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Was ist bei einer Wohngebäudeversicherung versichert?

Wohngebäudeversicherung – Was ist versichert?

Sturm, Feuer, Blitz, Hagel oder Leitungswasser können schnell den Traum vom Eigenheim ruinieren – manchmal endgültig. Damit Sie als Haus­eigentümer nicht auf den Kosten sitzen bleiben, gibt es die Wohn­gebäude­versicherung.

In diesem Artikel lesen Sie, welche Leistungen versichert werden und wie die Versicherungssumme berechnet wird. Darüber hinaus erfahren Sie, ob es sich lohnt, die Gebäudeversicherung durch eine Elementar­schaden­versicherung zu ergänzen.

Diese Versicherungsbegriffe spielen im Artikel eine Rolle
Begriff
Erklärung
BestimmungswidrigIm Ausdruck: Bestimmungswidriger Austritt von Leitungswasser. Der Begriff beschreibt den Umstand, dass das Leitungswasser an einer Stelle austritt, die weder geplant noch willentlich geschaffen wurde, also einen Rohrbruch etc. Ursachen können sowohl ein technischer Mangel also auch menschliches Fehlverhalten sein. Flüssigkeiten wie Öle, Kühl- und Kältemittel oder Sole sind dem Leitungswasser oft gleichgestellt.

Das eigene Heim im Grünen: Wer sich diesen Traum erfüllt hat, möchte sich dies natürlich auch so lang wie möglich bewahren. Doch nach Winterstürmen, wie sie in den letzten Jahren immer häufiger und immer stärker über Mitteleuropa hinwegfegten, kann ein böses Erwachen drohen. Gerade wenn der Orkan nicht nur den Garten verwüstet, Bäume umgeworfen und die festgezurrten Terrassenmöbel in Nachbars Garten gepustet hat, sondern auch, wenn er Teile des Daches abgedeckt hat. Der gleichzeitige Regen durchfeuchtet zuerst die Wärmedämmung und dringt dann in den Dachboden ein. Schutz vor dem finanziellen Ruin infolge einer aufwendigen Sanierung bietet die Wohngebäudeversicherung. Sie sichert aber nicht nur gegen Schäden aufgrund von Sturm ab, sondern auch gegen solche infolge von Feuer und Leitungswasser.

Was ist eigentlich ein Wohngebäude? Das Statistische Bundesamt definiert den Begriff wie folgt:
„Wohngebäude sind Gebäude, die mindestens zur Hälfte der Gesamtnutzfläche zu Wohnzwecken genutzt werden (ohne Wohnheime). Das können Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, Doppelhaushälften oder Mehrfamilienhäuser sein, aber auch Gebäude, in denen sich neben Wohnungen zum Beispiel auch Anwaltskanzleien, Arztpraxen oder Geschäfte befinden.“

Quelle: Statistisches Bundesamt
Link: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Migrationshintergrund/Begriffserlaeuterungen/Wohngebaeude.html


Welche Schäden sind durch die Wohngebäudeversicherung abgedeckt?

Die Wohngebäudeversicherung deckt mindestens drei Risiken ab: Schäden durch Brand, durch Leitungswasser und durch Sturm. Diese drei Basis-Deckungen lassen sich noch genauer fassen. Die Feuerversicherung zahlt bei Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion oder Implosion, die Leitungswasserversicherung bei Schäden, die durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser oder durch Frost oder Rohrbruch entstehen, die Sturmversicherung bei Schäden, die durch einen Sturm (Windstärke 8 und höher) oder Hagel verursacht werden. Auch Überspannungsschäden werden mittlerweile von der Gebäudeversicherung abgedeckt.

Basis-Leistungen der Wohngebäudeversicherung

  • Brand
  • Blitzschlag
  • Explosion
  • Sturm
  • Hagel
  • Leitungswasser
  • Überspannung

Über die Basis-Leistungen hinaus können zahlreiche weitere Risiken in die Wohngebäude­versicherung aufgenommen werden. Die sogenannte Deckungserweiterung vergrößert den Versicherungsschutz durch Zusatzbausteine. Diese können in der Regel nur in Kombination mit der Gebäudeversicherung abgeschlossen werden. Neben der Versicherung gegen Elementarschäden gehört auch die Glasbruchversicherung dazu. Dies ist vor allem für Hausbesitzer mit sehr großen Fensterfronten interessant. Auch wer auf Sonnenlicht und Erdwärme setzt, muss entsprechende Photovoltaik oder Geothermie-Anlagen gesondert versichern.

