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Sichere Bezah­lung beim Auto­kauf

Sichere Bezahlung beim Autokauf: Wie geht das?

Die Suche nach einem passenden Gebrauchtwagen hat lange gedauert, doch schließlich haben Sie bei einem privaten Anbieter Ihr Traumauto gefunden. Nun stellt sich die Frage: Wie bezahle ich am besten und sichersten den Autokauf?

Im folgenden Ratgeber stellen wir die verschiedenen Zahlweisen vor, zeigen die Tricks der Betrüger und stellen ein Smartphone-basiertes Modell für die Bezahlung vor, das den Autokauf bzw. Autoverkauf für beide Seiten sicher macht.

Diese Begriffe sollten Sie kennen
Begriff
Erklärung
Fahrzeugbrief / Zulassungs­bescheinigung Teil IISeit dem 1. Oktober 2005 ersetzt die Zulassungsbescheinigung Teil II den Fahrzeugbrief. Die Zulassungsbescheinigung gibt den Halter eines Fahrzeugs an. Das ist die Person, die über das Fahrzeug verfügen darf. In Deutschland muss der Halter nicht identisch mit dem Eigentümer des Fahrzeugs sein.
FinTechZusammengesetzt aus den Begriffen Finanzdienstleistungen (financial services) und Technologie (technology). Bezeichnet neue Anwendungen im Finanzbereich, die bestehende Angebote von Banken ergänzen oder überflüssig machen. FinTechs bieten ihre Dienstleistungen meist über das Internet an und setzen auf das Smartphone.

Gebrauchtwagen bar bezahlen gilt als sicher – ist aber nicht frei von Risiken

Mit Bargeld zu zahlen ist die übliche Form, das gebrauchte Traumauto zu erwerben. Sie ist auch die einfachste, denn sie folgt dem Prinzip „Geld gegen Auto“. Dabei ist die Bezahlung Teil des sogenannten Zug-um-Zug-Verfahrens. Erst wird der Kaufvertrag unterschrieben, dann erfolgt die Zahlung. Die vollständige Summe gibt es nur im Austausch gegen Fahrzeug, Schlüssel und sämtliche Fahrzeugpapiere, insbesondere Fahrzeugbrief / Zulassungs­be­scheinigung Teil II. Gewerbliche Händler gewähren meist einen Rabatt, wenn Sie das Auto bar bezahlen, weil weniger Bearbeitungs­aufwand entsteht. Auch private Verkäufer lassen sich angesichts der Geldbündel oft davon überzeugen, mit dem Preis etwas herunterzugehen.

Der Haken an der Sache: Mit einer größeren Summe Bargeld ist niemand gern allein unterwegs. Deshalb nehmen viele Gebrauchtwagenkäufer eine zweite Person zur Geldübergabe mit – schließlich sehen vier Augen auch bei der Kontrolle des Fahrzeugs mehr als zwei. Unbedingt vermeiden sollte man, einen einsamen Ort zu wählen. Als Alternative wird häufig empfohlen, sich auf dem Parkplatz vor der Hausbank des Käufers zu treffen. Sind Käufer und Verkäufer handelseinig geworden, begleitet der bisherige den neuen Autobesitzer beim Geldabheben. Die Vorteile: Dem Käufer kann das Geld nicht gestohlen werden, der Verkäufer bekommt kein Falschgeld untergeschoben.

Tipp

Denken Sie daran, dass Ihre EC-Karte einen Verfügungsrahmen hat. Das bedeutet, dass Sie nur eine bestimmte Summe pro Tag und pro Woche am Geldautomaten abheben können. Bei allen Banken müssen Sie höhere Abhebungsbeträge vorher freischalten lassen. Wahlweise können Sie auch die benötigte Summe vorbestellen und ein paar Tage später am Schalter abholen.


Auto bezahlen ohne Bargeld: Alternative Zahlungsarten eignen sich kaum

Auch wenn Bargeld das gebräuchlichste Zahlungsmittel ist – es ist nicht das einzige, wenn man einen Gebrauchtwagen kaufen will. Es gibt eine Reihe von Alternativen. Bargeldloses Zahlen verspricht zunächst einmal mehr Komfort. An und für sich ist das nichts Schlechtes. Problematisch ist bei den folgenden Zahlungsarten aber, dass sie anfällig für Betrügereien sind. Sowohl beim Autokauf wie beim Autoverkauf heißt es also: Augen auf. Und besonders vorsichtig und skeptisch sein, wenn der potenzielle Verkäufer oder Käufer eine ungewöhnliche Zahlungsart vorschlägt.

