Kfz-Steuer und Kfz Versicherung: Was Sie beachten müssen


Der Ratgeber bietet allgemeine Informationen. Produktinformationen zur Autoversicherung von CosmosDirekt finden Sie hier.


Das Autofahren kostet Geld: Kaufpreis, Unterhalts­kosten sowie Beiträge für die Kfz Ver­sicherung. Zudem fordert der Staat jährliche Beiträge: die Kfz-Steuer. Die Kfz-Haft­pflicht­versicherung kann von der Einkommen­­steuer abgesetzt werden.

Mit Angaben zu Fahrzeugart, Antriebsart, Hub­raum und CO2-Wert können Sie im Kfz-Steuer-Rechner des Bundes­finanz­ministeriums ausrechnen, wie hoch Ihre Kfz-Steuer ausfällt.

In unserem Ratgeber erklären wir neben Sonder­regelungen, wie die Berücksichtigung in der Steuer­erklärung erfolgt.


Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklä­rung
Kfz-Haftpflichtversicherung

Gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung für alle Kfz, um Schäden Dritter abzudecken, die während des Betreibens des eigenen Fahrzeugs entstehen

Sonderausgaben

Aufwendungen zur privaten Lebensführung, die die persönliche Steuerlast mindern

Werbungskosten

Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhalt von Einnahmen. Mindern ebenfalls die individuelle Steuerlast


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Die Kfz-Steuer: Das neue System fördert Umwelt­ver­träg­lich­keit

Wenn ein Auto zugelassen wird, dann sind neben der Autoversicherung auch Kfz-Steuern zu zahlen. Bis zum Jahr 2009 waren allein Größe und Bauweise des Motors ausschlaggebend, um die Höhe der Kfz-Steuer zu berechnen. Mittlerweile wurde das System reformiert und die Umwelt­verträglichkeit der Fahrzeuge wird deutlich stärker berücksichtigt. Deshalb fließen nicht nur Antriebsart (Motorart: Otto, Diesel, Wankel) und Hubraum-Größe in die Berechnung der Kfz-Steuer ein, sondern auch der CO2-Ausstoß. Gerade der zweite Faktor hat bei Pkw, die nach 2012 erstmals zugelassen wurden, großen Einfluss auf die Höhe der Kfz-Steuer. Dies dient dem Ziel, die Neuzulassung umweltschonender Fahrzeuge mit geringer CO2-Emission zu fördern. Für ältere Wagen gibt es aber einen Bestandsschutz.

Die Steuer, die Sie auf Motorräder, Anhänger und Wohnmobile zahlen müssen, weist jeweils eine andere Bemessungsgrundlage auf. Bei Motorrädern entscheidet allein der Hubraum, für Anhänger und Wohnmobile gilt ein gewichtsbezogener Staffelsteuersatz. Dieser wird auf je angefangene 200 kg Gesamtmasse angewendet. Die Kfz-Steuer bezahlen Sie einmal im Jahr im Voraus. Sie wird zu dem Datum fällig, an dem das Auto auf Sie zugelassen wurde.

Die Zulassungsstellen verlangen eine Einzugsermächtigung, damit der Betrag jährlich von Ihrem Konto abgebucht wird. Eine halbjährliche Zahlung ist möglich, wenn die Kfz-Steuer mehr als 500 Euro beträgt. Eine halb- und vierteljährliche Zahlung ist möglich, wenn die Kfz-Steuer mehr als 1.000 Euro beträgt. Möchten Sie die Zahlungsweise ändern, muss dies beim zuständigen Hauptzollamt beantragt werden. Es wird ein Aufschlag von 3 Prozent bei halbjährlicher Zahlung und 6 Prozent bei vierteljährlicher Zahlung erhoben. Weitere Informationen finden Sie beim Zoll.


Wie berechnet sich die Kfz-Steuer eines Pkw?

