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Carsharing

Carsharing -

Autos gemeinsam nutzen und kostengünstiger fahren

Für Gelegenheitsfahrer ist das Carsharing äußerst attraktiv. Vor allem für Großstädter ist es nicht mehr erstrebenswert, ein eigenes Auto zu besitzen. Die Fixkosten im Monat sind ihnen zu hoch – gerade wenn sie mit dem Fahrzeug wenig fahren. Mit über 1,25 Mio. registrierten Nutzern ist die Anzahl der Verbraucher, die Carsharing betreiben, stark gestiegen.

Im folgenden Artikel informieren wir Sie, was Carsharing bedeutet, welche Arten von Carsharing es gibt und wie die Versicherung bei Carsharing funktioniert.

CosmosDirekt führt derzeit keine Carsharing-Versicherungen und bietet mit diesem Artikel nur allgemeine Informationen an.

Diese Versicherungsbegriffe spielen im Artikel eine Rolle
Begriff
Erklärung
KautionSicherheitsleistung, auf die der Vermieter einer Sache im Miet- oder Schadenersatzfall zurückgreifen kann
SelbstbeteiligungBetrag, den der Versicherte im Schadenfall selbst trägt. Die Höhe ist beim Carsharing nicht frei wählbar, sondern wird vom Anbieter festgelegt. Eine Selbstbeteiligung ist nur bei Kaskoversicherungen möglich.

Carsharing: Was ist das eigentlich?

Die Idee hinter Carsharing ist nicht neu: Mitte 1988 startete das erste Angebot in Berlin. In den folgenden Jahren hat sich die gemeinschaftliche Nutzung von Kraftfahrzeugen in vielen Städten und über das ganze Bundesgebiet ausgebreitet. Carsharing hat sich zu einer modernen Dienstleistung entwickelt. Ihre Bedeutung wächst jedes Jahr stetig. Gerade Großstädter setzen bei steigenden Sprit- und Haltungskosten auf das Autoteilen. Ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz und eine vernünftige Fahrradinfrastruktur lassen das Autofahren in Ballungszentren als Luxus erscheinen.

Der Hintergrund: Im Durchschnitt stehen Fahrzeuge 23 Stunden am Tag ungenutzt herum. Die Kosten, wie Kfz Versicherung, Steuern und vor allem der Wertverlust, fallen trotzdem weiter an. Das Sparpotenzial bei der Nutzung von Carsharing kann hoch sein. Alle, die nicht mehr als 5.000 Kilometer jährlich fahren, haben damit auf jeden Fall im Monat mehr im Portmonee. Nach einer Modellrechnung von Stiftung Warentest können bis zu 1.000 € eingespart werden1, wenn man einen Kleinwagen mit einer Laufleistung von 2.500 Kilometer pro Jahr mit anderen Nutzern teilt.

In einigen Situationen ist ein Auto trotz des gut ausgebauten Nahverkehrsnetzes ein nützlicher und vor allem bequemer Helfer: beim Großeinkauf, der Fahrt ins Grüne oder beim Geschäftstermin ist ein Carsharing-Wagen die Alternative zum herkömmlichen Auto.

Damit Autofahrer Carsharing nutzen können, müssen sie zuerst mit dem Anbieter einen Rahmenvertrag beziehungsweise eine Vereinsmitgliedschaft abschließen – unabhängig von der Rechtsform des Anbieters. Danach bekommen Kunden ein Zugangsmedium für das Fahrzeug in Form eines Tresorschlüssels oder einer elektronischen Chipkarte sowie ein Nutzerhandbuch inklusive Nutzungsbedingungen ausgehändigt. Damit können sie die Autos jederzeit nutzen, solange sie vorher eine Buchung vorgenommen haben – entweder per Telefon, App oder im Internet. In Deutschland werden beim Carsharing private und kommerzielle Angebote unterschieden.

1 Quelle: Stiftung Warentest, 6/2014


Privates Carsharing

Beim privaten Carsharing werden Autos von Privatbesitzern gegen Geld geteilt. Zur Abwicklung des Austausches dienen professionelle Plattformen als Vermittler. Derjenige, der ein Auto benötigt, holt das Auto beim Besitzer ab. Hierbei werden die wichtigsten Daten wie Fahrzeugzustand und Kilometerstand protokoliert. Nach einer kurzen Einweisung kann die Fahrt losgehen. Danach wird das Fahrzeug mit gleichem Tankstand wie zu Beginn zurückgegeben und ein Übergabeprotokoll ausgehändigt. Carsharing privater Art beruht auf Vertrauen, setzt aber auch auf Kontrolle. Deshalb sorgen Mieter und Vermieter durch die gegenseitige Bewertung für Transparenz.

