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Auto abmelden

Vorschriftsmäßig und bequem das Auto abmelden

Die Abmeldung eines Wagens steht immer dann an, wenn dieser ausgedient hat und durch etwas Neueres ersetzt werden soll. Die Halter veranlassen dann häufig vor dem Verkauf des Autos die zwischenzeitliche Stilllegung. Wie bei der Zulassung oder der Ummeldung eines Autos ist dafür die Zulassungsbehörde zuständig.

Anders als bei der Zulassung können Sie Ihr Auto überall abmelden – unabhängig davon, bei welcher Behörde der Wagen zugelassen wurde. Welche Dokumente für die Abmeldung notwendig sind und wie die Online-Abmeldung funktioniert, erklären wir im Folgenden.

Diese Versicherungsbegriffe spielen im Artikel eine Rolle
Begriff
Erklärung
ZulassungsbehördeJedes Auto, das am Straßenverkehr teilnimmt, muss eine Zulassung haben. Dafür müssen unter anderem die technische Tauglichkeit (Hauptuntersuchung) und eine Kfz-Haftpflichtversicherung bei der Zulassungsbehörde nachgewiesen werden.
Kfz KennzeichenDiese werden von den Zulassungsbehörden vergeben und verwaltet. Sie bestehen aus 2 Teilen. Einem Unterscheidungszeichen für den Landkreis und einer Erkennungsnummer, die aus einem oder 2 Buchstaben und bis zu 4 Ziffern besteht.
ZulassungsbescheinigungDiese besteht seit einer EU-weiten Regelung aus einem Teil I und einem Teil II. Vor der Gesetzesänderung im Jahr 2005 war von einem Fahrzeugschein und einem Fahrzeugbrief die Rede. Diese Begriffe werden bisweilen auch heute noch verwendet.

Wie die Abmeldung funktioniert

Wer Halter eines Fahrzeugs ist, trägt Verantwortung für die Nutzung des Wagens und zahlt Prämien für die Kfz Versicherung und Kfz Steuern. Daher ist es wichtig, dass der Halter ein Auto abmeldet, wenn er dieses nicht mehr nutzt – sei es, weil er das Auto verkauft oder weil es endgültig außer Betrieb genommen werden soll. Dieser Vorgang findet in Deutschland immerhin rund 9 Millionen Mal pro Jahr statt. Der Ablauf der Abmeldung bleibt bis auf wenige Aspekte vom späteren Verbleib des Wagens unberührt. Die Abmeldung kann bei jeder Zulassungsbehörde durchgeführt werden.

Mit diesen Dokumenten können Sie Ihr auto abmelden

  1. Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II
    In der Zulassungsbescheinigung Teil I wird vermerkt, dass der Wagen stillgelegt ist.
  2. Kfz Kennzeichen
    Diese müssen für die Entwertung zur Zulassungsstelle gebracht werden.
  3. Verwertungsnachweis bei endgültiger Abmeldung
    Wenn ein Wagen endgültig abgemeldet werden soll, muss der Halter nachweisen, dass er den Wagen zu einer anerkannten Altwagen­verwertungs­stelle gebracht hat. Diese stellt den Nachweis mit Angaben zum Halter, dem Fahrzeug und der Annahmestelle aus.

Muss die Kfz-Abmeldung persönlich erfolgen?

Wer sein Auto abmelden möchte, aber keine Zeit hat zur Zulassungsstelle zu gehen, kann die Fahrzeugabmeldung einem Vertreter übertragen. Jede Person, die die notwendigen Kfz-Unterlagen einer Zulassungsbehörde vorlegt, kann Ihr Fahrzeug abmelden.

Tipp

Wer einen Wagen stilllegt und weder verkauft noch verschrotten lässt, sollte in jedem Fall die Zulassungsbescheinigung Teil I und II gut aufbewahren. Diese ermöglichen es, den Wagen gegebenenfalls ohne größeren Aufwand wieder zuzulassen.


Fahren nach der Abmeldung – darf man das?

Nach einer Abmeldung oder Außerbetriebsetzung kann das Kraftfahrzeug an diesem Tag noch gefahren werden. Die entstempelten Kfz-Kennzeichen müssen hierfür aber noch am Fahrzeug montiert sein. Dann kann man ohne Risiko bis nach Hause oder zum Autohaus fahren und hat trotzdem den vollen Versicherungsschutz. Die Kfz Versicherung läuft am Tage der Abmeldung bis um 23.59 Uhr.