Optionale Leistungen in der Gebäudeversicherung

  • Elementarschäden (Überschwemmung, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen, Rückstau)
  • Anlagen für Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie und Wärmepumpen
  • Glasbruch

Generell sichert die Wohngebäudeversicherung nur solche Schäden ab, die direkt am Wohngebäude entstehen. Dazu gehören das Dach, das Mauerwerk und das Fundament. Auch fest installiertes Inventar wie die Heizungsanlage, die Badewanne oder der Parkett-Fußboden ist in der Regel im Versicherungsschutz enthalten. Außenanlagen und Nebengebäude werden von den Versicherern unterschiedlich gehandhabt: Bei einigen Anbietern gehören Garagen, Carports oder Werkstätten bereits zum normalen Versicherungspaket, bei anderen müssen sie eigens aufgenommen werden. Das gleiche gilt auch für Müllboxen, Zäune, Gartenmauern oder Markisen. Der gesamte bewegliche Besitz, also auch Terrassenmöbel und Gartenstühle, muss hingegen immer über die Hausratversicherung versichert werden.

Beispiele für versicherte Risiken
Feuerversicherung
SturmversicherungLeitungswasserversicherung
Ein Kurzschluss der Lichterkette am Tannenbaum verursacht einen Zimmerbrand.Ein Orkan deckt das Dach komplett ab.Die Wasserleitung bricht und durchfeuchtet das Mauerwerk.
Das Haus brennt infolge einer Brandstiftung komplett nieder.Ein Sturm wirft einen Baum um, der die Außenmauer des Hauses beschädigt.Durch Vereisung platzt in einem Nebenraum ein Heizungsrohr, das nah an einer Außenwand entlangläuft.
Ein Blitz trifft einen benachbarten Baum, der auf das Dach fällt.Nach einem starken Hagelschauer ist die Hälfte der Dachziegel zerstört.

Was leistet die Wohngebäudeversicherung genau?

Neben der reinen Schadenregulierung werden noch weitere Kosten übernommen. Die Gebäudeversicherung zahlt in mehreren Fällen:

  • Reparatur- und Instandsetzungskosten der Schäden, die durch die versicherten Risiken entstanden sind, zum Beispiel, wenn ein Sturm das Dach abdeckt, die Hauptwasserleitung bricht oder die Gasheizung explodiert.
  • Kosten für den Abbruch des Gebäudes, die folgenden Aufräumarbeiten sowie die Grundstückssicherung. Auch Baumfällarbeiten können übernommen werden.
  • Bei einem Totalschaden wird ein neues Haus in gleicher Bauart und Ausstattung zu heutigen Preisen (Neuwertpreis) errichtet, inklusive aller Kosten für den Architekten, die Planung sowie den eigentlichen Hausbau.
  • Ersetzt werden auch die Kosten für die Mietwohnung, die vorübergehend angemietet werden muss, wenn das Haus durch Brand unbewohnbar geworden ist.
Tipp

Anspruch auf die Neuwerterstattung haben Sie nur, wenn innerhalb von drei Jahren mit dem Wiederaufbau begonnen wird.


Für wen ist eine Wohngebäudeversicherung sinnvoll?

Auch wenn die Wohngebäudeversicherung nicht gesetzlich vorgeschrieben ist – sinnvoll ist sie für Hausbesitzer in jedem Fall. Denn die Kosten für eine Instandsetzung oder einen Wiederaufbau nach einem Feuer oder einem schweren Sturm sind immens – die allerwenigsten Menschen können solche Ausgaben aus eigenen Mitteln bestreiten. Bei einem Totalschaden ist man sogar dem Risiko eines finanziellen Ruins ausgesetzt. Um solche Gefahren vorzubeugen, ist es unbedingt zu empfehlen, eine Gebäudeversicherung abzuschließen.

