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Wohngebäudeversicherung - Versicherung wechseln

Wohngebäudeversicherung wechseln:

So gelingt der Wechsel

Es gibt gute Gründe, die für einen Versicherungswechsel sprechen: Ein anderer Versicherer bietet mehr und bessere Leistungen zum gleichen Preis. Oder Sie zahlen für den gleichen Ver­sicherungs­schutz eine deutlich günstigere Prämie.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, was Sie beachten sollten, wenn Sie Ihre Wohngebäudeversicherung wechseln möchten. Insbesondere beim Hauskauf gibt es einiges zu beachten. Auch bei einer Erbschaft sind besondere Regelungen zu beachten. Wie Sie in diesem Fall die Gebäudeversicherung wechseln können, erfahren Sie ebenfalls.

Diese Versicherungsbegriffe spielen im Artikel eine Rolle
Begriff
Erklärung
Wert 1914In der Wohngebäudeversicherung der Standardwert, von dem aus der aktuelle Wert eines Hauses berechnet wird. Als Faktor wird der Baupreisindex hinzugezogen, den das Statistische Bundesamt für jedes Jahr ermittelt. Der Wert 1914 bezieht sich auf die fiktive Summe im Jahr 1914, weil in diesem Jahr die Baupreise überaus stabil waren.
PoliceVersicherungsvertrag mit allen Leistungen, der zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer geschlossen wird.
UnterversicherungLiegt vor, wenn die vereinbarte Versicherungssumme niedriger ist als der tatsächliche Wert des Hauses.

Familie Meyer war im Glück: Das Haus lag am Rande der Metropole, bot genug Platz auf drei Etagen und war für sein Alter von 30 Jahren gut in Schuss. Dass es sich um eine Doppelhaushälfte handelte – zu vernachlässigen. Schließlich schienen die Nachbarn sehr freundlich. Das Grundstück war groß genug für einen Spielturm, einen kleinen Garten und einen Lagerfeuerplatz. Hinter dem Zaun führte ein leichter Abhang zu einer Weide hinunter, auf der morgens die Rinder des Bio-Landwirts grasten. Ein Idyll – doch eines mit Nebenwirkungen. Denn Familie Meyer hatte zusammen mit dem Haus nicht nur die schöne Aussicht, sondern auch einige unnötige Kosten übernommen, wie eine viel zu teure Wohngebäudeversicherung. Sie zu wechseln war dringend erforderlich.


Warum sollte man nach einem Hauskauf die Wohngebäudeversicherung wechseln?

Wer ein bereits genutztes Haus kauft, erwirbt automatisch die bestehende Wohngebäudeversicherung mit. Die entsprechende Regelung findet sich im Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Der Hintergrund ist, dass für den Käufer keine Lücke im Versicherungsschutz entstehen soll. Dies betrifft insbesondere ältere Häuser ab 20 Jahren, deren Elektrik zunehmend störanfällig wird. Gerade bei betagten Häusern ab 40 Jahren ist der Kunststoff­mantel um die Stromleitungen bereits brüchig geworden. Die Folge: Kurzschlüsse, Stromschläge, Kabelbrände. Im schlimmsten Fall brennt das gerade gekaufte Haus ein paar Tage später bis auf die Grundmauern nieder, weil während eines Sturms ein Blitz einschlägt und eine Überspannung in der Elektrik verursacht.

Doch als Hauskäufer müssen Sie die bestehende Wohngebäudeversicherung nicht behalten. Sie dürfen die Gebäudeversicherung wechseln, indem Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Allerdings gilt es, bei der Kündigung ein paar Formalien einzuhalten. Nachdem Sie als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen wurden, dürfen Sie die Versicherung innerhalb eines Monats kündigen. Doch relevant ist nur die endgültige Eintragung, eine Auflassungsvormerkung, die dazu dient, die Eigentumsansprüche des Hauskäufers zu schützen, zählt nicht. Als Stichtag dient das Datum, an dem Ihnen die Grundbucheintragung schriftlich mitgeteilt wird. Vorher dürfen Sie nicht kündigen, mit der Bekanntgabe aber sofort per Sonderkündigungsrecht oder – alternativ – ordentlich zum Ablauf des Versicherungsjahres.

Tipp

Schützen Sie Ihr Haus rundum ab und zahlen Sie nur so viel wie notwendig: Die Wohngebäudeversicherung von CosmosDirekt bietet Ihnen viele Zusatzleistungen zu einem günstigen Beitrag.


Wie kann man nach einer Erbschaft die Gebäudeversicherung wechseln?

Als Erbe eines Hauses übernimmt man sämtliche Rechte und Pflichten des Erblassers an der Immobilie. Das bedeutet zum einen, dass man sich als neuer Eigentümer ins Grundbuch eintragen lassen muss. Zum anderen muss aber auch eine bestehende Wohngebäudeversicherung fortgeführt werden. Ein Sonderkündigungsrecht wie beim Hauskauf besteht nicht. Daher ist nur eine ordentliche Kündigung mit einer Frist von drei Monaten zum Ablauf des Versicherungsjahres möglich.