Die Konditionen der Vermittler für privates Carsharing sind ähnlich. Die Anmeldung erfolgt meist kostenlos. Die Interessenten wählen sich das passende Auto über das Internet aus, buchen es dort und bezahlen im Voraus. Den Mietpreis legen die Fahrzeugbesitzer fest. Privates Carsharing ist vor allem bei langen Strecken und Ausleihdauern zu empfehlen. Außerdem steht dem Mieter eine Flotte aus unterschiedlichsten Fahrzeugmodellen zur Verfügung: Vom Transporter über den Kombi bis zum Sportwagen wird in der Regel alles angeboten.

Für Vermieter und Mieter eine wichtige Frage: Privates Carsharing und Versicherung – wer trägt das Risiko? Der Fahrzeugnutzer wird in diesem Fall über den Vermittler abgesichert, so bleibt die Haftpflicht- und Kaskoversicherung des Fahrzeughalters außen vor. Wenn Sie mit Ihrem Kfz am privaten Carsharing teilnehmen, ist eine Prüfung Ihrer Versicherung sehr wichtig. Oftmals ist der Fahrerkreis zwecks niedrigeren Beitrags begrenzt. Daher sollten Sie den Fahrerkreis vertraglich offen halten, wenn Sie Ihr Auto weitervermieten. Seien Sie sich bewusst, dass durch einen erweiterten Fahrerkreis wahrscheinlich auch Ihre Versicherungsprämie erhöhen wird, da mehrere verschiedene Fahrer auch das Unfallrisiko erhöhen.


Kommerzielles Carsharing

Inzwischen gibt es in über hundert Städten und Gemeinden in Deutschland Anbieter für kommerzielles Carsharing. In Großstädten und Ballungsräumen können Interessierte zwischen einer Vielzahl von kleinen und großen Anbietern wählen. In mittelgroßen und kleinen Städten bietet oft nur ein Anbieter oder Verein Carsharing an. Mittlerweile gibt es im Bundesgebiet über 150 Unternehmen, die um Kundschaft kämpfen – Tendenz steigend.

Die Möglichkeit, Fahrzeuge nur stundenweise mieten zu können, ist der große Vorteil des kommerziellen Carsharings gegenüber dem Leihen von Privatautos. Die Abrechnung kann minutengenau erfolgen, nicht nur für einen gesamten Tag. Außerdem können die Autos mit weniger Vorausplanung und Abstimmung gebucht werden – für alle die spontan ein Fahrzeug nutzen möchten, ist das genau das Richtige.

Bei der Nutzung werden zwei Varianten unterschieden. Das älteste Modell funktioniert über feste Stationen und ist die am weitesten verbreitete Form. Das Auto wird an einer Station abgeholt und dort auch wieder abgestellt. Um Großstädtern die Nutzung noch komfortabler zu gestalten, haben viele Unternehmen das Prinzip Free-Floating eingeführt. Bei diesem Modell stehen die Autos frei in der Stadt. Der Kunde findet sie über eine Smartphone-App oder Internet. Über seine Chipkarte kann er das Auto öffnen. Nach der Fahrt kann der Pkw auf einen beliebigen freien Parkplatz abgestellt werden.

Tipp

Wenn Sie eine längere Tour planen oder eine Tag lang ein Auto benötigen, fahren Sie mit einem Mietwagen oft günstiger als mit Carsharing.


Carsharing - Was sind die Vor- und Nachteile?

Ein Auto teilen liegt im Trend, gerade in Zeiten steigender Spritpreise und Unterhaltskosten für ein eigenes Fahrzeug. Carsharing lohnt sich insbesondere für Menschen, die nur selten oder unregelmäßig mit dem Auto unterwegs sind.

Vorteile

Es gibt viele Vorteile beim Autoteilen. Egal, ob beim Carsharing private oder kommerzielle Angebote in Anspruch genommen werden: Die Autos werden gezielter genutzt und ihre Auslastung ist bei weitem besser. Es werden weniger Fahrzeuge angeschafft, was sich positiv auf den CO2-Ausstoß und damit auf die Umwelt auswirkt.