Welche Kriterien für die Berechnung der Kfz-Steuer zugrunde gelegt werden, richtet sich nach dem Tag der Erstzulassung des Fahrzeugs:

  • Pkw mit Erstzulassung bis zum 30. Juni 2009
  • Pkw mit Erstzulassung ab 1. Juli 2009

Pkw mit Erst­zu­las­sung bis zum 30. Juni 2009

Folgende Faktoren werden für die Berechnung der Kfz-Steuer in diesem Fall herangezogen:

  • Antriebsart (Benziner/ Diesel/ Wankel-Antrieb)
  • Hubraum in Kubikzentimeter (cm³/ccm)
  • Emissionsschlüssel bzw. Emissionsklasse (Die Schlüsselnummer befindet sich bei Fahrzeugscheinen im Feld 1. In der Zulassungsbescheinigung Teil I steht sie im Feld 14.1. Relevant sind jeweils die letzten beiden Ziffern.

Für PKW mit Benzin (Ottomotor)- und Diesel-Motoren wird die Kfz-Steuer nach den verschiedenen Abgasnormen differenziert. Der jeweilige Steuersatz gilt pro angefangenen 100 Kubikzentimeter (cm³/ccm) Hubraum.

Schad­stoff­aus­stoß (Abgas­stufen)
Otto­motorDiesel­motor

Euro-3 und besser (Grenzwerte bis 2,5 t)

6,75 Euro

15,44 Euro

Euro-2

7,36 Euro

16,05 Euro

Euro-1

15,13 Euro

27,35 Euro

Euro-0 (ehemals ohne Ozonfahrverbot)

21,07 Euro

33,29 Euro

Euro-0 (übrige)

25,36 Euro

37,58 Euro

  • Quelle: www.zoll.de, Stand: 2019

Pkw mit Erst­zu­las­sung ab 01. Juli 2009

Die Besteuerung von Pkw, die ab dem 1. Juli 2009 erstmals zugelassen wurden, soll den Umweltschutz fördern und begünstigt daher Fahrzeuge mit geringen CO2-Emissionen. Der Jahresbetrag setzt sich daher aus zwei Teilen zusammen: einem Grundbetrag, der wie bisher an der Hubraum-Größe und der Bauart des Motors orientiert ist, sowie einem Emissionsbeitrag, der sich nach der Menge des ausgestoßenen CO2 pro Kilometer richtet.

Folgende Kriterien fließen in die Berechnung der Kfz-Steuer ein:

  • Grundbetrag: Antriebsart (Otto-, Diesel-, Wankel-Motor) und Hubraum (in Kubikzentimeter)
  • Emissionsbetrag: CO2-Wert (Zulassungsbescheinigung Teil 1: Feld V.7)
Antriebs­art
Grund­­be­trag je ange­fangene 100 ccmCO2-ab­hängiger Betrag je g / km

Ottomotor

2,00 Euro

2,00 Euro

Dieselmotor

9,50 Euro

2,00 Euro

  • Quelle: www.zoll.de, Stand: 2019

Je nach Datum der Erstzulassung unterscheidet sich der Sockelbetrag, bis zu dem der CO2-Ausstoß steuerfrei bleibt. Für Fahrzeuge, die seit 2012 zugelassen werden, wird dieser Wert stufenweise reduziert. Das bedeutet, dass der Emissionswert in Zukunft eine immer größere Rolle bei der Berechnung der Kfz-Steuer spielen wird.

Hinweis

Für Autos, die vom 5.11.08 bis 30.6.09 erstmals zugelassen wurden, findet die Günstigerprüfung statt. Es werden beide Steuersätze berechnet und gezahlt wird nur die günstigere.

Tipp

Wenn Sie ein neues Auto kaufen, achten Sie auf geringe CO2-Emissionswerte – Sie schonen die Umwelt und sparen bei der Kfz-Steuer.

Kfz-Steuer für Pkw mit Wankel-Motoren

Bei Autos mit einem Wankel-Motor (z.B. Mazda RX-8) wird die Kfz-Steuer jeweils nach angefangenen 200 kg zulässigem Gesamtgewicht berechnet.

Gesamt­­ge­wicht in Kilo­gramm
Steu­er­­satz je ange­­fan­gene 200 kg Gesamt­­ge­­wicht

bis zu 2.000 kg

11,25 Euro

über 2.000 bis zu 3.000 kg

12,02 Euro

über 3.000 bis zu 3.500 kg

12,78 Euro

  • Quelle: www.zoll.de, Stand: 2019

Kfz-Steuer für Elek­tro­fahr­zeuge

Elektrofahrzeuge werden bei der Kfz-Steuer bevorzugt behandelt. Damit sind solche Autos gemeint, die entweder mit Elektromotoren (Batterie, Schwungrad) oder mit emissionsfreien Energiewandlern (Brennstoffzellen) betrieben werden.