Wie ist der Wechsel der Wohngebäudeversicherung bei einer Eigentumswohnung möglich?

Im Unterschied zum Eigenheim wird bei einer Eigentumswohnung die Wohngebäudeversicherung nicht individuell abgeschlossen. Stattdessen liegt die Vereinbarung eines entsprechenden Versicherungsschutzes in den Händen der gesamten Eigentümergemeinschaft oder der zuständigen Hausverwaltung. Jeder Eigentümer zahlt dann über das Hausgeld seinen Anteil an der Gesamtprämie. Die bestehende Gebäudeversicherung zu wechseln ist daher nur durch einen Beschluss der Eigentümerversammlung möglich.

Wenn Ihnen die Prämie zu hoch oder die Leistungen zu gering erscheinen, müssen Sie also Verbündete suchen, um einen Mehrheitsbeschluss zu Ihren Gunsten zu erreichen. Umgekehrt gilt dies genauso: Bestrebungen, den Versicherungsschutz über Gebühr einzuschränken, um ein paar Euro pro Monat zu sparen, sollten Sie unterbinden. Denn im Fall eines Brandes oder großen Leitungswasserschadens zahlen alle Eigentümer deutlich drauf. Wurde ein Beschluss gefasst, muss man innerhalb eines Monats widersprechen, ansonsten wird er verbindlich. Auch Formalien können sich dann auswirken: Kleine Modifikationen können mit einfacher Mehrheit entschieden werden, für gravierende Änderungen bedarf es der Zustimmung aller Wohnungseigentümer.


Wohngebäudeversicherung wechseln: Anforderungen an neue Police

Egal, ob man nun eine Wohngebäudeversicherung mit dem Hauskauf übernommen oder bereits eine Police fürs eigene Haus abgeschlossen hat – achten Sie darauf, dass der Versicherungsschutz für Ihr Eigenheim ausreichend ist. Dazu gehört zum einen die Versicherungssumme, die den Wiederaufbau nach einem Totalschaden finanzieren muss. Zum anderen müssen alle wichtigen Gefahren versichert sein: Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel. Drittens gehören auch sinnvolle Deckungserweiterungen und Zusatz-Policen dazu, die den Versicherungsschutz komplettieren. Sie fehlen oft in einer älteren Wohngebäudeversicherung; zu wechseln und einen neuen Anbieter zu suchen, ist dann mehr als angebracht.

Versicherungssumme

Um die optimale Versicherungssumme zu bestimmen, muss der aktuelle Wert des Hauses bekannt sein. Dieser lässt sich wie folgt bestimmen:

  • als Wertschätzung durch einen Gutachter
  • als Pauschalsumme entsprechend der Wohnfläche
  • mittels gleitendem Neuwert

Während ein Gutachten vor allem für solche Häuser sinnvoll ist, die überwiegend zu gewerblichen Zwecken genutzt werden, ist diese Variante für bewohnte Eigenheime in der Regel viel zu teuer. Auch wird nicht der Wiederaufbau-Wert bestimmt, sondern nur der Verkehrswert. Bei der zweiten Variante, der pauschalen Berechnung gemäß Wohnfläche, kann die Versicherungssumme bei besonders hochwertigen Immobilien zu niedrig angesetzt sein. Wertsteigerungen sind zudem nicht miteingerechnet. Daher ist bei dieser Methode die Vereinbarung eines Unterversicherungsverzichts unbedingt angeraten. Eine Methode, die ebenfalls derzeit für Eigenheime, Doppelhaushälften oder Reihenhäuser genutzt wird, erfolgt auf Basis des gleitenden Neuwerts. Dafür wird zunächst der bestehende Wert des Hauses samt festverbauter Einrichtung erhoben. In der Form eines Fragebogens müssen Sie Angaben zum Gebäudetyp machen, Keller- und Dachausbauten aufführen, aber auch fest installierte Einbauten wie Natursteinböden oder Parkett, Fensterarten oder hochwertige Sanitäranlagen mitteilen. Mithilfe der Wert-1914-Berechnung wird dann der aktuelle Bauwert gemäß der variablen Preisentwicklung ermittelt.

Tipp

Vereinbaren Sie einen Unterversicherungsverzicht. So können Sie sicher sein, dass bei einem Schadenfall (trotz Inflation und steigender Material- und Personalkosten) der komplette Betrag ausgezahlt wird, um Ihr Haus in gleicher Bauweise und Ausstattung wiederherzustellen.

Versicherte Gefahren

Im Wesentlichen sollte die Wohngebäudeversicherung drei Risiken abdecken: Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel. Eine einzelne Police gegen jede dieser Gefahren brauchen Sie nicht. Stattdessen sollten Sie zur sogenannten verbundenen Wohngebäudeversicherung wechseln: So sind Sie gegen die drei häufigsten Gefahrenquellen mit dem größten Zerstörungspotenzial in einer Police versichert.