Außerdem verfügen kommerzielle Anbieter über eine Fahrzeugflotte, die auf dem neusten Stand der Technik ist. Ihre Autos sind meist nicht älter als 24 Monate und werden regelmäßig ausgewechselt. Nach der Schätzung des Bundesverbands Carsharing ersetzt jedes ihrer Autos zehn Privat-Pkws. Dabei wird ein Fahrzeug ungefähr von 25 bis 35 Kunden genutzt.

Kunden können sich obendrein darüber freuen, dass Kosten für Anschaffung, Versicherungen oder Reparaturen entfallen. Die abendliche Parkplatz-Suche wird zu einem geringeren Problem. Viele Carsharing-Nutzer schwören darüber hinaus auf die große Auswahl an Fahrzeugmodellen. Je nach Bedarf können Kleinwagen, Kombis oder auch Cabrios stundenweise gemietet werden.

Nachteile

Es gibt natürlich auch Nachteile beim Carsharing: Es ist für diejenigen das Richtige, die das Auto als ein nützliches Verkehrsmittel sehen. Wer Autos als Statussymbol betrachtet, ist mit dem Autoteilen nicht gut bedient. Carsharing setzt außerdem einen gewissen Grad an Flexibilität voraus. Es ist nicht immer eine Leihstation vor der eigenen Haustür. In diesen Fällen muss zu Fuß, per Fahrrad, mit dem öffentlichen Nahverkehr oder Taxi die nächste Carsharing-Möglichkeit aufgesucht werden. Bei einer großen Nachfrage kann es auch vorkommen, dass das gewünschte Automodell nicht zu Verfügung steht. In diesen Momenten genießt man mit einem eigenen Auto mehr Unabhängigkeit.

Für Berufspendler ist Carsharing keine gute Alternative. Neben der Nutzungsdauer werden die ungenutzten Zeiten zum Parken auf dem Firmengelände ebenso abgerechnet. Da die Minutenpreise sehr hoch sind, ist Carsharing auch Vielfahrern nicht zu empfehlen. Menschen, die Carsharing auf dem Land nutzen möchten, stehen vor einem Problem: Es gibt hier selten Angebote. Außerdem sind Mieter von Carsharing-Autos von der Parkplatzsuche nicht befreit. Nur wenige Anbieter verfügen über exklusive Parkflächen.

Zusammenfassung

Am meisten profitieren vom Carsharing Fahrer, die in großen Ballungsräumen wohnen, die selten und unregelmäßig mit dem Auto unterwegs sind, grundsätzlich gar kein Auto brauchen und die dieses nicht als Statussymbol ansehen.

Vorteile
Nachteile
Keine AnschaffungskostenKein Einfluss auf die Nutzung, Fahrweise und Pflege des Autos
Aufteilung der UnterhaltskostenFür Berufspendler ungeeignet
Flexible FahrzeugauswahlGeringe Verfügbarkeit in ländlichen Regionen
Fahrzeuge meist auf dem neusten StandParkplatzsuche entfällt nicht, wenige exklusive Parkflächen
Beitrag zum UmweltschutzDas Auto muss nicht den eigenen Ansprüchen entsprechen (Sauberkeit, Fahrverhalten, etc.)

Carsharing - Wie funktioniert das im Detail?

Über die Internetseite des Bundesverbandes Carsharing finden Sie ganz einfach die Anbieter. In einer Übersichtskarte mit Umkreissuche sind die verfügbaren Fahrzeuge aller Mitglieder und vieler Carsharing-Anbieter verzeichnet. Wer online den passenden Anbieter gefunden hat, kann sich meistens online registrieren. Zur Identitätsfeststellung muss aber eine Filiale aufgesucht werden. Mit dem Smartphone oder PC kann man dann ein Auto in der Nähe aussuchen – per Stadtkarte oder über die Wunsch­einstellungen. Dann lässt sich das Fahrzeug für einen bestimmten Zeitraum reservieren oder direkt aufsuchen.

Mit einem Zugangsmedium, meistens eine Chipkarte, lässt sich das Auto öffnen. Bevor die Fahrt losgeht sollte man überprüfen, ob alles in Ordnung ist. Falls es nötig ist, kann unterwegs über eine kostenlose Tankkarte nachgetankt werden. Beim Carsharing sind Sprit und Tankservice im Preis inbegriffen. Wenn der Tankstand unter 25 % liegt, sollten Carsharer mit der Tankkarte tanken – für die geleistete Arbeit bekommen sie von den meisten Anbietern Freiminuten geschenkt.

