Risikolebensversicherung für verheiratete Homosexuelle und gleichgeschlechtliche Partnerschaften - CosmosDirekt

Risikolebensversicherung für verheiratete Homosexuelle und gleichgeschlechtliche Partnerschaften

Die Ratgeber bieten allgemeine Informationen. Produktdetails von CosmosDirekt finden Sie auf den jeweiligen Produktseiten.

Am 30. Juni 2017 hat der Deutsche Bundestag beschlossen, die klassische Ehe, die es bisher nur zwischen Mann und Frau gab, auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.

Am 01. Oktober trat die „Ehe für alle“ in Kraft. Dies erleichtert es homosexuellen Ehepaaren unter anderem, sich gegenseitig über eine Risikolebensversicherung abzusichern.

Was sich durch die Gesetzesänderung verbessert und worauf Sie beim Abschluss einer Police achten sollten, erfahren Sie hier.


Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklärung
BezugsrechtLegt fest, wer im Versicherungsfall von der/den Versicherungsleistung(en) profitiert. Der Bezugsberechtigte wird auch „Begünstigter“ genannt.
RisikoprüfungUmfasst Fragen zu Gesundheit, Beruf und Hobbys, anhand derer der Versicherer bei der Antragstellung überprüft, ob und unter welchen Bedingungen er den Versicherungsschutz anbieten kann.
NachversicherungsgarantieRecht des Versicherten, bei bestimmten im Vertrag definierten Situationen (Erwerb eines Eigenheims, Heirat u. ä.) den Versicherungsschutz ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.

Mit der Risikolebensversicherung sichern Sie Ihre Familie oder andere Ihnen nahestehende Personen ab, damit diese nach Ihrem Tod nicht in eine schwierige finanzielle Situation geraten. Die Besonderheit gegenüber anderen Lebensversicherungsarten: Bei der Risikolebensversicherung spart man kein Kapital an, das sich beispielsweise später für die Altersvorsorge verwenden ließe. Mit einer Risikolebensversicherung trägt man vielmehr Sorge dafür, dass nach dem eigenen Tod die Hinterbliebenen ihren Lebensstandard halten und laufende Ausgaben decken können, beispielsweise die monatlichen Kreditraten für Wohnung oder Eigenheim.


Das Bezugsrecht für die Risikolebensversicherung anpassen

Das Bezugsrecht regelt, wer welche Leistungen einer Versicherung erhält. Bei den meisten Versicherungsarten ist das unproblematisch: Wer die Police abschließt, bekommt auch das Geld – so zum Beispiel bei der Hausratversicherung. Bei der Risikolebensversicherung ist das etwas anders. Hier regelt das vertraglich festgelegte Bezugsrecht, an wen die Versicherungssumme im Todesfall ausgezahlt wird – in der Regel ist das der Ehepartner oder die Kinder, aber auch andere, nicht-verwandte Personen lassen sich mit dem Bezugsrecht begünstigen. Dabei vergessen die meisten jedoch, dass das Bezugsrecht potenzielles Konfliktpotenzial in sich birgt.

Risiko 1: Scheidung

Ein häufiges Problem von Versicherungsverträgen tritt auch bei Risikolebensversicherungen auf: Einmal abgeschlossen, befinden sich die Policen jahrelang in einem Aktenordner – ohne dass man sich noch einmal genauer mit ihnen befasst. In der Zwischenzeit kann aber viel passieren. Eine Scheidung zum Beispiel und eine spätere erneute Heirat. Im Todesfall des Versicherten erhält dann aber nicht automatisch der neue Ehepartner das Geld, sondern derjenige, der namentlich im Vertrag genannt ist. Handelt es sich dabei um den früheren Ehepartner, wird dieser begünstigt. Der neue Partner geht dagegen leer aus – die Versicherung fällt nicht in den Nachlass.

Risiko 2: Unwiderrufliches Bezugsrecht

Lebensversicherungen kennen zwei Arten des Bezugsrechts: ein widerrufliches und ein unwiderrufliches Bezugsrecht. Das widerrufliche Bezugsrecht kann jederzeit vom Versicherungsnehmergeändert werden. Die unwiderrufliche Form dagegen bedarf immer der expliziten Zustimmung des bisher Begünstigten – und das kann unter Umständen zum Beispiel auch der Partner aus einer früheren Ehe sein.