Beim privaten Verkauf des Autos richtig vorgehen

Wer sein Auto verkaufen will, muss es nicht zwangsläufig abmelden. Alternativ können Käufer und Verkäufer auch vereinbaren, dass der Käufer den Wagen ummeldet, sobald die Überführung abgeschlossen ist. Melden Sie den Verkauf umgehend der Zulassungsstelle – per Brief, mit Kopie des Kaufvertrags, und informieren Sie schnellstmöglich Ihre Versicherung über den Eigentümerwechsel. Zudem sollten Sie unbedingt einen Kaufvertrag abschließen und die Adressdaten mit dem Personalausweis abgleichen.

Andernfalls eröffnen sich Möglichkeiten für Betrug. Beim Verkauf eines Wagens geht zwar auch die Versicherungspolice auf den neuen Fahrzeugbesitzer über. Sollte dieser aber nicht auffindbar sein, kann der Verkäufer auf den Kosten der Versicherungsprämie sitzen bleiben.

Tipp

Wenn Sie das Auto abmelden, das bisherige Kennzeichen aber behalten möchten, können Sie sich dieses gegen eine geringe Gebühr reservieren lassen. Ansonsten könnte das Kennzeichen für ein anderes Fahrzeug vergeben werden.

Grundsätzlich ist ein Fahrzeughalter beim Verkauf auf der sicheren Seite, wenn er das Auto selbst abmeldet. Wer sein Auto zu früh abmeldet, beraubt sich beim Verkauf allerdings der Möglichkeit, Probefahrten anzubieten. Wenn sich die Gelegenheit bietet, ist es daher besser, die Abmeldung vorzunehmen, sobald der Verkauf vereinbart ist. Der Käufer kann in dem Fall den Wagen mit einem Kurzzeitkennzeichen an den neuen Standort überführen und bei der zuständigen Behörde regulär zulassen.

Hinweis

Das Kurzzeitkennzeichen kann nur dann ausgestellt werden, wenn der Wagen eine gültige Hauptuntersuchung hat. Zudem kann das Kurzzeitkennzeichen sowohl am Wohnort des Käufers als auch am Wohnort des Verkäufers ausgegeben werden.


Die Wiederzulassung eines abgemeldeten Fahrzeugs

Bei der Wiederzulassung eines Autos ist es wichtig, dass die Abmeldung nicht länger als 7 Jahre zurückliegt. Innerhalb der Frist von 7 Jahren müssen bei der Anmeldung die üblichen Dokumente wie der Bericht der Hauptuntersuchung, die Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) sowie die Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II (Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein) vorgelegt werden. Befindet sich ein Auto hingegen länger als 7 Jahre außer Betrieb, erlischt die Betriebserlaubnis. Dann ist eine Vollabnahme bei einer amtlich zugelassenen Prüfungsstelle erforderlich.


Endgültig ein Auto abmelden

Wenn das Auto sein Soll erfüllt hat und sich auch ein Verkauf nicht mehr lohnt, ist die endgültige Stilllegung des Wagens in der Regel die richtige Lösung. Seit dem 1. März 2007 unterscheiden die Zulassungsstellen nicht mehr zwischen einer vorläufigen und einer endgültigen Abmeldung – es gibt nur noch einen Status. Wenn aber klar ist, dass ein Wagen keine Zulassung mehr erhalten wird, können Sie eine endgültige Stilllegung veranlassen.


Was bei einem Diebstahl zu tun ist

Auch ein gestohlener Wagen ist bei einer Zulassungsbehörde abzumelden. Das sollte möglichst schnell passieren. Für die Abmeldung bei einem Diebstahl erhalten Fahrzeughalter eine polizeiliche Bestätigung. Diese Bescheinigung wird auch benötigt, wenn der Diebstahl im Ausland begangen wurde.

Die Abmeldebescheinigung ist im Übrigen bei der Schadenregulierung dem Versicherer vorzulegen. Wer die Abmeldung nicht so schnell wie möglich vornimmt, gilt weiterhin als Fahrzeughalter und bekommt es unter Umständen mit Unannehmlichkeiten zu tun - wenn beispielsweise nach dem Diebstahl Bußgelder ausgesprochen werden.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Ratgeber.

Hinweis

Die Kosten für die Abmeldung unterscheiden sich je nach Zulassungsstelle. Wenn Ab- und Anmeldung bei derselben Zulassungsstelle erfolgen, liegen die Kosten bei etwa 6 Euro. Erfolgt die Abmeldung bei einer Behörde außerhalb des Zulassungskreises, betragen die Kosten etwa 10 Euro.