Am Ende der Fahrt oder des Buchungszeitraum wird das Auto abgestellt, überprüft und verriegelt – je nach Carsharing- Modell entweder innerhalb eines bestimmten Gebietes (Free-Floating) oder an der Abholstation (feste Stationen). In manchen Städten kooperieren Anbieter beider Modelle miteinander oder es können beide Varianten genutzt werden. Die Abrechnung der Fahrt erfolgt über ein Guthabenkonto oder das Bankkonto. Der Carsharing-Anbieter schickt meistens monatlich eine detaillierte Rechnung, auf der alle Fahrten einsehbar sind.

Auf den Internetseiten der Anbieter befindet sich eine Gebrauchsanleitung zum Carsharing. Hier werden alle Fragen beantwortet – was der Kunde darf und was nicht. Bei allen Carsharing-Anbietern ist zum Beispiel das Rauchen im Fahrzeug verboten. Auslandsfahrten sind bei vielen Unternehmen ebenso untersagt wie die Mitnahme von Tieren. Zudem wird aufgeklärt, welche Kosten bei der verspäteten Rückgabe des Fahrzeuges oder für eine Reinigung anfallen. Zudem erlaubt nicht jeder Anbieter, dass Mitfahrer das Auto lenken. Einige verbieten es vollständig, andere wiederum knüpfen es an bestimmte Bedingungen.

Reparatur- und Wartungskosten sind beim Carsharing im Preis einkalkuliert. Nur selbst­ver­schuldete Schäden müssen vom Kunden getragen werden. Alles was aber durch Verschleiß reparaturfällig wird, wird vom Anbieter getragen.


Was kostet Carsharing?

Je nach dem Nutzungsverhalten, den Komfortwünschen und an das Automodell können die Kosten je Anbieter sehr unterschiedlich ausfallen. Preise und Gebührenmodelle sowie Abrechnungs­methoden weichen deutlich voneinander ab. Die einzelnen Anbieter legen ihre jeweiligen Gebühren und Preise selbstverantwortlich fest. Gleichzeitig können die Tarife ein und desselben Providers innerhalb des Bundesgebiets unterschiedlich sein. Die meisten Anbieter ziehen die gleichen Komponenten zur Berechnung heran, das erleichtert den Vergleich der Kosten.

Bei Abschluss eines Rahmenvertrages oder bei Mitgliedschaft in einem Carsharing-Verein werden in vielen Fällen nutzungsunabhängige Kosten fällig. Dabei werden drei Kostenfaktoren unterschieden:

  • Aufnahmeentgelt
  • Kaution
  • Monatlicher Mitgliedsbeitrag

Einige Carsharing-Anbieter verzichten auf einen oder mehrere dieser Kostenpunkte.

Die nutzungsabhängigen Kosten können in zwei unterschiedlichen Formen abgerechnet werden. Beim klassischen Abrechnungsmodell zahlt der Kunde einen Monatsbeitrag sowie häufig eine einmalige Aufnahmegebühr und hinterlegt eine Kaution. Der Mietpreis berechnet sich dann aus der genutzten Zeitdauer und den gefahrenen Kilometern. Die Benzinkosten und die Versicherung sind in den Tarifen schon enthalten. Als alternatives Modell hat sich gerade bei den großen Anbietern die Abrechnung pro Minute durchgesetzt. Bei einzelnen Anbietern fallen zusätzliche Kosten pro Buchung an, vor allem, wenn über das Telefon gebucht wird.

Bei allen Anbietern unterscheiden sich die Preise je nach Automodell. Kleinwagen sind preiswerter als Mittelklassewagen, und das Cabriolet gibt es im Herbst und Winter billiger als im Sommer. Viele Unternehmen locken die Kunden mit zusätzlichen Rabatten. So kostet bei einigen Anbietern das Parken weniger. Es gibt günstigere Preise bei Nutzung einer vollen Stunde. Andere offerieren günstige Prepaid-Angebote, spezielle Tarife für Wenigfahrer oder staffeln die Preise je nach Tageszeit. Da wundert es wenig, dass einige Carsharing-Nutzer gleich bei mehreren Anbietern registriert sind. Doppelmitgliedschaften richten sich stark nach dem individuellen Nutzungsverhalten. Da viele Anbieter auf die feste Monatsgebühr verzichten, sind diese nicht unbedingt teuer. Dazu kommt, dass gerade in Großstädten Carsharing-Unternehmen beginnen, verstärkt untereinander zu kooperieren. Sie verknüpfen Free-Floating mit stationsgebundenen Carsharing.