Bezahlung per Überweisung

Weil beim Autokauf die Bezahlung mit Bargeld nicht risikofrei ist, bieten manche Verkäufer an, dass man bei ihnen den Gebrauchtwagen per Überweisung bezahlen kann. Auch Anzahlungen können vorab schon bargeldlos getätigt werden. Doch was sich auf den ersten Blick als relativ bequem und einfach erweist, stellt sich häufig als Betrugsmasche heraus. Die Gefahr: Der Käufer überweist den Betrag, doch bei der vereinbarten Übergabe taucht niemand auf. Das Geld ist weg – und das Auto ebenfalls. Oder der Verkäufer präsentiert ein Auto, das nicht dem versprochenen Zustand entspricht, möglicherweise in der Zwischenzeit beschädigt wurde. Ist die Summe erst einmal dem anderen Konto gutgeschrieben, wird es schwer, den überwiesenen Betrag wieder zu bekommen.

Tipp

Wenn Sie ein gebrauchtes Auto verkaufen und die Möglichkeit zur Überweisung einräumen, sollten Sie die Fahrzeugpapiere erst bei vollständiger Bezahlung übergeben. Ansonsten kann es passieren, dass Sie das Fahrzeug übergeben, aber nie Ihr Geld erhalten.

Bargeldtransfers

Eine Anzahlung auf den Autokauf per Bargeldtransfer, den Fahrzeugschein bekommt man per E-Mail als Nachweis. Bei Gebrauchtwagen, die nicht in der unmittelbaren Nähe gekauft werden, klingt das nach einem vielversprechenden Angebot. Aber in solchen Fällen sollte man skeptisch werden, vor allem, wenn der Preis weit unterhalb des Marktpreises liegt. Wie WesternUnion oder MoneyGram immer wieder betonen, sind Bargeldtransfers über ihre Netzwerke nur dazu gedacht, an Bekannte und Familienangehörige zu erfolgen, nicht jedoch an fremde Personen. Daher sollte man die Finger von dieser Zahlungsmethode lassen. Denn ob der Gebrauchtwagen wirklich existiert, kann man nicht überprüfen. E-Mail-Anhänge können manipuliert sein und eingescannte Dokumente lassen sich leicht fälschen.

Spedition, Reederei und Treuhandzahlung

Steht der heiß begehrte Oldtimer irgendwo auf einem anderen Kontinent, scheint das Angebot des Verkäufers verführerisch simpel: Er beauftragt eine Spedition oder eine Reederei mit der Lieferung, die auch die Bezahlung des Autokaufs abwickelt. Diese will das Geld aber nicht erst bei Besichtigung des Autos, sondern schon vorher. Oder es soll auf ein fragwürdiges Treuhandkonto überwiesen werden, von wo es erst dann an den Verkäufer weitergeleitet wird, nachdem das Fahrzeug überführt worden ist. Doch Vorsicht: Solche Konditionen haben sich in der Vergangenheit häufig als Betrugsversuche herausgestellt. Die vorgeschlagenen Speditionen und Reedereien gab es gar nicht – trotz eines seriös wirkenden Internet-Auftritts.

PayPal

Während PayPal beim Verkauf von Artikeln in der Regel problemlos funktioniert, eignet sich der Dienst nicht für den Autokauf. Zum Thema Bezahlen sollte man wissen: PayPal schließt explizit Fahrzeuge mit Motor vom Verkäufer- und Käuferschutz aus. Dennoch probieren Betrüger immer wieder die PayPal-Masche: Nach der Übergabe des Gebrauchtwagens behaupten sie, das Fahrzeug nie erhalten zu haben und ziehen die Bezahlung zurück.

Tipp

Wie feilscht man am besten um den Preis eines Gebrauchtwagens? Wir erklären, worauf man beim Gespräch mit dem Verkäufer achten sollte und welche Tipps helfen, um einen ordentlichen Rabatt auszuhandeln. Mehr dazu im Ratgeber Wie Sie beim Autokauf verhandeln.


Gebrauchtwagen per Smartphone kaufen – funktioniert das?

