:

GleitenRollen
Mit Motor
  • Flugsport
  • Powerboot-Rennen
  • Auto-/Motorradrennen
  • Motorradfahren
  • Quadfahren
  • Kartfahren
Ohne Motor
  • Fallschirmspringen
  • Gleitschirmfliegen
  • Paragliding
  • Drachenfliegen
  • Hängegleiter
  • Segelfliegen

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