Bei Regelverstößen können zusätzliche Kosten anfallen. Neben der Einhaltung der vereinbarten Rückgabezeit sollten Mieter auf die vereinbarten Tank- und Parkregeln achten. Teuer kann zudem der Verlust des Fahrzeugschlüssels oder der Zugangskarte werden. Empfindliche Geldbußen drohen auch bei der Verschmutzung des Autos: Für Sonderreinigungen verlangen Anbieter 30 € bis 50 € extra.

Free-Floating oder Feste Mietstationen?

Vielerorts erhalten Besitzer eines Abonnements für den öffentlichen Nahverkehr sowie Studenten zusätzliche Rabatte. Bei Flinkster müssen Bahncard-Kunden keine Aufnahmegebühr bezahlen. Wir haben für Sie die Preise der vier größten Carsharing-Anbieter auf Grundlage des günstigsten Kleinwagens in einer Tabelle gegenüber gestellt. Auf den ersten Blick scheint Free-Floating teurer zu sein als das Carsharing mit festen Mietstationen. Wer aber nur eine Tour ohne Rückfahrt zur Station plant, fährt mit Free-Floating günstiger.

Ab wann lohnt sich Carsharing?

Trotz der Vielfalt der Anbieter und Tarife profitieren Gelegenheitsfahrer von der gemeinsamen Autonutzung. Eine Beispielrechnung mit einem Kleinwagen aus dem Gebrauchtwagensegment, zum Beispiel einen VW Polo oder Ford Ka, verdeutlicht dies noch einmal. Wenn von einem Anschaffungswert von 5.000 € ausgegangen wird, bei einem Wiederverkaufswert nach 4 Jahren von 2.000 € und einer Fahrleistung von 5.000 Kilometern im Jahr, kommt man bei der eigenen Nutzung auf einen Kilometerpreis von ungefähr 66 Cent. Die Carsharing-Variante ist zu gleichen Bedingungen bei weitem günstiger: Gerade einmal 32 Cent werden je Kilometer fällig. Beim Wechsel auf Carsharing können Gelegenheitsfahrer demnach bis zu 140 € monatlich sparen bzw. über 1.600 € im Jahr.

Eigenes AutoCarsharing
Fahrleistung im Jahr (km)5.0005.000

Anschaffungskosten runtergerechnet auf 4 Jahre
(Annahme: 5.000 Euro)

1.250 Euro0 Euro

Anmeldegebühren

(Kaution 500 Euro auf 4 Jahre, Anmeldung 50 Euro, Monatsgebühr 7 Euro)
0 Euro259 Euro
Kilometerpreis (0,22 Euro)0 Euro1.100 Euro
Minutenpreis (0,04 Euro)0 Euro120 Euro
Spritkosten (Annahme: 6 l/ 100 km)480 Euro0 Euro
Wartung, Reparaturen500 Euro0 Euro
Versicherung500 Euro0 Euro
Kfz-Steuer60 Euro0 Euro
Wiederverkaufswert 2.000 Euro runtergerechnet auf 4 Jahre500 Euro0 Euro
Kaution 500 Euro zurück auf 4 Jahre runtergerechnet0 Euro125 Euro
Summe im Jahr3.290 Euro1.604 Euro
Summe im Monat274,17 Euro133,67 Euro
Summe pro Kilometer 0,66 Euro0,32 Euro

Wie funktioniert die Versicherung beim Carsharing?

Im Allgemeinen sind Kunden von Carsharing-Diensten über den Anbieter haftpflicht- und vollkaskoversichert. Die genauen Details zum Versicherungs­schutz sollten im Vertrag immer überprüft werden. Ansonsten gilt: Mit der Versicherung für das Carsharing werden alle Schäden wie bei einer eigenen Autoversicherung abgesichert. Allerdings halten sich einige Anbieter bei der Haftpflicht nur an die gesetzlich festgelegten Rahmenbedingungen bei Personen- und Sachschäden.

Um das Unfallrisiko zu senken, setzen einige Anbieter ein bestimmtes Mindestalter sowie einen Mindestzeitraum seit Erwerb der Fahrerlaubnis für die Nutzung des Carsharing-Dienstes voraus. Bei den meisten Unternehmen reicht allerdings, das 18. Lebensjahr vollendet zu haben und ein Jahr Fahrpraxis nachweisen zu können. Außerdem bieten manche spezielle Fahrtrainings an, die bei ihnen absolviert werden können.

