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Steuererklärung und Unfallversicherung

Unfallversicherung und Steuern: So sparen Sie Geld

Steuerpflichtige müssen sich jedes Jahr aufs Neue über die Möglichkeiten und Pflichten bei der Steuererklärung informieren. Viele interessiert vor allem, wie sie in der Steuererklärung ihre Ausgaben von der Steuer absetzen. Der Gesetz­geber räumt gewisse Möglichkeiten ein, über die der Verbraucher Geld zurückbekommt.

Die Beiträge zur Unfall­ver­sicherung gelten als Vorsorge­aufwendung, die Sie unter bestimmten Voraussetzung in der Steuer­erklärung geltend machen können. Der Gesetz­geber kommt dem Verbraucher hier entgegen. Er belohnt Sie dafür, dass Sie sich mit einer Unfall­versicherung gegen mögliche Kosten absichern. Wie Sie Ihre private Unfall­ver­sicherung bei der Steuer berücksichtigen und was Sie beachten ist, zeigt Ihnen der folgende Artikel.


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Diese Versicherungsbegriffe tauchen auf
Begriff
Erklärung
BeiträgeDie Zahlungen, die der Versicherungsnehmer an den Versicherer zu entrichten hat. Diese können in den meisten Fällen jährlich , halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich entrichtet werden.
VersicherterDie Person, die gegen die Bezahlung von Beiträgen den Versicherungsschutz einer Versicherungsgesellschaft in Anspruch nimmt, um sich gegen Risiken abzusichern. Oftmals wird der Versicherte auch Versicherungsnehmer genannt.

Beiträge zur Unfallversicherung als Vorsorgeaufwendung gelten machen

Eine kurze Unaufmerksamkeit und schon ist es passiert: ein Haushaltsunfall mit schweren Folgen. Immer noch ereignen sich in den eigenen vier Wänden die meisten Unfälle – gerade dort, wo man sich in der Regel am sichersten fühlt. Manche dieser Unfälle hinterlassen bleibende Schäden. Aber auch bei Freizeitaktivitäten außerhalb der eigenen Wohnung können Unglücksfälle geschehen, die Ihr Leben nachhaltig verändern: beim Sport, Einkaufen, Reisen oder im Straßenverkehr. In diesen Fällen ist es von Vorteil, wenn man eine private Unfallversicherung hat. Sie trägt die Kosten, die durch die Folgen eines Unfalls entstehen.

Die gesetzliche Unfallversicherung sichert nur Unfälle auf der Arbeitsstätte und auf dem direkten Hin- und Rückweg zum Arbeitsort ab. Sie gehört zu den wenigen Sozialversicherungen, die vom Arbeitgeber allein finanziert werden. Wenn Sie nach der Arbeit nur einmal vom direkten Weg nach Hause abweichen, bezahlt die gesetzliche Unfallversicherung nicht mehr. Der Einkauf im Supermarkt fürs Abendessen nach einem langen Tag im Büro muss durch eine private Unfallversicherung abgesichert sein.

Als Selbstständiger können Sie einen Vertrag abschließen, der nur die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung beinhaltet. Oder Sie entscheiden sich für eine private Unfallversicherung die auch Versicherungsschutz in der Freizeit bietet. In jedem Fall ist die Unfallversicherung für Sie steuerlich absetzbar.

Die Absicherung von vielen möglichen Gefahren kostet Geld. Gut zu wissen, dass der Versicherungsnehmer das gezahlte Geld sich über die Steuererklärung teilweise zurückholen kann. Die private Unfallversicherung kann als Vorsorgeaufwendung in der Steuererklärung angegeben werden. Dadurch unterstützt der Gesetzgeber die Bürger dabei, sich und ihre Familienmitglieder abzusichern. Neben der Unfallversicherung sind auch andere Versicherungen steuerlich absetzbar. Besonders begünstigt werden die Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge, Haftpflichtversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Tipp

Falls Sie genauer wissen möchten, weshalb die private Unfallversicherung eine sinnvolle Absicherung ist und worauf Sie achten müssen, wenn Sie eine Police abschließen möchten, können Sie in unserem Ratgeber „Was ist eine Unfallversicherung?“ nach lesen


Wie kann die Unfallversicherung steuerlich abgesetzt werden?

