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Altersvorsorge für Selbständige – CosmosDirekt

Altersvorsorge für Selbstständige: Die Rente in die eigenen Hände nehmen

Was haben Handwerker, Journalisten und Hebammen gemeinsam? Sie arbeiten meistens als Selbstständige und sind trotzdem in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Diese Regelung zur Altersvorsorge gilt aber nicht für alle Selbstständigen. Die meisten Selbständigen müssen sich um Ihre Altersvorsorge selbst kümmern. Welche Möglichkeiten es gibt, was beachtet werden muss und warum die Rürup-Rente (auch Basisrente genannt) für Selbstständige besonders interessant ist, erfahren Sie hier!


In gesetzlicher Rentenversicherung pflichtversichert: Welche Selbstständigen sind betroffen?

Einige Berufsgruppen sind auch bei einer Selbständigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert:

  • Lehrer und Erzieher (Nachhilfe-Lehrer, Sport-Trainer, Coaches, Moderatoren, Supervisoren, Feldenkrais-Pädagogen, Tagesmütter)
  • Pflegekräfte (Krankenschwestern, Ergo-/Physiotherapeuten, Logopäden)
  • Hebammen (inklusive Entbindungspfleger und freiberufliche Beleg-Hebammen, die in Krankenhäusern tätig sind)
  • Seelotsen (die im öffentlichen Auftrag arbeiten)
  • Küstenschiffer und Küstenfischer
  • Künstler und Publizisten (Musiker, Schauspieler, Bildhauer - auch wenn sie in ihren Fächern unterrichten - sowie Schriftsteller und Journalisten)
  • Hausgewerbetreibende (z.B. Näherinnen)
  • Selbstständige mit einem Arbeitgeber
  • Handwerker (Maurer, Dachdecker, Klempner, Bäcker und viele mehr)

Wer mehrere selbstständige Tätigkeiten ausübt, kann in jeder versicherungspflichtig sein. Die Mehrfachversicherungspflicht kann sich auch ergeben, wenn man neben einer Beschäftigung als Arbeitnehmer zusätzlich einer selbstständigen Tätigkeit nachgeht. Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden dann für jede versicherungs­pflichtige Tätigkeit fällig, insgesamt aber nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung


Freiwillige Beitragszahlungen in der gesetzlichen Rentenversicherung

Freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung können einen weiteren Baustein in der Altersvorsorge für Selbstständige. Dies ist jedoch nur bedingt zu empfehlen, da eine Private Altersvorsorge oft bessere Leistungen bietet. Grundsätzlich dient diese Rentenform verschiedenen Zwecken. Man erwirbt beispielsweise Anspruch auf eine Altersrente, wenn man die fünf Jahre Wartezeit überschreitet – Zeiten mit Pflichtbeiträgen und Kindererziehungszeiten eingerechnet. Ebenso ist es möglich, durch weitere Einzahlungen die spätere monatliche Rente zu erhöhen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man durch die freiwillige Rentenversicherung auch einen Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung aufrechthalten.

Anzahl und Höhe der Beiträge legen freiwillig Versicherte bei dieser Form der Altersvorsorge selbst fest. Wie alle anderen können auch Selbstständige pro Kalenderjahr zwischen einem und zwölf Monatsbeiträgen einzahlen. Die Spanne aus Mindest- und Höchstbeitrag leitet sich aus dem derzeit gültigen Beitragssatz von 18,9 % ab. Wer Versicherungszeiten für einen Rentenanspruch benötigt, sollte auf die Anzahl der Beiträge achten. Die Höhe der Beiträge wirkt sich hingegen auf die Steigerung der Monatsrente aus. Bei der freiwilligen Rentenversicherung kann die Beitragshöhe jederzeit geändert werden. Zahlungen lassen sich zudem einstellen und später wieder aufnehmen.


Rürup-Rente: Der Basis-Schutz für Selbstständige

Bei der Rürup-Rente, benannt nach dem früheren „Wirtschaftsweisen“ Bert Rürup, handelt es sich um eine private Altersvorsorge. Für Selbstständige ist die Rürup-Rente die einzige Möglichkeit zur Altersvorsorge mit staatlicher Förderung und somit besonders interessant. Die Rürup-Rente basiert auf einem flexiblen Einzahlungsmodell: Je nach finanziellen Möglichkeiten sind feste monatliche Beiträge und auch Einmalzahlungen, z.B. am Jahresende, möglich.

Der Vorteil für Selbstständige: alle Beiträge dieser Form von Altersvorsorge sind steuerlich absetzbar. Selbstständige können einen bestimmten Anteil während der Ansparphase steuerlich geltend machen. Seit der Einführung der Rürup-Rente im Jahr 2005 steigt dieser Anteil schrittweise um 2 % an. Der Besteuerungsanteil während der Auszahlphase erhöht sich ebenfalls regelmäßig, zunächst um 2 %, ab 2020 um 1 %. Maßgeblich ist das Jahr des Rentenbeginns.

  • Höchstbeiträge für Ledige: 20.000 €
  • Höchstbeiträge für Verheiratete (gemeinsam veranlagt): 40.000 €

TIPP zur Rürup-Rente

Für Selbstständige ist diese private Altersvorsorge die einzige Möglichkeit, staatliche Förderungen bei der Altersvorsorge zu erhalten.

Steuerliche Behandlung von Anspar- und Auszahlungsphase (Auszug)

Jahr
Ansparphase
Absetzbare Sonderausgaben
Auszahlphase
Steuerpflichtiger Rentenanteil
200560 %50 %
201070 %60 %
201274 %64 %
201376 %66 %
201478 %68 %
201580 %70 %
202090 %80 %
2025100 %85 %
2030100 %90 %
2040100 %100 %

Unverzichtbar: Basisrente und zusätzliche private Rente für Selbstständige

Die wichtigste Form der Altersvorsorge für Selbstständige ist die Basisrente. Sie erhalten ab dem Rentenbeginn eine garantierte, lebenslange monatliche Rente. Mit einer privaten Rentenversicherung können Sie zusätzlich ganz flexibel Ihre Altersvorsorge optimieren - bei der Auszahlung können Sie zudem von Steuervorteilen profitieren.

Ideale AltersvorsorgeProdukte für Selbstständige

Rürup-Rente (Basisrente)
Die Rürup-Rente (Basisrente) ist die ideale Basis einer privaten Altersvorsorge. Durch die staatlichen Förderungen ist die Rurup-Rente die Basis jeder Altersvorsorge für Selbstständige.

Flexibler VorsorgePlan
Die Flexible Vorsorge bietet höchste Flexibilität bei überdurchschnittlichen Renditen. So können Überschüsse dank guter Renditen zur Altersvorsorge genutzt werden. Durch die Flexibilität können Sie bei finanziellen Engpässen schnell darauf zugreifen.

Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag
Sie haben eine große Summe erhalten und möchten diese zur Altersvorsorge nutzen. Bei Zahlung eines Einmalbetrags wird dieser Einmalbetrag in eine monatliche Rente umgewandelt.

TIPP: Riester-Rente für Selbständige

Sobald ein Partner pflichtversichert ist, kann der andere ebenfalls einen Vertrag abschließen und erhält die staatlichen Zulagen schon ab 5 € monatlich. Somit können auch Selbstständige, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen die Riesterförderung bekommen, wenn der Partner diese bereits erhält.




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