Wenn sich nun bestimmte Zahlungsformen wie PayPal oder eine Überweisung nicht eignen, um einen Gebrauchtwagen zu kaufen, und wenn man auch keine größeren Bargeldbeträge mitnehmen will – was dann? Eine andere, weitaus sicherere Möglichkeit, den Traumwagen zu bezahlen, stellen App-basierte Zahlungsdienstleister wie Easy Car Pay dar. Dabei kommt ebenfalls das bewährte Zug-um-Zug-Verfahren zum Tragen, allerdings wird das Geld nicht auf ein fragwürdiges Treuhänderkonto überwiesen, sondern bei einer offiziellen Bank „geparkt“. Alles, was Käufer und Verkäufer brauchen, sind ein Smartphone und ein Internetzugang vor Ort. Die Summe lässt sich leicht anpassen, mit einem Tippen wird diese freigegeben.

Easy Car Pay ist ein Payment-Dienstleister nur für den Gebrauchtwagenkauf

Mitte 2015 wurde Easy Car Pay gegründet. Ziel war es, ein sicheres Bezahlsystem für den Kauf und Verkauf gebrauchter Autos zu entwickeln. Schließlich werden bereits 3 von 4 Gebrauchtwagen über das Internet angeboten und verkauft. Das Prinzip von Easy Car Pay setzt auf bargeldloses Bezahlen und wurde zusammen mit Autohändlern, Kunden und den Automobilclubs getestet. Einen Gebrauchtwagen zu kaufen oder ein Auto zu verkaufen ist nun ganz simpel: Statt Geld zu überweisen, werden Transaktionen zwischen 1.000 und 200.000 Euro einfach per Smartphone abgewickelt.

Wie funktioniert Easy Car Pay genau?

Der Kernprozess besteht aus wenigen Schritten, die von beiden Seiten leicht nachvollzogen werden können: Zunächst versenden Käufer oder Verkäufer ein Angebot, dann hinterlegt der Käufer die Kaufsumme bei der Partnerbank. Erst vor Ort gibt er endgültig die Zahlung frei, woraufhin er das Auto mitnehmen kann. Auch derjenige, der sein Auto verkauft, profitiert von der vereinfachten Geldübergabe: Er erhält sofort sein Geld. Und dank der bargeldlosen Zahlung muss er weder überprüfen, ob es sich bei den Banknoten um Fälschungen handelt, noch muss er größere Summen zu Hause lagern.

EasyCarPay - So geht es
  1. Verkäufer und Käufer müssen sich zunächst bei der App registrieren. Die Identität wird einfach und bequem über ein Videoident-Verfahren auf dem Smartphone oder am Computer festgestellt. Der Besuch einer Postfiliale, wie beim Postident-Verfahren, ist damit nicht mehr notwendig.
  2. Falls der Gebrauchtwagen auf einer der großen Plattformen – AutoScout24.de, Mobile.de oder Classic-Trader.com – angeboten wird, können die Daten in den Bezahlprozess importiert werden. Dafür reicht die Angabe der Inserats-ID oder der entsprechenden Internet-Adresse. Ansonsten kann man das Fahrzeug auch im Detail beschreiben. So ist sichergestellt, dass Irrtümer bei der Fahrzeugübergabe vermieden werden.
  3. Verkäufer oder Käufer schicken der jeweils anderen Partei ein Zahlungsangebot zum entsprechenden Gebrauchtwagen zu.
  4. Sind sich beide Parteien einig, überweist der Käufer die vereinbarte Summe auf ein Referenzkonto der Partnerbank von Easy Car Pay. Dies geschieht per Online-Überweisung, Giropay oder SEPA-Sofortüberweisung. Der Verkäufer wird per SMS darüber informiert, dass das Geld nun „geparkt“ ist.
  5. Der Käufer überprüft vor Ort das Fahrzeug und macht eine Probefahrt. Entschließt er sich endgültig zum Kauf, fordert er via Smartphone (oder PC) eine mTAN an, um den Gebrauchtwagen zu bezahlen.
  6. Solange der Käufer die mTAN nicht eingegeben hat, kann der Verkäufer den Preis noch senken, zum Beispiel während einer Preisverhandlung bei der Übergabe.
  7. Die Eingabe der mTAN löst unmittelbar und unwiderruflich die Auszahlung der festgelegten Kaufsumme aus. Beide Parteien erhalten eine SMS und eine E-Mail mit der Zahlungsbestätigung, worauf die Übergabe von Fahrzeug und Papieren erfolgt.