Im Schadenfall haftet die Versicherung des Carsharing-Anbieters. Aber die Unternehmen verlangen unterschiedliche Selbstbeteiligungen von ihren Kunden. Bei einem selbstverschuldeten Unfall muss sich der Kunde meistens mit 500 € bis 1.500 € an der Reparatur beteiligen. Durch eine Zuzahlung von 39 € bis 99 € im Jahr kann bei vielen Carsharing-Anbietern die Selbstbeteiligung bei der Kfz Versicherung auf 200 € bis 300 € gesenkt werden. Privates Carsharing und die Versicherung für das Auto sind ähnlich geregelt. In diesem Fall ist der Carsharing-Nutzer in Schadenfällen über den Vermittler abgesichert.


Experten-Tipps zum Carsharing

  1. Registrieren Sie sich bei mehreren Carsharing-Anbietern, um von den unterschiedlichen Angeboten zu profitieren.
  2. Die Konditionen des Anbieters bei Rückgabe- und Buchungszeiten, Tank- und Parkregelungen sollten beachtet werden. Ansonsten kann es schnell teuer werden. Bei Regelverstößen erheben die meisten Anbieter empfindliche Gebühren.
  3. Viele Carsharing-Anbieter unterbreiten ihren Kunden das Angebot, ihr Guthabenkonto durch Arbeiten am Auto zusätzlich in Form von Freiminuten aufzuladen. Diese Eigenleistungen können zum Beispiel das Tanken oder das Putzen des Autos sein.
  4. Es empfiehlt sich, vor und nach der Fahrt Fotos vom Fahrzeug zu machen. Viele Schäden fallen nicht immer sofort auf. Auf diesen Weg kann der Kunde vorher entstanden Beulen und Kratzer dokumentieren, aber auch seine eigene Schadenfreiheit. Bei Streitigkeiten mit dem Anbieter kann das von Vorteil sein.
  5. Für jeden Carsharing-Nutzer lohnt sich der regelmäßige Preisvergleich über spezielle Online-Portale. Denn je nach Vorlieben, Bedürfnissen bzw. der individuellen Situation sind nicht alle Angebote und Tarife für jeden relevant.

Fazit

Vom Carsharing-Dienst profitieren vor allem Gelegenheitsfahrer in Großstädten. Sie legen den größten Teil ihrer Zeit nur kurze Strecken zurück und sind nicht auf den Komfort eines eigenen Autos angewiesen. Sie fahren dementsprechend meist kostengünstiger als mit einem Privat-Pkw. Dazu kommt die große Auswahl an unterschiedlichen Fahrzeugmodellen. Dies kann sowohl Vorteil sein, wenn unterschiedlicher Bedarf besteht, als auch von Nachteil, wenn Sie sich schwer damit tun, sich an unterschiedliche Fahrzeugtypen und deren ebenso unterschiedlichen Fahreigenschaften zu gewöhnen. Die Fahrzeuge stehen überall zur Verfügung. Außerdem spart Carsharing Arbeit und Zeit: Werkstattbesuche, Tankstopps und Parkgebühren gehören der Vergangenheit an. Aber auch hier kann sich der vermeintliche Vorteil zum Nachteil wenden. Sollte kein Auto verfügbar sein, ein vorheriger Nutzer des Autos die Tankregelung vernachlässigt hat oder keine Station vor Ort sein, so kann man schnell ohne fahrbaren Untersatz dastehen.

Sie sollten genau überlegen, ob es in Ihrer Situation Sinn macht, das Carsharing zu nutzen oder ein eigenes Auto anzuschaffen. Trotz vieler Vorteile kann beispielsweise ein eigenes Kfz mit Saisonkennzeichen sinnvoller für diejenigen sein, die nur für einen bestimmten Zeitraum ein Auto benötigen (z.B. passionierte Motorradfahrer). Prüfen Sie auf jeden Fall Ihren Bedarf und dann die Möglichkeiten und verschiedenen Varianten. Rechnen Sie sich verschiedene Optionen und schauen Sie, ob Carsharing oder ein eigenes Auto die für Sie lukrativere Variante ist. Für eine erste Orientierung können Sie gerne unseren Online-Beitragsrechner nutzen, um die Versicherungskosten eines eigenen Pkws zu berechnen.

Werden Sie sich auch darüber klar, wie sicher Sie mit dem Auto reisen wollen. Zwar werden Sie über Carsharing-Anbieter versichert, haben aber in der Regel nur die Mindestanforderung, die beim Zustandekommen von Personenschäden nicht ausreichen kann. Ein eigenes Auto bietet Ihnen individuelle Möglichkeiten zur Absicherung.



Die Autoversicherung bei der Nummer 1#*#!

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