Die Steuerbefreiung von Elektrofahrzeugen beträgt 10 Jahre bei Erstzulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2020 (§ 3d Abs. 1 KraftStG). Erstzulassungen bis 17. Mai 2011 sind für 5 Jahre von der Steuer befreit, allerdings ausschließlich auf Elektro-Pkw beschränkt (§ 18 Abs. 4b KraftStG i.V.m. § 3d KraftStG in der Fassung vom 5. November 2008).

Die Steuerbefreiung beginnt mit der Erstzulassung des Fahrzeugs. Bei einem Halterwechsel innerhalb des steuerbefreiten Zeitraums wird dem neuen Fahrzeughalter die Steuerbefreiung für den noch verbleibenden Zeitraum gewährt.

Hinweis

Nach Ablauf der Steuerbefreiung ermäßigt sich die zu zahlende Kraftfahrzeugsteuer um 50 Prozent (§ 9 Abs. 2 KraftStG).


Die Reform der Kfz-Steuer 2017 / ​2018

Ende Januar 2017 ist bekannt geworden, dass die Bundesregierung eine Reform der Kfz-Steuer in Angriff genommen hatte. Ziel war es unter anderem, eine Richtlinie der Europäischen Union umzusetzen. Diese forderte, dass die Abgasmessung von Fahrzeugen realitätsnäher zu gestalten wäre. Nach der Zustimmung durch den Bundesrat trat am 6. Juni 2017 das „Sechste Gesetz zur Änderung des Kraftfahr­zeug­steuer­gesetzes“ in Kraft.

Im Kern sieht diese Neuregelung vor, dass ab dem 1. September 2017 schrittweise ein neues Messverfahren zur Ermittlung der CO2-Werte eingeführt wird. Bei allen Genehmigungsverfahren für neue Autotypen, z. B. bei einem Modellwechsel oder grundlegenden Technik­änderungen, ersetzt die WLTP-Norm („Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure“) das bislang gültige NEFZ-Verfahren („Neuer Europäischer Fahrzyklus“). Dieses stand seit seiner Einführung 1996 in der Kritik, weil es den Autoherstellern etliche Schlupflöcher bot – und die Gelegenheit, ihre Fahrzeuge auf das Prüfverfahren hin zu optimieren. Die per WLTP ermittelten Werte sind dagegen näher am tatsächlichen Verbrauch. Getestet wird nun bei höheren Geschwindigkeiten, längeren Fahrzeiten und mit kleineren Toleranzbereichen, zum Beispiel beim Reifenluftdruck.

WLTP-Zyklus und NEFZ im Vergleich:
Zyklus
WLTPNEFZ

Starttemperatur

kalt

kalt

Dauer

30 min.

20 min.

Länge

23,25 km

11 km

Mittlere Geschwindigkeit

46,6 km/h

34 km/h

Maximale Geschwindigkeit

131 km/h

120 km/h

Mittlere Leistung

7 kW/9,5 PS

4 kW/5,4 PS

Maximale Leistung

47 kW/64 PS

34 kW/46 PS

Standzeit

13 %

25 %

Umgebungstemperatur

23 °C beim Start

20 - 30 °C während des Tests

Sonderausstattung

Berücksichtigung Gewicht, Aerodynamik, Bordnetzbedarf
(Ruhestrom), Rollwiderstand, Klimaanlage.

Nur Räder und Reifen werden berücksichtigt.

Schaltpunkte

Je nach Fahrzeug (Automatik/manuelles Getriebe)

Bei manueller Schaltung fest definiert

  • Quelle: https://www.motor-talk.de/news/-fast-alles-zum-neuen-wltp-fahrzyklus-t6087992.html

Laut Autoexperten verändern sich durch das neue Testverfahren die gemessenen Emissionswerte. Bei großen und PS-starken Autos, zum Beispiel SUVs oder Oberklasselimousinen, könnten voraussichtlich die CO2-Werte sinken, weil diese die Belastung besser auf verschiedene Gänge und Schaltstufen verteilen können. Kleinere Autos, deren Baureihen auf einen sparsamen Verbrauch optimiert sind, fahren dagegen beim WLTP-Verfahren länger und unter höherer Belastung als bislang – und werden schneller beschleunigt. Die Folge: Ihr CO2-Ausstoß steigt um 10 bis 15 Prozent. Dennoch kommen natürlich kleine Autos im Vergleich zu hubraumstarken Fahrzeugen auch bei diesem Messverfahren weiterhin insgesamt sparsamer weg und sind dadurch günstiger im Unterhalt.