Im Rahmen einer Immobilienfinanzierung ist der Nachweis einer Gebäudeversicherung Pflicht. Denn sollte das Haus beschädigt oder gar zerstört werden, hat die Bank keine Sicherheit mehr, dass das Darlehen im Zahlungsausfall getilgt werden kann. Mit der Absicherung über eine Gebäude­versicherung erhält die Bank in der Regel die Schadensumme von der Versicherungsgesellschaft.

Wer in einer Eigentumswohnung lebt oder eine solche vermietet hat, braucht in der Regel keine eigene Police. Hier schließt die Eigentümer­gemeinschaft eine gemeinsame Gebäudeversicherung ab – ist eine Hausverwaltung eingesetzt, obliegt es in der Regel ihrer Verantwortung, sich um eine entsprechende Versicherung zu kümmern. Der jeweilige Anteil wird dann über das Hausgeld eingezogen. Die Leistungen der Gebäudeversicherung für ein Haus mit mehreren Eigentumswohnungen sollten der Wohngebäudeversicherung für ein Eigenheim entsprechen. Unbedingt enthalten sein sollte die Absicherung gegen Feuer-, Sturm- und Leitungswasserschäden. Empfehlenswert ist auch die Aufnahme von Nebengebäuden auf dem Grundstück wie gemeinschaftlich genutzte Fahrradschuppen und ähnliches.

Wer sollte eine Gebäudeversicherung abschließen?
Besitzer eines / einer …
Art der Gebäudeversicherung
EinfamilienhausesWohngebäudeversicherung
ReihenhausesWohngebäudeversicherung
DoppelhaushälfteWohngebäudeversicherung
MehrfamilienhausesWohngebäudeversicherung
EigentumswohnungGemeinschaftliche Wohngebäudeversicherung

Wie werden Versicherungssumme und Prämie der Gebäudeversicherung berechnet?

Ausgangspunkt ist der Neuwert des Eigenheims. Wie hoch die notwendige Versicherungssumme sein muss, kann auf drei Wegen ermittelt werden:

  • Wertgutachten: Ein Gutachter bestimmt den Verkehrswert des Gebäudes. Dies ist zum einen teuer, zum anderen liegt der ermittelte Wert oft unterhalb der Wiederaufbau-Kosten. Die Versicherungsprämie bleibt in der Regel konstant.
  • Wohnflächentarif: Die Versicherungssumme wird pauschal entsprechend der Hausgröße berechnet. Im Fall eines Wiederaufbaus zahlt die Versicherung den ortsüblichen Preis für ein Gebäude derselben Größe und Konstruktionsart. Da eine Höchst-Entschädigungsgrenze festgelegt wird, wird auch die Versicherungssumme nicht der Baupreisentwicklung angepasst.
  • Gleitender Neuwert: Die Versicherungssumme wird der Wertentwicklung des Gebäudes und der Entwicklung der aktuellen Baukosten angepasst. Dies erfolgt im jährlichen Rhythmus. So gewährleisten Sie, dass die Versicherungssumme stets den Wiederaufbau-Kosten im Fall eines Totalschadens entspricht.

Je nach Anbieter und Tarif steigt die Prämie der Wohngebäudeversicherung aufgrund von Deckungserweiterungen und Zusatzleistungen weiter an. Rabatte gibt es dagegen bei langfristiger Bindung an das Versicherungsunternehmen oder bei Einschluss einer Selbstbeteiligung. Diese Option sehen aber nicht viele Versicherer vor.


Warum sich eine Elementarschadenversicherung lohnt

In den Standard-Tarifen sind Schäden infolge von Elementarereignissen in der Regel nicht enthalten. Dazu zählen Erdbeben, Erdrutsche, Sturmfluten oder auch Schneelawinen und Schlammlawinen. Oftmals wird auch Starkregen nur von der Elementarschadenversicherung abgedeckt. Abgesichert sind dann zum Beispiel auch solche Schäden, die durch eine ungewöhnlich hohe Schneelast am Dach des Hauses verursacht werden.

Wer braucht eine Elementarschadenversicherung?