Bei der privaten Absicherung wird allerdings eher selten ein unwiderrufliches Bezugsrecht eingeräumt. Üblicher ist seine Verwendung bei Geschäftspartnern, die sich gegenseitig bei der Gründung einer Firma absichern wollen.

Selbstständige und Freiberufler können mit einem unwiderruflichen Bezugsrecht auch die Auszahlung der Versicherungssumme an den Ehepartner sicherstellen. Sollte durch den Tod das eigene Unternehmen in die Insolvenz geraten, verhindert das unwiderrufliche Bezugsrecht eine Pfändung des Geldes durch die Gläubiger.

Risiko 3: Bezugsberechtigter stirbt

Der Versicherte kann einen neuen Bezugsberechtigten benennen, sollte der frühere Begünstige vor ihm versterben – allerdings nur in dem Fall, dass ein widerrufliches Bezugsrecht ausgesprochen worden ist. Ein unwiderrufliches Bezugsrecht wird zunächst zu einem Teil des Nachlasses des Verstorbenen, kann aber mit Zustimmung des beziehungsweise der Erbberechtigten neu vergeben werden. Wer keine Auseinandersetzung riskieren will, fügt eine Klausel in den Vertrag ein, wonach das unwiderrufliche Bezugsrecht mit dem Tod des Begünstigten erlischt.

Risiko 4: Erbschaftssteuern

Bei Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnerschaften sorgt der hohe Freibetrag von 500.000 Euro dafür, dass nur die Wenigsten für die Leistung aus einer Risikolebensversicherung Erbschaftssteuern zahlen müssen. Kinder können einen Betrag von 400.000 Euro ausschöpfen. Doch bei unverheirateten Paaren sieht das anders aus, hier gilt ein Freibetrag von nur 20.000 Euro. Einen legalen Weg, Erbschaftssteuern zu sparen, stellt die „Über-Kreuz-Versicherung“ dar. Bei dieser wird der Ehepartner über den eigenen Vertrag versichert, in dessen Todesfall erhält man das Geld aus der eigenen Police – steuerfrei.

Über-Kreuz-Versicherung | CosmosDirekt

Gleichbehandlung bei Risikoprüfung

Die Ehe für alle führt dazu, dass Versicherungsunternehmen in ihren Verträgen und Leistungen homo- sowie heterosexuelle Ehepaare gleichbehandeln müssen. In der Vergangenheit wurden beispielsweise Homosexuelle und gleichgeschlechtliche Paare von einigen Versicherungen bei der Risikoprüfung benachteiligt. Dabei ist die Beurteilung der individuellen Risikosituation zunächst ein notwendiger Schritt im Rahmen der Antragbewertung und Kostenberechnung. Konkret bedeutete die Diskriminierung jedoch bisweilen, dass einige Versicherer bei Schwulen und Lesben erweiterte Risikoprüfungen vornahmen, Anträge ablehnten oder beim Abschluss einer Police einen Risikozuschlag erhoben.

Wie erfolgt nun die Risikoprüfung?

Mit der Ehe für alle erfolgt die Risikobeurteilung nach einheitlichen Kriterien, das heißt: für alle Antragsteller vollkommen unabhängig von ihrer sexuellen Identität. Dabei umfasst die Risikoprüfung mehrere Faktoren, von denen die Gesundheitsfragen der bekannteste sind. Standardmäßig abgefragt werden zum Beispiel ambulante Behandlungen der vergangenen 5 Jahre und stationäre Krankenhausaufenthalte der letzten 10 Jahre, chronische körperliche und psychische Erkrankungen sowie ob eine Zigaretten- und/oder Alkoholabhängigkeit vorliegt. Eine wahrheitsgemäße Beantwortung ist Pflicht, möchte man den Versicherungsschutz im Ernstfall nicht aufs Spiel setzen.