Die Beiträge zur Unfallversicherung sind Vorsorgeaufwendungen, als solche können sie unter den Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden. Die Beiträge werden in der Anlage Vorsorgeaufwand in den Zeilen 46 bis 50 notiert. Hier können Sie alle Kosten eintragen, die als sonstige Vorsorgeaufwendungen gelten – also auch die Unfallversicherung.

Selbstständige können Ihre Unfallversicherung auch bei den Werbungskosten absetzen. Sie müssen bei den Policen unterscheiden, ob die Absicherung dem beruflichen oder dem privaten Zweck dient. In beiden Fällen ist die Unfallversicherung steuerfrei, muss aber an unterschiedlichen Stellen in der Steuererklärung angegeben werden. Bei einem Vertrag, der nur für berufliche Unfälle inklusive der direkten Hin- und Rückfahrt zur Arbeitsstelle abgeschlossen wurde, können die Beiträge inklusive der Versicherungssteuer zu 100 % bei den Werbungskosten geltend gemacht werden. Ein Vertrag mit Schutz in der Freizeit wird – wie bei einer privaten Unfallversicherung – bei der Steuer unter den Sonderausgaben als Vorsorgeaufwendung notiert.

Wer eine Unfallversicherung abschließt, die das Unfallrisiko im beruflichen wie im privaten Bereich abdeckt, muss den Versicherungsbeitrag anteilig aufteilen. Jeweils ein Teil wird bei den Werbungskosten und ein Teil bei den Sonderausgaben veranschlagt. Der Gesamtbeitrag inklusive Versicherungs­steuer ist entsprechend für beide Risiken aufzuteilen. Wenn Sie nicht wissen, wie hoch die Anteile sind, müssen Sie schätzen. Der Einfachheit halber wird von jeweils 50 % des Gesamtbetrags ausgegangen.

Hinweis

Ab 2019 wird die Frist zur Abgabe der Steuererklärung um zwei Monate verlängert. Wer die Formulare selbst ausfüllt, muss sie künftig erst Ende Juli des Folgejahres einreichen. Bisher musste die Steuererklärung bis Ende Mai fertig sein.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/steuererklaerung-fiskus-gewaehrt-mehr-zeit-a-1091874.html, 11.05.2016


Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Die Möglichkeit, dass die Unfallversicherung steuerlich absetzbar ist, bedeutet nicht zwingend, dass jeder Steuerzahler sich diese Steuerersparnis zunutze machen kann. Grundsätzlich gilt: Sie müssen in dem Steuerjahr steuerpflichtiges Einkommen haben. Ist diese Voraussetzung erfüllt, müssen Sie noch die vom Gesetzgeber festgelegten Höchstbeträge beachten. Bis zu diesen Grenzen werden jedes Jahr Steuern auf Vorsorgeaufwendungen erstattet. Bei der Festlegung wurde zwischen Selbstständigen, Angestellten, Beamten, Rentner sowie Pensionären unterschieden.

Höchstgrenze für Angestellte, Beamte, Rentner und Pensionäre

Der Höchstbetrag für Angestellte, Beamte, Rentner und Pensionäre, der steuerlich absetzbar ist, liegt bei 1.900 Euro – vorausgesetzt, der steuerfreie Zuschuss zur Krankenkasse wird gewährt.

Höchstgrenze für Selbstständige

Wer selbstständig arbeitet, muss seine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge selber aufbringen, darum räumt der Gesetzgeber Selbstständigen einen Höchstbetrag von 2.800 Euro ein.

Höchstgrenze für Ehepaare

Ehepaare, die ihr Einkommen zusammen in der Steuererklärung veranlagen, wird ein gemeinsamer Höchstbetrag aus der Summe der jedem Ehegatten zustehenden Höchstbeträge gewährt. Danach gilt entweder 1.900 Euro + 1.900 Euro = 3.800 Euro oder 1.900 Euro + 2.800 Euro = 4.700 Euro als Höchstgrenze. Je nachdem, wie viele Vorsorgeaufwendungen Sie haben, desto weniger davon können Sie unter Umständen absetzen. Denn häufig kann man nicht alle Versicherungen, die der Vorsorge dienen, von der Steuer absetzen, da die jeweiligen Höchstbeträge durch die Aufwendung für die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung bereits aufgebraucht werden.