Zunächst sollten alle, die in einer Risikozone für Elementarschäden wohnen, über den Einschluss der entsprechenden Zusatz-Police nachdenken. Dazu gehören insbesondere Regionen entlang von Rhein, Donau, Elbe, Weser oder Ems, da hier die Wahrscheinlichkeit besonders hoch ist, dass ein Hochwasser den Keller flutet. Aber auch wer im Alpenraum oder in den Mittelgebirgen lebt, sollte sich verlässlich gegen die Folgen von Schnee und Eis versichern.

In stark gefährdeten Gebieten kann der Versicherer aber auch bauliche Veränderungen verlangen, damit der Versicherungsschutz bestehen bleibt. Schließlich sollen Ausmaß und Kosten des Schadens möglichst niedrig gehalten werden – was durchaus auch im Sinne des Versicherten ist. So können in Hochwassergebieten bestimmte Sicherungssysteme für Kellerfenster, Türen und Lichtschächte notwendig sein. Dazu gehören beispielsweise wasserdichte Leibungsfenster, Montageplatten, die Druckwasser standhalten können, oder auch Rückstauverschlüsse für Abwasserleitungen. In besonderen Fällen kann auch die Aufbewahrung von Wertgegenständen und elektrischen Geräten allein in den oberen Stockwerken vorgeschrieben werden.

Wer außerhalb einer ausgewiesenen Gefahrenzone wohnt, ist dennoch nicht gefeit vor den Gefahren. Das Haus kann genauso von einem heftigen Wintersturm wie von einem kräftigen Sommergewitter getroffen werden – mit vergleichbaren Folgen. Infolge des Klimawandels und des Temperaturanstiegs gehen Meteorologen davon aus, dass sich die Wetterlage in Mitteleuropa langfristig verändern wird. Die Folge: In den meisten Regionen werden Häufigkeit und Stärke von Gewittern zunehmen. Starkregen, Überschwemmung und Rückstau treten dann vermehrt auf. Aus diesem Grund sollte jeder Hauseigentümer rechtzeitig seine Immobilie schützen.

Tipp

Auch Schäden durch einen steigenden Grundwasserspiegel werden durch die Elementarschadenversicherung nicht abgedeckt.


Fazit: Die Wohngebäudeversicherung ist für Hausbesitzer ein Muss

Wer ein Heim sein Eigen nennt, möchte es auch umfassend schützen – am besten vom Fundament bis zum Dachfirst. Die Wohngebäudeversicherung ersetzt Kosten für Schäden direkt am Gebäude, die durch Brand, Blitz-, Sturm- und Hagelschäden oder Leitungswasser verursacht werden. Die Kostenerstattung reicht von der Reparatur über die Instandsetzung bis zum Wiederaufbau nach Totalverlust. Um Schäden infolge einer Überschwemmung oder eines Starkregens zu kompensieren, braucht man hingegen eine Elementarschadenversicherung. Diese ist auch außerhalb der Gefährdungsregionen sinnvoll.

Die Gebäudeversicherung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Leistungen und Preise der privaten Anbieter weichen teilweise erheblich voneinander ab. Daher sollten Hausbesitzer vor Abschluss einer Wohngebäudeversicherung die Anbieter auf dem Markt genau vergleichen. Wer bereits vor vielen Jahren eine Gebäudeversicherung abgeschlossen hat, sollte von Zeit zu Zeit überprüfen, ob die Versicherung noch den aktuellen Anforderungen genügt. Haben Sie eine Solarthermie- oder Wärmepumpen-Anlage installiert, sollte diese in den Versicherungsschutz unbedingt mit aufgenommen werden. Auch sollten Sie das Preis-Leistungs-Verhältnis aktueller Tarife mit dem bestehenden vergleichen. Gerade Direktversicherer wie CosmosDirekt bieten ihren Kunden dieselbe oder umfangreichere Leistungen zu günstigeren Konditionen an.

Tipp

Neubauten und Wohngebäude, die jünger als 10 Jahre sind, können in der Regel zu besonders günstigen Konditionen versichert werden. Bei der Wohngebäudeversicherung von CosmosDirekt erhalten Sie in den ersten 4 Jahren, nachdem Ihr Haus bezugsfertig gestellt wurde, einen Rabatt von 34 Prozent!


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