Durch die ungünstigeren Messwerte der strengeren Messung wird voraussichtlich die Kfz-Steuer steigen. Zwischen 2018 und 2022 soll dies insgesamt zu Mehreinnahmen für den Staat von rund 1,1 Milliarden Euro führen, kalkuliert das Bundesfinanzministerium. Allerdings werden nicht alle Autobesitzer stärker belastet. Die neue Regelung gilt nämlich nur für Fahrzeuge, die nach dem 1. September 2018 neu zugelassen werden. Für alle Autos mit Zulassung vor diesem Stichtag gilt der Bestandsschutz. Auch bei Gebrauchtwagenkäufen werden die bisherigen CO2-Werte nicht angetastet. Zudem hat das Bundesfinanzministerium angekündigt, in den ersten 12 Monaten Erfahrungen mit den Auswirkungen der Neuregelung sammeln und gründlich prüfen zu wollen. Die Ergebnisse sollen dann im Herbst 2019 dem Finanzausschuss des Deutschen Bundestags vorgelegt werden.

Bemes­sung der CO2-bezo­genen Kraft­fahr­zeug­steuer für Pkw mit Verbren­nungs­mo­toren

Hubraum und verkehrs­recht­li­cher CO2-Prüf­wert ermit­telt nach:

NEFZ
WLTP

Bei erstmaliger Zulassung vom 1.7.2009 bis 30.8.2018.

Bei erstmaliger Zulassung ab 1.9.2018.

Mit folgenden Ausnahmen:

Auch bei Erstzulassung vom 5.11.2008 bis 30.6.2009 zwecks Günstigerprüfung.

Weiterhin Werte nach NEFZ für auslaufende Serien und Lager­fahr­zeuge mit verkehrs­rechtlicher Aus­nahme­genehmigung.

  • Quelle: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Zoll/2017-05-10-zoll-kfz-steuer.html

Hinweis

Ab September 2019 ist das WLPT-Verfahren bei allen neu zugelassenen Autos innerhalb der gesamten EU vorgeschrieben.


Wie berechnet sich die Kfz-Steuer eines Motor­rades?

Der Steuersatz für Motorräder beträgt zur Zeit 1,84 Euro pro Jahr und je angefangene 25 Kubikzentimeter (ccm) Hubraum.
Leichtkrafträder, die nicht mehr als 11 kW und 125 ccm Hubraum besitzen, sind von der Kfz-Steuer befreit.

Aus der nachfolgenden Tabelle lässt sich die Höhe der Steuern für die gängigsten Hubraumgrößen ablesen:

Hubraum in ccm
Jährliche Steuer in Euro

250

18 Euro

500

36 Euro

750

55 Euro

1.000

73 Euro

  • Quelle: www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Service/Apps_Rechner/KfzRechner/KfzRechner.html, Stand: 2019


Wie berechnet sich die Kfz-Steuer für Leicht­fahr­zeuge wie Trikes, Quads und Buggys?

Die sogenannten Leichtfahrzeuge gelten, trotz Ähnlichkeiten in der Bauweise, nicht als Motorräder.

Die Höhe der Steuer variiert je nach Schadstoffausstoß und ist zusätzlich abhängig vom Hubraum und der Antriebsart (Otto- oder Dieselmotor).

Die Einzelheiten können der nachstehenden Übersicht entnommen werden:

Voraus­set­zung
Otto­­motorDiesel­­motor

Einhalten der für solche Fahrzeuge verbindlichen Grenzwerte der Richtlinie 97/24/EG

21,07 Euro

33,29 Euro

Nichterfüllen der Grenzwerte der oben angeführten Richtlinie

25,36 Euro

37,58 Euro

  • Quelle: www.zoll.de, Stand: 2019


Wie berechnet sich die Kfz-Steuer eines Anhän­gers?