  • Feuerversicherung: Zahlt bei Schäden infolge von Brand, Blitzschlag, Explosion (zum Beispiel Gastherme) oder Implosion (zum Beispiel Fernseher).
  • Sturmversicherung: Zahlt bei Schäden infolge eines Sturms (ab Windstärke 8, gemessen von der nächstgelegenen Wetterstation), abgedeckt sind aber auch Hagelschäden (keine Windstärken-Grenze) sowie Folgeschäden durch Regen.
  • Leitungswasserversicherung: Zahlt bei Schäden durch Leitungswasser infolge eines Rohrbruchs, poröser Dichtungen, kaputter Schläuche, defekter Armaturen und ähnlichem; abgedeckt sind auch Frost- und vergleichbare Bruchschäden durch andere Flüssigkeiten.

Erweiterter Schutz gegen die Macht der Elemente

Die Standardabsicherung der Wohngebäudeversicherung deckt normalerweise keine Elementarschäden ab. Dazu gehört beispielsweise Starkregen, bei dem es mehr als 25 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde regnet. Da die öffentliche Kanalisation mitunter solche Wassermengen nicht bewältigen kann, führt dies zu einem Rückstau im Abwassernetz. Die Folge: Abwasser fließt wieder zurück und flutet in den Keller. Aber auch Schäden durch Erdbeben, Erdrutsche, Überschwemmungen oder Lawinen werden nicht von vornherein versichert. Wessen Haus in einem Risikogebiet steht, braucht unbedingt eine zusätzliche Elementarschadenversicherung. Diese kann aber auch mit baulichen Auflagen, wie der nachträglichen Installation von Rückstauklappen oder wasserdichten Kellerfenstern verbunden sein.

Info

Steigt infolge Dauerregens der Grundwasser-Pegel und dringt dann Wasser durch die Kellerwände ins Haus, drohen ebenfalls Schäden am Mauerwerk. Doch Schäden durch Grundwasser lassen sich weder mit einer Wohngebäude- noch mit einer Elementarschadenversicherung abdecken.

Deckungserweiterungen

Neben einer Elementarschadenversicherung sind auch weitere Einschlüsse in den Versicherungsschutz im Einzelfall sehr sinnvoll. Freistehende Gebäude wie Garage, Carport oder Werkstatt mit einem entsprechend hohen Wert sollten in die Police aufgenommen werden. Gesondert versichert werden müssen auch teure Solar- oder Geothermie-Anlagen. Das gleiche gilt für zusätzliche Elemente, die am Haus fest verbaut werden und vor allem der Steigerung des Komforts und der Lebensqualität dienen, zum Beispiel Markisen, Satellitenschüsseln oder Vordächer.

Wer teure Elektronik im Haus nutzt, sollte sich gegen Überspannungsschäden versichern. Während bei älteren Police eine derartige Absicherung noch gesondert vereinbart werden musste, gehört sie mittlerweile bei vielen Anbietern zu den grundlegenden Leistungen. Verzichtet Ihre bestehende Police auf einen Versicherungsschutz gegen Überspannungsschäden, ist dies ein guter Grund, die Wohngebäudeversicherung zu wechseln.

Sinnvolle Deckungserweiterungen

  • Überspannungsschäden (wenn nicht in der Grundabdeckung enthalten)
  • Freistehende Gebäude wie Carport, Garage, Werkstatt oder Geräteschuppen
  • Photovoltaik-, Solar- und Geothermie-Anlagen
  • Weitere Bauelemente: Überdachungen, Antennen, Satellitenschüsseln, Markisen und ähnliches
Tipp

Mehr Informationen zu abgesicherten Gefahren und sinnvollen Einschlüssen in die Gebäudeversicherung, die bei einem Wechsel zu berücksichtigen sind, erhalten Sie im Ratgeber:


Fazit: Wohngebäudeversicherung wechseln leicht gemacht

Wer ein Haus kauft, muss die alte Wohngebäudeversicherung nicht fortsetzen. Die Gebäudeversicherung zu wechseln lohnt sich in den meisten Fällen, weil neuere Policen entweder günstiger sind oder mehr Gefahren abdecken als eine alte Police. Als Neueigentümer sollten Sie sich zunächst mit dem Versicherungsunternehmen in Verbindung setzen, bei dem die Wohngebäudeversicherung besteht. Erforderlich ist es in der Regel, dass Sie die Bekanntgabe der Grundbucheintragung als Kopie einschicken. Dann können Sie sich auf Ihr Sonderkündigungsrecht von einem Monat nach Bekanntgabe des Grundbucheintrags berufen.

Auch wenn Sie schon längere Zeit in Ihrem Haus wohnen, ist es oftmals sinnvoll, die Wohngebäudeversicherung zu wechseln. Dies lohnt sich vor allem dann, wenn Sie beispielsweise eine Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage installiert haben und Ihr bisheriger Versicherer einen zu hohen Aufschlag auf die bestehende Versicherung verlangt.

Wenn Sie Ihren Versicherungsumfang erweitern oder einschränken wollen, zahlt sich ein Wechsel ebenfalls aus. Vor allem dann, wenn Ihre alte Police keinen Unterversicherungsverzicht anbietet oder auf die Prüfung grober Fahrlässigkeit nicht verzichtet.


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