Kfz-Steuer

Alles was du über die Kfz-Steuer wissen solltest

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zur Ermittlung der Steuer benötigt man die Zulassung des Fahrzeugs
  • Die Höhe der Kfz-Steuer orientiert sich an Hubraum, Schadstoffklasse und Erstzulassung
  • Empfänger der Kraftfahrzeugsteuer ist das Hauptzollamt
  • Die Kfz-Steuer kann nur per Lastschrift gezahlt werden

Wer ein Auto fahren möchte, der muss auch die Neben- und Unter­haltungs­kosten bedenken. Neben dem Sprit und der Kfz-Versicherung, muss auch die Kfz-Steuer für ein Fahrzeug bezahlt werden. In welcher Höhe diese anfällt, hängt von diversen Faktoren ab. Die Kfz-Steuer gilt für Euro 2, Euro 3, Euro 4 und alle kommenden Schadstoff­klassen. Und es gibt auch Fahrzeuge, die einer Steuer­befreiung unterliegen. Dein Fahr­zeug­schein gibt Aufschluss darüber, welcher Klasse dein Pkw zugeordnet wird und gibt Dir so die Möglichkeit, die Steuer noch vor dem Eingang des Steuerbescheids zu berechnen. Wie und wann Du den Beitrag für die Autosteuer zahlen musst, erklären wir Dir im folgenden Text.

Unser Ratgeber bietet Dir allgemeine Informationen darüber, wie Du Kfz-Steuern berechnen und bezahlen musst. Möchtest Du Dein Fahrzeug kostengünstig absichern, findest Du hier außerdem alle Informationen zu unserer Kfz-Versicherung.

Die wich­tigsten Infos zur Kfz-Steuer

Bevor man die Kfz-Steuer zahlt, möchte man natürlich wissen, warum man diesen Beitrag überhaupt aufbringen soll. Wir haben die wichtigsten Fragen kurz für Dich beantwortet:

Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Bundessteuer, die generell von allen Fahrzeughaltern aufgebracht werden muss. Sie dient der Finanzierung von Straßenbau und dem damit verbundenen Ausgleich bestimmter Straßenschäden. Als Halter muss man die Autosteuer daher entrichten, weil man mit seinem Fahrzeug auf den Straßen unterwegs ist und so zu etwaigen Schäden beiträgt.

Generell fällt die Kfz-Steuer für jeden Halter und somit auch für jedes Fahrzeug an. Die Steuerpflicht gilt für alle in Deutschland zugelassenen Autos.

Fahrzeuge der Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr und des Zolls unterliegen einer Steuerbefreiung. Auch Fahrzeughalter mit Schwerbehinderung zahlen entweder keine oder eine um 50 % verminderte Steuer. Eine neue Steuerbefreiung von der Kfz-Steuer gilt auch für Elektrofahrzeuge, die bis zum 31.12.2020 zugelassen werden. Sie gilt für einen Zeitraum von 10 Jahren.

Wie kann ich die Höhe meiner Kfz-Steuer berechnen?

Bis zum Jahr 2009 waren allein Größe und Bauweise des Motors ausschlaggebend, um die Höhe der Kfz-Steuer zu berechnen. Mittlerweile wurde das System reformiert und die Umweltverträglichkeit der Fahrzeuge wird deutlich stärker berücksichtigt. Deshalb fließen nicht nur Antriebsarten wie Otto- oder Diesel-Motor und Hubraum-Größe in die Berechnung der Kfz-Steuer ein, sondern auch der Emissionsausstoß. Gerade der Ausstoß-Faktor hat bei Pkw, die nach 2012 erstmals zugelassen wurden, großen Einfluss auf die Höhe der Kfz-Steuer. Die Steuer, die Du auf Motorräder, Anhänger und Wohnmobile zahlen musst, weist jeweils eine andere Bemessungsgrundlage auf. Bei Motorrädern entscheidet allein der Hubraum, für Anhänger und Wohnmobile gilt eine gewichtsbezogene Sonderregelung.

Mit der Zulas­sungs­be­schei­ni­gung (Fahr­zeug­schein) alle Daten für die Kfz-Steuer auf einen Blick

Muster eines Kfz-Fahrzeugscheins

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Mit dieser Kfz-Steuer musst Du pro Jahr für einen Pkw rechnen

Welche Kriterien für die Berechnung der Kfz-Steuer zugrunde gelegt werden, richtet sich nach der Erstzulassung des Fahrzeugs. Entscheidend ist, ob Dein Auto in einem Zeitraum vor dem 30. Juni 2009 erstmalig zu gelassen wurde oder danach.