Kfz-Anhänger werden nach dem Gewicht besteuert. Pro angefangene 200 kg Gesamtgewicht werden 7,46 Euro fällig. Der Maximalbeitrag, auf den sich die Kfz-Steuer belaufen kann, beträgt 373,24 Euro.

Achtung: Die meisten Pkw-Anhänger sind Starrdeichsel-Anhänger. Als Bemessungsgrundlage gilt in diesen Fällen nicht das tatsächliche Gesamtgewicht, sondern ein um die Stützlast reduzierter Wert.


Wie berechnet sich die Kfz-Steuer eines Wohn­mo­bils?

Die Höhe der Kfz-Steuer orientiert sich bei Wohnmobilen vornehmlich nach dem Gewicht. Daneben ist die Höhe der Steuer von der Schadstoffklasse abhängig. Die Steuersätze sind breit gefächert und erstrecken sich in Abhängigkeit der Schadstoffklasse von 10 Euro bis 40 Euro je angefangene 200 Kilogramm Gesamtgewicht. Im Einzelnen gelten die nachfolgenden Steuersätze:

Gesamt­ge­wicht in Kilo­­gramm
Steu­er­satz je ange­fan­gene 200 kg Gesamt­­ge­wicht

Schadstoffklasse S4 und besser:

bis zu 2.000

16 Euro

über 2.000

10 Euro

Maximale Kfz-Steuer

800 Euro

Schadstoffklassen S3 und S2:

bis zu 2.000

24 Euro

über 2.000

10 Euro

Maximale Kfz-Steuer

1.000 Euro

Schadstoffklasse 1 und schlechter:

bis zu 2.000

40 Euro

über 2.000 bis zu 5.000

10 Euro

über 5.000 bis zu 12.000

15 Euro

über 12.000

25 Euro

  • Quelle: www.zoll.de, Stand: 2019

Bei der Berechnung gilt zunächst immer der Sockelbetrag bis 2.000 kg. Nur für das Restgewicht gilt der ermäßigte Steuersatz. Die Höhe der Kfz-Steuer ergibt sich aus der Summe von Sockel- und Restbetrag.

Hinweis

Was ein Wohnmobil genau ist, wurde gesetzlich festgelegt:

  • Es dient offensichtlich zu Wohnzwecken und
  • besitzt einen Tisch, Küche, Schlafplätze und Stauraum.

Diese Festlegung gilt für serienmäßig gebaute Wohnmobile genauso wie für Umbauten. Damit der besondere Kfz-Steuertarif gewährt werden kann, muss ein Umbau von einem anerkannten Sachverständigen begutachtet werden. Zudem muss das Straßenverkehrsamt den Fahrzeugschein angepasst haben.


Die steu­er­liche Behand­lung einer Kfz Versi­che­rung

Neben den steuerlichen Pflicht-Zahlungen gewährt der Staat auch Vergünstigungen für Kfz-Halter. Welche Kfz Versicherung in der Steuererklärung berücksichtigt werden kann und welche Sonderregelungen für Zweitwagen, Firmenautos und Oldtimer bestehen, erklärt CosmosDirekt hier im zweiten Teil des Artikels .

Kann ich die Kfz Versi­che­rung von der Steuer absetzen?

Ja. Aber für Arbeitnehmer gilt: Nur die Beiträge zur gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung können in der Steuerklärung geltend gemacht werden. Bei Kaskoversicherungen (Teil- und Vollkasko) handelt es sich um freiwillige Versicherungen. Diese Beiträge sind für die Einkommenssteuererklärung nicht relevant. Daher benötigen Sie beim Erstellen der Steuererklärung nur die Haftpflicht-Beiträge. Selbstständige können hingegen die Beiträge der gesamten Kfz Versicherung als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Es gibt für Arbeitnehmer zwei Methoden, die Beiträge der Kfz-Haftpflichtversicherung steuerlich geltend zu machen: als Werbungskosten oder als Sonderausgaben. Zu beachten ist, dass Sie sich für eine Methode entscheiden müssen. Beide zugleich anzuwenden ist nicht möglich. Auch eine anteilsmäßige Verteilung der Beiträge auf beide Möglichkeiten ist nicht erlaubt. Welche Möglichkeit für Sie günstiger ist, kann Ihnen ein Steuerberater ermitteln.