Daneben spielt auch das individuelle Verhalten eine Rolle. Je nach Versicherer unterscheiden sich hier aber die zu überprüfenden Punkte. Bei vielen Verträgen spielen riskante Hobbys oder Extremsportarten eine wichtige Rolle (und führen zu Aufschlägen), doch schon das Thema „Motorrad fahren“ schätzt jeder Versicherer anders ein. Je nach persönlicher Risikoneigung steigt dann die zu zahlende Prämie – wobei die Berechnung von jeder Versicherung auf Basis interner Kriterien und je eigener Erfahrungswerte erfolgt. Es kommt aber auch vor, dass der Versicherer ein besonders riskantes Hobby vom Versicherungsschutz ausschließt. Verstirbt man dann bei der Ausübung des Hobbys , besteht demnach kein Leistungsanspruch – in allen anderen Fällen aber selbstverständlich schon.


Nachversicherungsgarantie für alle Ehepaare unabhängig von der sexuellen Identität

Ein wichtiger Punkt, der beim Abschluss einer Risikolebensversicherung eine bedeutende Rolle spielt, ist die Nachversicherungsgarantie. Von ihr profitierten bislang vor allem heterosexuelle Ehepaare, die nach der Heirat oder der Geburt (beziehungsweise Adoption) eines Kindes unkompliziert den Versicherungsschutz erhöhen wollten. Trotz sukzessiver Gleichstellung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft konnten homosexuelle Paare bislang die Nachversicherungsgarantie nur selten oder gar nicht in Anspruch nehmen: Viele Versicherer hatten in ihren Verträgen Regelungen für die klassische Ehe getroffen, nicht jedoch für die eingetragene Lebenspartnerschaft.

Durch die Ehe für alle entfallen diese Benachteiligungen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hatte in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die von ihm erstellten Musterbedingungen schon längere Zeit nicht mehr zwischen homo- und heterosexuellen Paaren unterscheiden. Unabhängig von seiner sexuellen Identität hat nun jedes versicherte Ehepaar das Recht, bei Eintreten bestimmter Ereignisse in seinem Leben die Versicherungssumme den neuen Gegebenheiten anzupassen. Der Vorteil der Nachversicherungsgarantie ist, dass eine erneute Gesundheitsprüfung dafür nicht nötig ist.

Wann greift die Nachversicherungsgarantie?

Die Nachversicherungsgarantie gilt in der Regel für folgende, vertraglich geregelte Anlässe:

  • Heirat
  • Geburt oder Adoption eines Kindes
  • Kauf oder Baubeginn einer selbst genutzten Wohnimmobilie
Hinweis

Die Nachversicherungsgarantie kann bei der Mehrzahl der Fälle nur genau einmal in Anspruch genommen werden. Eine Ausnahme stellen Geburt oder Adoption eines Kindes dar. Hier darf man bei jedem Kind von der Garantie Gebrauch machen.


Mit dem Vitality-Programm gesünder leben und mehr sparen

Etwas für seine Gesundheit zu tun und gleichzeitig die Beiträge zur Risikolebensversicherung zu senken – diese Möglichkeit bietet das Vitality-Programm von Generali. Die Versicherungsgruppe, zu der auch CosmosDirekt gehört, hat das Programm im Jahr 2016 eingeführt. Seit 2017 kann man es auch bei CosmosDirekt im Rahmen der Risikolebensversicherung Comfort Plus abschließen. Das große Plus: Wer gesund lebt und aktiv Vorsorge betreibt, wird mit attraktiven Angeboten belohnt. Der „Cashback“, also eine anteilige Rückzahlung auf die jährliche Versicherungsprämie, ist nur ein Teil der möglichen Belohnungen. Dabei steigen die Vorteile Schritt für Schritt.

Wie funktioniert das Vitality-Programm von Generali?

Bei Vitality geht es nicht darum, seine Lebensweise von heute auf morgen komplett umzukrempeln, sondern darum, sein Leben gesünder zu gestalten – und zwar in selbst bestimmtem Tempo. Das Programm begleitet Sie Schritt für Schritt dahin, aktiver zu leben und bewusster zu essen. Vitality unterstützt Sie bei allen Fortschritten, ob groß oder klein, und motiviert Sie wie ein Coach mit Belohnungen. Zu diesem Zweck ist das Vitality-Programm in drei Phasen unterteilt, sodass Sie Ihre Ziele einfacher und schneller erreichen.