Kfz-Steuer bezahlen: Das solltest Du beachten

Die Kraftfahrzeugsteuer wird nach Zustellung des Steuerbescheides im Rahmen des SEPA-Lastschriftverfahrens regelmäßig für zwölf Monate im Voraus abgebucht. In Ausnahmefällen, z.B. bei einer Saisonzulassung, wird die Steuer für einen kürzeren Zeitraum erhoben und abgebucht. Der Steuerbescheid bleibt so lange gültig, bis ein Abmelde- oder Änderungsbescheid ergeht. Für die Folgejahre ergeht im Regelfall kein erneuter Steuerbescheid oder Zahlungshinweis.

Die Kfz-Steuer zahlst du einmal im Jahr im Voraus. Sie wird zu dem Datum fällig, an dem das Fahrzeug auf dich zugelassen wurde. Eine halbjährliche Zahlung ist möglich, wenn die Kfz-Steuer mehr als 500 Euro beträgt. Eine vierteljährliche Zahlung ist möglich, wenn die Kfz-Steuer mehr als 1.000 Euro beträgt. Monatlich lässt sich die Kfz-Steuer nicht zahlen.

Der Wechsel des Zahlungszeitraums ist dem Hauptzollamt schriftlich mitzuteilen. Es ist jederzeit möglich, den Zahlungszeitraum wieder zu ändern.

Jahressteuer

Entrichtungszeitraum

Aufgeld

über 500 €

halbjährlich

3 Prozent

über 1.000 €

halbjährlich

3 Prozent

über 1.000 €

vierteljährlich

6 Prozent

Die Kfz-Steuer wird generell an den Zoll gezahlt. Wie auch andere Steuern wird sie übergreifend an den Staat entrichtet. Den Steuerbescheid erhältst du über die Zulassungsbehörde, die Eintreibung erfolgt in der Regel über ein zuständiges Finanzamt.

Um ein Fahrzeug zulassen zu können, musst du bei der Zulassungsbehörde ein SEPA-Lastschriftmandat zur Abbuchung der Kraftfahrzeugsteuer abgeben (Formular 032021 "Kraftfahrzeugsteuer SEPA-Lastschriftmandat für die SEPA-Basislastschrift"). Dieses Formular muss sowohl vom Kontoinhaber als auch vom ggf. abweichenden Fahrzeughalter unterschrieben werden. Möchtest du für ein bereits angemeldetes Fahrzeug ein neues SEPA-Lastschriftmandat abgeben, da sich z.B. der Zahler der Kraftfahrzeugsteuer geändert hat, muss das ausgefüllte Formular an das zuständige Hauptzollamt gesandt werden.

Auf das SEPA-Lastschriftmandat im Rahmen einer Kfz-Zulassung wird nur in ganz bestimmten Ausnahmefällen verzichtet. Dies sind insbesondere Fälle einer Steuerbefreiung nach §§ 3, 3a Abs. 1, 3d KraftStG sowie bei Nichterhebung der Kraftfahrzeugsteuer für Anhänger nach § 10 Abs. 1 KraftStG.

Achte darauf, die Kfz-Steuer abgebucht werden kann. Konnte die Abbuchung nicht erfolgen, drohen neben Mahnungen gravierendere Folgen. Da es sich um Steuerschulden handelt, kann die Zulassungsbehörde Ihr Fahrzeug stilllegen und sogar veranlassen, dass das Auto abgeschleppt wird.

Ja, nach der Abmeldung Ihres Fahrzeugs wird die zu viel gezahlte Kfz-Steuer zurückerstattet.

Fazit: Vergiss nicht deine Kfz-Steuer zu bezahlen

Es ist gar nicht so einfach, die Kfz-Steuer nicht zu bezahlen. Seit 2009 ist die Kfz-Zulassung nur dann möglich, wenn bei der Zulassungsstelle das Lastschriftmandat erteilt wird. Die Kfz-Steuer wird jährlich automatisch eingezogen. Um sich zu schützen, solltest du sicherstellen, dass die Kfz-Steuer immer vom Konto abgebucht werden kann. Denn die Kfz-Steuer gilt auch dann als nicht bezahlt, wenn das Konto zum Zeitpunkt der Abbuchung nicht gedeckt ist.

Schon vor dem Kauf eines neuen Fahrzeugs kannst du außerdem überprüfen, wie hoch die Kfz-Steuer ausfallen wird. Für Pkw und weitere Fahrzeuge nutzt du am besten den Kfz-Steuer-Rechner, den das Bundesfinanzministerium online gestellt hat. Fährst du einen PKW mit Erstzulassung bis zum 30.06.2009, benötigst du nur die Angaben zu Hubraum, Motor-Art und Schadstoffklasse. Für alle Pkw mit späterer Erstzulassung musst du außerdem den CO2-Emissionsausstoß kennen.

Du wolltest schon immer mal wissen, was Dein Auto monatlich kostet? Der smarte Autokostenrechner zeigt Dir die Sprit- und Wartungskosten sowie die Kfz-Steuer auf einen Blick.

Hast Du Fragen zur Kfz-Versicherung? Wir beraten Dich gerne telefonisch oder per E-Mail.

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