Bereits 2017 ist das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens in Kraft getreten, das unter anderem die Fristen für die Abgabe der Steuererklärung neu regelt. Ab diesem Jahr – also erstmals für die Einkommensteuererklärung 2018 – wird die Frist zur Abgabe der Steuererklärung um zwei Monate verlängert. Wer die Formulare selbst ausfüllt, muss sie künftig erst Ende Juli einreichen. Bisher musste die Steuererklärung bis Ende Mai fertig sein. Der letztmögliche Abgabetermin für die diesjährige Steuererklärung (für das Steuerjahr 2018) ist daher der 31.07.2019.

Nehmen Sie die Dienste eines Steuerberaters oder Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch, verlängert sich die Frist bis Ende Februar 2020. Weil der letzte Februartag ein Samstag ist, tritt die Ausnahmeregelung in Kraft: Letztmöglicher Abgabetermin ist dann Montag, 02. März 2020.

Achtung: Wer den Abgabetermin nicht einhält, kommt um einen Versäumniszuschlag nicht herum. Für jeden Monat, den die Steuererklärung zu spät eingereicht wurde, sind mindestens 25 Euro zu zahlen. Der Zuschlag wird zur Steuerschuld addiert oder von der Rückerstattung abgezogen. Liegt die Nachzahlung über mindestens 10.000 Euro, wird ein höherer Versäumniszuschlag zugrunde gelegt. Für eine Fristverlängerung sprechen Sie mit Ihrem Finanzamt.

Wie kann ich meine Kfz Versi­che­rung in der Steu­er­er­klä­rung angeben?

Bei der Einkommensteuererklärung werden Sonderausgaben, die der privaten Vorsorge zuzurechnen sind, in der Anlage Vorsorgeaufwendungengeltend gemacht. Tragen Sie in der Anlage den Betrag für Ihre Kfz-Haftpflicht in Zeile 51 ein. Für Werbungskosten nutzen Sie die Anlage N. Um die dienstliche Nutzung zu belegen, fügen Sie der Steuererklärung eine Kopie des ordnungsgemäßen Fahrtenbuchs bei.

Sonder­fall Zweit­wagen

Die Kfz-Haftpflicht des Zweitwagens (und der übrigen Mehrwagen) kann in der Steuererklärung ebenfalls als Sonderausgabe beziehungsweise Werbungskosten geltend gemacht werden. Die Angabe lohnt aber nur, solange zusammen mit der Haftpflichtversicherung des Erstwagens die Obergrenze des Freibetrags nicht überschritten wird (Sonderausgaben) oder Sie alle Ausgaben einzeln nachweisen können (Werbungskosten).

Sonder­fall Oldtimer

In der Steuererklärung werden Oldtimer grundsätzlich wie alle übrigen Pkw behandelt. Für historische Fahrzeuge bestehen aber bereits steuerliche und weitere Vergünstigungen, da der Gesetzgeber sie als erhaltenswertes Kulturgut einschätzt. Nach vorheriger, eingehender Prüfung dürfen diese Autos ein H-Kennzeichen führen. Neben Baujahr und Laufleistung wird dafür auch der Pflege- und Erhaltungszustand berücksichtigt. Historische Fahrzeuge profitieren von diesen Vorteilen:


Fazit

Schon vor dem Kauf eines neuen Fahrzeugs können Sie überprüfen, wie hoch die Kfz-Steuer ausfallen wird. Für Pkw, Elektroautos, Wohnmobile, Anhänger, Motorräder und Oldtimer nutzen Sie dafür am besten den Kfz-Steuer-Rechner, den das Bundesfinanzministerium online gestellt hat. Für Pkw mit Erstzulassung bis zum 30.06.2009 benötigen Sie nur die Angaben zu Hubraum, Motorrad und Schadstoffnorm. Für alle Pkw mit späterer Erstzulassung müssen Sie außerdem den CO2-Emissionswert kennen.

Tipp

Sie wollten schon immer mal wissen, was Ihr Auto monatlich kostet? Der smarte Autokostenrechner zeigt Ihnen die Sprit- und Wartungskosten sowie die Kfz-Steuer auf einen Blick.



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