Bei Verlust der Zulassungsbescheinigung

Bei Verlust der Zulassungsbescheinigung – unabhängig davon, ob Teil I oder Teil II – ist dies der kennzeichenführenden Zulassungsstelle so schnell wie möglich zu melden. Sollte die Zulassungsbescheinigung gestohlen worden sein, sind Sie verpflichtet, Anzeige zu erstatten.

Bei Verlust der Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) wird eine Versicherung an Eides statt notwendig sowie ein Aufbietungsverfahren. Bei diesem Verfahren erklärt das Kraftfahrt Bundesamt die Zulassungsbescheinigung II für ungültig. Die Ausstellung neuer Fahrzeugpapiere ist erst nach Beendigung des Aufbietungsverfahrens (ca. 3 Wochen nach Einleitung des Verfahrens) möglich.

Die Ausstellung einer neuen Zulassungsbestätigung Teil I (Fahrzeugschein) verläuft dagegen weitaus unkomplizierter.


Das Auto online abmelden

Seit 2015 bietet das Kraftfahrt-Bundesamt auch ein Verfahren an, um sich den Gang zur Zulassungsstelle zu sparen. Das Verfahren ist allerdings nur eingeschränkt möglich, denn es können nur Autos online abgemeldet werden, die ab dem Jahr 2015 zugelassen worden sind.

So funktioniert die Online-Abmeldung

Ab 2015 zugelassene Fahrzeuge sind mit der neuen Stempelplakette auf dem Nummernschild und der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) ausgestattet, die für das Online-Verfahren benötigt werden. Für dieses hat das Kraftfahrt-Bundesamt ein Internet-Portal eingerichtet. Hier bestätigen Sie mit einem neuen Personalausweis und einem Lesegerät Ihre Identität. Dafür muss bei der Ausstellung des neuen Personalausweises die digitale Ausweisfunktion aktiviert worden sein.

Sowohl die Zulassungsbescheinigung Teil I als auch die Plaketten sind bei Fahrzeugen, die ab 2015 zugelassen wurden, mit Sicherheitscodes versehen. Diese dienen der Identifizierung von Auto und Halter. Der Abmelde-Code auf der Zulassungsbescheinigung wird freigerubbelt. Die Siegel-Plakette auf dem Nummernschild wird wie bisher zerkratzt. Darunter erscheint ein Code. Alternativ kann dieser als QR-Code mit dem Smartphone eingescannt werden. Beide Codes werden auf der Internetseite eingegeben, um das Kfz-Kennzeichen zu entwerten. Nachdem die Daten an die Behörde übermittelt wurden, verschickt diese entweder per Post oder per E-Mail (De-Mail) eine Bestätigung.

Die Kosten für die Verwaltungsgebühren können Sie per Kreditkarte oder Giropay bezahlen. Mit dem Online-Verfahren hat das Kraftfahrtbundesamt den Aufbau einer Online-Zulassungsbehörde eingeleitet. Die Voraussetzungen für die Online-Abmeldung im Überblick:

  • Nur für ab 2015 zugelassene Fahrzeuge
  • Sicherheitscodes auf der Stempel-Plakette und der Zulassungsbescheinigung Teil I
  • Neuer Personalausweis mit digitaler Ausweisfunktion, ein Ausweislesegerät und die Ausweis-App

Unser Ratgeber zur Kfz-Zulassung verrät Ihnen, was es bei den jeweiligen Zulassungsvorgängen in der Behörde zu beachten gilt.


Fazit: Auch die Abmeldung will überlegt sein

Die Abmeldung bedarf keines großen bürokratischen oder zeitlichen Aufwands. Um ein Auto abzumelden, benötigen Sie an Unterlagen nur beide Teile der Zulassungsbescheinigung und bei endgültiger Stilllegung einen Verwertungsnachweis.

Wenn ein Fahrzeughalter ein Auto abmelden will, sollte er bei einem privaten Verkauf den Zeitpunkt überlegt wählen. Wird das Auto abgemeldet, bevor ein Käufer gefunden ist, können Interessenten den Wagen nicht Probefahren. Die sicherste Lösung ist es daher, den Wagen erst dann abzumelden, wenn der Kauf beschlossen ist, oder aber eine Ummeldung durch den Käufer zu vereinbaren.

Seit 2015 bietet das Kraftfahrt-Bundesamt die Abmeldung auch online an. Die digitale Abmeldung ist nur für diejenigen möglich, die ihr Auto ab dem 1. Januar 2015 zugelassen haben. Damit ist der erste Schritt getan, um Fahrzeughaltern den Gang zur Behörde auch bei Zulassungsvorgängen zu ersparen.



Die Autoversicherung bei der Nummer 1#*#!

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