Beispiel

Ein unverheirateter Angestellter ist gesetzlich krankenversichert. Der jährliche Arbeitnehmeranteil zur Krankenversicherung beträgt 1.400 Euro und für die Pflegeversicherung 162 Euro. Für die Arbeitslosenversicherung werden 225 Euro einbehalten. Demnach sind schon 1.787 Euro als Vorsorgeaufwendungen anerkannt worden. Es bleiben nur noch 113 Euro für weitere, absetzbare Vorsorgeaufwendungen beispielsweise in Form von privaten Versicherungen übrig.

Tipp

Prüfen Sie genau, welche Versicherungen Sie vielleicht auch an anderer Stelle in der Steuererklärung absetzen können. Sie müssen die Unfallversicherung bei der Steuer nicht zwangsläufig als Vorsorgeaufwendungen absetzen – das Gleiche gilt für andere Privat­versicherungen. Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie sich von professioneller Seite beraten. Damit gesichert ist, dass eine kostenpflichtige Beratung auch auf fachlicher Kompetenz beruht, erlaubt der Gesetzgeber nur Personen mit entsprechender Ausbildung, Geld für die Beratung zu nehmen. Steuerberater, Anwälte und Beratungsstellenleiter in Lohnsteuerhilfevereinen können Sie fachgerecht in entsprechender Qualität bei Steuersachen beraten.

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Welche Nachweise müssen Sie erbringen?

Die Unfallversicherung bei der Steuererklärung unter den Vorsorgeaufwendungen anzugeben, reicht nicht aus, um sie steuerlich geltend zu machen. Den Formularen vom Finanzamt müssen Sie einen Nachweis über die geleisteten Beiträge im entsprechenden Steuerjahr beilegen. Bei den meisten Finanzbehörden können Sie auch eine Kopie des Versicherungsvertrages und der Kontoauszüge einreichen, aus denen hervorgeht, dass Sie die Zahlungen geleistet haben. Häufig schicken die Versicherungsgesellschaften zum Ende eines Jahres selbständig einen Nachweis über die geleisteten Beiträge zu. Wenn dies nicht geschieht, sollten Sie eine Finanzamtsbescheinigung anfordern. Bei einigen Versicherungen, können sich die Versicherten ihren Nachweis auch über ihr persönliches Benutzerkonto direkt ausdrucken.

Checkliste: Können Sie Ihre Unfallversicherung absetzen?

  • Steuerpflichtiges Einkommen im Steuerjahr vorhanden?
  • Unfallversicherung abgeschlossen
  • Höchstgrenze mit sonstigen Vorsorgemaßnahmen noch nicht erreicht
  • Prüfung, ob unter Werbungskosten oder Sonderausgaben absetzbar
  • Nachweis vorhanden

Fazit: Beiträge der Unfallversicherung steuerlich absetzen

Jedes Jahr zu prüfen, ob die Unfallversicherung steuerlich absetzbar ist, kann sich für Versicherte lohnen. Allerdings gibt es keine Garantie, dass ein Steuerpflichtiger für seine Unfallversicherung Steuern zurückerhält. Vielfach wird schon durch die Angabe der Ausgaben zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung der Höchstbetrag erreicht. Deshalb sollte – auch mit Hilfe fachlicher Beratung vom Steuerberater oder durch Lohnsteuerhilfevereine – geprüft werden, ob man die Unfallversicherung nicht an anderer Stelle in der Einkommenssteuererklärung angeben kann. Wenn Sie die Unfall­versicherung nicht von der Steuer absetzen können, sollten Sie trotzdem nicht darauf verzichten. Das Risiko, nach einem Unfall hohe Kosten für Umbauarbeiten und Pflege selbst tragen zu müssen, sollten Sie nicht eingehen.


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