Gebühren für die Bezahlung werden nur fällig, wenn der Autokauf zustande kommt

Hat der Verkäufer den Kaufpreis während der Fahrzeugübergabe gesenkt, zum Beispiel nach der Probefahrt, wird die Differenz zur hinterlegten Kaufsumme sofort an den Käufer zurücküberwiesen. Dafür entstehen keine Zusatzkosten. Zum Abschluss erhalten beide Parteien noch eine Rechnung über die Servicegebühren. Sie werden nur bei einer tatsächlichen Bezahlung erhoben und beim Autokauf automatisch verrechnet. Bei Kaufpreisen bis 10.000 Euro zahlen Käufer und Verkäufer jeweils rund 20 Euro für die Transaktion, bis 20.000 Euro werden rund 30 Euro fällig. Bei Preisen über 20.000 Euro zahlen beide Parteien 0,15 Prozent der Kaufsumme als Transaktionsgebühr.

Tipp

Spontan einen Gebrauchtwagen aus dem Internet kaufen? Das sollten Sie tunlichst sein lassen. Eine Probefahrt gehört zu jedem Gebrauchtwagenkauf wie die Siegerrunde zur Formel Eins. Worauf Sie vor, während und nach der Fahrt achten müssen und welche versicherungsrechtlichen Fragen eine Rolle spielen, erfahren Sie im Ratgeber Probefahrt: Vertrag, Versicherung, Checkliste und mehr.

Vorteile von Easy Car Pay auf einen Blick

  • Einfaches und sicheres Bezahlen von Gebrauchtwagen
  • Risiken von Bargeldübergaben, Bargeldtransfers oder Vorab-Überweisungen entfallen
  • Vom TÜV Saarland als „geprüftes Bezahlsystem“ zertifiziert
  • Zug-um-Zug-Verfahren: Beide Parteien werden über die aktuellen Schritte informiert
  • Optimiert auf die großen Gebrauchtwagen-Plattformen: Daten können in den Bezahlprozess importiert werden, um Irrtümer bei der Fahrzeugübergabe zu vermeiden
  • Bezahlvorgang kann an jedem Ort mit Zugang zum mobilen Internet abgeschlossen werden
  • Günstiger als andere Online-Zahlungsarten
Tipp

Mehr als 7 Millionen Gebrauchtwagen wechseln pro Jahr in Deutschland den Besitzer. Ein großer Markt – und nicht immer ist es leicht, den Traumwagen zu einem Traumpreis zu finden. Wie gehen Sie die Recherche richtig an? Wo liegen die Vor- und Nachteile von Privat­verkäufen, wo die von gewerblichen Händlern? Und was muss man bei der Fahrzeug­besichtigung beachten? Antworten finden Sie im Ratgeber Tipps für den Gebrauchtwagenkauf.


Fazit: Kostenlose Fahrzeugbewertung bietet Richtwert, genaue Bewertung überlässt man den Profis

Bargeld gilt laut der Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ immer noch als das sicherste Zahlungs­mittel, um einen Gebraucht­wagen zu kaufen. Hinter der Initiative stehen die Gebrauchtwagen-Portale AutoScout24.de und Mobile.de sowie der ADAC, auch die Polizei unterstützt das Projekt. Die Variante, den Gebraucht­wagen bar zu bezahlen, liegt aber nur deshalb auf dem ersten Platz, weil sichere Alternativen fehlen. Vorkasse­zahlungen per Über­weisung, Bargeld­transfers über WesternUnion oder MoneyGram sowie Zahlungs­dienstleister wie PayPal sind ungeeignet für Gebraucht­wagen-Geschäfte. Nur bedingt lässt sich feststellen, wie seriös der Handels­partner ist. Und ist man auf ein schwarzes Schaf hereingefallen, wird es fast unmöglich, wieder an sein Geld zu kommen.

Sicheres Bezahlen beim Gebrauchtwagenkauf ist vor allem eine Frage des Vertrauens. Doch beim Auto­kauf bzw. Autover­kauf trifft man in der Regel auf wildfremde Menschen. App-basierte Zahlungsdienstleister wie Easy Car Pay übernehmen dabei die Rolle des seriösen und neutralen Vermittlers. Die Zahlung erfolgt bargeldlos – man muss sich daher auch nicht dem Risiko aussetzen, größere Mengen an Bargeld mit sich herumzutragen. Auch Vorab-Über­weisungen sind nicht notwendig. Die Bezahlung erfolgt Zug um Zug, sodass sich beide Parteien schrittweise der Bezahlung und Fahrzeug­übergabe nähern. Und dank mobiler Anbindung kann man den ganzen Prozess bequem und einfach über das Smartphone abwickeln.



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