Schritt 1: Bewusst machen

In der ersten Phase bestimmen Sie Ihren aktuellen Gesundheitszustand: Wie gut ist Ihre körperliche Verfassung und wo gibt es Verbesserungspotenzial? Der Online-Gesundheitstest, abrufbar über das Vitality-Kundenportal, fragt dazu bestimmte Gesundheitswerte ab, zum Beispiel Größe, Gewicht, Blutzuckerspiegel und Blutdruck. Auch Ihr Verhalten können Sie kurz einschätzen. Am Ende bewertet der Test Ihre Fitness und berechnet Ihr „Vitality-Alter“. Anschließend erhalten Sie eine Reihe von Empfehlungen dafür, (noch) gesünder zu leben. Welches dieser Ziele Sie umsetzen, liegt ganz allein in Ihrer Hand.

Schritt 2: Aktiv leben

Diese Phase ist das Herzstück des Vitality-Programms. Aktiv sein heißt zum Beispiel, regelmäßig im Fitnessstudio zu trainieren; einen Spaziergang zu machen; oder statt des Fahrstuhls die Treppe zu nehmen. Bei Vitality zählt jeder Schritt. Und mit jeder Aktivität sammeln Sie eine Anzahl an „Vitality Punkten“, ebenso, wenn Sie an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen oder auf eine gesündere Ernährung umstellen. Je mehr Punkte Sie sammeln, desto höher steigt Ihr Status: von Bronze über Silber und Gold bis zu Platin. Und dabei erwarten Sie immer größere Belohnungen.

Hinweis

Über die Vitality-App lassen sich alle Daten einfach und bequem erfassen. Sie kann auf Wunsch mit Fitness-Trackern und Fitness-Apps verschiedener Anbieter verbunden werden. Die App zeigt aber nicht nur den aktuellen Status und die erreichten Punkte an, sondern auch Ihre nächsten Ziele.

Schritt 3: Belohnt werden

Für die größte Belohnung des Vitality-Programms sorgt man natürlich selbst: einen gesünderen Lebenswandel. Daneben bietet Vitality auch jede Menge weitere exklusive Angebote bei Kooperationspartnern, beispielweise Vergünstigungen beim Kauf neuer Sportschuhe oder Sportbekleidung, bei Haushaltswaren oder bei Urlaubs- und Erholungsreisen. Je nachdem, wie viele Punkte Sie erreicht haben, erhalten Sie auch einen Nachlass auf Ihre Versicherungsprämie. Je nach Status beträgt der „Cashback“ bis zu 15 Prozent des Jahresbeitrags.

Vorteile von Generali Vitality nutzen

Die Teilnahme an Generali Vitality kostet im Monat 5 Euro. Gleichzeitig aber sparen Sie bares Geld. Zum einen, weil die Risikolebensversicherung von CosmosDirekt dadurch für Sie deutlich günstiger werden kann und Sie mit steigendem Status einen höheren Cashback erhalten. Zum anderen warten auf Sie die attraktiven Angebote der Vitality-Kooperationspartner, zum Beispiel aus den Bereichen Sport, Lifestyle oder Reisen. Auch hier gilt: Je höher die Punktezahl und der Status, desto größer die Vergünstigung. Eine Besonderheit sind zudem die zahlreichen Fitness- und Gesundheitstests, die für Vitality-Mitglieder kostenlos sind. So nehmen Sie Schritt für Schritt Ihren Weg zu einem gesünderen Leben.


Fazit

Gleichgeschlechtliche Paare waren bei vielen Versicherungen benachteiligt worden. Ihre allmähliche Gleichstellung erfolgte Schritt für Schritt: Zunächst verzichteten die Versicherer auf eine Unterscheidung zwischen homo- und heterosexuellen Partnerschaften, dann spielte bei einigen Policen auch der Familienstand keine Rolle mehr – bei der Hausratversicherung zählte etwa nur ein gemeinsamer Haushalt. Auch schon vor der Ehe für alle konnten Homosexuelle eine Risikolebensversicherung – doch erst die juristische Gleichstellung führt nun auch zu einer übergreifenden Gleichbehandlung bei Risikoprüfung und der Nachversicherungsgarantie. Auch in einem anderen Punkt gibt es nun keine Unterschiede mehr zwischen homo- und heterosexuellen Paaren: Wiederverheiratete sollten die Bezugsrechte ihrer alten Risikolebensversicherung überprüfen, damit der neue Ehepartner im Todesfall nicht leer ausgeht.


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